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Annette Schavan: Die Überhaupt-Plagiatorin?


Annette Schavan: Die Überhaupt-Plagiatorin?

Beruf/Amt:

Seit 2005 Bundesministerin für Bildung und Forschung

Dissertation:

"Person und Gewissen. Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung" (Erziehungswissenschaften, Uni Düsseldorf)

Einreichung:1980
Plagiatanteil laut schavanplag : 28 Prozent (laut Rohrbacher-Gutachten: 17 Prozent)

Tätigkeiten im Verfassungszeitraum:

1975 bis 1984: Kommunalpolitikerin in Neuss

Aufdeckungsgeschichte:

2. Mai 2012: Eine Person mit dem Pseudonym Robert Schmidt schickt an mehrere Medien ein Fax, in dem er auf den neu gegründete Internetplattform schavanplag hinweist. Auf der Internetseite teilt der Blogger mit, auf 56 Seiten von Schavans Dissertation Plagiate gefunden zu haben. Schavan bittet die Universität Düsseldorf, ihre Arbeit zu untersuchen.

Reaktion der Universität:

14. Oktober 2012: Der Spiegel berichtet von einem geheimen Gutachten der Universität Düsseldorf, das Schavan vorsätzliche Täuschung vorwirft. Der Gutachter, Stefan Rohrbacher, habe in der Arbeit insgesamt 60 plagiierte Textstellen gefunden. Schavan erfährt erst aus den Medien von dem Gutachten.

17. Oktober 2012: Wissenschaftler streiten darüber , ob Schavans Arbeit überhaupt ein Plagiat darstellt oder lediglich die Standards von vor 30 Jahren widerspiegelt. Der Universitätsausschuss berät weiter über den Fall.

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Leserkommentare
    • ribera
    • 17. Oktober 2012 16:56 Uhr

    Offensichtlich scheint immer häufiger Politik im Spiel.
    Unstrittig ist, dass wer sich einen Titel/Abschluß erschlichen hat, mit aller Härte die Konsequenzen spüren sollte.
    Wenn allerdings eine Kampagne losgetreten wird und dann ein Herr Westermann von der SPD Frau Schavan zum Rücktritt auffordert, weil sie "irreparabel beschädigt" sei, dann liegt zum jetzigen Zeitpunkt ein klassischer Rufmord vor.

    11 Leserempfehlungen
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    • ribera
    • 17. Oktober 2012 17:01 Uhr

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion leisten möchten. Danke, die Redaktion/kvk

    Schavan ist in der CDU.

    • ST_T
    • 17. Oktober 2012 18:49 Uhr

    Das sie plagiiert hat steht außer Frage. Fraglich ist nur, wie groß der Bestandteil tatsächlich ist und inwiweweit das nun eine mögliche Rückgabe des Doktortitels zur Folge hat.

    Und beschädigt ist das Amt schon jetzt: Ein Plagiat steht außer Frage und damit ist die Eignung dieser Frau für diese Position wohl mehr als strittig.

    • an-i
    • 05. Februar 2013 11:38 Uhr

    von einer BILDUNGSMINISTERIN

    • Kobuk
    • 17. Oktober 2012 17:00 Uhr

    Interessant finde ich, dass es ausschließlich Personen im rechten Spektrum der Politik sind die schummeln.

    Leistung muss sich wieder lohnen, nicht wahr?

    28 Leserempfehlungen
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    "Leistung muss sich wieder lohnen Interessant finde ich, dass es ausschließlich Personen im rechten Spektrum der Politik sind die schummeln."
    -------------
    Dann dürfen Sie jetzt drei mal raten aus welchem Lager die "Aufklärer" kommen.

    Wundert mich nicht. Im proletarischen Arbeitermilieu gibts nun mal traditionell weniger Leute, die eine akademische Ausbildung durchlaufen, geschweige noch eine Doktorarbeit draufsetzen. Wo nicht promoviert wird, kann auch nicht plagiiert werden.

    einer Erklärung für das allemal "interessante" Phänomen in der nicht unbegründeten Annahme zu finden, dass der Geist links steht – der Geist!

    • ribera
    • 17. Oktober 2012 17:01 Uhr
    3. [...]

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion leisten möchten. Danke, die Redaktion/kvk

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Rufmord?"
  1. Ich habe auch mal plagiiert.

