Hochschulfinanzierung Akademikersteuer soll Englands Unis retten
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Wird das Hochschulstudium in England zu teuer?

Kommt die Akademikersteuer, fürchten die Hochschulen außerdem eine Benachteiligung britischer Absolventen. Diejenigen, die nach dem Studium im Land bleiben, müssten "ihr Leben lang zahlen", zitiert der Telegraph Wendy Piatt, Chefin des Hochschulverbands Russell Group. Andere Absolventen, Briten wie Ausländer, die nach dem Studium das Land verließen, könne man wohl kaum dazu zwingen, in Großbritannien Steuern zu zahlen, sagte Piatt weiter.

Außerdem sorgen sich Gegner der Sondersteuer, dass viele Briten sich dann für ein Studium im Ausland oder ganz gegen eine Hochschulausbildung entscheiden.

Der britischen Studentenvereinigung NUS wäre eine Akademikersteuer immerhin lieber als es den Universitäten zu überlassen, in welcher Höhe sie Studiengebühren erheben. Das halte ärmere Studenten aus den führenden Universitäten fern. Es sei ein Zeichen für eine gerechte Gesellschaft, wenn die Bessergestellten auch mehr zahlten, sagt NUS-Chef Aaron Porter der BBC .

Ob die Akademikersteuer tatsächlich kommt, ist noch nicht sicher. Kritik gibt es auch von konservativen Politikern. Der Abgeordnete Douglas Carswell schreibt in seinem Blog , eine derartige Steuer komme einer Enteignung gleich und würde wohl kaum dazu beitragen, Englands Wohlstand zu vergrößern. Doch der konservative Universitätsminister David Willets, noch kürzlich von der Idee nicht begeistert, klingt mittlerweile zahm. Er befürworte ein Abgabesystem, in dem gut verdienende Absolventen einen höheren Beitrag leisten als bisher", sagte er der BBC .

Hält Großbritannien an den Studiengebühren fest, müssen sich Studenten darauf einstellen, dass diese bald wieder erhöht werden, möglicherweise auf bis zu 7000 Pfund jährlich. Entsprechend wachsen die Kreditschulden. Eines blüht britischen Absolventen aber so oder so: Gelingt ihnen der Einstieg in den krisengebeutelten Arbeitsmarkt, müssen sie erst einmal zahlen.
 

 
Leser-Kommentare
  1. So sind die Studenten, die im Studium scheitern sollten, wenigstens nicht völlig verschuldet und das studieren muss auch nicht mehr mit Nebenjobs finanziert werden.

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    • Buh
    • 13.08.2010 um 2:22 Uhr

    Das sehe ich auch so. Bei den Studiengebühren inD eutschland wurde bei der sozialverträglichkeit der Faktor des scheiterns ausser acht gelassen. Es gibt Studenten, die zb ihre Bachelorprüfung einfach nicht schaffen. Da hat man sich 10.000€ Schulden angesammelt um hinterher doch ohne abschluss dazustehen und verschuldet und mit nebenjobs ein neues studieum anzufangen oder eine ausbildung zu machen. Das kann kein Student der Welt vorher absehen, ob die Bachelorprüfung am ende zus cheirig für ihn wird. Ich finde das hätte man berücksichtiugen müssen.

    Gut dass wenigstens hier in NRW bald die studiengebührenw ieder abgeschafft werden. Soetwas unsoziales habe ich wirklich nicht erwartet von angeblichen "Christen".

    Eine Solidarsteuer finde ich gut, wenn sie gering ist und einkommensabhängig. Sozialarbeiter zb verdineen nicht mehr als Busfahrer oder Kassierer und können eben nicht soviel beitragen wie ärzte oder richter. Soetwas ähnliches gibt es in Schweden. Dort werden meines wissens nach ein großteil des Bildungsetats über eine solidarsteuer finanziert. Daher sind dort viele einrichtugnen auch für erwachsenenbildung ksotenlos. Aber natürlich auch Schulen, Bücher, Schulbus ect. Sowas schafft auf dauer eine Ent-Elitisierung und daruch mehr Chancengleichheit und bessere Breitenbildung.

    Etwas, dass die Wirtschaft derzeit nicht möchte. Aber den Menschen auf dauer zugute kommt. Mal sehen wer sich am Ende durchstzt.

    denn bisher werden die Studiengebuehren ohnehin bei den meisten ueber einen Studienkredit investiert. Den Job macht man fuer die Lebenshaltungskosten.

    Ich halte viel von nachgelagerten Studiengebuehren, die auch die durch das Studium erreichte Einkommenshoehe reflektieren. finde 5% aber viel zu hoch gegriffen. 3% ist akzeptabel.

