Bundesweiter BildungsprotestGegen Leistungsdruck und Studiengebühren

Sie wehren sich gegen Fremdbestimmung und Anwesenheitspflicht: Deutschlandweit haben Studierende für Bildungsreformen demonstriert. Offen ist, wie weit die Kraft reicht.

"Mein Studium gehört mir": Studierende der Alice-Salomon-Fachhochschule zogen protestierend durch die Bundeshauptstadt

Encarnizado meint, es ganz genau zu wissen: "Bundesweit BIS JETZT ca 82.650 Menschen auf der Straße! Allein in Berlin 25.000.", sendet er via Twitter. Baschti030 will "rund 12.000 Demonstrierende vor dem Roten Rathaus in Berlin" gesehen haben. Die eher konservativ zählende Polizei ging hier von nur 6000 Protestierern aus, die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte. In Wiesbaden ist von 8000 demonstrierenden Studenten die Rede, in München, Frankfurt und Düsseldorf von je 5000. Auch in Köln, Heidelberg und Freiburg gingen Studierende auf die Straße.

Im Kampf gegen Leistungsdruck, überfrachtete Studienpläne, Studiengebühren und vor allem die Neuordnung an den Unis durch die Bachelor- und Masters-Studiengänge sind die Zahlen im Moment das vermeintlich stärkste Argument der Studenten: Sind sie viele, wird ihr Protest eher ernst genommen. Durch ihren Bildungsstreik vom Sommer nahmen sie den Wissenschaftsministern zumindest das Versprechen ab, das Bachelor- und Masterstudium zu überarbeiten und vor allem die derzeitige Regelstudienzeit für den Bachelor von sechs Monaten zu verlängern. Selbst Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) räumte damals "handwerkliche Fehler" bei der Einführung der neuen Studiengänge ein – das fällt ihr leicht, denn die Hochschulen unterstehen den Bundesländern. "Geändert hat sich seitdem wenig", resümiert allerdings vor dem Berliner Roten Rathaus eine Sozialarbeitsstudentin der Freien Universität.

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Deutschlands Studierende nehmen deshalb nun einen zweiten Anlauf, mit vielfältigen Protestaktionen Verbesserungen ihrer Lernbedingungen zu erreichen. In Berlin gingen sie vor allem mit Ironie zu Werke: "Fingerabdruck – für noch infantilere Anwesenheitskontrollen" fordern die einen auf einem Transparent, "Leere Köpfe nicken leichter" konstatieren sarkastisch andere. In einem vielfarbigen Zug drängen sich die Protestierer durch die Innenstadt Richtung Brandenburger Tor. Studierende Eltern haben ihre Kleinkinder dabei – auf dem Rücken oder im Fahrradanhänger.

"Bildung für alle, und zwar sofort" ist der Schlachtruf, den die etwa 1000 Demonstranten in Düsseldorf bei ihrem Marsch durch die Innenstadt skandieren. Sie recken Plakate "Wir sehen schwarz" oder "Wieso, weshalb, warum - wer nicht zahlt, bleibt dumm" in die Höhe. Auf dem Würzburger Marktplatz inszenieren Studenten eine Beerdigung: "Wir trauern um die freie Bildung", steht auf dem Sarg, den sie symbolisch durch die Stadt schleppen.

Auch in anderen europäischen Ländern gingen Studenten auf die Straßen. Tausende protestierten in Italien gegen eine umstrittene Reform, die 130.000 Stellen an Hochschulen kosten soll. Die Ausdrucksformen sind vielfältig, aber letztlich geht es den jungen Leuten um das Gleiche: ihre Zukunftschancen.

"Mein Studium gehört mir" steht auf der tiefblauen Stoffbahn, die Studierende der Berliner Alice-Salomon-Hochschule für Sozialarbeit vor sich hertragen. Sie demonstrieren für "Mitbestimmung statt Verschulung" des Studiums und gegen den Numerus clausus. Eine der angehenden Sozialarbeiterinnen überwand diese Hürde trotz guter Leistungen und Auslandsjahr in einem italienischen Behindertenheim nur, indem sie sich einklagte. "Ich will Sozialarbeit studieren. Doch meine Leistungen werden nach meiner Mathenote beurteilt", entrüstet sich die Erstsemestlerin. Als Fachabiturientin habe sie in ihrem Studienfach bundesweit kaum eine Chance gehabt. "Denn verlangt wird ein NC wie für ein Medizinstudium."

