Mecklenburg-Vorpommern
In Mecklenburg-Vorpommern kann man auf Lehramt an den Universitäten Rostock und Greifswald studieren. Das Studium ist modularisiert, abgeschlossen wird aber weiter mit dem Staatsexamen. Ein neues Lehrerbildungsgesetz, mit dem die Berufswissenschaften und Praxisanteile mehr Gewicht erhalten sollen, ist zwar in Arbeit; die Umstellung auf Bachelor und Master ist jedoch bis auf Weiteres nicht vorgesehen. Weil in Mecklenburg-Vorpommern seit einigen Jahren Haupt- und Realschulen in Regionalen Schulen zusammengefasst sind, sollen künftig auch die Lehramtsstrukturen entsprechend angepasst werden.
Noch ist die Regelung aber folgende: Die künftigen Lehrer schreiben sich von Anfang an für eine bestimmte Schulart ein; die Regelstudienzeit liegt für alle bei neun Semestern. Rostock bietet die Lehramtsausbildung für Grund- und Hauptschulen, Haupt- und Realschulen, Gymnasium und Sonderpädagogik an; in Greifswald kann man Lehrer für die Gymnasialstufe, für Haupt- und Realschulen werden. Studiert werden für das Lehramt an Gymnasien jeweils zwei frei wählbare Fächer. Für das Lehramt an Haupt- und Realschulen müssen in der Regel drei Fächer belegt werden: ein Hauptfach (Deutsch, Englisch, Mathe oder Sport), ein Neben- und ein Beifach. Lehrer für Grund- und Hauptschulen studieren Grundschulpädagogik mit vier Lernbereichen wie etwa Deutsch und Mathe sowie für die Hauptschule relevante Fächer (ein neues plus ein Beifach oder zwei aus der Grundschule weitergeführte). Das Studium der Erziehungswissenschaft sowie ein Sozialpraktikum und zwei Schulpraktika sind obligatorisch. Eine Besonderheit in Mecklenburg-Vorpommern: Nach dem Staatsexamen kann man noch eine Erweiterungsprüfung für zusätzliche Fächer oder eine Aufbauprüfung für höhere Schularten machen. Nach einem zweijährigen Referendariat an einer Schule der gewählten Schulart folgt dann die Zweite Staatsprüfung.
Weitere Informationen: www.bildung-mv.de







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