    Verschuldung nach dem Studium ist fuer die Briten uebrigens nicht ganz so schlimm, wie fuer die deutschen Absolventen, die ohne Job dastehen, deren Bank aber einen Monat nach Abschluss schon mit der ersten Tilgungsrate rechnet. Kann jemdand wirklich gar nicht zahlen, gibt es ein extrem einfaches Insolvenzrecht. Nach anderthalb Jahren ist man alle Schulden los, wenn tatsaechlich kein ausreichendes Einkommen erzielt werden kann. Durch so ein Gesetz schuetzen sich die Unis und deren angelagerte Banken, die die Studienkredite vergeben, auch gegen haeufige Insolvenzausfaelle.

    • Buh
    • 13.08.2010 um 2:22 Uhr

    Das sehe ich auch so. Bei den Studiengebühren inD eutschland wurde bei der sozialverträglichkeit der Faktor des scheiterns ausser acht gelassen. Es gibt Studenten, die zb ihre Bachelorprüfung einfach nicht schaffen. Da hat man sich 10.000€ Schulden angesammelt um hinterher doch ohne abschluss dazustehen und verschuldet und mit nebenjobs ein neues studieum anzufangen oder eine ausbildung zu machen. Das kann kein Student der Welt vorher absehen, ob die Bachelorprüfung am ende zus cheirig für ihn wird. Ich finde das hätte man berücksichtiugen müssen.

    Gut dass wenigstens hier in NRW bald die studiengebührenw ieder abgeschafft werden. Soetwas unsoziales habe ich wirklich nicht erwartet von angeblichen "Christen".

    Eine Solidarsteuer finde ich gut, wenn sie gering ist und einkommensabhängig. Sozialarbeiter zb verdineen nicht mehr als Busfahrer oder Kassierer und können eben nicht soviel beitragen wie ärzte oder richter. Soetwas ähnliches gibt es in Schweden. Dort werden meines wissens nach ein großteil des Bildungsetats über eine solidarsteuer finanziert. Daher sind dort viele einrichtugnen auch für erwachsenenbildung ksotenlos. Aber natürlich auch Schulen, Bücher, Schulbus ect. Sowas schafft auf dauer eine Ent-Elitisierung und daruch mehr Chancengleichheit und bessere Breitenbildung.

    Etwas, dass die Wirtschaft derzeit nicht möchte. Aber den Menschen auf dauer zugute kommt. Mal sehen wer sich am Ende durchstzt.

    denn bisher werden die Studiengebuehren ohnehin bei den meisten ueber einen Studienkredit investiert. Den Job macht man fuer die Lebenshaltungskosten.

    Ich halte viel von nachgelagerten Studiengebuehren, die auch die durch das Studium erreichte Einkommenshoehe reflektieren. finde 5% aber viel zu hoch gegriffen. 3% ist akzeptabel.

    Verschuldung nach dem Studium ist fuer die Briten uebrigens nicht ganz so schlimm, wie fuer die deutschen Absolventen, die ohne Job dastehen, deren Bank aber einen Monat nach Abschluss schon mit der ersten Tilgungsrate rechnet. Kann jemdand wirklich gar nicht zahlen, gibt es ein extrem einfaches Insolvenzrecht. Nach anderthalb Jahren ist man alle Schulden los, wenn tatsaechlich kein ausreichendes Einkommen erzielt werden kann. Durch so ein Gesetz schuetzen sich die Unis und deren angelagerte Banken, die die Studienkredite vergeben, auch gegen haeufige Insolvenzausfaelle.

  2. ... halte ich das zumindest für den besseren Weg, wie auch Studenten/Absolventen zur Finanzierung der Universitäten beitragen könnten.

    Allerdings halte ich sowohl die angesetzten 5% für zu hoch; in Deutschland waren einmal 1-2% im Gespräch - dies würde ich für angemessener halten.

    Zudem würde ich eine Befristung dieser Sondersteuer auf 10 Jahre (wie in Kommentar #3 angerissen) für sinnvoll halten.

    Und schließlich gehört es m.E. auch zu den vornehmlichen Aufgaben des Staates, also aller Bürger, über die Finanzierung der Hochschulen die Basis für zukünftige Erkenntnisse und Innovation zu legen. Das Steuer- und Abgabensystem wäre entsprechend zu gestalten.

  3. ...zweckgebundener Besteuerung ist mir nie ganz aufgegangen und auch jetzt verstehe ich ihn nicht. Wenn GB ordentliche progressive Einkommenssteuern hat, dann zahlen doch sowieso in erster Linie die Akdemiker, auch sollte idR eine ganze Gesellschaft von einer studierten Schicht profitieren, also können ruhig auch alle was dafür zahlen, zumindest solange auch ein Zugang für alle existiert.