Seitdem die Studenten den zentralen Hörsaal ihrer Hochschule besetzt haben, hat die junge Frau fast jede Nacht im Audimax geschlafen und den Protest mitorganisiert. Offen ist jedoch, wie lange die Kraft auch über den heutigen Aktionstag hinaus reicht. Denn nur ein Bruchteil der Studierenden unterbricht den Unialltag für die Protestversammlungen, Plakate malen und Demonstrationen. "Viele sitzen nur zu Hause und solidarisieren sich nicht", klagt die 22-Jährige. "Politisches Engagement schreckt viele ab." Auch die Angst vor gewaltsamer Räumung macht sich breit oder vor Bußgeldern, wie sie die Polizei vor Monaten gegen Demonstranten in Düsseldorf verhängte. Kommilitone Roman Korrmann ist zuversichtlicher: "Nächste Woche geht es auf jeden Fall weiter", habe das tägliche Plenum der Fachhochschule beschlossen. Für die nächsten Tage plane man neue, kleinere Aktionen, um die "Themen in die Öffentlichkeit zu tragen", sagt der 28-Jährige. Gedacht sei an "aktive Seminare" wie etwa Vorlesungen in der S-Bahn.

Reaktionen blieben am Dienstag rar: Der Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, der mecklenburg-vorpommersche Bildungsminister Henry Tesch (CDU), schob den Hochschulen die Verantwortung zu. Die müssten die bereits beschlossene Reform der Studienreform umsetzen. Doch am 10. Dezember sollen die Kultusminister "nachsitzen": Mehrere Studentengruppen wollen deren Tagung in Bonn so lange blockieren, bis sie die Hochschul-Leitungen von Änderungen in den Bachelor-Studiengängen überzeugt haben.


 

 
Leserkommentare
  1. Ich wünsche den Leuten die Kraft sich durchzusetzen. Die Probleme sind vielfältig. Doch das Wichtigste ist eine ordentliche Umsetzung der Bologna Reform, die von der Idee her nicht unbedingt schlecht ist. Es muss nur sichergestellt sein, dass es studierbar ist und für jeden auch ein Masterplatz vorhanden sein wird, insofern er benötigt wird. Es macht keinen Sinn die Bildungsinhalte in einen Schweinetrog zu füllen, die armen Säue zu Mästen und darauf zu hoffen, dass die hälfte platzt. Der Schuss geht nach hinten los. Und wir brauchen mehr Akademiker, da in Zukunft die einfacheren Arbeitsplätze immer weniger werden. Das ist unsere einzige Chance in einer globalisierten Welt. Und damit könnte sich die Opposition stark machen und profilieren. (Wo sind die eigentlich)? Bildung ist ein Thema der Politik! 2 Millionen Studierende sind zwar eine kleine Wählerschaft, doch die haben alle Eltern und Freunde. Na wartet nur wenn die uns veräppeln, dann gibts Abwahl in vier Jahren!

    • wp
    • 17.11.2009 um 17:16 Uhr

    Alles kostenlos und die Bedingungen machen die Nutznießer und nicht die, die die Mittel zur Verfügung stellen. So stellt sich das wohl der demostrierende Student vor. Das "Ich zuerst" sollte auf den Plakaten stehen, denn das ist es was sie wollen: "Alles für mich und wo das Geld herkommt ist mir egal". Natürlich Parties inklusive. Wie sagte eine Studentin mal? "Die Studienzeit soll doch die beste Zeit im Leben sein". Mit anderen Worten, es geht nicht ums lernen, sondern ums feiern. Und da ist Leistungsdruck natürlich hinderlich. Und wenn diese Wohlfahrtsstudenten fertig studiert und einen Job haben, dann tun sie alles, um Steuern zu sparen. Dann ist es vorbei mit der Sozialromantik und dem Hang zur Solidarität. Studenten sind die wahren Egoisten.

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    Den Kommentar von dem Herrn wp empfinde ich als eine bodenlose Frechheit.
    Ich bin heute auf die Straße gegangen, um für die Leute zu demonstrieren, die es sich nicht leisten können zu studieren. Ich bin auf die Straße gegangen, weil viele Schüler, die in der Grundschule schlechte Leistungen gezeigt haben, nicht mehr die Chance bekommen, der Hauptschule zu entkommen und ein Abitur zu machen. Ich bin auf die Straße gegangen, weil das Thema Bildung in der Politik erst nach vielen anderen Dingen auftaucht. Mit dem vielen Geld das zu den Banken und in die Rüstung geflossen ist, hätte man wirklich besseres erledigen können.
    Das zum Thema Egoismus.

    Danke für die Aufmerksamkeit.