    Bei einer Musik-Arbeit. Da habe ich bei der Nachbarin die Lösung in Aufgabe 5 abgespickt , in der wir drei Komponisten der Wiener Klassik nennen sollten. Ich wusste nur "Beethoven" und "Mozart" bei ihr schrieb ich "Haydn" ab.

    Es war nur dieses eine Wort, das ich ohne Zitat plagiierte. Die Arbeit hatte 10 Fragen.

    Obwohl mein Plagiat weniger als 10 Prozent war (je nach Zählung so ca. 3 Prozent), bekam ich eine Sechs, da ich vom Musiklehrer erwischt wurde.

    Das finde ich echt gemein!

    Davon habe ich eine lebenslange posttraumatische Störung.

    19 Leserempfehlungen
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    • 15thMD
    • 17. Oktober 2012 23:19 Uhr

    Schämen Sie sich!

    ... dass bei Politikern mit einem anderen Maß gemessen werden muss - aufgrund ihrer politischen Verantwortung und ihrer Vorbildsfunktion.

    • Meykos
    • 17. Oktober 2012 17:15 Uhr

    Alle Doktoranden, die sich bei ihrer Arbeit selbstverständlich und pflichtbewußt an die Regeln gehalten haben, werden vermutlich ziemlich sauer sein, falls sich nach Jahren herausstellt, dass auch diese Regel wissenschaftliche Übereinkunft weich und verhandelbar ist und ausserdem für manche Menschen eine reine Auslegungssache...

    "In der Regel wird ein Zitat durch eine Quellenangabe oder einen Literaturnachweis belegt, indem sein Autor und die genaue Textstelle genannt wird. Ein solcher Verweis wird in der Bibliothekswissenschaft als Zitation bezeichnet. Zitationen können auch ohne dazugehöriges Zitat auftreten."

    Und eine aktuelle Schleife kann man auch noch mitnehmen:

    "Die Verwendung von Zitaten ist durch das Urheberrecht geregelt..."

    "Auf Nicht-Wissenschaftler wirkt oftmals kleinlich, wer buchstäblich bis zur letzten Fußnote auf das korrekte Zitieren in einer Arbeit beharrt. Die Pedanterie hat indes einen guten Grund. Eine Frage wie „Kann man die Regel, die das Schachmatt festlegt, verletzen?“ ist bei Interesse an der Selbsterhaltung des Spiels ebenso unangebracht wie die Frage nach der Zulässigkeit von Plagiaten in wissenschaftlichen Arbeiten. Wer den König trotz Schachmatt-Position fortbewegt, spielt vielleicht weiter – doch kein Schach mehr." Sagt Ralf Klausnitzer (https://www.freitag.de/au...)

    14 Leserempfehlungen
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    "Wer den König trotz Schachmatt-Position fortbewegt, spielt vielleicht weiter – doch kein Schach mehr." Sagt Ralf Klausnitzer"
    .
    Eine sicher schöne Metapher, aber was hat sie mit dem vorliegenden Fall zu tun?
    Wenn ich nochmal nachdenke: Nee, ist doch keine schöne Metapher, weil zu abgehoben. Denn NIEMAND "spielt" weiter, wenn er schachmatt ist.

  2. Ist das eine geschütze Berufsbezeichnung?
    Wie wird man sowas?
    Was macht so jemand nach Feierabend?
    Fragen über Fragen.

    5 Leserempfehlungen
  3. Das ist mein Vorschlag für einen neuen Studiengang, da doch immer mehr neue Studiengänge ins Leben gerufen werden. Der gesellschaftliche Nutzen wäre vorhanden.
    Module:
    Formen des Doktorarbeitsplagiats - Kategorisierungstechniken
    Persönlichkeitstyp und Plagiat - die Seite des Doktoranden
    Persönlichkeitstyp und Plagiat - die Seite des Betreuers
    Einführung in die Quantifizierung von Plagiatsstellen
    Einführung in die Nutzung von Plagiatsaufdeckungssoftware
    Prävention - Wie sich Examenskandidaten davor schützen, selbst zu Tätern zu werden.
    Die Geschichte eines Leitspruchs: "Die Wissenschaft ist und bleibt, was einer ab vom anderen schreibt."

    12 Leserempfehlungen
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    Eugen forever.

  4. 8. Bravo.

    Eugen forever.

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