Hochschulreformen Saarland schafft Studiengebühren wieder ab
Das Erststudium im Saarland ist künftig wieder kostenlos. Darauf einigten sich CDU, FDP und Grüne im Landtag an der Saar.
Im Saarland werden vom kommenden Sommersemester an keine allgemeinen Studiengebühren mehr erhoben. Ein entsprechendes Gesetz beschloss der Landtag am Mittwoch mit den Stimmen von CDU, FDP und Grünen. Die drei Regierungsparteien hatten die Aufhebung der Gebühr für ein Erststudium in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. Die Oppositionsfraktionen von SPD und Linken lehnten das Gesetz ab, weil es ihnen nicht weit genug geht.
Nach ihren Vorstellungen müsste das Gesetz auch den Verzicht auf die Gebühr für ein Zweitstudium sowie auf Langzeitgebühren regeln. Die Gebühren, die den Hochschulen künftig verloren gehen, sollen durch Zuwendungen aus dem Landeshaushalt gedeckt werden. Über die Höhe dieser Zahlungen soll ein eigenes Gesetz entscheiden. Seit dem
Wintersemester 2007/2008 mussten Studierende in den ersten beiden Semestern je 300 Euro zahlen, danach 500 Euro pro Semester.
- Datum 11.02.2010 - 11:54 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 11
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Dass nun auch das Saarland die (allgemeinen) Studiengebühren (für das Erststudium) abgeschafft hat, ist ein großer Erfolg für alle Studierenden und lässt im Sinne sozialer Gerechtigkeit - sozial gerecht ist es deshalb, weil die Gebühren eben nicht "sozial verträglich" ausgestaltet wurden - die Hoffnung auf eine Verbesserung im deutschen Hochschulwesen wachsen. Eine Verbesserung ist es, weil die Abschaffung der Gebühren jeweils mit einer Gegenfinanzierung von staatlicher Seite flankiert wurde.
Diese Entscheidung hat eine Signalwirkung für die nun verbleibenden fünf Bundesländer: Studiengebühren konnten sich in Deutschland nicht durchsetzen und eine weitere staatliche Finanzierung ist möglich.
Am 24. oder 25. März wird im Landtag NRW die zweite Lesung über das "Studiengebührenabschaffungsgesetz" der grünen Fraktion durchgeführt. Es wäre jedoch illusorisch zu denken, dass die schwarz-gelbe Landesregierung plötzlich von ihrem Kurs abweicht. Alle Reduzierungen oder Abschaffungen der Gebühren wurden bisher nur von Landesregierungen umgesetzt, an denen die GRÜNEN oder die SPD beteiligt waren/sind.
ob die Studenten, die heute noch lautstark "soziale Gerechtigkeit" einfordern, sich noch an die Ideale ihrer Jugend erinnern, wenn sie dank staatlich alimentiertem Umsonststudium als gut dotierte Ärzte, Juristen, Wirtschaftsprüfer, Journalisten oder Oberstudienräte erst einmal bequemes Auskommen haben werden.
Oder ob sie dann auch, wie viele der heutigen Eliten, von den Busfahrern, Krankenschwestern, Friseuren und Erzieherinnen, die ihnen damals mit ihren Steuergeldern eine akademische Laufbahn ermöglicht haben, Einkommenseinschränkungen und angeblich unvermeidbare Kürzungen von Renten und Sozialleistungen abverlangen werden.
vergessen die Parteimitglieder der FDP und die Wirtschaftsweisen. Alles Leute die ihr ganzes Leben vom Staat alimentiert wurden und werden, aber lauthals nach Reduzierung des Staates rufen.
vergessen die Parteimitglieder der FDP und die Wirtschaftsweisen. Alles Leute die ihr ganzes Leben vom Staat alimentiert wurden und werden, aber lauthals nach Reduzierung des Staates rufen.
Das Studium ist natürlich auch im Saarland weiterhin nicht kostenlos. Gebäude sowie Einrichtung fallen ja nicht vom Himmel und Lehrkräfte arbeiten überwiegend auch nicht ohne Bezahlung. Alles das verursacht Kosten, die von jemandem bezahlt werden müssen. Das Studium wird höchstens für Studenten gebührenfrei. Das heißt, sie leisten keinen nennenswerten Beitrag mehr für die Finanzierung der von ihnen verursachten kosten und verabschieden sich aus der gesellschaftlichen Solidarität. Das ist ein sozialer Rückschritt. Es ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, dass Studenten einen Teil der Kosten übernehmen. Schließlich profitieren sie am meisten von ihrem Studium.
Oho, "von ihnen verursachte Kosten". Jeder Mensch verursacht andauernd Kosten und zahlt deswegen ja auch Steuern.... im Übrigen auch die Studenten, spätestens wenn sie im Beruf sind und v.a. meist auch deren Eltern.