    [entfernt aufgrund von pauschalisierendem Inhalt. Die Redaktion/vv]

    Sehr geehrter Herr wp,

    ihren Kommentar zum Wohlfühlstudenten empfinde ich als schlag ins Gesicht. Als Studierender einer Ingenieurswissenschaft wird vorausgesetzt das man etwa 56 Stunden pro Woche für das Studium einsetzt damit man durchkommt, gute Noten sind da noch nicht drin. Zu dem sollen wir noch ehrenamtlich soziale oder politische Aufgaben erfüllen und wenn das BaFöG/Elterliche Unterstützung nicht reicht auch noch Jobben gehen. Die meisten meiner Kommilitonen und ich bringen die nötige Leistung gerne weil wir Interesse am Fach haben und uns auf einen spannenden Beruf nach dem Studium freuen. Dabei sind wir auch zu einem großen Teil gewillt beruflich wie gesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen, aber solche Kommentare wie der von Ihnen stellen in Frage ob man sich das in einer solch unsozialen Gesellschaft noch antun soll.
    Bezüglich "Schönste Zeit des Lebens" Ja das sollte das Studium sein, auch wenn es über Ihren Horizont hinaus geht, nicht nur Feiern ist eine schöne Zeit. Das was das Studium ausmachen sollte ist, dass man sich selber bildet, dass man an etwas arbeitet, dass man Erfolge hat ohne Konkurrenzdruck und, dass man seinen geistigen Horizont erweitert. Wer heute noch vom Wohlfühlstudenten spricht weiß nicht was an deutschen Hochschulen passiert. Ich würde mich freuen wenn Sie mal zwei Wochen den Alltag eines Elektrotechnik Studenten mitmachen würden, danach bräuchten Sie vermutlich erstmal Urlaub.

    beste Grüße
    MarcusH

    Den Kommentar von dem Herrn wp empfinde ich als eine bodenlose Frechheit.
    Ich bin heute auf die Straße gegangen, um für die Leute zu demonstrieren, die es sich nicht leisten können zu studieren. Ich bin auf die Straße gegangen, weil viele Schüler, die in der Grundschule schlechte Leistungen gezeigt haben, nicht mehr die Chance bekommen, der Hauptschule zu entkommen und ein Abitur zu machen. Ich bin auf die Straße gegangen, weil das Thema Bildung in der Politik erst nach vielen anderen Dingen auftaucht. Mit dem vielen Geld das zu den Banken und in die Rüstung geflossen ist, hätte man wirklich besseres erledigen können.
    Das zum Thema Egoismus.

    Danke für die Aufmerksamkeit.

    [entfernt aufgrund von pauschalisierendem Inhalt. Die Redaktion/vv]

    Sehr geehrter Herr wp,

    ihren Kommentar zum Wohlfühlstudenten empfinde ich als schlag ins Gesicht. Als Studierender einer Ingenieurswissenschaft wird vorausgesetzt das man etwa 56 Stunden pro Woche für das Studium einsetzt damit man durchkommt, gute Noten sind da noch nicht drin. Zu dem sollen wir noch ehrenamtlich soziale oder politische Aufgaben erfüllen und wenn das BaFöG/Elterliche Unterstützung nicht reicht auch noch Jobben gehen. Die meisten meiner Kommilitonen und ich bringen die nötige Leistung gerne weil wir Interesse am Fach haben und uns auf einen spannenden Beruf nach dem Studium freuen. Dabei sind wir auch zu einem großen Teil gewillt beruflich wie gesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen, aber solche Kommentare wie der von Ihnen stellen in Frage ob man sich das in einer solch unsozialen Gesellschaft noch antun soll.
    Bezüglich "Schönste Zeit des Lebens" Ja das sollte das Studium sein, auch wenn es über Ihren Horizont hinaus geht, nicht nur Feiern ist eine schöne Zeit. Das was das Studium ausmachen sollte ist, dass man sich selber bildet, dass man an etwas arbeitet, dass man Erfolge hat ohne Konkurrenzdruck und, dass man seinen geistigen Horizont erweitert. Wer heute noch vom Wohlfühlstudenten spricht weiß nicht was an deutschen Hochschulen passiert. Ich würde mich freuen wenn Sie mal zwei Wochen den Alltag eines Elektrotechnik Studenten mitmachen würden, danach bräuchten Sie vermutlich erstmal Urlaub.

    beste Grüße
    MarcusH

  2. 3.

    Den Kommentar von dem Herrn wp empfinde ich als eine bodenlose Frechheit.
    Ich bin heute auf die Straße gegangen, um für die Leute zu demonstrieren, die es sich nicht leisten können zu studieren. Ich bin auf die Straße gegangen, weil viele Schüler, die in der Grundschule schlechte Leistungen gezeigt haben, nicht mehr die Chance bekommen, der Hauptschule zu entkommen und ein Abitur zu machen. Ich bin auf die Straße gegangen, weil das Thema Bildung in der Politik erst nach vielen anderen Dingen auftaucht. Mit dem vielen Geld das zu den Banken und in die Rüstung geflossen ist, hätte man wirklich besseres erledigen können.
    Das zum Thema Egoismus.

    Danke für die Aufmerksamkeit.

