Bildung: Schluss mit dem Akademisierungswahn
Die Politik treibt die Studentenzahlen in immer neue Höhen. Die Verlierer sind die Berufsbildung und die Universitäten als Orte freier Wissenschaft, kommentiert F. Knauß.
Alternativlos ist nach Ansicht der im Bundestag vertretenen Parteien nicht nur die Euro-Rettung. Einig ist man sich auch in einer Grundsatzfrage der Bildungspolitik: Die starke Zunahme der Studentenzahlen wird von allen begrüßt und weiter gefördert. Jeder neue Höchststand wird als Erfolgsmeldung präsentiert. Und alle fordern, mehr Geld zur Bewältigung des gewollten Andrangs locker zu machen. Gestritten wird nur darüber, wie viel der Bund und wie viel die Länder für die Ausweitung des "Hochschulpaktes" bezahlen sollen.
Eine parteienübergreifende Koalition verkauft uns wachsende Studentenzahlen als Erfolg kluger Bildungspolitik und Antwort auf die technologischen und sozialen Anforderungen der künftigen Arbeitswelt. Unter der Parole "Kein Kind darf verloren gehen" sorgt man dafür, dass ein immer größerer Teil der Schüler das Abitur erhält und öffnet zusätzlich die Tore der Hochschulen auch für einen großen Teil derjenigen, die kein Abitur haben. In der Folge dieser Politik ist die Studentenquote, also der Anteil der Studienanfänger an der gleichaltrigen Bevölkerung in fünfzehn Jahren von 28,1 (1996) auf 54,7 Prozent (2012) gestiegen.
Aber kann und soll diese Entwicklung so weitergehen? Wenn sie es tut, studieren in fünfzehn Jahren drei von vier jungen Menschen – und in dreißig Jahren alle. Von Bildungspolitikern hört man keine Bedenken. Und keine Debatte darüber, was es bedeutet für die Universitäten, für die Wirtschaft, für die Gesellschaft, wenn mehr als die Hälfte eines Jahrgangs studiert. Die von der OECD geforderte und durch den Bologna-Prozess umgesetzte Steigerung der Akademikerquote wird nicht infrage gestellt.
Eine ganz unmittelbare Folge des allgemeinen Akademisierungswahns ist im aktuellen Berufsbildungsbericht zu erkennen: Deutschland gehen die Lehrlinge aus. "Es gibt immer weniger ausbildungsreife Jugendliche", klagt DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Die Zahl der Ausbildungsverträge ging 2012 um 2,2 Prozent auf 551 272 zurück.
Wer einmal Student ist, wird kaum noch Lehrling werden wollen
So festgefügt ist das Dogma der fortschreitenden Akademisierung, dass kaum jemand beim Namen nennt, woran das vor allem liegt: Die Lehrlinge, die sich die Betriebe wünschten, sind zum großen Teil an den Hochschulen eingeschrieben. Die Universitäten werden überlaufen und dem dualen Ausbildungssystem, das als einer der größten Standortvorteile der deutschen Wirtschaft gilt und mittlerweile in zahlreichen Ländern weltweit nachgeahmt wird, gehen die geeigneten Leute aus.
Da kann das Bundesbildungsministerium im Berufsbildungsbericht die Betriebe lange auffordern, mehr Lehrstellen zu besetzen. Es ist kein Angebotsproblem, sondern eines der Nachfrage. Wer einmal Student ist, wird kaum noch Lehrling werden wollen. Auch die Emphase, mit der Bildungspolitiker in Bund und Ländern die allgemeine Akademisierung antreiben, ist nicht geeignet, junge Menschen für eine duale Berufsausbildung zu begeistern. Und diejenigen, die den Betrieben übrig bleiben, machen ihnen oft nicht viel Freude.
Die Universitäten dagegen können sich über einen Mangel an Nachfrage nicht beklagen. Nur das, was eigentlich ihr Daseinszweck, ihre kulturelle Funktion war, hat der Massenandrang unter sich begraben. Der Philosoph Karl Jaspers sah das schon 1931 in seinem Essay Die geistige Situation der Zeit kommen, als die Studentenquote noch unter fünf Prozent lag: "Das Massendasein an Hochschulen hat die Tendenz, Wissenschaft als Wissenschaft zu vernichten. Diese soll sich der Menge anpassen, welche nur ihr praktisches Ziel will, ein Examen und die damit verknüpfte Berechtigung."
Dieses praktische Ziel des Einzelnen ist überhaupt kein verwerfliches. Natürlich strebt die übergroße Mehrheit der jungen Leute nicht so sehr nach Wissenschaft, sondern vor allem nach einem Abschluss, der gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt verheißt. Aber nicht nur FAZ-Feuilletonist Jürgen Kaube fragt sich, "ob die Universität der Ausbildungsort für diejenigen sein sollte und zu sein vermag, die mit Wissenschaft kaum etwas anfangen können".







