Deutscher Fußballbund Machtkampf zwischen Löw, Bierhoff und Sammer bricht offen aus

Es geht um mehr Geld, es geht um mehr Einfluss. Bundestrainer Löw und der DFB haben sich nicht geeinigt. Die Vertragsverlängerung ist auf den Spätsommer verschoben.

Joachim Löws Weiterbeschäftigung ist keineswegs so sicher wie DFB-Präsident Theo Zwanziger im Dezember angekündigt hatte, über Löws Vertragsverlängerung wird erst nach der Weltmeisterschaft entschieden. Das ist das Ergebnis der heutigen Sondersitzung des DFB in Frankfurt, in der über die Befugnisse von Löw auf der einen und Sportdirektor Matthias Sammer auf der anderen Seite verhandelt wurde. Der Termin war notwendig geworden, weil Löw Bedingungen gestellt hatte, die zum Teil öffentlich wurden.

Vordergründig geht es um die Zuständigkeit für die U21-Nationalmannschaft, über die es im vorigen Sommer eine Auseinandersetzung zwischen Sammer und Löw gegeben hatte. Daran geknüpft ist Löws Wunsch, Manager Oliver Bierhoff mehr Macht im Verband zuzugestehen.

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Bierhoff soll in seinem neuen Vertrag auf einem Veto-Recht bei der möglichen Suche nach einem späteren Bundestrainer beharren. Ein brisanter Punkt, denn Bierhoff gilt als Antipode Sammers, Sammer wiederum werden Ambitionen auf das Bundestraineramt nachgesagt. Bisher kann Bierhoff einen Kandidaten lediglich vorschlagen, die Entscheidung aber liegt beim DFB-Präsidium.

Der DFB gab bekannt, es seien "überraschend neue Vorstellungen entwickelt worden, die aus der Sicht des Präsidiums zum Teil auch im Blick auf die Satzung nicht zu akzeptieren sind." Eine sperrige, aber deutliche Distanzierung von den Vorstellungen Löws und Bierhoffs.

Sammer war im Februar 2006 gegen den Willen Bierhoffs und des damaligen Bundestrainers Jürgen Klinsmann zum Sportdirektor berufen worden. Deren Kandidat, der Hockeytrainer Bernhard Peters, war im DFB nicht zu vermitteln und wurde abgelehnt.

Vor allem die Art, wie es zur Berufung Sammers kam, brüskierte Klinsmann und Bierhoff: Klinsmann wurde aus Kalifornien bestellt, Bierhoff aus dem Urlaub beordert, obwohl, wie sie glauben, Peters schon keine Chance mehr hatte. Die Abneigung gegen Sammer resultierte auch aus dessen Kolumnistentätigkeit für die Springer-Presse.

Diese Vorgeschichte belastet das Verhältnis zwischen Bierhoff und Sammer offenbar bis heute. Und damit auch das zwischen Sammer und Löw, der auf Bierhoff zählt. Diesen Konflikt nimmt die deutsche Mannschaft nun mit nach Südafrika.

Einem Bericht der Bild-Zeitung soll es bei dem Vertragspoker auch um Geld gehen. So würden angeblich Löw, Bierhoff und Assistenttrainer Hans-Dieter Flick für einen neuen Zweijahreskontrakt eine "Signing Fee" in Höhe eines Jahresgehalts erwarten.

Ehrenpräsident Mayer-Vorfelder, der an der Sondersitzung teilnahm, stellte sich auf die Seite des Bundestrainers: "Es ist klar, dass Joachim Löw die letzte Verantwortung für die U21-Nationalmannschaft haben muss."

"Es ist klar, dass Joachim Löw die letzte Verantwortung für die U21-Nationalmannschaft haben muss."