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    • Medley
    • 17.11.2009 um 18:19 Uhr

    "Ich bin auf die Straße gegangen, weil viele Schüler, die in der Grundschule schlechte Leistungen gezeigt haben, nicht mehr die Chance bekommen, der Hauptschule zu entkommen und ein Abitur zu machen...."

    Wie kommen sie eigentlich darauf, dass Grundschüler, die von der 1sten bis zur 4ten Klasse schlechte Leistungen gezeigt hatten allesamt verhinderte Abiturienten wären? Vielleicht waren sie ja deshalb auf der Grundschule leistungsschwach weil sie leistungsschwach sind und ihre Begabungen nicht für die Realschule und das Gymnasium ausreich(t)en? Könnte ja sein, oder? Und überhaupt, in was für eine Welt wollen sie eigentlich leben? In einer in der alle Schüler Abituir machen und studieren? Alle? Und wer machte dann die Arbeiten, für die man kein Hochschulabschluß benötigt? Sicher nicht die dann für diese Berufe mehr als überqalifizierten Akademiker.

    "Mit dem vielen Geld das zu den Banken und in die Rüstung geflossen ist, hätte man wirklich besseres erledigen können."

    Unfug. Die Banken haben idR. NUR Bürgschaften aber kein Geld vom Staat erhalten(Von den abgewirtschafteten staatseigenen Landesbanken mal abgesehen) und über den Sinn oder Unsinn einer schlagkräftigen Landesverteidigung wollen sie sicher nicht diskutieren, richtig?!

    • Medley
    • 17.11.2009 um 18:19 Uhr

    "Ich bin auf die Straße gegangen, weil viele Schüler, die in der Grundschule schlechte Leistungen gezeigt haben, nicht mehr die Chance bekommen, der Hauptschule zu entkommen und ein Abitur zu machen...."

    Wie kommen sie eigentlich darauf, dass Grundschüler, die von der 1sten bis zur 4ten Klasse schlechte Leistungen gezeigt hatten allesamt verhinderte Abiturienten wären? Vielleicht waren sie ja deshalb auf der Grundschule leistungsschwach weil sie leistungsschwach sind und ihre Begabungen nicht für die Realschule und das Gymnasium ausreich(t)en? Könnte ja sein, oder? Und überhaupt, in was für eine Welt wollen sie eigentlich leben? In einer in der alle Schüler Abituir machen und studieren? Alle? Und wer machte dann die Arbeiten, für die man kein Hochschulabschluß benötigt? Sicher nicht die dann für diese Berufe mehr als überqalifizierten Akademiker.

    "Mit dem vielen Geld das zu den Banken und in die Rüstung geflossen ist, hätte man wirklich besseres erledigen können."

    Unfug. Die Banken haben idR. NUR Bürgschaften aber kein Geld vom Staat erhalten(Von den abgewirtschafteten staatseigenen Landesbanken mal abgesehen) und über den Sinn oder Unsinn einer schlagkräftigen Landesverteidigung wollen sie sicher nicht diskutieren, richtig?!

    • ribera
    • 17.11.2009 um 17:40 Uhr

    Aber gerne doch! Dann aber bitte selbstfinanziert und die realen Kosten bezahlen!
    Solange ich mit meinen Steuergeldern Infrastruktur, Lehre und Bafög finanziere, erwarte ich Anwesenheit,Anstrengungen und Leistungsnachweise für zügigen Studienfortschritt!
    Sicherlich berechtigte Kritik an der verkorksten Bolognareform ja - aber bitte ohne Lahmlegung des Studienbetriebes.
    Auftreten und Forderungen eines Teils der Protestierenden sind ein Schlag ins Gesicht eines jeden Quelle-Mitarbeiters, der mit seinen Steuern die Studierenden mitfinanzieren durfte. Der eine darf sich demnächst an HarzIV erfreuen und der andere fühlt sich schon durch Anwesenheitspflicht im Studium provoziert.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Vielleicht zahlt aber irgendein Student bald das HartzIV der Quelle Mitarbeiter? Und vielleicht findet der Quellemitarbeiter auch einen neuen Job? Und was hat überhaupt das eine mit dem anderen zu tun? Warum hätte der Quellemitarbeiter, solange er/sie das war nicht ein Studium finanzieren sollen?

    Und arme(r) wp Steuerzahler(in). Dank Deiner Steuergelder habe ich jetzt einen Job. Und von den Steuern die ich bezahle, finanziere ich gerne das Studium der jetzt Studierenden. Übrigens lieber das, als Millionen von Abwrackersatzfahrzeugen!