"Eine ganz unmittelbare Folge des allgemeinen Akademisierungswahns ist im aktuellen Berufsbildungsbericht zu erkennen: Deutschland gehen die Lehrlinge aus. "Es gibt immer weniger ausbildungsreife Jugendliche", klagt DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben."
Was angesichts der Tatsache, dass knapp die Hälfte der jungen Deutschen Nichtstudenten sind, weniger über die Auswirkungen des Akademisierungswahns aussagt, sondern mehr über die Mängel im Schulsektor. Offensichtlich - und so verstehe ich die Aussage von Wansleben - sind die viele der Bewerber auf Ausbildungsstellen "nicht ausbildungsreif". Soll heissen: Sie bringen nicht die ihrem Alter entsprechenden und für die Ausbildung benötigten Fähigkeiten mit.
Das mag auch teilweise durch die Fixierung auf hohe Studentenzahlen verursacht worden sein. Ich bin mir aber sicher, dass die Hauptgründe eher im Schulsystem und im Elternhaus zu finden sind...
die Schulen sind ja nicht massiv schlechter geworden. Allerdings ist die Leistungsmessung in der Schule nicht identisch mit dem, was ein Lehrling können soll. Beispielsweise können Pünktlichkeit, Intelligenz oder Fleiß bei gleichen Schulnoten sehr unterschiedlich sein. Wenn also mehr der "schlauen" Schüler studieren, fehlen die in der Ausbildung. An sich ist das aber egal, da das sowieso die Perspektive "Humankapital" ist. Es sollte doch besser zählen, was die jungen Menschen machen möchten: Wissenschaft oder Handwerk? Wollen sie eigentlich Handwerk und gehen dafür an die Uni, ist irgendwas faul...
Zum Rest des Artikels: Ich denke, die Entwicklung ist kaum aufzuhalten. Man kann genauso gut fordern, dass Ärzte nicht mehr promovieren sollen, weil das eigentlich sowieso keine Promotionen sind. Da macht die Omi aber nicht mehr mit, wenn die "Frau Dr." weg ist. Ist aber nicht schlimm, die Ausbildung wird aus ökonomischen Gründen sowieso zentralisiert werden, gute Onlinekurse statt schlechter Vorlesungen vom alten Professor. Die Wissenschaft wird dann mehr Richtung Institute oder Elfenbeintürmchen an Unis verlagert. Problematisch ist dann nur noch die Reibungsstelle bei Studenten höheren Semesters, die in die Wissenschaft integriert werden sollten. (Seminare, Masterarbeiten etc.) Lösbar, aber kein Selbstläufer.
die Schulen sind ja nicht massiv schlechter geworden. Allerdings ist die Leistungsmessung in der Schule nicht identisch mit dem, was ein Lehrling können soll. Beispielsweise können Pünktlichkeit, Intelligenz oder Fleiß bei gleichen Schulnoten sehr unterschiedlich sein. Wenn also mehr der "schlauen" Schüler studieren, fehlen die in der Ausbildung. An sich ist das aber egal, da das sowieso die Perspektive "Humankapital" ist. Es sollte doch besser zählen, was die jungen Menschen machen möchten: Wissenschaft oder Handwerk? Wollen sie eigentlich Handwerk und gehen dafür an die Uni, ist irgendwas faul...
Zum Rest des Artikels: Ich denke, die Entwicklung ist kaum aufzuhalten. Man kann genauso gut fordern, dass Ärzte nicht mehr promovieren sollen, weil das eigentlich sowieso keine Promotionen sind. Da macht die Omi aber nicht mehr mit, wenn die "Frau Dr." weg ist. Ist aber nicht schlimm, die Ausbildung wird aus ökonomischen Gründen sowieso zentralisiert werden, gute Onlinekurse statt schlechter Vorlesungen vom alten Professor. Die Wissenschaft wird dann mehr Richtung Institute oder Elfenbeintürmchen an Unis verlagert. Problematisch ist dann nur noch die Reibungsstelle bei Studenten höheren Semesters, die in die Wissenschaft integriert werden sollten. (Seminare, Masterarbeiten etc.) Lösbar, aber kein Selbstläufer.
Die deutsche Politik richtet sich immer nur nach der Wirtschaft oder glaubt wirklich noch jemand, dass das Abi in 12 Jahren irgendwas mit besser Bildung zu tun hat? Das sind lediglich versteckte Programme zur Wirtschaftförderung. Welchen Effekt hatte denn das G8 oder der Bologna-Prozess?
1. Schneller mehr (jüngere) Arbeitnehmer zur Verfügung zu haben. Um den Jugnedwahn der Wirtschaft zu unterstützen.
2. Mehr Zahlungen an Lohnsteuer und in die Rentenkasse, weil die Menschen jetzt nicht nur bis 67 arbeiten, sondern bereits mit einem schnellen und schlechten Bachelor 2-3 Jahre eher arbeiten können. Für Akademiker also eine Arbeitszeitverlängerung von 4-5 Jahren.
