Österreichische Unis Deutsche Studenten sollen Geld mitbringenSeite 2/2
ZEIT ONLINE: Wo soll das Geld herkommen?
Töchterle: Wir können schon den österreichischen Staat bitten, dass er uns mehr Geld gibt. Aber das ist in diesen Zeiten schwierig. Außerdem haben wir natürlich ein Argumentationsproblem gegenüber dem Steuerzahler, wenn der Ausbau vor allem dazu dient, Studenten aus Deutschland aufzunehmen. Ein andere Möglichkeit ist eben zu sagen: "Liebes Deutschland, Du schickst uns Studenten, dann gib uns doch auch bitte das Geld, damit wir sie gut betreuen können." Damit können wir dann Räume anmieten, Labore bauen und Professoren anstellen.
ZEIT ONLINE: Österreich hat die Studiengebühren ja kürzlich abgeschafft. Ist das das Hauptproblem?
Töchterle: Bundeswissenschaftsminister Johannes Hahn würde sie gerne wieder einführen und hat dabei auch meine Unterstützung. Es ist aber nicht in Sicht, dass Österreich die Gebühren wieder einführt. Wir haben eigentlich nur die Möglichkeit, unsere Rahmenbedingungen an die der Länder um uns herum anzupassen, also Studiengebühren und Aufnahmeregelungen einzuführen. Dass sich alle anderen Länder uns anpassen, ist nicht realistisch.
Karlheinz Töchterle ist Rektor der Uni Innsbruck
Die Fragen stellte Meike Fries
- Datum 14.10.2009 - 15:03 Uhr
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Meine Tochter studiert Psychologie in Klagenfurt. Die dortigen Bedingungen sind, vorsichtig formuliert, eklatant besser als in Deutschland. Ja, sorgar erheblich besser als in den Niederlanden.
Weniger Druck. Motiviertere StudentInnen. Kürzere Studienzeiten.
Und die Spitzen (auch deutscher WissenschaftlerInnen).
Ja, auch keine Studiengebühren. Nach dem Studieren Schuldenfreiheit.
Mein Kompliment nach Österreich!
Ein lieber Gruß aus dem (früheren Land der Dichter und Denker).
Von Ihnen könnte man hier lernen. Dann gingen auch weniger Menschen zu Ihnen. Aber das wär doch eine vertahene Chance für Sie. Auf Ihrem Weg werden Sie vorbei an Anderen ein führender Standort von Forschung und Lehre. Das merkt dann auch Ihre Volkswirtschft.
Deshalb meine Bitte: Bleiben Sie selbstbewußt! Machen Sie nicht zu, sondern weiter. Wir Deutsche schlafen an dieser Stelle warscheinlich weiter.
Ich habe den zweiten Teil Ihres Kommentares vorsichtig formuliert, nicht verstanden. Was sollen wir aus den Studium Ihrer Tochter volkswirtschaftlich lernen?
Deshalb meine Bitte: Achten Sie etwas mehr auf Orthographie, formulieren Sie klarer.
Klarer Kopf = klare Gedanken
Ich habe den zweiten Teil Ihres Kommentares vorsichtig formuliert, nicht verstanden. Was sollen wir aus den Studium Ihrer Tochter volkswirtschaftlich lernen?
Deshalb meine Bitte: Achten Sie etwas mehr auf Orthographie, formulieren Sie klarer.
Klarer Kopf = klare Gedanken
Ich habe den zweiten Teil Ihres Kommentares vorsichtig formuliert, nicht verstanden. Was sollen wir aus den Studium Ihrer Tochter volkswirtschaftlich lernen?
Deshalb meine Bitte: Achten Sie etwas mehr auf Orthographie, formulieren Sie klarer.
Klarer Kopf = klare Gedanken
Ein ziemlich unverschämtes Interview! Österreich hat insg. 7,2 Mill. Einwohner, Deutschland an die 80. Wie stellt sich Frau Fries vor, dass angesichts dieser Relation der Zustrom deutscher Studenten bewältigt werden kann? Viele Deutsche wollen in Österreich Medizin studieren, weil es dort (vernünftigerweise, denn Abi-Noten sind nicht aussagekräfitg für die Eignung zum Arzt)) keinen Numerus-clausus für diese Fach gibt. Dieses Problem sollte doch leicht nachzuvollziehen sein - sogar für die "Zeit". Ich hoffe, die österreichischen Universitäten nehmen Gebühren, und zwar ordentliche, sonst können sie unter diesen Bedingungen die Qualität der Lehre weder für die eigenen noch für fremde Studierende garantieren.
Der Hund liegt woanders begraben.
Wieso ist es in Österreich möglich als deutscher Student das Wunschfach zu studieren und im eigenen Lande nicht?
Deutschland sollte so schnell wie möglich die Aufnahmeregulationen für das Studium ändern. Aber da deutschen Staatsbürgern nicht ermöglicht wird, im eigenen Land zu studieren muss es z.T. der Österreichische Steuerzahler ausbaden. Die Abiturnote liefert keine Aussage darüber, ob man für ein bestimmtes Studium geeignet ist oder nicht.
Jedem/r sollte es möglich sein das zu studieren was er/sie will!
Danke Österreich! Hier kann ich studieren was ich will! Hier bekomme ich die Möglichkeit mich nach meinen Interessen zu entwickeln und zu bilden: zu lernen was ein reflektiertes Verhältnis zu sich zu anderen und zur Welt bedeutet. Kurz: Mensch zu sein!
Das Problem liegt doch eindeutig bei den Herren Politikern mit ihren schlauen Ideen - die Kapazitäten an Professoren MÜSSEN einfach erhöht werden, aber nicht auf Kosten der ausländischen Studierenden. Vielleicht sollte auch mal bedacht werden, dass ein deutscher Student, der hier solange sein Studium dauert im Schnitt 4 Jahre verbringt, der österreichischen Wirtschaft gut tut: es wird konsumiert, fortgegangen und gewohnt - das kostet ja auch. Insofern bringen die Deutschen ja Geld mit...das Problem ist einfach das österr. Unisystem...bzw. die Politik, die immer nur groß redet, aber keine effizienten Lösungen liefert...
Österreich und Deutschland stellen sich gegenseitig jeweils die selbe Anzahl an Studienplätzen für das andere Land zur Verfügung.
Dem jeweiligen Steuerzahlen entstünde kein wesentlicher Nachteil.
Eine Ausgleichszahlung Deutschlands an Österreich für die steigende Anzahl Studenten ist aus meiner Sicht unsinnig, da man dann die Studienplätze im eigenen Land zur Verfügung stellen und finanzieren könnte.
Ich bin auch der Meinung, dass man die Anzahl der aus Deutschland kommenden Studierenden begrenzen sollte, anstatt nur von ihnen Studiengebühren zu verlangen. Wenn dann gleiches Recht für alle.
Falls Sie wissen wollen wie Studierende in Österreich über die verschiedene Studiengänge denken, schauen Sie auf www.easydegree.at
Liebe Grüße
Ein österreichischer Student
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