    Ist halt ein umgekehrter Generationenvertrag. Und mir ist es lieber es lässt sich jemand ein Jahr Zeit und orientiert sich während seines Studiums. Das verhindert vielleicht, dass viele Leute in so eine Art "Gehirnwäsche" wandern. Durch zu dichtes und Leistungsorientiertes Studieren hat man eben nicht mehr unbedingt die Chance das was man macht zu reflektieren. Das hemmt erstens die Produktion von frischen Ideen und zweitens kann es eine Generation von z.B. BWL, MBA Excellentabsolventen produzieren, die sich leider auf Grundlage des doktrinenhaft eineimpften Lehrstoffs total in etwas verennen, was dann als Finanzkrise und Wirtschaftskrise tituliert wird.

    Das Argument, Studenten sollten die Kosten selbst ganz oder teilweise tragen, weil sie die Nutznieser sind und der arme, einfache Arbeiter, Angestellte dafür nicht aufkommen sollte, ist schwachsinnig.
    Deutschlands Wohlstand beruht auf hochqualifizierten Arbeitskräften, d.h. auf Akademikern (ohne die Wichtigkeit von Kultur und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung damit in Abrede stellen zu wollen, natürlich zunächst auf Ingenieuren und Naturwissenschaftlern) und auf den Leuten, die dazu nötig sind, deren Ideen umzusetzen (also entsprechend gut ausgebildeten Facharbeitern). Dass auch diejenigen vergleichsweise gut verdienen oder sozialleistungen beziehen können, die nicht zu dieser Gruppe gehören, haben sie eben nur diesen, gut ausgebildeten Leuten zu verdanken. Nun ist das kein Grund zur Unterwürfigkeit, schließlich verdienen die ja auch ganz gut, aber es ist ein Grund, Bildung als Investition der Gesellschaft zu sehen, von der die gesammte Gesellschaft auch profitiert.
    Wenn jemand davon weniger profitiert als andere, dann in der Regel nur deshalb, weil er im Bildungssystem nicht die Chancen hatte, die andere hatten.

    irgendwie werde ich beim Lesen ihres Kommentars das Gefühl nicht los, dass sie sich überhaupt nicht mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Sie sollten sich vielleicht mal für einen Bachelorstudiengang einschreiben, oder wenn vorhanden eines ihrer Kinder. Was die Verwendung bzw. Verschwendung ihrer Steuermittel angeht, so wäre meine Empfehlung an sie sich doch mal ander Vorstand der HRE zu wenden, oder irgendeine der Landesbanken.
    Und wenn sie nicht wollen dass ihre Steuermittel demnächst fast komplett durch Hartz IV aufgefressen werden, so sollten sie sich tatsächlich mal ernsthafte Gedanken um die deutsche Bildungspolitik machen. Mit Rabulistik kommt man hier allerdings nicht sehr weit!

    Vielleicht zahlt aber irgendein Student bald das HartzIV der Quelle Mitarbeiter? Und vielleicht findet der Quellemitarbeiter auch einen neuen Job? Und was hat überhaupt das eine mit dem anderen zu tun? Warum hätte der Quellemitarbeiter, solange er/sie das war nicht ein Studium finanzieren sollen?

    Und arme(r) wp Steuerzahler(in). Dank Deiner Steuergelder habe ich jetzt einen Job. Und von den Steuern die ich bezahle, finanziere ich gerne das Studium der jetzt Studierenden. Übrigens lieber das, als Millionen von Abwrackersatzfahrzeugen!

    Ist halt ein umgekehrter Generationenvertrag. Und mir ist es lieber es lässt sich jemand ein Jahr Zeit und orientiert sich während seines Studiums. Das verhindert vielleicht, dass viele Leute in so eine Art "Gehirnwäsche" wandern. Durch zu dichtes und Leistungsorientiertes Studieren hat man eben nicht mehr unbedingt die Chance das was man macht zu reflektieren. Das hemmt erstens die Produktion von frischen Ideen und zweitens kann es eine Generation von z.B. BWL, MBA Excellentabsolventen produzieren, die sich leider auf Grundlage des doktrinenhaft eineimpften Lehrstoffs total in etwas verennen, was dann als Finanzkrise und Wirtschaftskrise tituliert wird.

    Das Argument, Studenten sollten die Kosten selbst ganz oder teilweise tragen, weil sie die Nutznieser sind und der arme, einfache Arbeiter, Angestellte dafür nicht aufkommen sollte, ist schwachsinnig.
    Deutschlands Wohlstand beruht auf hochqualifizierten Arbeitskräften, d.h. auf Akademikern (ohne die Wichtigkeit von Kultur und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung damit in Abrede stellen zu wollen, natürlich zunächst auf Ingenieuren und Naturwissenschaftlern) und auf den Leuten, die dazu nötig sind, deren Ideen umzusetzen (also entsprechend gut ausgebildeten Facharbeitern). Dass auch diejenigen vergleichsweise gut verdienen oder sozialleistungen beziehen können, die nicht zu dieser Gruppe gehören, haben sie eben nur diesen, gut ausgebildeten Leuten zu verdanken. Nun ist das kein Grund zur Unterwürfigkeit, schließlich verdienen die ja auch ganz gut, aber es ist ein Grund, Bildung als Investition der Gesellschaft zu sehen, von der die gesammte Gesellschaft auch profitiert.
    Wenn jemand davon weniger profitiert als andere, dann in der Regel nur deshalb, weil er im Bildungssystem nicht die Chancen hatte, die andere hatten.

