Studenten müssen oft viele Monate auf ihr BAfög warten, hat Leserin Silvana Scanavino erlebt. Der Bürokratie steht sie machtlos gegenüber.
Das Geld ist bei Studenten oftmals knapp, die Rechnungen häufen sich, das Auto muss dringend repariert werden und zusätzlich muss noch Übungsmaterial für die Schule oder das Studium finanziert werden. Aber zum Glück gibt es das BAföG, was dafür zuständig ist, Schülern und Studenten finanziell unter die Arme zu greifen. Nur leider gibt es ein Problem: Das benötigte BAföG lässt immer und immer wieder auf sich warten!
Der Antrag soll bitte frühestmöglich eingereicht werden, mit allen notwendigen Unterlagen, die das BAföG-Amt benötigt. Hört sich erst einmal gar nicht schlimm an. Ich suche die Unterlagen zusammen, fülle die Anträge aus und schon liegt der Antrag in der Post. Dann heißt es warten.
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Nach einigen Wochen trifft dann ein Brief ein, die Freude ist groß, doch statt der herbeigesehnten Zahlungsbestätigung lese ich bloß: Bitte reichen Sie noch folgende Unterlagen ein, die zur Bewilligung des BAföGs benötigt werden. Nun tauchen die ersten Fragen auf: Warum erst jetzt diese Unterlagen? Wieso wurden sie nicht von Anfang an verlangt? Also fängt die Suche von vorne an. Ich suche wieder Dokumente zusammen, fülle neue Papiere aus – und ab in die Post damit.
Doch damit nicht genug. Nun kommen Briefe, dass die eingeforderten Dokumente noch immer nicht eingegangen sind. Komisch, habe ich doch den Einkommensnachweis bereits zum dritten Mal an die zuständige Behörde verschickt. Es hilft nichts, ein Anruf ist nötig. Nach mehreren Versuchen geht endlich ein Mitarbeiter ans Telefon. Nach einigen Minuten stellt er fest, dass die Unterlagen tatsächlich angekommen sind, nur leider seien sie ganz hinten in der Akte gewesen und konnten deshalb nicht gefunden werden. Bei einer Akte, die mittlerweile fast so dick wie der Brockhaus sein muss, kann das vermutlich passieren.
So vergeht die Zeit und das Geld wird immer knapper. Immer wieder werde ich vertröstet und bekomme andere Ausreden vorgelegt. Aber was machen Schüler und Studenten, die keine finanzielle Unterstützung von den Eltern erwarten können, in dieser Zeit? Ich habe von Fällen gehört, bei denen das Geld erst nach acht Monaten bewilligt wurde – aufgrund von Fehlern, Unachtsamkeit und vielleicht auch mangelnder Kompetenz. Wenn BAföG den Schülern und Studenten versprochen wird, sollte es auch schnellstmöglich bewilligt werden.








Man kann die Unterlagen auch selbst hinbringen. Dann wird der Antrag sofort bearbeitet und man erfährt sofort, wenn etwas fehlt.
Es sind auch nicht mehr als eine Hand voll Dokumente, die man abgeben muss. Die Akte ist bei Studienanfängern so gut wie leer und füllt sich erst im Laufe des Studiums.
Bemüht euch rechtzeitig darum und gebt den Atrag selbst ab, statt ihn in den Briefkasten zu werfen. Dann erfahrt ihr auch sofort alles, was ihr wissen müsst. Wenn ihr früher hingeht, kann sich der/die Sachbearbeiter viel Zeit für euch nehmen. Die meisten Studenten kommen erst im letzten Augenblick. Ich habe dort nie in einer Schlange gestanden.
Leider muß der Antrag (und die benötigten Nachweise) beim zuständigen örtlichen Studentenwerk eingereicht werden.