Im Übrigen verursachen SIE ebenso diese Kosten, wenn Sie z.B. einen Arzt aufsuchen oder Ihre Kinder zur Schule schicken. Denn woher kommen Ärzte und Lehrer? Und würde es ohne Ärzte und Lehrer funktionieren? Die "Nachfrage" nach diesen Berufen ist ja gegeben. Warum sollten Sie dann nicht auch die Kosten, die diese Nachfrage verursacht, mitbezahlen?
Unsozial denken vielmehr Sie. Jeder soll sich selbst um sein Bier kümmern, lautet die Devise. Ausbildung ist Privatsache. Gerade darauf aufbauend kann man ja schnell auch zu den Ideen des privatisierten Gesundheitswesens und der Kürzung der Hartz IV- Bezüge gelangen. Warum soll ich als Gesunder den Kranken mitbezahlen? Warum den Arbeitslosen? Warum den Studenten? Jeder für sich, dann ist für alle gesorgt. Also, wenn ich Arzt bin, kommen Sie in meine Praxis und bezahlen mir schön cash auf die Kralle, sonst gibt's nix. Ich habe für mein Studium ja auch teuer bezahlt. Willkommen in Amerika II!
Im Übrigen werden durch Studiengebühren Leute am Studieren gehindert. Das ist sehr "gerecht", wenn der Hausmeistersohn mangels Geld nicht studieren kann, gell? Studiengebühren dienen nur der Etablierung von Eliten, da nur der aus "besserem Hause" noch studieren kann. Witzig, dass oft grad die, die's trifft, das noch beklatschen.
Ich möchte nicht nur dem Kommentar #5 von ichschreibe voll und ganz zustimmen, sondern auch noch Folgendes hinzufügen:
Studenten selbst sind schon ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, denn ein Studium ist eben mitnichten kostenlos. Wer studiert braucht eine Unterkunft, braucht Lebensmittel, Kleidung, Schreibmaterialien, Computer und Lehrbücher. Und ja, ein Student geht auch ab und zu ein Bier trinken und eine Pizza essen. Das kostet Geld und das Geld wird wohl zum größten Teil in den Universitätsstädten ausgegeben. Somit tragen die Studenten nicht unwesentlich zur regionalen Wirtschafts bei. Selbst eine Universität ist kein Elfenbeinturm, sondern bietet auch viele, nicht nur akademische Jobs an.
Ich kenne übrigens einige Kommilitonen, die sich ihr Studium duch Ferienjobs verdienen mussten. ALLE von ihnen haben deswegen 1-2 Jahre länger zum Abschluss gebraucht.
Vielleicht finden Sie, es sind nur Peanuts, die ein Student durchschnittlich ausgibt, aber fragen Sie mal in kleineren Universitätsstädten wie zB Trier und Kaiserslautern nach was geschehen würde, wenn man dort von heute auf morgen auf 10000 Studierende verzichten müsste.
Oho, "von ihnen verursachte Kosten". Jeder Mensch verursacht andauernd Kosten und zahlt deswegen ja auch Steuern.... im Übrigen auch die Studenten, spätestens wenn sie im Beruf sind und v.a. meist auch deren Eltern.
Im Übrigen verursachen SIE ebenso diese Kosten, wenn Sie z.B. einen Arzt aufsuchen oder Ihre Kinder zur Schule schicken. Denn woher kommen Ärzte und Lehrer? Und würde es ohne Ärzte und Lehrer funktionieren? Die "Nachfrage" nach diesen Berufen ist ja gegeben. Warum sollten Sie dann nicht auch die Kosten, die diese Nachfrage verursacht, mitbezahlen?
Unsozial denken vielmehr Sie. Jeder soll sich selbst um sein Bier kümmern, lautet die Devise. Ausbildung ist Privatsache. Gerade darauf aufbauend kann man ja schnell auch zu den Ideen des privatisierten Gesundheitswesens und der Kürzung der Hartz IV- Bezüge gelangen. Warum soll ich als Gesunder den Kranken mitbezahlen? Warum den Arbeitslosen? Warum den Studenten? Jeder für sich, dann ist für alle gesorgt. Also, wenn ich Arzt bin, kommen Sie in meine Praxis und bezahlen mir schön cash auf die Kralle, sonst gibt's nix. Ich habe für mein Studium ja auch teuer bezahlt. Willkommen in Amerika II!
Im Übrigen werden durch Studiengebühren Leute am Studieren gehindert. Das ist sehr "gerecht", wenn der Hausmeistersohn mangels Geld nicht studieren kann, gell? Studiengebühren dienen nur der Etablierung von Eliten, da nur der aus "besserem Hause" noch studieren kann. Witzig, dass oft grad die, die's trifft, das noch beklatschen.