    irgendwie werde ich beim Lesen ihres Kommentars das Gefühl nicht los, dass sie sich überhaupt nicht mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Sie sollten sich vielleicht mal für einen Bachelorstudiengang einschreiben, oder wenn vorhanden eines ihrer Kinder. Was die Verwendung bzw. Verschwendung ihrer Steuermittel angeht, so wäre meine Empfehlung an sie sich doch mal ander Vorstand der HRE zu wenden, oder irgendeine der Landesbanken.
    Und wenn sie nicht wollen dass ihre Steuermittel demnächst fast komplett durch Hartz IV aufgefressen werden, so sollten sie sich tatsächlich mal ernsthafte Gedanken um die deutsche Bildungspolitik machen. Mit Rabulistik kommt man hier allerdings nicht sehr weit!

    • TDU
    • 17.11.2009 um 17:45 Uhr

    Leistungsdruck ist m. E. kein Argument. Die Aussicht auf von vorneherein bessere Einstufung beim Gehalt sollte verdient werden. Und Studienabbrecher und Langzeitstudenten früherer Zeiten hätten vermztlich gerne mehr Druck und Verschulung gehabt.

    Bildung für alle ist, da das Humboltsche Ideal eh nicht gemeint ist, populistischer Blödsinn. (Es sollte endlich die polytechnische Schule nach DDR Art konzipiert werden.)

    Der Numerus Clausus sollte durch eine irgendwie geartete Eingangsprüfung ersetzt werden, wenn die Abiturnoten nicht ausreichen, aber der Bewerber Leistunsgbereitschaft und Interesse an dem Fachgebiet erkennen lässt.

    Wo meines Erachtens nach auch Handlungsbedarf besteht ist die Ausstattung des ganzen Apparats. Hier wären neue Modelle, die beim verschulten Stoff möglich sind, gefragt. Z. B. Fernveranstaltungen. Anwesenheitspflicht nur bei der Prüfung. Nicht jeder hat das Zeug zum Wissenschaftler, eine gute Ausbildung ist dennoch wichtig für die Gesellschaft und für den danach ausgeübten Beruf.

    Man hört auch die Lehre kommt zu kurz. Dann ist es erforderlich auch an der Uni stärker zwischen Lehre und Forschung zu trennen. Der elitäre Gedanke muss, wenn er nicht ausgerottet werden kann, sich im Fachwissen und Geeignetheit für die Forschung ergeben. Prüfungsergenisse allein können nicht ausschlaggebend sein.

    Für mich steht hier die Kreativität der Verantwortlichen im umgekehrten Verhältnis zur Ausbildung.

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    Ihre Einlassung ist nicht stichhaltig. Es ist völlig irrelevant auf diese Weise Verschwendung zu vermeiden.
    Wenn Studenten dabei ein schönes Leben haben, ist das eher zu begrüßen, denn zu verteufeln, weil angenehme Verhältnisse das lernen erleichtern und echte Leistung begünstigen. Am Ende geht es nur um das Ergebnis.
    Lange Studienzeiten kamen nicht zustande, weil die Studenten sich einen Lenz machten, häufig genug wurden sie dazu von Uni und Studium dazu gezwungen.
    Studium, wenn es was taugen soll, setzt Muße voraus, Muße zum nachdenken und diskutieren.
    Aktuell sehe ich ohnehin für die Meisten keinen Sinn im Studium, zu teuer, zu schlechte Ausbildung und am Ende im Kern am Bedarf vorbei. Lediglich die formalen Eintrittshürden in Beruf und Gewerbe, und die daran geknüpfte Verdiensteinstufung macht das Studieren attraktiv, mit einem Studium verdiente ich schon zu meiner Zeit glatt einen Tausender mehr, für die gleiche Arbeit, die ich vor dem Studium tätigte.

    H.