Für einen Ersti, der bis 2 Tage vor Studienbeginn noch gar nicht weiß, wo er schlußendlich sein Studium beginnen wird,ist es also gar nicht möglich den Antrag "rechtzeitig" abzugeben. Grade am Anfang des Studiums aber besteht ein besonders hoher Geldbedarf (Bücher, Einrichtung,Mietkaution etc.).
Genau dann aber werden die zuständigen Sachbearbeiter mit Anträgen überflutet, logisch, daß da mal was verloren geht. Nachfolgeanträge dagegen sind kein Problem.
Leider muß der Antrag (und die benötigten Nachweise) beim zuständigen örtlichen Studentenwerk eingereicht werden.
Für einen Ersti, der bis 2 Tage vor Studienbeginn noch gar nicht weiß, wo er schlußendlich sein Studium beginnen wird,ist es also gar nicht möglich den Antrag "rechtzeitig" abzugeben. Grade am Anfang des Studiums aber besteht ein besonders hoher Geldbedarf (Bücher, Einrichtung,Mietkaution etc.).
Genau dann aber werden die zuständigen Sachbearbeiter mit Anträgen überflutet, logisch, daß da mal was verloren geht. Nachfolgeanträge dagegen sind kein Problem.
Bürokratie hat in meinen Augen einen klaren politischen Auftrag: Die Verhinderung der Auszahlung von Leistungen, die den Bürgern eigentlich zustehen. Durch einen undurchdringlichen und unverständlichen Wust an Papierkram wird das Auszahlungsverfahren bewusst und künstlich erschwert. Es wird davon ausgegangen bzw. sogar darauf hingearbeitet, dass ein Teil der Bittsteller schließlich an der Bürokratie kapituliert. Ob die dafür erforderlichen Gehälter unkündbarer (und daher unmotivierter) Beamter tatsächlich geringer sind als die sonst auszuzahlenden Leistungen, ist natürlich die Frage. Es ist leider in fast allen Ländern so.
finde ich es nicht fair, alle Beamte als unmotiviert zu bezeichen.
Die sind allenfalls frustriert. Oder glauben Sie, die denken sich den Büroktratiewahnsinn selber aus?
finde ich es nicht fair, alle Beamte als unmotiviert zu bezeichen.
Die sind allenfalls frustriert. Oder glauben Sie, die denken sich den Büroktratiewahnsinn selber aus?
Ist mir auch bekannt...nach drei Monaten Wartezeit und noch 5 Mark Restguthaben auf meinem Konto bin ich zum Amt direkt hin und wollte dem Herrn die Dringlichkeit der Sache klarmachen. Er meinte, ich solle mich beruhigen, das Geld ginge mir ja nicht verloren , sondern würde mir nachbezahlt. Als ich daraufhin laut wurde, weil ich schließlich schlecht bei Studentenwerk und Aldi mit dem gleichen Argument kommen kann, gab es immerhin ein paar Tage später eine Abschlagszahlung auf mein Konto.
Aber im übrigen: wer sich als Student ein Auto leisten kann, der braucht kein Bafög.
"gab es immerhin ein paar Tage später eine Abschlagszahlung auf mein Konto."
War denn die Berechtigung ueberhaupt schon festgestellt ?
So wie ich Sie verstehen, fehlten noch Unterlagen.
dass im Zuge der Bafög-Probleme als erstes eine Auto-Reparatur erwähnt wurde.
Ein Schelm ist, wer Böses dabei denkt :)))
"gab es immerhin ein paar Tage später eine Abschlagszahlung auf mein Konto."
War denn die Berechtigung ueberhaupt schon festgestellt ?
So wie ich Sie verstehen, fehlten noch Unterlagen.
dass im Zuge der Bafög-Probleme als erstes eine Auto-Reparatur erwähnt wurde.
Ein Schelm ist, wer Böses dabei denkt :)))
finde ich es nicht fair, alle Beamte als unmotiviert zu bezeichen.
Die sind allenfalls frustriert. Oder glauben Sie, die denken sich den Büroktratiewahnsinn selber aus?
