Couchsurfing Koschere Sofas weltweitSeite 2/2
Doron versendete den Jewgether-Link an sein gesamtes Adressbuch, darunter auch an eine arabische Freundin. Ein Versehen, sagt er, für das er sich sofort schämte. Wie hatte er so unaufmerksam sein können, sie über diesen exklusiven Club zu informieren, der ihr ohnehin verschlossen bleibt? "Es tut mir so leid, Ema, dass ich dir diese Mail weitergeleitete habe." Ihre Antwort kam prompt: "Was ist das Problem?" Erst durch ihre Frage habe er verstanden, dass eine exklusive Seite für Juden nicht ausgrenze, sondern für Ausgegrenzte eine Heimat sei, ihnen die Wahl eröffne, ein jüdisches Haus fern der Heimat zu finden.
Unter den 600 Mitgliedern sind Orthodoxe und Säkulare, aus Israel und aus der Diaspora, hebräische Muttersprachler und die, die erst die Schriftzeichen lernen mussten. So wie André Levi Israel, 21, aus Düsseldorf. Seine Küche, liest man auf der Jewgether-Seite, ist koscher, Fleisch gibt es gar nicht, in seinem Kühlschrank stehen nur Milchprodukte. André ist am Institut für jüdische Studien immatrikuliert, er besucht Vorlesungen an einer religiösen Schule der jüdischen Gemeinde und spricht fließend Jiddisch.
Schon länger wollte er im Ausland von Couch zu Couch surfen, hatte aber ein mulmiges Gefühl, dabei auf Menschen zu stoßen, die mit seiner Religion, seinen Ritualen ein Problem haben, ihn als Exoten sehen. Im Sommer reiste er dann durch Israel, übernachtete bei Fremden in Jerusalem und Be'er Sheva, die er nur durch ihr Jewgether-Profil kannte: köstliches Essen und grandiose Gastfreundschaft, resümiert er.
Aber kann Couchsurfing nicht mehr leisten? Sollten mit einem Gastfreundschaftsnetzwerk nicht auch Grenzen überschritten werden? Was wäre mit einem gemeinsamen Projekt für Araber und Juden? "Ich hätte nichts dagegen, aber uns geht es um das Kleine, das Vertraute: Sich überall auf der Welt zu Hause zu fühlen", sagt Tamir. Boaz, der dritte Mann, der gerade durch Mittelamerika reist und in San Pedro Sula, der zweitgrößten Stadt Honduras, nach einer jüdischen Herberge sucht. Er schreibt: "So gerne ich würde, wegen meines israelischen Passes kann ich in viele arabische und sogar viele muslimische Länder wie Indonesien und Malaysia nicht reisen: Eine Seite für Juden und Araber – das ist ein Traum. Und eines Tages wird er wahr werden."
- Datum 05.01.2010 - 13:41 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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"Was wäre mit einem gemeinsamen Projekt für Araber und Juden"
Immer diese Harmoniebesessenheit gegen jeglichen Verstand! So ein Projekt wäre von Anfang an zum scheitern verurteilt. Fakt ist, dass Araber mit Juden nicht mal reden wollen, wenn sie es nicht unbedingt müssen und, dass sich Juden, verständlicherweise, unter Arabern nicht ganz sicher fühlen.
ich würde die arabische jüdische seite begrüßen, viele kleine stücke ergeben ein ganzes...das heißt auch kleine projekte können was bewirken..
ich muß auch sagen das ich viele menschen verschiedener nationalität kenne und das es meist nicht an den menschen selbst liegt sondern eher an den Regierungen und dessen politik(oft ist religion auch politik)..bestes Beispiel, ich kenne Juden die über die politik ihrer Regierung nur den kopf schütteln...
deshalb sage ich immer ich liebe menschen...besonders frauen...;-)
Hallo zusammen,
ich finde das wirklich eine tolle Möglichkeit zu Reisen. Man lernt viele einheimische Menschen und die Bräuche kennen! Einfach toll! Die Gastfreundschaft der Menschen uns Deutschen ein Vorbild sein und die Genügsamkeit der reisenden auch!
Viele Grüße,
Bikine
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