DFB-Ehrenpräsident Gerhard Mayer-Vorfelder

Auf wessen Seite sich Theo Zwanziger im Zweifelsfalle stellen würde, ist offen. Mit Löw wollte er jüngst per Handschlag verlängern. Aber auch der Einfluss des "Jugendleiters" Sammer im DFB ist gewachsen. Deutschland ist erstmals Europameister in den Jahrgängen U21, U19 und U17.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Da muss ich echt ein bisschen schmunzeln. Wie kann sich Joachim Löw nur so gnadenlos überschätzen? Zwar halte ich bei der WM einen Erfolg (also Halbfinale aufwärts) für nicht gänzlich ausgeschlossen, wahrscheinlicher scheint mir allerdings ein recht frühes Scheitern. Der DFB sollte froh sein, er erspart sich damit eine hohe Abfindung! Und vielleicht kriegen wir ja mal nach 20 Jahren wieder einen fähigen Bundestrainer!?

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    Ich weiß zwar nicht, was Sie in den letzten Jahren vom Fussball der Deutschen Nationalmannschaft mitbekommen haben, doch eines ist klar, seit Jogi Löw die Nationalmannschaft trainiert, ist Sie nach der Erfolgsstatistik noch nie so erfolgreich gewesen wie jetzt. Wie kommen Sie zu der Aussage, das wir nach 20 jahren wieder einen fähigen Bundestrainer bekommen. Jogi Löw ist ein sehr sehr fähiger und intelligenter Top Manager, und ich kann Ihnen jetzt schon versprechen, dass wie sie so schön formuliert haben, der nette Herr Löw es möglich machen wird , dass wir große Chancen haben, die WM 2010 erfolgreich abzuschließen. Unterschätzen Sie nie einen zielgerichteten konsequenten Schwaben, denn die sollten wissen dass nur Akribie und wahre Begeisterung gepaart mit technischer Finesse, den wahren Erfolg beinhaltet.

    Ich weiß zwar nicht, was Sie in den letzten Jahren vom Fussball der Deutschen Nationalmannschaft mitbekommen haben, doch eines ist klar, seit Jogi Löw die Nationalmannschaft trainiert, ist Sie nach der Erfolgsstatistik noch nie so erfolgreich gewesen wie jetzt. Wie kommen Sie zu der Aussage, das wir nach 20 jahren wieder einen fähigen Bundestrainer bekommen. Jogi Löw ist ein sehr sehr fähiger und intelligenter Top Manager, und ich kann Ihnen jetzt schon versprechen, dass wie sie so schön formuliert haben, der nette Herr Löw es möglich machen wird , dass wir große Chancen haben, die WM 2010 erfolgreich abzuschließen. Unterschätzen Sie nie einen zielgerichteten konsequenten Schwaben, denn die sollten wissen dass nur Akribie und wahre Begeisterung gepaart mit technischer Finesse, den wahren Erfolg beinhaltet.

  2. 2. wieso

    Warum der DFB (Mayer-Vorfelder?) ohne Not noch unbedingt VOR der WM verlängern wollte, wird wohl - im Hinblick auf ein Scheitern der Nationalmannschaft - sein Geheimnis bleiben.

  3. Ja ja, da bekommen wohl einige den Hals nicht voll genug. Wenn die Herren realistisch wären, würden sie kleinere Brötchen backen, wenn ich auf die letzte EM zurückblicke. Fußballspielen ist für mich etwas anderes als das, was die DFB Mannschaft dort ablieferte.
    Ich kann nur hoffen, das der DFB eine vernüftige Lösung findet. Die kann für mich nur lauten: Keine Verlängerung der Verträge mit dieser Trainergilde.

    • Guido3
    • 04.02.2010 um 20:13 Uhr

    Das Ganze ist von Seiten der Herren Löw und Bierhoff dreist. Eine Signing Fee in Höhe eines Jahresgehaltes bedeutet bei einem Zweijahresvertrag nichts anderes, als eine Forderung nach 50% mehr Gehalt. Erfolgsunabhängig versteht sich.

