Nach dem Anschlag in Cabinda Togos Regierung will Nationalelf heimholen

Trotz des Überfalls auf ihren Mannschaftsbus mit drei Toten wollen Togos Spieler beim Afrika-Cup antreten. Die Regierung aber besteht auf einer Rückkehr der Mannschaft.

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Zwei Tage nach dem Anschlag auf ihren Mannschaftsbus Togos herrscht Unklarheit darüber, ob die Nationalelf am Afrika-Cup in Angola teilnimmt. Nach Angaben des Pressesprechers des Afrikanischen Fußballverbandes (CAF), Kodzo Samlan, ist Togo bei der Meisterschaft dabei. "Ich habe mit der Mannschaft telefoniert und sie will spielen." Er erwarte nun eine offizielle Bestätigung der togolesischen Regierung in Lomé.

Die erklärte dagegen, die unter Schock stehende Mannschaft nach Hause zu holen, nachdem neben dem Busfahrer auch der Assistenz-Trainer und der Pressesprecher des Teams ihren Verletzungen erlegen waren. Der Bus war am Freitag in Angolas Exklave Cabinda unter Beschuss geraten.

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Mittelfeldspieler Alaixys Romao sagte der französischen Sport-Zeitung L'Equipe, die Nationalelf wolle trotz des Anschlags das Spiel gegen Ghana bestreiten. Die Entscheidung der Spieler sei in einer nächtlichen Teamsitzung einstimmig getroffen worden, hieß es. "Wir können die Toten und Verletzten nicht zurücklassen und davonlaufen wie Feiglinge", sagte Romao. "Wenn wir bleiben, dann ihretwegen. Aber auch, um den Rebellen nicht die Genugtuung zu geben. Unsere Regierung ist nicht unbedingt damit einverstanden, aber wir sind alle entschlossen, in diesem Cup mitzuspielen."

Noch am Abend zuvor hatte die Regierung des Landes den Rückzug der Mannschaft von dem Turnier verkündet. "Wir können unter diesen Umständen am Wettbewerb nicht teilnehmen. Die Spieler stehen unter Schock", hatte Regierungssprecher Pascal Bodjona in einer Stellungnahme gesagt. Auch die Spieler hatten in ersten Reaktionen von Boykott gesprochen. "Kein Spieler ist bereit, bei diesem Cup anzutreten. Wir sind gekommen, um ein Fußball-Fest zu feiern, jetzt aber ist es, als würde man in den Krieg ziehen", hatte Togos Torwart Kossi Agassa erklärt.

Verwirrung herrschte zudem um Kapitän Emmanuel Adebayor. Dessen englischer Verein Manchester City hatte am Samstag erklärt, der umgerechnet rund 28 Millionen Euro teure Stürmer sei bereits abgereist. Samlan sagte dagegen, Adebayor werde bei dem Turnier spielen. Mittelfeldspieler Assimiou Touré von Bayer 04 Leverkusen kam seinem Verein zufolge offenbar mit dem Schrecken davon.

Leser-Kommentare
  1. aber die Entscheidung für den Kontinentcup ist sicher besser, als vor den Terroristen zu kuschen und sich unterdrücken zu lassen. Die Weltöffentlichkeit verfolgt die erneuten Greueltaten der angolanischen Milizen und verurteilt sie, vielleicht ein Schritt in Richtung Bewältigung der Probleme. [ entfernt: Bitte verlinken Sie nur Seiten, deren Bezug zum Thema sofort ersichtlich wird. Danke. Die Redaktion/m.e. ]

  2. Ich bewundere den Mut der Spieler und hoffe, dass es zu keinen weiteren Vorfällen kommt.
    In dem Sinne:
    Allez les Eperviers!

    PS: Bevor wieder jemand fragt: Les Eperviers, die Sperber, ist der lokale Spitzname der togolesischen Nationalmannschaft und hat nichts mit meinen angeblich nicht vorhandenen Französischkenntnissen zu tun.

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    hat der andere Kommentator eher seine eigenen schwachen Französischkenntnisse gemeint und nicht Ihre.

    hat der andere Kommentator eher seine eigenen schwachen Französischkenntnisse gemeint und nicht Ihre.

  3. Wenn die Spieler mental dazu in der Lage sind, dann sollen sie auch spielen. Jeder wird die Entscheidung verstehen. Finde es auch gut, wenn dem Terror getrotzt wird.

  4. hat der andere Kommentator eher seine eigenen schwachen Französischkenntnisse gemeint und nicht Ihre.

    Antwort auf "Allez les Eperviers!"

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