    Wieso braucht man dann also nochmal ein Akademikersteuer? Das impliziert doch, dass jeder Akademiker später auch gut verdient, es erhöht den Erfolgsdruck. Weniger einkommensträchtige Studiengänge mit unsicherer Arbeitsmarktlage werden benachteiligt.

    Besser als hohe Studiengebühren ist es allemal, aber ansonsten halte ich es eher für eine schlechte Lösung, aber passend für unsere durch und durch kommerzialisierte Zeit, in der das Profit-Center-Denken weit in die Bevölkerung eingedrungen ist.

  4. Warum stellt man den erfolgreichen Absolventen nicht einfach die Kosten ihres Studiums in Rechnung nach dem Studium. Sprich während des Studiums belastet man sie nicht, aber lässt diese ähnlich wie bei einem Kredit die Kosten abbezahlen. Man könnte das ganze auch noch sozial gerechter machen, indem man erst ab einem gewissen Einkommen die Gebühren wieder zurückzahlen muss. Das Ganze dann noch ohne Zinsen oder höchstens einm Inflationsausgleich.

  5. ...wenn dieses Land doch etwas Verstand gewinnen würde.

    Statt darüber nachzudenken wie man mehr Geld in die Kassen bringt sollte man vielleicht überlegen wie man Bildung attraktiver machen kann, dazu besser - und nebenbei sollte man auch vielleicht aufhören zu glauben die Banken seien alles.

    Eine Vernünftige Industrie mit vernünftig ausgebildeten Fachkräften - das bringt mehr als eine neue Steuer.

    Vor allem - eine Steuer für Akademiker ist geradezu eine Einladung aus dem Land nach dem Studium auszuziehen - abgesehen von dem Verwaltungsaufwand.

    Aber das ist ja der "gute" Kapitalismus - alles wird Qualitativ schlechter... - und keiner regt sich auf... - jeder Russe würde sich totlachen wenn er ein Mathestudium in England sieht - schon die Deutschen und Polen werden lachen... aber die Engländer finden es OK - na ja, kein Wunder wenn 90% des Kurses per Regierungsverordnung bestehen müssen...
    Aber dafür 3000 Pfund pro Jahr kassieren...

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    • Buh
    • 13.08.2010 um 2:24 Uhr

    Wer zieht aus nur weil er eine gheringe steuer zahlen muss? Zieh ich aus weil ich GEZ bald zahlen muss? Ist doch blödsinn. Das sind die selben Märchen die immer erzählt werden wenn Steuern erhöht werden sollen. Am ende landenw ir dann da wo diejenigen getroffen werden, die nichts zu sagen haben und eh nicht weg können: die sozial schwachen.

    "Vor allem - eine Steuer für Akademiker ist geradezu eine Einladung aus dem Land nach dem Studium auszuziehen - abgesehen von dem Verwaltungsaufwand."

    Sie vergessen, das so mancher Mensch in seiner Heimat verwurzelt ist, trotz akademischer Ausbildung. Vielleicht wird eine Wohnung geerbt, ist ein Verwandter zu pflegen, hat man Familie und Freunde.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass wegen einer Akademikersteuer auf einmal alle fluchtartig das Land verlassen.

    Das ist auf jeden Fall die bessere Alternative als im Studium, wenn es finanziell eh klamm ist, zu zahlen.

    • Buh
    • 13.08.2010 um 2:24 Uhr

    Wer zieht aus nur weil er eine gheringe steuer zahlen muss? Zieh ich aus weil ich GEZ bald zahlen muss? Ist doch blödsinn. Das sind die selben Märchen die immer erzählt werden wenn Steuern erhöht werden sollen. Am ende landenw ir dann da wo diejenigen getroffen werden, die nichts zu sagen haben und eh nicht weg können: die sozial schwachen.

    "Vor allem - eine Steuer für Akademiker ist geradezu eine Einladung aus dem Land nach dem Studium auszuziehen - abgesehen von dem Verwaltungsaufwand."

    Sie vergessen, das so mancher Mensch in seiner Heimat verwurzelt ist, trotz akademischer Ausbildung. Vielleicht wird eine Wohnung geerbt, ist ein Verwandter zu pflegen, hat man Familie und Freunde.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass wegen einer Akademikersteuer auf einmal alle fluchtartig das Land verlassen.

    Das ist auf jeden Fall die bessere Alternative als im Studium, wenn es finanziell eh klamm ist, zu zahlen.

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