    Bierhoff möchte zusätzlich Kompetenzen haben, mit denen er sämtliche Gremien des DFB bei der Trainerauswahl überstimmen kann. Mit welchem Recht? Bei Bierhoff rätselt die Öffentlichkeit seit über 4 Jahren, welche Aufgaben er beim DFB eigentlich hat. Laut DFB ist er das "Bindeglied zwischen Mannschaft, Trainerstab und Verband". Was bedeutet das? E-Mail-Ausdrucker?

    Die Forderungen wurde eingebracht, nachdem der Vertrag eigentlich schon mündlich abgesprochen war. Charakterlos.

    Für den DFB ist das aber eine glückliche Fügung. Schneidet Deutschland bei der WM schlecht ab, so sind Löw und Bierhoff ohnehin nicht mehr haltbar. Bei einer Vertragsverlängerung vor der WM hätten beide mit Millionenzahlungen abgefunden werden müssen. Jetzt wird man beide ohne Millionenkosten los.

    Löw und Bierhoff sind eitle Selbstdarsteller, die übersteigerten Wert auf eine stylishe, trendige und coole Außendarstellung legen. Nach der WM und ohne Trainer-Job kann sich "Jogi" dann endlich mehr um sein "Styling Coaching" kümmern. In der Welt der Cremes und Haargels scheint er mir persönlich ohnehin besser aufgehoben zu sein, als auf dem Posten des Bundestrainers.
    http://www.youtube.com/wa...

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    • mühli
    • 05.02.2010 um 17:04 Uhr

    Der war gut!!! :D

    • mühli
    • 05.02.2010 um 17:04 Uhr

    Der war gut!!! :D

  4. Nach der WM abhängig vom Ergebnis ist es richtig über Geld und Vertrag zu verhandeln.Die höchst überbezahlten Fußball-Fachleute in Ihrer Luxus-Scheinwelt verhalten sich genauso wie die oft gescholtenen Banker,Manager und Politiker die nur ans eigene Geld denken.Damit sind nicht alle dieser Berufsgruppen gemeint, sondern nur die nimmersatten Nieten in Nadelstreifen.

  5. Ich weiß zwar nicht, was Sie in den letzten Jahren vom Fussball der Deutschen Nationalmannschaft mitbekommen haben, doch eines ist klar, seit Jogi Löw die Nationalmannschaft trainiert, ist Sie nach der Erfolgsstatistik noch nie so erfolgreich gewesen wie jetzt. Wie kommen Sie zu der Aussage, das wir nach 20 jahren wieder einen fähigen Bundestrainer bekommen. Jogi Löw ist ein sehr sehr fähiger und intelligenter Top Manager, und ich kann Ihnen jetzt schon versprechen, dass wie sie so schön formuliert haben, der nette Herr Löw es möglich machen wird , dass wir große Chancen haben, die WM 2010 erfolgreich abzuschließen. Unterschätzen Sie nie einen zielgerichteten konsequenten Schwaben, denn die sollten wissen dass nur Akribie und wahre Begeisterung gepaart mit technischer Finesse, den wahren Erfolg beinhaltet.

    Antwort auf "der nette Herr Löw"
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    Na, da ist Ihnen ja so einiges unterlaufen:

    Sie schrieben: (...) seit Jogi Löw die Nationalmannschaft trainiert, ist Sie nach der Erfolgsstatistik noch nie so erfolgreich gewesen wie jetzt.

    Das mag mit kaltem Blick auf die Zahlen richtig sein. Allerdings hatte man früher auch andere Kaliber in der Quali zu bewältigen. Ansonsten spielt die N-11 seit 18 Monaten und auch schon bei der EM wieder reichlich Rumpelfußball. Kein Unterschied zu Vogts-, Ribbeck-, Völler-Zeiten.

    Sie schrieben weiter (...) Jogi Löw ist ein sehr sehr fähiger und intelligenter Top Manager

    Tatsächlich? Vielleicht ist er ja auch einfach nur ein Blender. An seinen Belehrungen für die Bundesligavereine, seinen regionalen Vorlieben, was Spielbesuche und Nominierungen angeht, und an seiner Personalpolitik entzündet sich jedenfalls nicht wenig Kritik - von außen wie von innen.
    Außerdem sollte es helfen, die steile Karriere des Trainers Löw doch noch einmal bei Wikipedia nachzuschlagen. Hätte Klinsmann ihn nicht 2004 geholt, dann würde Löw heute maximal die Stuttgarter Kickers in der Regionalliga trainieren.

