Stimmt’s? Cola und Salzstangen
Ich komme gerade aus Kuba zurück und habe von dort unter anderem eine heftige Magen- und Darmverstimmung mitgebracht. Jetzt soll ich Cola trinken und Salzstangen essen, obwohl ich beides nicht ausstehen kann. Na gut - wenn's hilft ... Aber ist das denn so? Holger Bertram, Hamburg
Sie müssen nicht. Die Therapie wird vor allem von Eltern angewandt, die ihre unter Durchfall und Übelkeit leidenden Kinder dazu bringen wollen, überhaupt etwas zu sich zu nehmen - und Cola und Salzstangen enthalten tatsächlich das, was der diarrhögeplagte Körper braucht: Wasser, Salze als Ersatz für die ausgeschiedenen Elektrolyte und viele leichtverdauliche Kalorien in Form von Zucker. Wem sich beim Gedanken an diese Diät der Magen noch mehr umdreht, der kann auch Zwieback und gesüßten Tee nehmen.
Eine andere Frage ist, ob Cola den Genesungsprozeß fördert. Professor
Eberhard Windler von der Hamburger Universitätsklinik hat das schon
öfter von Patienten gehört und ist der Überzeugung, daß "Cola gewiß
pharmakologisch wirksame Stoffe enthält". Solange die Wissenschaft
darüber nicht mehr weiß, hält er sich an den Grundsatz: Gut ist, was
gesund macht.
Christoph Drösser
Die Adressen für »Stimmt’s«-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder
stimmts@zeit.de
. Das »Stimmt’s?«-Archiv:
www.zeit.de/stimmts
Audio:
www.zeit.de/audio
- Datum 23.04.1998 - 06:23 Uhr
- Serie Stimmt's
- Quelle © DIE ZEIT 39/1998
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