Die Folgen sind katastrophal! Das Bildungsniveau und das Überangebot an Abiturienten und Studenten hat zur Folge, dass man für eine Ausbildung als Maler heute quasi schon ein Abi benötigt.
Einem Punkt stimme ich Ihnen gern zu: dass das Ziel der Bildungspolitik nicht der mündige Bürger ist, sondern der angepasste, linienströmige Untertan, perdon, Mitarbeiter ist. Die Bildungselite kommt sowieso aus den Lobbystenkreisen oder werden durch Vitamin B befördert.
Nur warum sollen auch nicht zukunftige Maler einen Abi haben? Die Welt ist vielfältiger und komplexer geworden. Gymnasien und andere weiterführenden Schulen sollen Schüler nicht NUR für ein universitäres Studium vorbereiten, zumal der Bachellorstudiengang sehr stark an das Prinzip abrufbares Wissen anknüpft. (Das Auswendiglernen wird vor dem Reflektierenden Lernen bevorzugt). Sondern sie soll vor allem mündige und gesellschaftskritische Bürger heranziehen, um ggfalls ein despotisches Wirtschaft- oder Politischessystem in Frage zu stellen. Dass dieses Vorhaben in einer globalen- und Medienwelt (wo alles vernetzt und anonym bleibt und deshalb Niemanden zur Rechenschaft herangezogen kann) auf Widerstand stößt, ist klar. Zu viele Eigen- und Lobbyinteressen stehen dahinter. Dennoch sollen wir dieses Ideal nicht gleich als utopisches Ziel abtun, wollen wir uns nicht ohne weiteres den Diktak der Wirtschafts bzw. der Politik stillschweigend unterwerfen (ausgeliefert sein). Ein Anliegen, welche vor allem die Sozialphilosophie bis heute grob vernachlässigt hat.
Einem Punkt stimme ich Ihnen gern zu: dass das Ziel der Bildungspolitik nicht der mündige Bürger ist, sondern der angepasste, linienströmige Untertan, perdon, Mitarbeiter ist. Die Bildungselite kommt sowieso aus den Lobbystenkreisen oder werden durch Vitamin B befördert.
Nur warum sollen auch nicht zukunftige Maler einen Abi haben? Die Welt ist vielfältiger und komplexer geworden. Gymnasien und andere weiterführenden Schulen sollen Schüler nicht NUR für ein universitäres Studium vorbereiten, zumal der Bachellorstudiengang sehr stark an das Prinzip abrufbares Wissen anknüpft. (Das Auswendiglernen wird vor dem Reflektierenden Lernen bevorzugt). Sondern sie soll vor allem mündige und gesellschaftskritische Bürger heranziehen, um ggfalls ein despotisches Wirtschaft- oder Politischessystem in Frage zu stellen. Dass dieses Vorhaben in einer globalen- und Medienwelt (wo alles vernetzt und anonym bleibt und deshalb Niemanden zur Rechenschaft herangezogen kann) auf Widerstand stößt, ist klar. Zu viele Eigen- und Lobbyinteressen stehen dahinter. Dennoch sollen wir dieses Ideal nicht gleich als utopisches Ziel abtun, wollen wir uns nicht ohne weiteres den Diktak der Wirtschafts bzw. der Politik stillschweigend unterwerfen (ausgeliefert sein). Ein Anliegen, welche vor allem die Sozialphilosophie bis heute grob vernachlässigt hat.
"Das "Upgrading" der Abschlüsse ist zum Großteil daher eine Bildungsillusion. Junge Menschen absolvieren heute Business- oder Management-Studiengänge – und machen dann Jobs, für die ihren Vätern ein Realschulabschluss mit kaufmännischer Lehre reichte. Wie sollte es auch anders sein: Wenn alle höhere Abschlüsse schaffen, dann landen die vermeintlichen Aufsteiger eben doch wieder im Mittelmaß."
Besser kann man diese Misere wohl kaum auf den Punkt bringen.
Ich habe 'studieren können' immer als ein Privileg empfunden, das man mir warum auch immer geschenkt hat und welches mir im Alter immer noch möglich ist. Das hat mich andererseits zu großer Anerkennung, teils Bewunderung, all derer veranlasst, die praktisch, handwerklich, lebensnah gelernt und gearbeitet haben. Von denen konnte ich sehr viel lernen! Ich meine, in solchen Tätigkeiten besonders Tatkraft und Anstrengungsbereitschaft gesehen zu haben. Es gab Zeiten, in denen der Facharbeiter besser entlohnt wurde als mancher Akademiker. Das hielt ich für gerecht. Denn auf dieser Ebene werden die Werte geschaffen, welche das Medium Geld erst erforderlich machen. Heute -und für meine persönliche Zukunft- hoffe ich, dass die gleiche Wertschätzung all den Facharbeitern zuteil wird, die ganz praktisch gekonnt und lebensnah soziale und betreuende Dienste versehen wollen.