    Ihre Einlassung ist nicht stichhaltig. Es ist völlig irrelevant auf diese Weise Verschwendung zu vermeiden.
    Wenn Studenten dabei ein schönes Leben haben, ist das eher zu begrüßen, denn zu verteufeln, weil angenehme Verhältnisse das lernen erleichtern und echte Leistung begünstigen. Am Ende geht es nur um das Ergebnis.
    Lange Studienzeiten kamen nicht zustande, weil die Studenten sich einen Lenz machten, häufig genug wurden sie dazu von Uni und Studium dazu gezwungen.
    Studium, wenn es was taugen soll, setzt Muße voraus, Muße zum nachdenken und diskutieren.
    Aktuell sehe ich ohnehin für die Meisten keinen Sinn im Studium, zu teuer, zu schlechte Ausbildung und am Ende im Kern am Bedarf vorbei. Lediglich die formalen Eintrittshürden in Beruf und Gewerbe, und die daran geknüpfte Verdiensteinstufung macht das Studieren attraktiv, mit einem Studium verdiente ich schon zu meiner Zeit glatt einen Tausender mehr, für die gleiche Arbeit, die ich vor dem Studium tätigte.

    H.

    • farn
    • 17.11.2009 um 17:45 Uhr
    6.

    @wp: Man sollte bei der Diskussion nicht vergessen, dass Deutschland ein rohstoffarmes Land ist und seit jeher sein Geld als Hersteller (ehemals) qualitativ hochwertiger Waren macht(e). Dass es dafür Fachkräfte braucht, ist offensichtlich. Wo sollen die herkommen? Auf Bäumen wachsen Akademiker bekanntlich nicht. Außerdem wird hier nicht fürs Partystudium und Rundumwohlfühlpaket demonstriert, sondern dafür, für sein Engagement, höher hinaus zu wollen, nicht auch noch andauernd in den Hintern getreten zu bekommen!

    "Und wenn diese Wohlfahrtsstudenten fertig studiert und einen Job haben, dann tun sie alles, um Steuern zu sparen. Dann ist es vorbei mit der Sozialromantik und dem Hang zur Solidarität. Studenten sind die wahren Egoisten." - Entschuldigung, wenn ich kritisch nachfrage: Wo steht das?

  3. 7.

    Studenten sind NICHT die wahren Egoisten. Warum? Weil sie den Menschen im Mittelpunkt haben und den Mensch als Dienstleister an der Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen und NICHT das Geld in den Mittelpunkt stellen. Bildung ohne Beschränkungen! Ohne Geld,Abi,Gebühren,NC... - denn wer Bildung beschränkt beschränkt Informationsfreiheit - Wer Bildung beschränkt beschränkt die Zukunft der Kinder,Erwachsenen,Rentner - Wer Bildung beschränkt teilt die Gesellschaft - Wer die Gesellschaft teilt kann sie nicht mehr erreichen - Wer die Gesellschaft nicht erreichen kann ist ein Diktator.
    Stellt eucn mal nen Arbeitslosen ohne Abi vor der aber studieren möchte. Eigentlich ist das Abitur eine noch größere Hürde um an einen anderen Arbeitsplatz durch ein Studium zu kommen als die Studiengebühren. Abi hält prozentual sicher mehr vom Studium ab als die Studiengebühren. Aber da Schulpflicht auch gratis ist sollte Studium auch gratis sein.
    Wenn Arbeitslose Arbeitslosengeld bekommen, sollten Studenten auch Studentengeld bekommen!
    Denn Studenten sind für eine Gesellschaft sicher wichtiger als Arbeitslose, denn Studenten könnten mal zu späteren Arbeitgeber werden. Diese Bildungskredite von der BAFÖG sind zwar ganz ok, jedoch sollte es einen Studentenkredit geben welcher Nicht-Abiturienten erlaubt zu studieren, denn das Abitur spaltet eher die Bildungsgesellschaft als die Studiengebühren.

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    • TDU
    • 19.11.2009 um 14:59 Uhr

    Warum vergleichen Sie Arbeitslose mit Studenten. Studenten haben doch Arbeit oder nicht?

    Und hoffentlich denken die dann auch noch an den Menschen, wenn sie als Kostenrechner in den Betrieben arbeiten und mal wieder den Gewinn durch Entlassungen vergrößern müssen. Und der, der wie blöd egarbeitet hat, hat vielleicht die Kreativität entwicklet den Konflikt anders zu lösen.

    Sogar die Geisteswissenschaft leistet ja ihren Beitrag, will doch einer ihrer Elite den Sozialstaat durch ein System der Barmherzigkeit ersetzen. Bei der political Correctness und der Einfriedung des Denkens sind die Geisteswissenschaftler ja durchaus auch dabei.

    So kann man sich tot vegleichen. Mitentscheidend sind schon die Bedingungen. Aber alles drauf zu schieben und ideale Verhältnisse zu erwarten, bringt es auch nicht.

    • TDU
    • 19.11.2009 um 14:59 Uhr

    Warum vergleichen Sie Arbeitslose mit Studenten. Studenten haben doch Arbeit oder nicht?

    Und hoffentlich denken die dann auch noch an den Menschen, wenn sie als Kostenrechner in den Betrieben arbeiten und mal wieder den Gewinn durch Entlassungen vergrößern müssen. Und der, der wie blöd egarbeitet hat, hat vielleicht die Kreativität entwicklet den Konflikt anders zu lösen.