Nein, das denke ich nicht. Sie sind weisungsgebunden. Sicherlich sind sie nicht alle unmotiviert/frustriert. Dennoch sind sie Teil des Systems und die am direktesten Verantwortlichen für den beschriebenen Fall.
Nein, das denke ich nicht. Sie sind weisungsgebunden. Sicherlich sind sie nicht alle unmotiviert/frustriert. Dennoch sind sie Teil des Systems und die am direktesten Verantwortlichen für den beschriebenen Fall.
Nein, das denke ich nicht. Sie sind weisungsgebunden. Sicherlich sind sie nicht alle unmotiviert/frustriert. Dennoch sind sie Teil des Systems und die am direktesten Verantwortlichen für den beschriebenen Fall.
...beim Verwaltungsgericht beantragen, jedenfalls wenn es zu lange dauert. Dann bekommt das Amt durchaus Beine. Viele Sachbearbeiter sind übrigens gar keine Beamte, sondern Angestellte. Ob die dann motivierter sind, wage ich zu bezweifeln. Das Problem liegt nämlich in der Natur der Sache, BaföG-Anträge kommen eben alle immer auch einmal.
...beim Verwaltungsgericht beantragen, jedenfalls wenn es zu lange dauert. Dann bekommt das Amt durchaus Beine. Viele Sachbearbeiter sind übrigens gar keine Beamte, sondern Angestellte. Ob die dann motivierter sind, wage ich zu bezweifeln. Das Problem liegt nämlich in der Natur der Sache, BaföG-Anträge kommen eben alle immer auch einmal.
Ich möchte auf keinen Fall alle über einen Kamm scheren, sondern spreche ich über die Behörde die für meinen Antrag zuständig ist! Da ich selber am Amtsgericht gelernt habe, weiß ich das nicht alle gleich sind!
Es ist wahr die Warterei ist nervig und bei Geldknappheit kann sogar das Studium leiden. Bei dem normalen Innlandsbafög hatte ich nie ein Problem, sprich die Auszahlung erfolgte immer etwa 3 Monate nach Start des WS, obwohl man, wie empfohlen, die Unterlagen bereits im Juni eingereicht hat. Nun ja damit muss man rechnen beim Bafög.
Weitehin habe ich eine sehr negative Erfahrung gemacht als ich im Ausland ein Jahr studiert habe und Auslandbafög beantragt hatte (ebenfalls Juni). Ende November die Entwarnung von den Elter; ein Brief vom Bafög... bitte reichen Sie folgende Unterlagen nach! Sehr gut,man ist im Ausland, hat kaum Geld mehr, musste 3 Monate Ohne Bafög auskommen und dann das.
Das Ende der Geschichte war, dass das Bafög im Mai nächsten Jahren, trotz anfrage per email, Telefon und Brief, immer noch nicht auf dem Konto war. Klausurzeit! Kein Geld! Ich musste kellnern... Da habe ich mich an unseren Auslandbetreuer an unserer Uni gewendet, der das Bafögamt wortwörtlich "zur Sau" gemacht hat, wie er mir später berichtete. Schwups 3 Tage später (kein Scherz) war alles Geld nachgezahlt worden.
Jetzt studiere ich wieder im Ausland und raten Sie mal ob das Bafög bereits da ist.
Ich möchte keinen Mitarbeiter der Bafögämter kritisieren, doch versteh ich die Situation vieler Studenten, die lange auf das Bafög warten müssen und durch die geringen finanziellen Mittel neigt man depressiv zu werden. Dem Studium vörderlich ist das nicht, jedoch ein Vorgeschmack aufs reale Leben.
Muß die ZEIT denn immer so naiv kostenlose Werbung machen oder ist die Redaktion dafür bezahlt worden den "Student" von Brunnen ins Bild zu nehmen??
Über diese Firma läßt sich einiges Negative erzählen...
Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv und verzichten auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/se
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