Philipp Lahm über seine Heirat "So eine Hochzeit hat auch pragmatische Gründe"
Philipp Lahm will heiraten, ganz klassisch. Im Alles-Außer-Fußball-Gespräch sagt er, wie er um die Hand seiner Freundin angehalten hat, und wie schlecht er Walzer tanzt
© Johannes Simon/Bongarts/Getty Images

Sie hat Ja gesagt: Philipp Lahm und seine Verlobte Claudia
ZEIT ONLINE:Glaube spielt für einige Fußballer eine große Rolle.
Philipp Lahm: Besonders für manche brasilianische Spieler. Für sie ist Fußball Teil ihrer Religion, Teil ihrer Mission.
ZEIT ONLINE:Und für Sie?
Lahm: Ich bin kein praktizierender Christ, aber ich habe demnächst einen Termin in der Kirche.
ZEIT ONLINE: Sie wollen heiraten. Warum das denn?
- Alles Außer Fußball
Alles außer Fußball ist die Kolumne von Katja Kraus, Corny Littmann, Thomas Hitzlsperger und Arne Friedrich. Alle zwei Wochen geben wir während der Bundesliga-Saison einem das Wort. Die vier sollen und wollen nicht das Tagesgeschäft kommentieren, klassische Fußballerkolumnen gibt es genug. Alles außer Fußball ist der Versuch, Fußballer Fußball als gesellschaftliches Phänomen betrachten zu lassen. Littmann, Hitzlsperger, Friedrich und Kraus wollen ihre Meinung sagen, beispielsweise zu den Herausforderungen der Bundesregierung, zum Alltag in der Bundesliga und darüber, wie das zusammenhängen kann.
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Lahm: Ich will eine Familie gründen und Kinder kriegen. Ich verstehe Familie klassisch. Und ich verstehe Hochzeit klassisch. Kann es dafür eine prächtigere Kulisse geben als eine Kirche? Ich freue mich sehr. Beim Pfarrer war ich schon. Ich brauche sogar einen Entlassschein, weil ich nicht in meiner Heimatgemeinde heiraten werde. Das ist so eine Art Traulizenz.
ZEIT ONLINE:Haben Sie sich das alles gut überlegt?
Lahm: Aber ja. Ich hab die Frau gefunden, die ich liebe und mit der ich mein Leben verbringen will. Aber ich gebe zu, so eine Hochzeit hat auch pragmatische Gründe: Der verheiratete Mann hat mehr Rechte in Bezug auf die gemeinsamen Kinder beispielsweise beim Sorgerecht und dem Namen. Ich kenne einen Fall in meinem Bekanntenkreis, da könnte der Vater aufgrund der rechtlichen Situation nicht mitentscheiden, wie das Kind bei einem Notfall behandelt werden soll.
ZEIT ONLINE: Und wer hat gefragt?
Lahm: Ich natürlich.
Von den üblichen Hochzeitsspielchen werden wir bestimmt zwei oder drei über uns ergehen lassen müssen.
ZEIT ONLINE: Haben Sie das inszeniert?
Lahm: Nein, ich hab sie einfach gefragt. Das war vor unserem Winterurlaub im Dezember, wir waren zu Hause. Zwar hatte ich Signale, dass sie Ja sagen wird. Aber sicher kann man sich ja nie sein. Jedenfalls stand ich da, mit dem Ring in der Tasche und war ziemlich nervös. Das war für beide ein großer Moment, schließlich kommt so was ja nur ein Mal im Leben vor.
ZEIT ONLINE:Haben Sie Ihren künftigen Schwiegervater die Aufwartung gemacht?
Lahm: Bevor ich sie gefragt habe, hatte ich bei ihm um die Hand seiner Tochter angehalten. Klassisch, wie sich das gehört.
ZEIT ONLINE: Wann, wie und wo werden Sie feiern?
Lahm: In der Nähe von München. Im Juli, nach der WM. Geladen sind rund einhundert Gäste.
- Datum 31.03.2010 - 10:59 Uhr
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- Serie Alles außer Fußball
- Quelle ZEIT ONLINE
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Ich glaube, da herrscht echt Sozialdruck in der Kabine...schnell heiraten, bevor die Kohle ausgeht (später) und noch zahlreiche kleine Fussball-Kinder machen... Jede Woche schaukelt ein anderer dann an der Eckefahne sein Baby...manche schießen gar nicht so viele Tore wie sie schaukeln möchten.
"So eine Hochzeit hat auch pragmatische Gründe". Ich bin immer wieder erschreckt, wieviele Männer aufgrund der rechtlichen Situation von Vätern in eine Heirat gedrängt werden. Scheint sich inzwischen auch bei jungen, kinderlosen Männern rumgesprochen zu haben, dass es in Deutschland mit der Gleichberechtigung im Familienrecht nicht ganz väterfreundlich zugeht. Freue mich aber für das junge Paar. Alles Gute! Ideal wäre ein perfektes Abschneiden der Nationalelf zur WM und danach die Hochzeitsfeier in München. Ich drück den Daumen!
'Zwar hatte ich Signale, dass sie Ja sagen wird. Aber sicher kann man sich ja nie sein.'