Wenn schon Akademiker sich nicht unter Ihresgleichen behaupten können, dann sollen sie es doch mit einer Ausbildung versuchen. Nicht jeder der studiert hat das Zeug um manager zu werden. Aber viele die eine Lehre beginnen, können Manager werden. Denn, um eine leitende Stelle zu bekommen reicht es nicht aus nur fleißig und diszipliniert zu sein. Entscheidend ist viel mehr eine ausgeprägte Persönlichkeit zu besitzen. Sonst wären wir alle Chefs oder Manager...
Das mag im kaufmännischen Bereich so sein. Ich habe im technischen, wissenschaftlichen Bereich gelernt und gearbeitet und musste feststellen, dass das Erlernte und Erarbeitete eine relativ kurze Halbwertszeit hat. Die Fähigkeit sich in kurzer Zeit etwas Neues zu erarbeiten und sich in unbekanntem Terrain zurecht zu finden waren überlebenswichtig. Die Fähigkeiten und die Grundlagen dazu müssen heute einer breiteren Masse beigebracht werden. Das wird nicht besser!
Ich habe 'studieren können' immer als ein Privileg empfunden, das man mir warum auch immer geschenkt hat und welches mir im Alter immer noch möglich ist. Das hat mich andererseits zu großer Anerkennung, teils Bewunderung, all derer veranlasst, die praktisch, handwerklich, lebensnah gelernt und gearbeitet haben. Von denen konnte ich sehr viel lernen! Ich meine, in solchen Tätigkeiten besonders Tatkraft und Anstrengungsbereitschaft gesehen zu haben. Es gab Zeiten, in denen der Facharbeiter besser entlohnt wurde als mancher Akademiker. Das hielt ich für gerecht. Denn auf dieser Ebene werden die Werte geschaffen, welche das Medium Geld erst erforderlich machen. Heute -und für meine persönliche Zukunft- hoffe ich, dass die gleiche Wertschätzung all den Facharbeitern zuteil wird, die ganz praktisch gekonnt und lebensnah soziale und betreuende Dienste versehen wollen.
Wenn schon Akademiker sich nicht unter Ihresgleichen behaupten können, dann sollen sie es doch mit einer Ausbildung versuchen. Nicht jeder der studiert hat das Zeug um manager zu werden. Aber viele die eine Lehre beginnen, können Manager werden. Denn, um eine leitende Stelle zu bekommen reicht es nicht aus nur fleißig und diszipliniert zu sein. Entscheidend ist viel mehr eine ausgeprägte Persönlichkeit zu besitzen. Sonst wären wir alle Chefs oder Manager...
Das mag im kaufmännischen Bereich so sein. Ich habe im technischen, wissenschaftlichen Bereich gelernt und gearbeitet und musste feststellen, dass das Erlernte und Erarbeitete eine relativ kurze Halbwertszeit hat. Die Fähigkeit sich in kurzer Zeit etwas Neues zu erarbeiten und sich in unbekanntem Terrain zurecht zu finden waren überlebenswichtig. Die Fähigkeiten und die Grundlagen dazu müssen heute einer breiteren Masse beigebracht werden. Das wird nicht besser!
In weiten Teilen stimme ich mit dem Artikel überein.
Besonders markant waren die Astiegszahlen der ersten Seite, die von quasi von über einem Viertel der Studienanfänger auf über die Hälfte angestiegen sind. Es steckt viel wahres in dem Artikel, was ich so unterschreiben könnte. Besonders wurmt mich in dem Zusammenhang eben auch die Wandlung der Universitäten mit ihrem Angebotsspektrum, was sie teilweise in meinen Augen mit wissenschaftlichem Anspruch nicht mehr wahrnehmen läßt, sondern sie zu einer Sonderzone mit ausbildungstechnischem Sexappeal degenerieren läßt. Die Studenten nehmen die Mogelpackung aber eben so leider nicht wahr. Das hölt den Bildungsstandort hier in Dt. aus.
Die Beliebigkeit des Angebots generiert zwar Nachfrage, aber ob das überhaupt Sinn macht, das ist eben jetzt das Problem. Ich möchte entschieden betonen, dass mir "elitäres Benehmen und Haltung" abgeht, siehe auch Excellenzinitiative unserer verflossen Bildungsministerin, die ich wirklich in die Tonne wünsche. Aber es kann auch nicht sein, dass hier die klassischen wissenschaftlichen Fakultäten immermehr aufweichen. Dies ist aber nicht nur kulturell bedingt, wie der erste Kommentar hier bestätigt, was ich teile, aber die Politik macht hier wieder ganz deutlich, welche falschen Impulse sie setzt und dadurch eigene Akzente und auch etablierte Werte vernachlässigt, was sich dann meiner Meinung nach zur Bildungskatastrophe entwickelt. An einigen Stellen müßte man wirklich massiv zurückrudern.
"Die große Lebenslüge der gegenwärtigen Bildungspolitik ist der Glaube an die unbegrenzte Bildbarkeit des Menschen. Daraus folgt der Wahn, durch die richtige Politik einem immer größeren Teil der Bevölkerung akademische Bildung verschaffen zu können, ohne deren Niveau radikal zu senken."