    Sie schrieben weiter: (...) wie sie so schön formuliert haben, der nette Herr Löw (...)

    Das ist eine alte Bezeichnung für Herrn Löw aus seiner Trainerzeit beim VfB Stuttgart - keine boshafte Erfindung von Autopoietiker.

    Sie schrieben weiter: Unterschätzen Sie nie einen zielgerichteten konsequenten Schwaben

    Da wird Herrn Löw sicherlich freuen, dass Sie ihn auch noch gleich zum Schwaben machen.

    Ich fürchte, ich habe davon mehr mitbekommen, als mit guttat. Ich verfolge auch die Trainerlaufbahn von Löw seit seiner Assistenzzeit bei Rolf Fringer. Ich möchte mich allerdings nur auf den aktuellen Zustand der Nationalmannschaft beschränken. Dieser ist desolat! Es sind noch wenige Monate bis zur WM, und es steht so gut wie nichts. Kein eingespielter Kader, kein System, keine Taktik. Welche Positionen sind denn fix? Welche Spieler? Egal ist es beim Torwart. DIe drei sind alle gut. Wo spielt Lahm? Wer spielt auf der anderen AV-Seite. Wer spielt in der IV. Mertesacker schwächelt. Wie ist das Mittelfeld ausgerichtet? Doppelsechs? Flache 4? Raute. Spielen wir 4-4-2 oder 4-2-3-1, oder doch 4-3-3. Spielt Ballack mit Schweini im zentralen Mittelfeld. Wer spielt auf den außen? Trocke, Jansen,Marin, Özil, oder doch schon Müller? Wo spielt Kroos? Wer soll stürmen? Ersatzspieler Klose oder doch Kießling? Oder Gomez? Was ist mit Podolski? Die Nationalmannschaft ist kurz vor dem Turnier eine einzige Baustelle. Andere Länder haben ihr System längst gefunden, sind eingespielt.
    Was macht Löw? Er bittet einen aufgeblähten Kader zum unsinnigen Leistungstest. Zum Vergleich bei der letzten WM stand das Gerüst mit Merte und Metze in der IV. Das MF mit Ballack, Frings, Schweini und Schnix und der Sturm mit Poldi und Miro. Ein Blick zurück. Das magische Dreieck übernahm er von Fringer. Löw hatte Erfolg beim VfB weil er die Mannschaft sich selbst überließ. Nachhaltig war er nicht.

    • Era10
    • 05.02.2010 um 0:00 Uhr

    Meiner Meinung nach ist Joachim Löw ein guter 2. Mann wie unter Klinsmann, aber kein guter Erster.
    Mit Ausnahme seiner Anstellung beim FC Tirol, der sich auflöste wurde er jedesmal entlassen und die Erfolge hielten sich in Grenzen.

    Was mich an diesem Herrn absolut stört ist diese mangelnde Glaubhaftigkeit oder 'was interessiert mich mein Geschwätz von gestern'.

    Beispiele?
    "bei mir spielen nur Stammspieler im Verein" => u.a. Metzelder bei der EM ^^
    "es wird nach Leistung aufgestellt" => z.B. Kießling wurde monatelang nicht berücksichtigt
    "Badstuber und Hummels sind noch nicht soweit" => aber Müller dieses Jahr, der letzte Saison im Gegensatz zu Hummels gar nicht in der BL spielte?

    Inkonsequenz oder zweierlei Maß? => Kevin Kurani (Spiel in Dortmund während HZ verlassen), aber Podolski kann im Länderspiel den Kapitän ohrfeigen. Ergebnis: Kurani unter Löw verbannt, Podolski keinerlei Konsequenzen!

