Studentenproteste Schavan wirft Studenten Gewalt vor
Die Bundesbildungsministerin hat die Räumung besetzter Universitäten vor dem Bundestag verteidigt. Besetzung und Zerstörung von Hörsälen seien Gewalt.
Angesichts der Kritik von Studenten an einer groß angelegten Polizeiaktion an der Frankfurter Universität hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) die Räumung besetzter Hochschulen verteidigt. Dies sei richtig gewesen, sagte sie am Donnerstag im Bundestag. Hörsäle zu besetzen und sie zerstört zurückzulassen sei Gewalt.
Die Opposition reagierte ungehalten. Sie forderte zudem von Schavan, das für April geplante Spitzentreffen zur Situation an den Hochschulen vorzuverlegen. SPD, Grüne und Linke warfen Schavan vor, die Proteste aussitzen zu wollen.
Im April will Schavan die Wissenschaftsminister der Länder, Vertreter der Landesrektoren- und der Hochschulrektorenkonferenz sowie Studentenvertreter an einen Tisch holen. Die Opposition kritisierte dies als viel zu spät. "Sie sind hart an der Kante, vorgestrig mit diesem Termin zu werden", sagte der SPD-Experte Ernst Dieter Rossmann.
Schavan verwies hingegen auf verschiedene bereits kurzfristig anstehende Treffen und Gremien. "Das Wintersemester steht jetzt unter dem Zeichen der Umsetzung, der Korrektur, der Verbesserung von Lehre."
Großaufgebot der Polizei räumte Hörsaal
In Frankfurt war ein Großaufgebot der Polizei nach einer Strafanzeige des Uni-Präsidiums am Mittwochabend mit Schutzanzug, Schlagstock und Helm vor dem besetzten Casino aufgelaufen. Als die Polizei in das Casino eindrang, verbarrikadierten sich etwa 200 Studenten im nahen Festsaal.
Dort diskutierten sie laut Studentenvertretung in einem spontanen Seminar über Bildungsgerechtigkeit und Konkurrenzdruck. Auch Professoren waren dabei. Die Polizei verschaffte sich schließlich Zutritt. Das Uni-Präsidium verteidigte das Vorgehen als letztes Mittel gegen Vandalismus und sprach von einem Schaden in sechsstelliger Höhe unter anderem an altem Parkett und Wandvertäfelungen.
Die Vorsitzende der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, sagte im ZDF: "Die Form der Proteste macht uns natürlich Sorgen." Die Hochschulen seien zum Dialog bereit.
- Datum 03.12.2009 - 18:30 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 72
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Endlich werden die Kinder wach.
YEAH !
YEAH !
Was hat die den geraucht?
Man merkt gleich wie "ernst" die Union und FDP die Bildungspolitik tatsächlich nimmt, wenn man hört, wie die Studentenprotest von ihnen bagatellisiert, lächerlich gemacht und nun sogar kriminalisiert werden - jenseits von erweiterten Wirtschaftsinteressen und Wahlkampfrhetorik ist ihnen das Thema scheinbar eher lästig.
könnte ein anderer Begriff für Bildungspolitik werden, wenn wir uns alle pro Jahr ein oder zwei Tage Zeit nähmen, um uns an den Universitäten umzusehen. Aber, vielleicht reicht es ja sogar schon, wenn wir einfach einmal pro Woche unsere Kinder nach Einzelheiten fragten, die ihnen in der Woche unangenehm aufgefallen sind.
Dass heute Universitäten nichts anderes sind als Lotterieorganisationen, die als Kernkompetenz nur noch die Verlosung von Seminarplätzen reklamieren können, dass würde uns dann vielleicht bewusst werden.
Dass heute mafiöses Systeme an den Unis existieren, in welchem unbezahlte Voluntariate und Praktika nach dem bekannten Hamburger Dräger-Modell die Finanzen frei schaufeln, welche von den Entscheidern an den Universitäten zur Begünstigung nach den Vettern- oder Günstlingswirtschaftsmodellen genutzt wird, sollte sich uns nach interessierter Ausforschung der real-existierenden Universitätswirklichkeit a la Wallraff auch schnell erschließen.
So gesehen können die Studenten gar nicht genug zivilen Ungehorsam initiieren und anwenden. Dazu zähle ich sowohl die Besetzung von Rektoraten, Seminarbereichen, etc.
Diese Ministerin ist - bei allem Respekt - eine absolut inakzeptable Kaderfunktionärin unseres heutigen Besitzbürgerfeudalsystems, also so etwas wie ein update von Margot Honecker. Nur eben im Gewand der Neuen Sozialen Marktwirtschaft.
könnte ein anderer Begriff für Bildungspolitik werden, wenn wir uns alle pro Jahr ein oder zwei Tage Zeit nähmen, um uns an den Universitäten umzusehen. Aber, vielleicht reicht es ja sogar schon, wenn wir einfach einmal pro Woche unsere Kinder nach Einzelheiten fragten, die ihnen in der Woche unangenehm aufgefallen sind.
Dass heute Universitäten nichts anderes sind als Lotterieorganisationen, die als Kernkompetenz nur noch die Verlosung von Seminarplätzen reklamieren können, dass würde uns dann vielleicht bewusst werden.