Dieser Aussage stimme ich ausdrücklich zu! Ich unterrichte in einer Ingenieurs-Wissenschaft an einer TU und es ist festzustellen, daß die Studentenzahlen zwar steigen, jedoch keine weiteren Einstelllungen bei Assistenten vorgenommen werden. Dazu kommt, daß viele Assistenten nur noch sog. "halbe Stellen" bekommen ... "Volle Stellen" wurden - zumindest hier in Sachsen - ministeriell erst einmal hinten an gestellt. Außerdem werden zunehmend Professuren bei Ausscheiden eines Professors zusammengelegt, was wiederum eine Verkleinerung des Lehrpersonals zur Folge hat. Also wird das gleiche Arbeitspensum bei steigenden Studierenden-Zahlen von weniger Leuten (die überwiegend halbtags bezahlt werden) verrichtet ... daraus mag jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.
Nun verkünde ich hier keine neuen Erkenntnisse. Aber sicher wird man den eben angesprochenen Missstand in einigen Jahren ganz plötzlich "entdecken" und aus allen Wolken fallen, wenn die Qualität der Absolventen einen gewissen Grenzwert erreicht hat. Und dann wird man wahrscheinlich mit Schnellschüssen reagieren, die Schuld auf die vorangegangene Regierung schieben und weitermachen. Man ist eben traditionsbewusst.
Man muss zwei Dinge auseinanderhalten: 1. Die Personalpolitik an den Hochschulen und 2. Der Arbeitskräfte-Bedarf in einer Gesellschaft, die radikal einfache Arbeitsplätze wegoptimiert.
Die Personalpolitik an den Hochschulen ist alles andere als optimal, wie Sie richtig feststellen.
Darüberhinaus habe ich in der Industrie die Erfahrung gemacht, dass technisch gesehen einfache Arbeitsplätze überflüssig und gestrichen wurden. Akademiker wurden trotzdem parallel dazu eingestellt. Wie wollen Sie die nötige technische Flexibilität und Anpassungsfähigkeit bei sogenannten praktischen Lehrberufen erreichen? Ohne lebenslange Fortbildung ist das nicht zu erreichen.
Mit einem Hauptschulabschluss als Ausgangspunkt werden die Erfolgsaussichten immer geringer.
Ich bin mir bewusst, dass sich nicht jeder für ein Abitur und Hochschulstudium eignet.
Man muss zwei Dinge auseinanderhalten: 1. Die Personalpolitik an den Hochschulen und 2. Der Arbeitskräfte-Bedarf in einer Gesellschaft, die radikal einfache Arbeitsplätze wegoptimiert.
Die Personalpolitik an den Hochschulen ist alles andere als optimal, wie Sie richtig feststellen.
Darüberhinaus habe ich in der Industrie die Erfahrung gemacht, dass technisch gesehen einfache Arbeitsplätze überflüssig und gestrichen wurden. Akademiker wurden trotzdem parallel dazu eingestellt. Wie wollen Sie die nötige technische Flexibilität und Anpassungsfähigkeit bei sogenannten praktischen Lehrberufen erreichen? Ohne lebenslange Fortbildung ist das nicht zu erreichen.
Mit einem Hauptschulabschluss als Ausgangspunkt werden die Erfolgsaussichten immer geringer.
Ich bin mir bewusst, dass sich nicht jeder für ein Abitur und Hochschulstudium eignet.
Die klassiches Berufsausbildung ist einer der wenigen Lichtblicke im deutschen Bildungssystem. Dummerweise wird ein "normaler" Beruf eher schlecht angesehen.
Das finde ich sehr schade, denn fast jeder Beruf ist wichtig, grade die Ausbildungsberufe sind es sehr. Ohne "Irgendwas mit Medien" kann die Gesllschaft schon mal auskommen, aber ohne Klempner, Bäcker, Dachdecker, Elektriker, und und und nicht für fünf Minuten.
Es ist deswegen sehr gut, dass diese Berufsgruppen eine fundierte, staatlich überwachte Ausbildung bekommen und nicht wie in anderen Ländern einige Jahre "liberal arts" oder dergleichen studieren und dann ohne fachliche Ahnung ihr Arbeitsleben beginnen. Wer in Deutschland einen anerkannten Handwerker beauftragt, kann einigermaßen sicher sein, dass dieser weiß, was er tut.
Was die Akademisierung soll, verstehe ich nicht. Wer hat was davon, ist eigentlich immer ein guter Ansatz, um solche Fragen zu klären, aber hier komme ich damit nicht weiter.
Das die fachliche Qualifikaiton einfacher wird, kan doch nicht als "sozialer Fortschritt" verkauft werden!?
Das führt doch dazu, das in Zukunft nur noch Absolventen von teuren Privatschulen, die ihr Niveau mit der Brechstange hochhalten, Spitzenposten besetzen werden. ist das nicht im höchsten Maße unsolidarisch?
