Leserdebatte Egoist dank Bachelor?
Wer sich durch die überfüllten Lehrpläne des Bachelors boxen muss, dem bleibt kaum Zeit für soziales Engagement. Bedeutet das Ellenbogen statt Ehrenamt?
© Henning Bagger/AFP/Getty Images

Bäume pflanzen, für die Nachbarin einkaufen, eine Demo organisieren – wer zu viel Unistress hat, dem fehlt dafür die Zeit
Die Studenten protestieren und stöhnen über zu volle Lehrpläne – es bliebe kaum Zeit, nebenbei noch Geld zu verdienen oder ins Ausland zu gehen. Über ein anderes Thema spricht fast niemand: Wie steht es eigentlich um ehrenamtliches Engagement? Haben Sie noch Zeit, sich neben der Uni zu engagieren und für andere Menschen einzusetzen?
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- Datum 07.12.2009 - 15:17 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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soviel ehrenamt kam aus den unis noch nie, ich glaube nicht, daß das einen einbruch bedeutet.
und diejenigen, die sich engagieren wollen, schaffen das auch so. während meines studiums war es kein problem, nebenher ein ehrenamt zu betreiben, und hier zeigten sich in der reihe der studenten sehr große unterschiede: wir hatten welche, die neben dem studium noch einen 20h/woche job hatten und nebenher im ehrenamt auchnoch mal 10-20 h pro woche geschafft haben (und das studium erfolgreich abgeschlossen) und andere die mit dem grunddienst neben dem studium schon völligst überlastet waren und das ohne nebenjob.
belastbarkeit ist eben unterschiedlich und jeder muß für sich selbst herausfinden, was er leisten kann.
Ich engagiere mich neben meinem Studium im FSR und ich muss sagen, dass diese Arbeit sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, die ich eigentlich bei meinem Bachelorstudium gar nicht habe. Ich habe zu tun, alles unter einen Hut zu bekommen. Wenn ich meine Arbeit gut machen möchte, muss ich aufpassen, dass das Studium nicht auf der Strecke bleibt. Zudem kann trotz Interesse kaum jemand für so eine Aufgabe gewonnen werden, da alle als Grund "Zeitmangel" angeben. Ist natürlich u.a. Studiengang abhängig - aber der Unterschied zwischen Diplom- und Bachelorzeiten ist deutlich zu spüren.
Ich engagiere mich neben meinem Studium im FSR und ich muss sagen, dass diese Arbeit sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, die ich eigentlich bei meinem Bachelorstudium gar nicht habe. Ich habe zu tun, alles unter einen Hut zu bekommen. Wenn ich meine Arbeit gut machen möchte, muss ich aufpassen, dass das Studium nicht auf der Strecke bleibt. Zudem kann trotz Interesse kaum jemand für so eine Aufgabe gewonnen werden, da alle als Grund "Zeitmangel" angeben. Ist natürlich u.a. Studiengang abhängig - aber der Unterschied zwischen Diplom- und Bachelorzeiten ist deutlich zu spüren.
Wenn 50% eines Jahrgang zum Gymnasium geht, aber nur 15% später für Fach- und Führungsaufgaben benötigt werden, dann machen sich viele Gymnasiasten in Bezug auf ein Diplom etwas vor. Die Fata Morgana zerplatzt. Meistens zu spät.
Ich denke, es wäre besser gewesen, die Gymasien kämen ihrer Aufgabe wieder nach, die Studierfähigkeit durch das Abi zu testieren, anstatt Persilscheine zu verteilen.
Mir ist in der Praxis ein Absolvent einer Fachhochschule, der einen Beruf erlernt hat und nach 2 Jahren Praxis ein Fachhochschul-Studium erfolgreich abgeschlossen hat, viel, viel lieber.
Ich engagiere mich neben meinem Studium im FSR und ich muss sagen, dass diese Arbeit sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, die ich eigentlich bei meinem Bachelorstudium gar nicht habe. Ich habe zu tun, alles unter einen Hut zu bekommen. Wenn ich meine Arbeit gut machen möchte, muss ich aufpassen, dass das Studium nicht auf der Strecke bleibt. Zudem kann trotz Interesse kaum jemand für so eine Aufgabe gewonnen werden, da alle als Grund "Zeitmangel" angeben. Ist natürlich u.a. Studiengang abhängig - aber der Unterschied zwischen Diplom- und Bachelorzeiten ist deutlich zu spüren.
... ist auch wichtig und wird von vielen Arbeitgebern bei der Bewerbung auch wertgeschätzt. Ich engagier(t)e mich trotz stressigem Studium und Nebenjob auch für Fachschaftrat, Betreuungsprojekte für ausländische Studierende an der Uni und in der politischen Bildungsarbeit für Jugendliche. Natürlich ist das Duchhaltevermögen für solche Projekte schwierig, wenn man eigentlich einfach nicht mehr kann. Aber wer sagt denn, dass es einfach ist, die Welt ein kleines bisschen zu verändern und seinen Beitrag zu leisten. Ich finde es sehr wichtig sich zu engagieren und häufig kommt es bei Bewerbungen auch nicht gut, wenn man ohne irgendetwas anderes gemacht zu haben durch seine Regelstudienzeit gerannt ist. Es sagt ja auch etwas über die Belastungsfähigkeit des Bewerbers aus, wenn er sich auch neben einem anstrengendem Studium trotzdem sozial oder andersweitig engagiert hat.
Der Zusammenhang ist einfach nur unsinnig. Wie kann man nur auf diese krude Idee kommen. Zum Schnellstudium selbst hatte weiter oben schon etwas gesagt.
Wie kommt der Zusammenhang ehrenamtich und studieren eigentlich zusammen? Einzig im Studium und nicht auf der Berufsschule oder anderem, wird von Lernenden verlangt sich ehrenamtlich zu engagieren. Es ist sicherlich ein guter Weg seine sozialen Kompetenzen zu erweitern. Doch Pflicht sollte es nicht sein.
Die Studierenden stehen allerdings unter dem Druck des Bachelors, da reicht es nicht mehr aus eine gute Note zu haben. Sondern Auslandsaufenthalt, Praktika und Ehrenamt werden gefordert. Was auch in vieler Hinsicht gut ist. Nur fehlt die Zeit!
Sinnvoller wäre es das Ehrenamt aktiv ins Studium mit einzubauen.
Ich persönlich bin nicht dafür, ein Ehrenamt mit ins Studium durch die Hochschule einzubauen. Für mich bedeutet Ehrenamt etwas Freiwilliges, Unentgeldliches. Würde jedem Studenten die Plicht zum Ehrenamt auferlegt werden, so gäbe es keine Freiwilligkeit mehr. Soll sich doch über solche Aktivitäten sie Spreu vom Weizen trennen. So ist wenigstens im Lebenslauf noch erkennbar, wer sich nicht nur um sich selbst gekümmert und somit auf den Lorbeeren der Arbeit von anderen ausruhthat, sondern wer daran interessiert ist, sein Land und seine Umgebung aktiv mit zu gestalten. Einfach nur studieren kann jeder...
Ich persönlich bin nicht dafür, ein Ehrenamt mit ins Studium durch die Hochschule einzubauen. Für mich bedeutet Ehrenamt etwas Freiwilliges, Unentgeldliches. Würde jedem Studenten die Plicht zum Ehrenamt auferlegt werden, so gäbe es keine Freiwilligkeit mehr. Soll sich doch über solche Aktivitäten sie Spreu vom Weizen trennen. So ist wenigstens im Lebenslauf noch erkennbar, wer sich nicht nur um sich selbst gekümmert und somit auf den Lorbeeren der Arbeit von anderen ausruhthat, sondern wer daran interessiert ist, sein Land und seine Umgebung aktiv mit zu gestalten. Einfach nur studieren kann jeder...
Ich persönlich bin nicht dafür, ein Ehrenamt mit ins Studium durch die Hochschule einzubauen. Für mich bedeutet Ehrenamt etwas Freiwilliges, Unentgeldliches. Würde jedem Studenten die Plicht zum Ehrenamt auferlegt werden, so gäbe es keine Freiwilligkeit mehr. Soll sich doch über solche Aktivitäten sie Spreu vom Weizen trennen. So ist wenigstens im Lebenslauf noch erkennbar, wer sich nicht nur um sich selbst gekümmert und somit auf den Lorbeeren der Arbeit von anderen ausruhthat, sondern wer daran interessiert ist, sein Land und seine Umgebung aktiv mit zu gestalten. Einfach nur studieren kann jeder...
Der Vorteil von ehrenamtlichen Tätigkeiten sollte sein, in einer Gemeinschaft das Umfeld für die Zielgruppe vorteilhafter zu gestalten und im Schaffensprozess für sich selbst herauszufinden, ob man für eine Führungspersönlichkeit geeignet ist oder nicht. Das schöne an Projekten ist, z.B. innovative Ideen zu verwirklichen und Anerkennung zu ernten.
Ich habe in meinem Studium leider nicht von Ehrenämtern wie dem Fachschaftsrat Biologie an der MLU Halle-Wittenberg profitieren können, da die Mitglieder entweder stets an sich selbst und höchstens an ihren engsten Freundeskreise gedacht hatten oder zum Teil selbst inkompetente und unordentliche Studenten gewesen sind, die die Mitgliedschaft zu nutzen gewussen, z.B. um ein Gremiensemester zu erhalten, welches eine Schonfrist für Studiengebühren bei Langzeitstudenten bedeutete oder um in der ersten Reihe zu stehen, wenn´s an den Semesterpartys etwas zu Speisen gab. Dateien zu Vorlesungen oder Seminaren wurden lediglich auf den heimischen Rechnern gespeichert und die FSR Server nicht upgedatet.
Danach gab es von den Professoren in den Gutachten exzellente Beurteilungen, welche für Stipendien benötigt werden.
Durch eine Mitgliedschaft in einer gemeinnützigen Organisation könnte also nicht immer bescheinigt werden, dass sich der oder diejenige im Sinne des Gemeinwohls engangiert habe.
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