Champions League Zwei Holländer schießen Bayern ins Viertelfinale

Dank Toren von Mark van Bommel und Arjen Robben fällt die Münchner Niederlage in Florenz knapp genug aus. Das 2:3 bedeutet die Qualifikation fürs Viertelfinale.

Arjen Robben schoss das entscheidende Tor für Bayern

Arjen Robben schoss das entscheidende Tor für Bayern

In der stürmischen Toscana hat der nie aufsteckende FC Bayern München dank toller Moral und eines Traumtors von Arien Robben den K.o. abgewendet. In einer turbulenten zweiten Spielhälfte schossen die Holländer Robben (65. Minute) und Mark van Bommel (60.) den deutschen Vizemeister wie im Vorjahr ins Viertelfinale. Der AC Florenz war durch Juan Vargas (28. Minute) und Stevan Jovetic (54./64.) in Führung gegangen und konnte nach der 3:1-Führung eine Minute vom ersten Viertelfinale seit 1970 träumen – bis Robben alles zunichtemachte.

Mit dem Selbstvertrauen aus achtzehn Pflichtspielen ohne Niederlage übernahmen die Bayern das Kommando. Auch ohne die verletzten Martin Demichelis und Diego Contento stand die Abwehr zunächst sicher. Doch zwingende Chancen sprangen nicht heraus, weil die Präzision bei Gegenwind fehlte. Florenz, das nur eine der letzten zehn Partien gewonnen hatte und auf den nach der Roten Karte im Hinspiel gesperrten Massimo Gobbi verzichten musste, war auf Torsicherung programmiert. Mit allen Spielern zogen sie sich bei den oft ungeordneten Bayern-Angriffen in die eigene Hälfte zurück und machten geschickt die Räume eng.

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Als Mario Gomez nach knapp einer halben Stunde an der Seitenlinie behandelt wurde, schlugen die Italiener eiskalt zu. Einen 30-Meter-Schuss von Riccardo Montolivo ließ Torhüter Jörg Butt abprallen und Vargas verwertete die Vorlage. Auch Daniel van Buyten sah dabei nicht gut aus. Nationalstürmer Gomez kam danach zwar noch einmal zurück, wurde wenig später wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade aber gegen Miroslav Klose ausgewechselt.

Angetrieben von Robben, Franck Ribéry und Bastian Schweinsteiger versuchten die Bayern das Spiel wieder in den Griff zu bekommen. Doch die tief stehenden Italiener konnten sie nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen. Die einzige Chance durch Robben machte Torhüter Sebastien Frey mit einer prächtigen Parade zunichte.

In der 50. Minute rettete Butt großartig gegen Alberto Gilardino. Mit dem Wind im Rücken wollten die Bayern angreifen – doch das Gegenteil war der Fall. Jovetic schlug in der 54. Minute zu und legte die Nachlässigkeit in der Bayern-Abwehr bloß. Vorarbeiter Gilardinos schien im Abseits gewesen zu stehen, doch der Treffer aus zehn Metern Entfernung galt.

Ein Tor musste her, um zumindest die Verlängerung zu schaffen. Und van Bommel ließ sich nicht lange bitten. Mit einem trockenen Flachschuss aus achtzehn Metern ließ er Frey keine Chance und brachte die schon feiernden Zuschauer zum Verstummen. Danach wurde es bunt: Erst schoss Jovetic Florenz nach erneutem van-Buyten-Patzer wieder ins Viertelfinale, doch nur siebzig Sekunden später triumphierten erneut die Bayern, weil Robben den Ball in den Winkel zirkelte. Das Debüt für den 17-Jährigen David Alaba war damit geglückt.

AC Florenz: Frey – de Silvestri, Natali, Krøldrup, Felipe (79. Pasqual) – Montolivo, Zanetti – Marchionni, Jovetic, Vargas (82. Keirrison) – Gilardino

Bayern München: Butt – Lahm, van Buyten, Badstuber, Alaba – van Bommel, Schweinsteiger – Robben, Ribéry (90.+2 Pranjic) – Müller, Gomez (30. Klose)

Schiedsrichter: Undiano Mallenco (Spanien)

Zuschauer: 42.000

Tore: 1:0 Vargas (28.), 2:0 Jovetic (54.), 2:1 van Bommel (60.), 3:1 Jovetic (64.), 3:2 Robben (65.)

Gelbe Karten: Felipe, Krøldrup / Schweinsteiger, van Bommel

Beste Spieler: Montolivo, Jovetic / Robben, Schweinsteiger, van Bommel

Der FC Arsenal ist in das Achtelfinale eingezogen. Der Club aus London schlug den FC Porto mit 5:0 (2:0) und machte das 1:2 aus dem Hinspiel in Portugal mehr als wett. Nicklas Bendtner legt mit einem Doppelschlag in der ersten Halbzeit die Grundlage für den Erfolg. Der Däne traf in der 10. und in der 25. Minute und sorgte für die 2:0-Pausenführung. Nach dem Wechsel beseitigten Samir Nasri (63.) und Emmanuel Eboué (66.) die letzten Zweifel am Weiterkommen. Sekunden vor dem Ende setzte Bendtner mit seinem dritten Tor per Elfmeter den Schlusspunkt.

Die Gastgeber waren von Beginn an überlegen und ließen dem portugiesischen Serienmeister keine Chance. Überragender Spieler auf dem Platz war der Russe Andrej Arschawin, der an drei Treffern seiner Mannschaft beteiligt war. Porto hatte nur eine gute Möglichkeit: Nach einem Kopfball von Cristian Rodriguez (61.) musste Nasri auf der Torlinie retten.

 
Leser-Kommentare
  1. Ich mag den FCB nicht, weil ich in einer Geheimloge mitbekommen habe, dass dort in schwarzen Messen Tiere geopfert werden, um die gegnerische Mannschaft zu schwächen.

  2. Sie schreiben, Florenz "konnte nach der 3:1-Führung eine Minute vom ersten Viertelfinale seit 1970 träumen"... so ganz richtig ist das nicht: Florenz konnte nach dem 1:0 insgesamt 32 Spielminuten lang - und natürlich während der Halbzeitpause - davon träumen. Und das lag daran, dass Bayern ein fürchtbares Spiel gemacht. Ich habe das Match im englischen Fernsehen verfolgt, und die Kommentatoren waren sich einig, dass Bayern in dieser Verfassung keine Chance gegen die "Großen" wie Barcelona oder Chelsea hätte. Es passt ins Bild, dass Bayern letztlich nur durch ein Abseitstor (im Hinspiel) weitergekommen ist... Für den deutschen Fußball (der nebenbei bemerkt drauf und dran ist, Italien in der UEFA 5-Jahreswertung zu überholen und sich damit im übernächsten Jahr einen zusätzlichen Championsleagueplatz zu sichern) kann man nur hoffen, dass die Bayern im Viertelfinale so einiges besser machen.

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