Ich bin verwirrt.
Zu recht !
Ich hatte vor geraumer Zeit die unangenehme Aufgabe, Bewerbungen als Zweiradmechaniker sondieren zu müssen. Vorgaben : Abitur, wenn vorhanden Praktika in diesem, o.ä. gelagerten Bereich, Führerschein für Motorrad.
Dass ich Leute aussieben musste, die ambitionierter waren (umzugswillig, bereit den FS auf eigene Kosten zu machen, usw.)tat mir leid.
Aber was willst du machen ? Die Youngsters sollen schon halbausgebildet in die Betriebe strömen, damit die Firmen auch ganz schnell mit ihnen Geld verdienen können !
Zu recht !
Ich hatte vor geraumer Zeit die unangenehme Aufgabe, Bewerbungen als Zweiradmechaniker sondieren zu müssen. Vorgaben : Abitur, wenn vorhanden Praktika in diesem, o.ä. gelagerten Bereich, Führerschein für Motorrad.
Dass ich Leute aussieben musste, die ambitionierter waren (umzugswillig, bereit den FS auf eigene Kosten zu machen, usw.)tat mir leid.
Aber was willst du machen ? Die Youngsters sollen schon halbausgebildet in die Betriebe strömen, damit die Firmen auch ganz schnell mit ihnen Geld verdienen können !
"Auch die Emphase, mit der Bildungspolitiker in Bund und Ländern die allgemeine Akademisierung antreiben, ist nicht geeignet, junge Menschen für eine duale Berufsausbildung zu begeistern."
€ 400,- netto p.M. begeistern in der Tat nicht unbedingt wenn einem dafür abverlangt wird 40h/Woche zu arbeiten während sich der Student an der Uni mit ca. € 560,- / Monat (Je nach Einkommen der Eltern) auskommen muss. Das hierin nicht unbedingt ein riesen Anreiz FÜR eine Ausbildung liegt, das kann man als Personaler wohl mit dem guten alten "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" abtun, man könnte aber auch dem Alarmismus Taten folgen lassen und anfangen zu schauen WARUM ein Studium der Ausbildung vorgezogen wird.
Außerdem: Wurde nicht bis vor Kurzem das Studium als das Non-Plus-Ultra der (schulisch-institutionellen) Ausbildung gesehen? Ist nicht in vielen Betrieben ein abgeschlossenes Studium überhaupt Grundvoraussetzung für die Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses?
Werden nicht in der Praxis ausgebildete Fachkräfte bei der Vergabe von gut dotierten Stellen systematisch, aufgrund ihres "zu niedrigen Bildungsniveaus" bzw. fehlendem akademischen Grades benachteiligt?
Und zuguterletzt: Sitzen nicht auch im Bundestag, der lt. Verfassung die Gesellschaftsstruktur in Deutschland widerspiegeln soll, hauptsächlich Akademiker, bevorzugt mir juristischem Hintergrund während "Praktiker" meist das Nachsehen haben?
"Und diejenigen, die den Betrieben übrig bleiben, machen ihnen oft nicht viel Freude."
"Und diejenigen, die den Betrieben übrig bleiben, machen ihnen oft nicht viel Freude."
Das beruht wohl auf Gegenseitigkeit.
Sie übersehen hier meiner Meinung nach etwas:
Eine Ausbildung wird im Regelfall sehr viel früher als ein Studium begonnen und viele Auszubildene leben bei ihrer Familie oder können zumindest in der Nähe ihres Heimatorts bleiben. Das gilt nicht für alle, aber für viele.
Und dann sind 400 € "extra" gar nicht so wenig.
Studenten sind meist älter und bekommen erstmal gar nichts. Bafög ist auch nicht sooo viel, wenn man davon Miete zahlen muss. Es reicht, man kann damit auskommen, aber es bleibt wenig "extra".
Zu dem Zeitpunkt, wo im Durchschnitt ein Studium begonnen wird, ih schätze mal 19,5 Jahre, arbeitet der Auszubildende schon in seinem Beruf, wenn alles gut läuft.
Was also die Lehrjahre betrifft, stehen Auszubildene, die überhaupt etwas bekommen, (im Sozialbereich zum Beispiel bekommen viele gar nchts) finanzielle im Durchschnitt nicht schlechter da, als Studenten, eher besser.
Was danach passiert, hängt sehr von der Berufswahl ab und steht erstmal auf einem anderen Blatt.
Aber pauschale Aussagen sind relativ schwierig.
Und genau das ist der Grund, warum ich persönlich jedem von einer Ausbildung abrate und ein Studium empfehle.
Meine Ausbildung (im IT Bereich) bei einer eigentlich grundsoliden Firma war eine reine Katastrophe. Das erste Lehrjahr (Leerjahr passt eigentlich besser...) war komplett verschwendet mit komplett fachfremden Tätigkeiten, irgendwo in einer hässlichen Werkstatt, in einem hässlichen Industriegebiet mit völlig verblödeten Vorgesetzten die von dem, was ich eigentlich lernen sollte, keinen blassen Schimmer hatten. Meinen Ausbilder (der im Arbeitsvertrag stand) kannte ich gar nicht (ich hatte damals auch 0 Ahnung wie eine duale Ausbildung abläuft).