    Sollten wir weit in der WM kommen ist für mich nicht die Frage, ob der Erfolg wegen oder trotz Löw zustande gekommen ist. Wir haben deutlich mehr bessere und talentiertere Spieler für die Nationalmannschft oder zumindest spielberechtigt seit der letzten EM.

    Ich für meinen Teil werde ein guten Rotwein an dem Tag aufmachen, wo Löw und Bierhoff nichts mehr in Sachen NM zu sagen haben und das gerne auch in nächster Zukunft!

    Ich möchte nur darauf hinweisen, dass Joachim Löw Badener und nicht Schwabe ist. Er hat zwar mal (recht erfolglos) eine Saison in Stuttgart gespielt, und er war dort mal Trainer, das macht ihn aber noch lange nicht zum Schwaben.
    Als "Schwabe" bezeichnet zu werden würde ihm mit Sicherheit überhaupt nicht gefallen.

    • mühli
    • 05.02.2010 um 17:15 Uhr

    auch Schwabe? Sie glauben doch an den Weihnachtsmann, wenn sie so viel von Löw halten, oder?

    Na, da ist Ihnen ja so einiges unterlaufen:

    Sie schrieben: (...) seit Jogi Löw die Nationalmannschaft trainiert, ist Sie nach der Erfolgsstatistik noch nie so erfolgreich gewesen wie jetzt.

    Das mag mit kaltem Blick auf die Zahlen richtig sein. Allerdings hatte man früher auch andere Kaliber in der Quali zu bewältigen. Ansonsten spielt die N-11 seit 18 Monaten und auch schon bei der EM wieder reichlich Rumpelfußball. Kein Unterschied zu Vogts-, Ribbeck-, Völler-Zeiten.

    Sie schrieben weiter (...) Jogi Löw ist ein sehr sehr fähiger und intelligenter Top Manager

    Tatsächlich? Vielleicht ist er ja auch einfach nur ein Blender. An seinen Belehrungen für die Bundesligavereine, seinen regionalen Vorlieben, was Spielbesuche und Nominierungen angeht, und an seiner Personalpolitik entzündet sich jedenfalls nicht wenig Kritik - von außen wie von innen.
    Außerdem sollte es helfen, die steile Karriere des Trainers Löw doch noch einmal bei Wikipedia nachzuschlagen. Hätte Klinsmann ihn nicht 2004 geholt, dann würde Löw heute maximal die Stuttgarter Kickers in der Regionalliga trainieren.

    Sie schrieben weiter: (...) wie sie so schön formuliert haben, der nette Herr Löw (...)

    Das ist eine alte Bezeichnung für Herrn Löw aus seiner Trainerzeit beim VfB Stuttgart - keine boshafte Erfindung von Autopoietiker.

    Sie schrieben weiter: Unterschätzen Sie nie einen zielgerichteten konsequenten Schwaben

    Da wird Herrn Löw sicherlich freuen, dass Sie ihn auch noch gleich zum Schwaben machen.

    Ich fürchte, ich habe davon mehr mitbekommen, als mit guttat. Ich verfolge auch die Trainerlaufbahn von Löw seit seiner Assistenzzeit bei Rolf Fringer. Ich möchte mich allerdings nur auf den aktuellen Zustand der Nationalmannschaft beschränken. Dieser ist desolat! Es sind noch wenige Monate bis zur WM, und es steht so gut wie nichts. Kein eingespielter Kader, kein System, keine Taktik. Welche Positionen sind denn fix? Welche Spieler? Egal ist es beim Torwart. DIe drei sind alle gut. Wo spielt Lahm? Wer spielt auf der anderen AV-Seite. Wer spielt in der IV. Mertesacker schwächelt. Wie ist das Mittelfeld ausgerichtet? Doppelsechs? Flache 4? Raute. Spielen wir 4-4-2 oder 4-2-3-1, oder doch 4-3-3. Spielt Ballack mit Schweini im zentralen Mittelfeld. Wer spielt auf den außen? Trocke, Jansen,Marin, Özil, oder doch schon Müller? Wo spielt Kroos? Wer soll stürmen? Ersatzspieler Klose oder doch Kießling? Oder Gomez? Was ist mit Podolski? Die Nationalmannschaft ist kurz vor dem Turnier eine einzige Baustelle. Andere Länder haben ihr System längst gefunden, sind eingespielt.
    Was macht Löw? Er bittet einen aufgeblähten Kader zum unsinnigen Leistungstest. Zum Vergleich bei der letzten WM stand das Gerüst mit Merte und Metze in der IV. Das MF mit Ballack, Frings, Schweini und Schnix und der Sturm mit Poldi und Miro. Ein Blick zurück. Das magische Dreieck übernahm er von Fringer. Löw hatte Erfolg beim VfB weil er die Mannschaft sich selbst überließ. Nachhaltig war er nicht.