Ich möchte nicht nur dem Kommentar #5 von ichschreibe voll und ganz zustimmen, sondern auch noch Folgendes hinzufügen:
Studenten selbst sind schon ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, denn ein Studium ist eben mitnichten kostenlos. Wer studiert braucht eine Unterkunft, braucht Lebensmittel, Kleidung, Schreibmaterialien, Computer und Lehrbücher. Und ja, ein Student geht auch ab und zu ein Bier trinken und eine Pizza essen. Das kostet Geld und das Geld wird wohl zum größten Teil in den Universitätsstädten ausgegeben. Somit tragen die Studenten nicht unwesentlich zur regionalen Wirtschafts bei. Selbst eine Universität ist kein Elfenbeinturm, sondern bietet auch viele, nicht nur akademische Jobs an.
Ich kenne übrigens einige Kommilitonen, die sich ihr Studium duch Ferienjobs verdienen mussten. ALLE von ihnen haben deswegen 1-2 Jahre länger zum Abschluss gebraucht.
Vielleicht finden Sie, es sind nur Peanuts, die ein Student durchschnittlich ausgibt, aber fragen Sie mal in kleineren Universitätsstädten wie zB Trier und Kaiserslautern nach was geschehen würde, wenn man dort von heute auf morgen auf 10000 Studierende verzichten müsste.
heißt studieren lernen.
Die Einnahmen, die durch den Wegfall der Studiengebühren im saarländischen Finanzhaushalt fehlen, werden, dem Föderalismus sei Dank, mittels Transferleistungen durch den Länderfinanzausgleich dem saarländischen Haushalt wieder zugeführt.
Das heißt, eine solide, den realistischen Möglichkeiten des Staatshaushaltes angepasste Finanzpolitik und angemessene Beteiligung der Bürger an den von ihnen verursachten Kosten und in Anspruch genommenen Leistungen der öffentlichen Hand ist nicht notwendig, solange man die Gewissheit hat, dass man als systemrelevantes Dingsda von seinen Haftungsgesellschaftern nicht sowieso fallengelassen wird.
Oho, "von ihnen verursachte Kosten". Jeder Mensch verursacht andauernd Kosten und zahlt deswegen ja auch Steuern.... im Übrigen auch die Studenten, spätestens wenn sie im Beruf sind und v.a. meist auch deren Eltern.
Im Übrigen verursachen SIE ebenso diese Kosten, wenn Sie z.B. einen Arzt aufsuchen oder Ihre Kinder zur Schule schicken. Denn woher kommen Ärzte und Lehrer? Und würde es ohne Ärzte und Lehrer funktionieren? Die "Nachfrage" nach diesen Berufen ist ja gegeben. Warum sollten Sie dann nicht auch die Kosten, die diese Nachfrage verursacht, mitbezahlen?
Unsozial denken vielmehr Sie. Jeder soll sich selbst um sein Bier kümmern, lautet die Devise. Ausbildung ist Privatsache. Gerade darauf aufbauend kann man ja schnell auch zu den Ideen des privatisierten Gesundheitswesens und der Kürzung der Hartz IV- Bezüge gelangen. Warum soll ich als Gesunder den Kranken mitbezahlen? Warum den Arbeitslosen? Warum den Studenten? Jeder für sich, dann ist für alle gesorgt. Also, wenn ich Arzt bin, kommen Sie in meine Praxis und bezahlen mir schön cash auf die Kralle, sonst gibt's nix. Ich habe für mein Studium ja auch teuer bezahlt. Willkommen in Amerika II!
Im Übrigen werden durch Studiengebühren Leute am Studieren gehindert. Das ist sehr "gerecht", wenn der Hausmeistersohn mangels Geld nicht studieren kann, gell? Studiengebühren dienen nur der Etablierung von Eliten, da nur der aus "besserem Hause" noch studieren kann. Witzig, dass oft grad die, die's trifft, das noch beklatschen.
Einer von zweien muß neben seiner Ausbildung noch für seinen Lebensunterhalt und die Studiengebühren arbeiten. Der andere kann das junge Leben geniessen.
Ich habe nie verstanden, warum die einen für ihren berufsbefähigenden Abschluss eine Ausbildungsvergütung erhalten, während die anderen für ihren Abschluss bezahlen sollen.
aber Studiengebühren stehen wohl für den Gipfel einer total vermurksten Bildungspolitik.
vergessen die Parteimitglieder der FDP und die Wirtschaftsweisen. Alles Leute die ihr ganzes Leben vom Staat alimentiert wurden und werden, aber lauthals nach Reduzierung des Staates rufen.
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