Die Hochschulen entdecken die Eignungstests. Müssen Studenten nun damit rechnen, schon für den Studienplatz ins Assessment Center zu müssen? Welche Art von Tests kommen am häufigsten vor? Wie bewerten Studenten das Getestetwerden? Für ZEIT CAMPUS hat das Hochschul-Informations-System in Hannover (HIS) über sein Online-Panel HISBUS Studenten zu ihren Testerfahrungen befragt.

Mehr als ein Viertel der Studenten hat schon ein- oder mehrmals an Eignungstests oder Auswahlgesprächen teilgenommen. Der Klassiker unter den Tests ist auch der Spitzenreiter: 44 Prozent der Getesteten haben einen Fremdsprachentest absolviert. 25 Prozent mussten in einem Auswahlgespräch für sich werben, 20 Prozent haben an einem schriftlichen oder praktischen Eignungstest teilgenommen.

Am häufigsten ging es bei den Tests ums Reinkommen. 37 Prozent der Getesteten mussten ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, um den gewünschten Studienplatz zu ergattern. Fürs Rauskommen mussten manche ebenfalls in die Prüfung: Über 20 Prozent der Getesteten gaben an, der Test habe im Zusammenhang mit einem Auslandsaufenthalt gestanden. Immerhin 14 Prozent wurden für einen Praktikumsplatz getestet und 10 Prozent, weil sie ein Stipendium haben wollten.

Unter den Getesteten haben die Kulturwissenschaftler, Wirtschaftswissenschaftler und Mediziner überdurchschnittlich häufig gleich mehrfach an Tests teilgenommen. Unterdurchschnittlich oft ist dies bei den Juristen, den Mathematikern und Naturwissenschaftlern sowie bei den Agrarwissenschaftlern der Fall. In den Kulturwissenschaften ist die Gruppe derer besonders groß, die bereits mehrfach an Eignungstests teilgenommen haben.

Etwa die Hälfte der Studenten findet Eignungstests sehr geeignet zur Auswahl geeigneter Bewerber, ebenfalls etwa die Hälfte ist der Ansicht, dass Tests bei der Selbsteinschätzung helfen. Ein Viertel ist der Ansicht, dass Eignungstests unverhältnismäßig viel Zeit für die Vorbereitung erfordern. 14 Prozent finden, dass die Anforderungen von Eignungstests zu hoch sind.