Dass heute mafiöses Systeme an den Unis existieren, in welchem unbezahlte Voluntariate und Praktika nach dem bekannten Hamburger Dräger-Modell die Finanzen frei schaufeln, welche von den Entscheidern an den Universitäten zur Begünstigung nach den Vettern- oder Günstlingswirtschaftsmodellen genutzt wird, sollte sich uns nach interessierter Ausforschung der real-existierenden Universitätswirklichkeit a la Wallraff auch schnell erschließen.
So gesehen können die Studenten gar nicht genug zivilen Ungehorsam initiieren und anwenden. Dazu zähle ich sowohl die Besetzung von Rektoraten, Seminarbereichen, etc.
Diese Ministerin ist - bei allem Respekt - eine absolut inakzeptable Kaderfunktionärin unseres heutigen Besitzbürgerfeudalsystems, also so etwas wie ein update von Margot Honecker. Nur eben im Gewand der Neuen Sozialen Marktwirtschaft.
schavan ... ich kann sie nich leiden. sie ist einer der vielen gründe nicht die cdu zu wählen. dumm nur, dass in dem karren, den sie da in den dreck fährt, unter anderem studenten und schüler sitzen.
Schließlich steht doch im Grundgesetz, dass die Gewalt vom Volke ausgeht.
Möge recht schnell etwas Gewaltiges passieren. Natürlich nicht gewaltsam, sondern gemeinsam.
Ich finde es traurig, dass die Räumung überhaupt stattgefunden hat, da ich aber nur die oben geschriebene Information darüber kenne, kann ich die Unileitung auch verstehen, dass man bei Vandalismus dem ganzen einen Schlussstrich setzen muss. Ich weiß leider nicht, ob es auch ohne die Räumung hätte geschehen können und inwieweit das Ganze mit der den Besetzern in Verbindung steht.
Ich finde es traurig, dass die Räumung überhaupt stattgefunden hat, da ich aber nur die oben geschriebene Information darüber kenne, kann ich die Unileitung auch verstehen, dass man bei Vandalismus dem ganzen einen Schlussstrich setzen muss. Ich weiß leider nicht, ob es auch ohne die Räumung hätte geschehen können und inwieweit das Ganze mit der den Besetzern in Verbindung steht.
könnte ein anderer Begriff für Bildungspolitik werden, wenn wir uns alle pro Jahr ein oder zwei Tage Zeit nähmen, um uns an den Universitäten umzusehen. Aber, vielleicht reicht es ja sogar schon, wenn wir einfach einmal pro Woche unsere Kinder nach Einzelheiten fragten, die ihnen in der Woche unangenehm aufgefallen sind.
Dass heute Universitäten nichts anderes sind als Lotterieorganisationen, die als Kernkompetenz nur noch die Verlosung von Seminarplätzen reklamieren können, dass würde uns dann vielleicht bewusst werden.
Dass heute mafiöses Systeme an den Unis existieren, in welchem unbezahlte Voluntariate und Praktika nach dem bekannten Hamburger Dräger-Modell die Finanzen frei schaufeln, welche von den Entscheidern an den Universitäten zur Begünstigung nach den Vettern- oder Günstlingswirtschaftsmodellen genutzt wird, sollte sich uns nach interessierter Ausforschung der real-existierenden Universitätswirklichkeit a la Wallraff auch schnell erschließen.
So gesehen können die Studenten gar nicht genug zivilen Ungehorsam initiieren und anwenden. Dazu zähle ich sowohl die Besetzung von Rektoraten, Seminarbereichen, etc.
Diese Ministerin ist - bei allem Respekt - eine absolut inakzeptable Kaderfunktionärin unseres heutigen Besitzbürgerfeudalsystems, also so etwas wie ein update von Margot Honecker. Nur eben im Gewand der Neuen Sozialen Marktwirtschaft.
Liebe Frau Schavan,
wenn Sie die Widerstände der Studenten als Gewalt ansehen, so muss man Ihre gescheiterte Umsetzung der Bologna Reform als Betrug gegenüber der Zukunft der Studenten ansehen.
Bologna: das ganze stinkt von Anfang an bis zum Himmel. Aber nach Ende der Legislaturperiode werden Union und FDP sich sicherlich nicht des Ruhmes bezichtigen dürfen, dagegen etwas ernsthaftes getan zu haben. Im Gegenteil: ich bin der Meinung diese amtierende Regierung wird zum ersten Mal das Wort Krieg in den Mund nehmen und im Inneren gewinnt der Polizeistaat noch mehr an Macht.
Bologna: das ganze stinkt von Anfang an bis zum Himmel. Aber nach Ende der Legislaturperiode werden Union und FDP sich sicherlich nicht des Ruhmes bezichtigen dürfen, dagegen etwas ernsthaftes getan zu haben. Im Gegenteil: ich bin der Meinung diese amtierende Regierung wird zum ersten Mal das Wort Krieg in den Mund nehmen und im Inneren gewinnt der Polizeistaat noch mehr an Macht.
Studentenproteste. Polizei. Schlagstöcke. Klingelts?
Forderung I: Rücktritt der Frau Bildungsministerin;
II: Rückgängigmachen des gesamten Bologna-Prozesses;
III: Einheitlicher Bildungskredit zu 0% (z.B. wie bei Media Markt...)
IV: Verdopplung des echten Etats für Bildung;
(Vorschlag: Finanzierung durch Verschlankung des Polizeiapperats, Abschaffung von Subventionen und durch Haushaltskonsolidierung).
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren