Ausländische StudierendeZielmarke 10 Prozent fast erreicht

Die aktuelle Studie "Wissenschaft weltoffen" belegt starken Anstieg von Ausländern an deutschen Hochschulen von redaktion

"Die zehn Prozent sind fast erreicht", sagte DAAD-Generalsekretär Dr. Christian Bode bei der Vorstellung der Studie "Wissenschaft weltoffen" in Berlin. Mit 180.306 ausländischen Studierenden im Jahr 2004 liegt deren Anteil an der Gesamtzahl jetzt bei 8,9 Prozent. Das erklärte Ziel der Bundesregierung sind zehn Prozent Ausländer an deutschen Hochschulen.

Der DAAD legt die Daten zur Internationalität von Studium und Forschung in Deutschland bereits zum fünften Mal vor. Die vom Hochschul-Informations-System Hannover (HIS), erstellte Studie, die zweisprachig in Deutsch und Englisch erscheint, konzentriert sich bei den Angaben zu den Studierenden auf die so genannten Bildungsausländer, die von Schulen im Ausland nach Deutschland kommen. Deren Zahl hat 2004 im Vergleich zum Vorjahr um 10,5 Prozent zugenommen. Überdurchschnittlich hoch ist dabei – mit Blick auf die regionale Herkunft – der Zuwachs der Studierenden aus Asien (16,8 Prozent).

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Rekord der Chinesen

Über die Hälfte der ausländischen Studierenden kommt aus Europa. Von den rund 93.900 europäischen Studierenden waren 2004 mehr als 56.000 Osteuropäer. Ihre Zahl nimmt deutlich zu, während die der Westeuropäer stagniert. Knapp ein Drittel aller Ausländer kommt aus Asien (55.425), ein Zehntel aus Afrika (20.322) und ein Zwanzigstel aus Amerika (9.834). Die größten nationalen Gruppen stellen die Chinesen (24.095), die Polen (11.588) und die Bulgaren (11.586).

Interesse am Bachelor steigt

Immer mehr ausländische Studierende interessieren sich für ein Studium an Fachhochschulen. Ihre Zahl ist 2004 im Vergleich zum Vorjahr um 19,1 Prozent gestiegen, an den Universitäten waren es neun Prozent. Auch die Zahl der Ausländer, die sich für die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge einschreiben, wächst. So haben sich im vorigen Jahr 2.352 Ausländer für ein Studium mit Bachelor-Abschluss an einer deutschen Fachhochschule entschieden, im Jahr 2003 waren dies noch 878. Das ist eine Steigerung von 64,6 Prozent.

Ausländische Studierende entscheiden sich am häufigsten für die Fächergruppen Sprach- und Kulturwissenschaften – hier mit deutlicher Priorität auf der Germanistik –, gefolgt von den Rechts- Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Mathematik/Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften. 5,4 Prozent aller Hochschulabsolventen sind Ausländer.

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