Stimmt’s? Wer peilt denn da?
Stimmt´s, dass die GEZ mit einem Radarwagen durch die Straßen fährt, um diejenigen aufzuspüren, die ihre Radio- und Fernsehgebühren nicht bezahlt haben? Anne Bender, München
Genau, wir kennen sie doch alle, die Peilwagen mit der kreisförmigen Antenne. Aber die sind für andere Zwecke da. Es ist wohl das schlechte Gewissen der Schwarzseher, das dem Gerücht ein so langes Leben beschert.
Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) hat überhaupt keine technischen Mittel, um Schwarzseher aufzuspüren - sie setzt auf die bekannten freundlichen Mitarbeiter des Außendienstes, die an der Wohnungstür gerne so hartnäckige Fragen stellen.
Vor 1976 war der Briefträger für die Eintreibung der Rundfunkgebühren zuständig, und die Post kümmerte sich auch um die Vergabe von Sendefrequenzen. Die zweite Aufgabe ist nun auf die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) übergegangen. Und die schickt auch wirklich die besagten Wagen durch die Straßen - aber nicht, um Empfangsgeräte aufzuspüren, sondern um Sender ausfindig zu machen, die oft ohne Wissen der Betreiber den Funkverkehr stören. "Wir sind keine Schnüffler", beteuert Harald Dörr, Sprecher der RegTP, "aber selbst in der Bundesregierung hält sich das Gerücht, daß wir die Schwarzseher jagen." Christoph Drösser
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- Quelle © DIE ZEIT 23/1999
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