    • Era10
    • 05.02.2010 um 0:00 Uhr

    Meiner Meinung nach ist Joachim Löw ein guter 2. Mann wie unter Klinsmann, aber kein guter Erster.
    Mit Ausnahme seiner Anstellung beim FC Tirol, der sich auflöste wurde er jedesmal entlassen und die Erfolge hielten sich in Grenzen.

    Was mich an diesem Herrn absolut stört ist diese mangelnde Glaubhaftigkeit oder 'was interessiert mich mein Geschwätz von gestern'.

    Beispiele?
    "bei mir spielen nur Stammspieler im Verein" => u.a. Metzelder bei der EM ^^
    "es wird nach Leistung aufgestellt" => z.B. Kießling wurde monatelang nicht berücksichtigt
    "Badstuber und Hummels sind noch nicht soweit" => aber Müller dieses Jahr, der letzte Saison im Gegensatz zu Hummels gar nicht in der BL spielte?

    Inkonsequenz oder zweierlei Maß? => Kevin Kurani (Spiel in Dortmund während HZ verlassen), aber Podolski kann im Länderspiel den Kapitän ohrfeigen. Ergebnis: Kurani unter Löw verbannt, Podolski keinerlei Konsequenzen!

    Sollten wir weit in der WM kommen ist für mich nicht die Frage, ob der Erfolg wegen oder trotz Löw zustande gekommen ist. Wir haben deutlich mehr bessere und talentiertere Spieler für die Nationalmannschft oder zumindest spielberechtigt seit der letzten EM.

    Ich für meinen Teil werde ein guten Rotwein an dem Tag aufmachen, wo Löw und Bierhoff nichts mehr in Sachen NM zu sagen haben und das gerne auch in nächster Zukunft!

    Ich möchte nur darauf hinweisen, dass Joachim Löw Badener und nicht Schwabe ist. Er hat zwar mal (recht erfolglos) eine Saison in Stuttgart gespielt, und er war dort mal Trainer, das macht ihn aber noch lange nicht zum Schwaben.
    Als "Schwabe" bezeichnet zu werden würde ihm mit Sicherheit überhaupt nicht gefallen.

    • mühli
    • 05.02.2010 um 17:15 Uhr

    auch Schwabe? Sie glauben doch an den Weihnachtsmann, wenn sie so viel von Löw halten, oder?

    • j-ap
    • 04.02.2010 um 22:19 Uhr

    »Es geht um mehr Geld, es geht um mehr Einfluss.«

    Wann wäre denn das je schon einmal anders gewesen?

    • luccas
    • 04.02.2010 um 22:53 Uhr

    jpfeffer schrieb:
    "...und ich kann Ihnen jetzt schon versprechen, dass... der nette Herr Löw es möglich machen wird , dass wir große Chancen haben, die WM 2010 erfolgreich abzuschließen."

    Was heißt erfolgreich?
    Den Ball getroffen?

    Zitat:
    "....dass nur Akribie und wahre Begeisterung gepaart mit technischer Finesse, den wahren Erfolg beinhaltet."

    Ja sicher.
    Die "technische Finessen" kennen unsere Nationalos allenfalls aus dem TV, wenn sie sich eine Partie des FC Barcelona reinziehen.

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