Ihre Sorge ist unbegründet. Jedenfalls versichern das unisono die Schokoladenhersteller. Und es gibt keinen Grund, ihnen nicht zu glauben. Auf zwei mutmaßliche Hintergründe des blutigen Gerüchts weist Bernd Schartmann von der Firma Lindt & Sprüngli hin: Es gab in der DDR einmal ein Forschungsprojekt, bei dem es darum ging, getrocknetes Blut zu verwenden, um der Schokolade eine kräftigere Farbe zu geben. Ob das jemals umgesetzt wurde, ist nicht bekannt - jedenfalls braucht heute niemand mehr davor Angst zu haben. Die zweite mögliche Quelle: Ein findiger Tüftler hat einmal einen Patentantrag für ein Verfahren gestellt, mit dem man den Eiweißgehalt von Lebensmitteln durch den Zusatz von Blut erhöhen könnte. Das Patent wurde jedoch nie erteilt. Bernd Schartmann versichert: Außer der Milch enthält ein Riegel Schokolade überhaupt keine tierischen Bestandteile - wenn man von ein bißchen Eierlikör in manchen Pralinen absieht. Christoph Drösser

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