Danach ging die Firma bzw. die Abteilung zum Glück pleite und ich kam in eine andere Abteilung, die tatsächlich was mit IT zu tun hatte. Da wurde ich aber auch nicht gebraucht eigentlich, also hab ich halt den Rest der Zeit abgesessen. Gelernt hab ich trotzdem was und der Abschluss war auch ok, aber Lehrjahre sind wahrlich keine Herrenjahre. Im Vergleich zum Studium ist das ein Witz: 24h Woche, ein Semester geht maximal 3 Monate, fremde Stadt, neue Leute, Donnerstagabend ist Partytag weil Freitags eh kaum Vorlesungen sind - wer ist da schon so blöd und macht ne Ausbildung. Zumal meine Ausbildung noch halbwegs 'gehoben' war, ich saß im Büro und nicht in einer Autowerkstatt oder als Elektriker am Bau. Da ist das Azubidasein ja ein Alptraum.
Die Sache ist recht simpel: In sehr vielen Betrieben bekommen nur Studierte Aufstiegschancen, schließlich ist der Chef studiert und möchte seinesgleichen um sich herum sehen...
Etliche Nichtstudierte machen ein Fernstudium nach, nur um befördert werden zu können.
Trotzdem kann ich dem Artikel nicht zustimmen, denn seine Kernaussage lässt sich auch zusammenfassen mit "Die Universität ist gefälligst der Elfenbeinturm der höheren Söhne und Töchter, Habenichtse, die vom Erlernten leben müssen, sollen zur FH gehen". Das kann kein sinnvoller Ansatz sein. Mit gutem Grund werden Ärzte, Richter, Lehrer und Chemiker etwa an Universitäten ausgebildet. Freilich ist die Tenedenz zu Und-Studiengängen ("Gender ud Wirtschaft" o.ä.) oder Lifestyle-Studien ("Irgendwas mit Medien" etc.) sicher nicht Aufgabe der Universität.
Aber die Trennung zwischen Praktischem und Theoretischen wiederum ist eine typisch deutsche Eigenart:
Thales von Milet betrieb eine Ölmühle, James Clark Maxwell beschäftigte sich mit Dampfmaschinen, Archimedes entwickelte Kriegsgerät, Galileo Galilei verbesserte Ferngläser, Carl-Friedrich Gauss befasste sich mit Landvermessung,... - dies Alles ist - außer für die Schule der Pythagoräer im Altertum und für deutsche geisteswissenschaftliche Hochschullehrer des 19. und 20. Jahrhunderts Nicht Ehrenrühriges.
"Und diejenigen, die den Betrieben übrig bleiben, machen ihnen oft nicht viel Freude."
Das beruht wohl auf Gegenseitigkeit.
Sie übersehen hier meiner Meinung nach etwas:
Eine Ausbildung wird im Regelfall sehr viel früher als ein Studium begonnen und viele Auszubildene leben bei ihrer Familie oder können zumindest in der Nähe ihres Heimatorts bleiben. Das gilt nicht für alle, aber für viele.
Und dann sind 400 € "extra" gar nicht so wenig.
Studenten sind meist älter und bekommen erstmal gar nichts. Bafög ist auch nicht sooo viel, wenn man davon Miete zahlen muss. Es reicht, man kann damit auskommen, aber es bleibt wenig "extra".
Zu dem Zeitpunkt, wo im Durchschnitt ein Studium begonnen wird, ih schätze mal 19,5 Jahre, arbeitet der Auszubildende schon in seinem Beruf, wenn alles gut läuft.
Was also die Lehrjahre betrifft, stehen Auszubildene, die überhaupt etwas bekommen, (im Sozialbereich zum Beispiel bekommen viele gar nchts) finanzielle im Durchschnitt nicht schlechter da, als Studenten, eher besser.
Was danach passiert, hängt sehr von der Berufswahl ab und steht erstmal auf einem anderen Blatt.
Aber pauschale Aussagen sind relativ schwierig.
Und genau das ist der Grund, warum ich persönlich jedem von einer Ausbildung abrate und ein Studium empfehle.
Meine Ausbildung (im IT Bereich) bei einer eigentlich grundsoliden Firma war eine reine Katastrophe. Das erste Lehrjahr (Leerjahr passt eigentlich besser...) war komplett verschwendet mit komplett fachfremden Tätigkeiten, irgendwo in einer hässlichen Werkstatt, in einem hässlichen Industriegebiet mit völlig verblödeten Vorgesetzten die von dem, was ich eigentlich lernen sollte, keinen blassen Schimmer hatten. Meinen Ausbilder (der im Arbeitsvertrag stand) kannte ich gar nicht (ich hatte damals auch 0 Ahnung wie eine duale Ausbildung abläuft).
