Duale SportlerkarriereIm 19. Semester, aber kein Spiel verpasst
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Duale Karriere ist wichtig

 
Aus Sicht von Britta Herrschaft hat er den richtigen Weg gewählt. Sie arbeitet als Laufbahnberaterin beim Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein und unterstützt dort Olympioniken bei beruflichen Fragen. "In vielen Sportarten kann man von seinem Gehalt kaum oder gar nicht leben, ganz zu schweigen von der Zeit danach", sagt sie.

Im Bereich der dualen Karriere aus Sport und Beruf hat sich in den letzten Jahren deshalb einiges getan. Gerade die Vereinbarkeit aus Studium und Spitzensport sei dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eine Herzensangelegenheit, sagt Herrschaft. Dazu wurden Verträge zum Umgang mit Spitzensportlern mit über 90 Universitäten geschlossen.

An diesen sogenannten Partnerhochschulen des Spitzensports gibt es zum Beispiel Beauftragte für den Leistungssport, die bei Konflikten um Fehlzeiten oder verpassten Prüfungsleistungen vermitteln können und Spitzensportler haben die Möglichkeit über einen Härtefallantrag an einen Studienplatz zu gelangen.

Normale Studenten wie jeder andere

Allerdings sind die Vereinbarungen eher vage gehalten. Strenge Sonderregelungen für Spitzensportler sind aus Sicht der Laufbahnberaterin nicht notwendig. "Wir wollen nicht, dass unseren Sportlern ein roter Teppich ausgerollt wird. Sie sind in erster Linie normale Studenten, mit den gleichen Rechten und Pflichten wie alle anderen."

Bei DOSB sieht man die Doppelbelastung außerdem als eine gewisse Lebensschule. "Leistungssportler sind bei Personalern gern gesehen, auch wenn ihr Studium etwas länger gedauert hat. Dinge wie Zeitmanagement, Organisationsfähigkeit und Leistungsbereitschaft fördert der Sport sicherlich und gerade Mannschaftssportlern wird besondere Teamfähigkeit nachgesagt."

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    • Schlagworte Hamburger SV | Sportler | Training | Hamburg | Schleswig-Holstein
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