Wenn man(n) ein paar Milliönchen nach Hause bringt kann man(n) da schon sicher sein - Frauen sind da meistens recht einfach gestrickt.
Ich hoffe er macht einen Ehevertrag. Wie ? Nicht ? Sollte er vielleicht mal zu Hause ansprechen und sehen, wie es wirklich um die Liebe bestellt ist. ;->
Gruss...
Sowohl im Ball abnehmen als auch im Frau abnehmen sind Fußballer recht gut.
...ich wünsche es den beiden wirklich nicht, aber es ist davon auszugehen, dass auch die beiden keinen Ehevertrag machen.
Die Ehefrau in spe würde verschreckt fragen, ob er - also Philipp - sie denn nicht lieben würde. Da bedürfe es doch keines Ehevertrages.
Und ER wird sich - blind vor Liebe - auf diesen "Deal" einlassen, den er Jahre später - hoffentlich nicht - bitter bereuen wird.
Das Fatale an Eheverträgen ist, dass sie meistens das worst case Szenario regeln, aber im 7. Himmel geschlossen werden (müssten). Das ist nicht nur unromantisch, sondern geradezu widersprüchlich.
Und doch wäre es für Philipp soooo einfach. Er müsste seiner Liebsten lediglich erwidern: "Schatz, wir können den Ehevertrag ruhig unterschreiben und uns für die Gütertrennung entscheiden. Denn ich liebe Dich so sehr, dass wir bis ans Ende unserer Tage zusammenbleiben und der Vertrag daher nie wirksam werden wird."
Vielleicht überlegt er's sich ja noch mal. Ich wünsch es ihm, ähm den beiden natürlich ;-)
Bevor Sie in die Offensive geht ('Liebst Du mich denn nicht') kommt zuerst der Spruch:
'Wozu brauchen wir einen Ehevertrag ? Wir lieben uns doch !' (Immer wieder gerne gehört - ich muss wirklich schmunzeln)
Vermutlich hat dem armen Philipp niemand erklärt, dass Frauen im 'Spiel Ehe' ab dem Zeitpunkt der Eheschließung automatisch 2:0 führen, d.h. der Mann liegt 2 Tore hinten.
Gemäß dem Motto:
Wann setzt sich ein Mann zur Ruhe ? ---> am Tag seines Todes
Wann setzt sich eine Frau zur Ruhe ? ---> am Tag der Hochzeit
Na verhungern wird er schon nicht. Nehmen wir an er hat 10 Millionen auf dem Konto und muss dann im Falle eines Falles 5 Millionen davon abgeben dann wird er auch nicht verhungern. Er sollte aber schonmal Geld für die Operation zurücklegen. Ich meine die Operation seines Allerwertesten, in den er sich dann gebissen hat.
Bevor Sie in die Offensive geht ('Liebst Du mich denn nicht') kommt zuerst der Spruch:
'Wozu brauchen wir einen Ehevertrag ? Wir lieben uns doch !' (Immer wieder gerne gehört - ich muss wirklich schmunzeln)
Vermutlich hat dem armen Philipp niemand erklärt, dass Frauen im 'Spiel Ehe' ab dem Zeitpunkt der Eheschließung automatisch 2:0 führen, d.h. der Mann liegt 2 Tore hinten.
Gemäß dem Motto:
Wann setzt sich ein Mann zur Ruhe ? ---> am Tag seines Todes
Wann setzt sich eine Frau zur Ruhe ? ---> am Tag der Hochzeit
Na verhungern wird er schon nicht. Nehmen wir an er hat 10 Millionen auf dem Konto und muss dann im Falle eines Falles 5 Millionen davon abgeben dann wird er auch nicht verhungern. Er sollte aber schonmal Geld für die Operation zurücklegen. Ich meine die Operation seines Allerwertesten, in den er sich dann gebissen hat.
Bevor Sie in die Offensive geht ('Liebst Du mich denn nicht') kommt zuerst der Spruch:
'Wozu brauchen wir einen Ehevertrag ? Wir lieben uns doch !' (Immer wieder gerne gehört - ich muss wirklich schmunzeln)
Vermutlich hat dem armen Philipp niemand erklärt, dass Frauen im 'Spiel Ehe' ab dem Zeitpunkt der Eheschließung automatisch 2:0 führen, d.h. der Mann liegt 2 Tore hinten.
Gemäß dem Motto:
Wann setzt sich ein Mann zur Ruhe ? ---> am Tag seines Todes
Wann setzt sich eine Frau zur Ruhe ? ---> am Tag der Hochzeit
Na verhungern wird er schon nicht. Nehmen wir an er hat 10 Millionen auf dem Konto und muss dann im Falle eines Falles 5 Millionen davon abgeben dann wird er auch nicht verhungern. Er sollte aber schonmal Geld für die Operation zurücklegen. Ich meine die Operation seines Allerwertesten, in den er sich dann gebissen hat.
Dann bleibt zu hoffen, dass das junge Glück nicht auch irgendwann klassisch zu Ende geht, sie sich klassisch scheiden lassen und es den klassischen Krieg bei der Auseinanderstzung gibt. Hier schlägt Ignoranz mal wieder Hirn - von dem die meisten Fussballer eben leider doch etwas zu wenig abbekommen.
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