Danach ging die Firma bzw. die Abteilung zum Glück pleite und ich kam in eine andere Abteilung, die tatsächlich was mit IT zu tun hatte. Da wurde ich aber auch nicht gebraucht eigentlich, also hab ich halt den Rest der Zeit abgesessen. Gelernt hab ich trotzdem was und der Abschluss war auch ok, aber Lehrjahre sind wahrlich keine Herrenjahre. Im Vergleich zum Studium ist das ein Witz: 24h Woche, ein Semester geht maximal 3 Monate, fremde Stadt, neue Leute, Donnerstagabend ist Partytag weil Freitags eh kaum Vorlesungen sind - wer ist da schon so blöd und macht ne Ausbildung. Zumal meine Ausbildung noch halbwegs 'gehoben' war, ich saß im Büro und nicht in einer Autowerkstatt oder als Elektriker am Bau. Da ist das Azubidasein ja ein Alptraum.
Die Sache ist recht simpel: In sehr vielen Betrieben bekommen nur Studierte Aufstiegschancen, schließlich ist der Chef studiert und möchte seinesgleichen um sich herum sehen...
Etliche Nichtstudierte machen ein Fernstudium nach, nur um befördert werden zu können.
Trotzdem kann ich dem Artikel nicht zustimmen, denn seine Kernaussage lässt sich auch zusammenfassen mit "Die Universität ist gefälligst der Elfenbeinturm der höheren Söhne und Töchter, Habenichtse, die vom Erlernten leben müssen, sollen zur FH gehen". Das kann kein sinnvoller Ansatz sein. Mit gutem Grund werden Ärzte, Richter, Lehrer und Chemiker etwa an Universitäten ausgebildet. Freilich ist die Tenedenz zu Und-Studiengängen ("Gender ud Wirtschaft" o.ä.) oder Lifestyle-Studien ("Irgendwas mit Medien" etc.) sicher nicht Aufgabe der Universität.
Aber die Trennung zwischen Praktischem und Theoretischen wiederum ist eine typisch deutsche Eigenart:
Thales von Milet betrieb eine Ölmühle, James Clark Maxwell beschäftigte sich mit Dampfmaschinen, Archimedes entwickelte Kriegsgerät, Galileo Galilei verbesserte Ferngläser, Carl-Friedrich Gauss befasste sich mit Landvermessung,... - dies Alles ist - außer für die Schule der Pythagoräer im Altertum und für deutsche geisteswissenschaftliche Hochschullehrer des 19. und 20. Jahrhunderts Nicht Ehrenrühriges.
"Und diejenigen, die den Betrieben übrig bleiben, machen ihnen oft nicht viel Freude."
Das beruht wohl auf Gegenseitigkeit.
"Das beruht wohl auf Gegenseitigkeit" weil die Betriebe sich doch sehr unterschiedlich darstellen. Es ist schon ein sehr großer Unterschied, ob ich in einen Eigentümer geführten Handwerksbetrieb beschäftigt bin, oder in einem mehr oder weniger anonymen Großkonzern. Hier sind die Kulturen doch sehr verschieden. Was meiner Meinung nach sehr zu wünschen übrig lässt, ist die gesellschaftliche Anerkennung mancher "einfachen" Berufe, wie Krankenpfleger, Kindergärtnerin, sogar Lehrer, bekommen heutzutage nicht die ihnen gebührende Anerkennung. Von den Handwerksberufen ganz zu schweigen!!! Hier wäre ein Betätigungsfeld, gerade für Politiker, dies zu ändern, indem man öfter mal fragen würde, was wir ohne unsere Handwerker den wären, bzw. machen würden? Richtig! Nichts! Nur ist dies so selbstverständlich, nach dem Motto, was wollen die denn, wir bezahlen sie doch viel zu teuer!!! Aber was soll's uns geht es gut un gut is! Oder?
"Das beruht wohl auf Gegenseitigkeit" weil die Betriebe sich doch sehr unterschiedlich darstellen. Es ist schon ein sehr großer Unterschied, ob ich in einen Eigentümer geführten Handwerksbetrieb beschäftigt bin, oder in einem mehr oder weniger anonymen Großkonzern. Hier sind die Kulturen doch sehr verschieden. Was meiner Meinung nach sehr zu wünschen übrig lässt, ist die gesellschaftliche Anerkennung mancher "einfachen" Berufe, wie Krankenpfleger, Kindergärtnerin, sogar Lehrer, bekommen heutzutage nicht die ihnen gebührende Anerkennung. Von den Handwerksberufen ganz zu schweigen!!! Hier wäre ein Betätigungsfeld, gerade für Politiker, dies zu ändern, indem man öfter mal fragen würde, was wir ohne unsere Handwerker den wären, bzw. machen würden? Richtig! Nichts! Nur ist dies so selbstverständlich, nach dem Motto, was wollen die denn, wir bezahlen sie doch viel zu teuer!!! Aber was soll's uns geht es gut un gut is! Oder?
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