    Sogar die Geisteswissenschaft leistet ja ihren Beitrag, will doch einer ihrer Elite den Sozialstaat durch ein System der Barmherzigkeit ersetzen. Bei der political Correctness und der Einfriedung des Denkens sind die Geisteswissenschaftler ja durchaus auch dabei.

    So kann man sich tot vegleichen. Mitentscheidend sind schon die Bedingungen. Aber alles drauf zu schieben und ideale Verhältnisse zu erwarten, bringt es auch nicht.

  4. Vielleicht zahlt aber irgendein Student bald das HartzIV der Quelle Mitarbeiter? Und vielleicht findet der Quellemitarbeiter auch einen neuen Job? Und was hat überhaupt das eine mit dem anderen zu tun? Warum hätte der Quellemitarbeiter, solange er/sie das war nicht ein Studium finanzieren sollen?

    Und arme(r) wp Steuerzahler(in). Dank Deiner Steuergelder habe ich jetzt einen Job. Und von den Steuern die ich bezahle, finanziere ich gerne das Studium der jetzt Studierenden. Übrigens lieber das, als Millionen von Abwrackersatzfahrzeugen!

    Ist halt ein umgekehrter Generationenvertrag. Und mir ist es lieber es lässt sich jemand ein Jahr Zeit und orientiert sich während seines Studiums. Das verhindert vielleicht, dass viele Leute in so eine Art "Gehirnwäsche" wandern. Durch zu dichtes und Leistungsorientiertes Studieren hat man eben nicht mehr unbedingt die Chance das was man macht zu reflektieren. Das hemmt erstens die Produktion von frischen Ideen und zweitens kann es eine Generation von z.B. BWL, MBA Excellentabsolventen produzieren, die sich leider auf Grundlage des doktrinenhaft eineimpften Lehrstoffs total in etwas verennen, was dann als Finanzkrise und Wirtschaftskrise tituliert wird.

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    was Ribera da schreibt. Den Generationsvertrag, den Sie, DonFelipe, beschreiben, ist ein Vertrag zwischen Akademikern. In dieser Form existiert dieser Vertrag jedoch nicht. De facto ist es so, wie Ribera schreibt, nämlich dass die Nicht-Akademiker, die nie Zeit bekommen haben, sich zu orientieren, sondern gleich nach der Schule mit einer Ausbildung und dem Steuernzahlen begonnen haben, einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass die universitäre Bildung finanziert werden kann. Und genau diese Bürger haben ein Recht darauf, dass nicht ein Cent des hart erarbeiteten Geldes verschwendet wird.
    Es ist außerdem nicht einzusehen, warum einer bestimmten Gruppe das "Sich-Orientieren" zugebilligt werden soll und einer anderen nicht.
    Ich habe selbst ein Bachelor und ein Master Studium durchlaufen und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich keineswegs einer "Gehirnwäsche" unterzogen wurde. Im Gegenteil, ich bin 25 und habe so ein Interesse an Forschung entwickeln können, dass ich nun seit 1,5 Jahren an meiner Disseratation arbeite. Auch mein Privatleben hat nicht gelitten, ich bin verheiratet, habe Freunde und habe Zeit für regelmäßigen Sport. Und das obwohl ich während des Studiums nicht ausschlafen konnte...

    was Ribera da schreibt. Den Generationsvertrag, den Sie, DonFelipe, beschreiben, ist ein Vertrag zwischen Akademikern. In dieser Form existiert dieser Vertrag jedoch nicht. De facto ist es so, wie Ribera schreibt, nämlich dass die Nicht-Akademiker, die nie Zeit bekommen haben, sich zu orientieren, sondern gleich nach der Schule mit einer Ausbildung und dem Steuernzahlen begonnen haben, einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass die universitäre Bildung finanziert werden kann. Und genau diese Bürger haben ein Recht darauf, dass nicht ein Cent des hart erarbeiteten Geldes verschwendet wird.
    Es ist außerdem nicht einzusehen, warum einer bestimmten Gruppe das "Sich-Orientieren" zugebilligt werden soll und einer anderen nicht.
    Ich habe selbst ein Bachelor und ein Master Studium durchlaufen und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich keineswegs einer "Gehirnwäsche" unterzogen wurde. Im Gegenteil, ich bin 25 und habe so ein Interesse an Forschung entwickeln können, dass ich nun seit 1,5 Jahren an meiner Disseratation arbeite. Auch mein Privatleben hat nicht gelitten, ich bin verheiratet, habe Freunde und habe Zeit für regelmäßigen Sport. Und das obwohl ich während des Studiums nicht ausschlafen konnte...

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