Hochschulen Der Ing. bekommt sein Dipl. wieder
Seite 2/2:

 Verwirrung durch neue Diplomstudiengänge in Sachsen

Schmachtenberg findet es schwierig, neue Diplomstudiengänge zu etablieren. "Das verkompliziert die Dinge unnötig." Man müsse jetzt für die Studienanfänger Klarheit schaffen.

Auch Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz fürchtet, dass die Diskussion Studienanfänger verwirren könnte. Zum sächsischen Sonderweg sagt sie: "Man muss sich nun überlegen, ob man diese Situation nutzt und ob es sinnvoll ist, sich von der internationalen Entwicklung zu verabschieden und die Studierenden durch eine partielle Rückkehr zur alten Studienarchitektur zu verunsichern.", sagt Wintermantel.

Sie glaube nicht, dass eine Universität in einem Studienfach Diplom- und Bachelor-/Masterstudiengänge in gleich hoher Qualität anbieten könne. Die Haushaltslage lasse das nicht zu. Gegen eine Neuauflage des Diplom-Ingenieurs hat sie indes nichts einzuwenden.

Ernst Schmachtenberg ist zuversichtlich, dass alles so kommt, wie die Technischen Universitäten es sich wünschen. Am 25. Oktober treffen sich die Kultusminister zum nächsten Mal, da könnten sie das Comeback des Dipl.-Ing. beschließen. Pünktlich zum 111. Geburtstag.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Endlich ein Schritt in die richtige Richtung zur Abschaffung der minderwertigen Bachelor- und Masterstudiengänge!
    Nur weiter so!

    Eine Leser-Empfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • LMB
    • 04.08.2010 um 11:30 Uhr

    You are mistaken, my friend. To me the only fault of bachelor and master seems to be that they are not German. I teach your future chemists and physicists, and in the old system some of them would not finish studies, because they are simply too weak. It is a loss to the society, financial because the money is loss, and social, because they did not get educated. And if they did, it's corruption.

    Bachelor is needed by the industry, and some students simply can't manage to go further. Bachelor is a way for them, and if the new degrees are weaker, then too bad, the industry will have to deal with it.

    Believe me, bachelor and master are the least of your education system's problems.

    • LMB
    • 04.08.2010 um 11:30 Uhr

    You are mistaken, my friend. To me the only fault of bachelor and master seems to be that they are not German. I teach your future chemists and physicists, and in the old system some of them would not finish studies, because they are simply too weak. It is a loss to the society, financial because the money is loss, and social, because they did not get educated. And if they did, it's corruption.

    Bachelor is needed by the industry, and some students simply can't manage to go further. Bachelor is a way for them, and if the new degrees are weaker, then too bad, the industry will have to deal with it.

    Believe me, bachelor and master are the least of your education system's problems.

  2. kann ich nur befürworten !!!! und das hat nichts mit rückschritt aus der internationalen entwicklung zu tun.

    Der Bachelor aus Deutschland war international nichts wert aufgrund vieler fehlenden Kriterien das hat nix mit internationaler Entwicklung zu tun wenn ein Studiengang von Elite niveau auf unterste Niveau herab gestuft wird.

  3. Bachelor wurde beschlossen und jetzt wird überlegt, dass es negative Auswirkungen auf die Fähigkeiten des zukünftigen Igenieurs/in hat. Tja hätten sie diese Diskussion mal früher führen sollen!

  4. Deutschland macht alles mit. Das Ergebis sieht man in Pisa.
    Da schafft man einen international hochgeschätzten Abschluß ab und ersetzt ihn durch ein verschultes Schmalspur Studium.
    Die Deutschen haben noch nicht einmal den Bologna-Prozeß verstanden, aber machen mit. Das läßt Erinnerungen an die unsägliche Mengenlehre aufkommen.
    Wäre ich jetzt zynisch, würde ich sagen: Deutschland hat fertig, Flasche leer.

    Ich wünsche den TU9 viel Erfolg bei ihren Bemühungen, den Dipl. Ing. wieder einzuführen.

    Hier die Definition der Abschlüsse:
    Bachelor = Lehrling
    Master = Geselle
    Dipl. Ing. = Akademiker

    Eine Leser-Empfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Afa81
    • 04.08.2010 um 12:36 Uhr

    Ich bin selbst Ingenieur. In unserer Firma schreiben viele junge Leute ihre Masterarbeit. Und ich kann nicht sagen, dass diese Menschen schlecht ausgebildet sind.
    Darüber hinaus spielt es keine Rolle, ob BA, Dipl.-Ing. (FH), Master oder Dipl.-Ing. (TU). Vom Bildungsniveau her werden die Studenten sicher das meiste haben, wenn sie nach dem BA in einen Job gehen. Dort lernt man am meisten.
    Das Diplom ist dabei nur ein Zettel der zeigt, dass man nicht dumm ist, analytisch denken kann und belastbar ist und vielleicht auch etwas Ahnung von seinem Studienfach hat.

    • Afa81
    • 04.08.2010 um 12:36 Uhr

    Ich bin selbst Ingenieur. In unserer Firma schreiben viele junge Leute ihre Masterarbeit. Und ich kann nicht sagen, dass diese Menschen schlecht ausgebildet sind.
    Darüber hinaus spielt es keine Rolle, ob BA, Dipl.-Ing. (FH), Master oder Dipl.-Ing. (TU). Vom Bildungsniveau her werden die Studenten sicher das meiste haben, wenn sie nach dem BA in einen Job gehen. Dort lernt man am meisten.
    Das Diplom ist dabei nur ein Zettel der zeigt, dass man nicht dumm ist, analytisch denken kann und belastbar ist und vielleicht auch etwas Ahnung von seinem Studienfach hat.

  5. Wenn irgendwann klar wird dass der Master Ingenieur schlechter als der Diplom Ingenieur ist, dann schließt man auch auf andere Master-Abschlüsse. Früher Diplom heute Master ist was anderes. Gleichzeitig kann das ganze dem Ansehen des Masters schaden.

    Aber ich bin dafür, vielleicht kann auch der Magister von der der Master-Abwertung profitieren. Einen Magister habe ich nämlich.

    • lepkeb
    • 03.08.2010 um 17:56 Uhr

    auch mit der Rückführung der Abschlüsse nicht ändern. Garbage in -> Garbage out; über die Qualität der Gymnasialabsoventen sollte mal berichtet werden,was ehemalige Kollegen da erzählen, ist nicht mehr lustig.
    Auch wer glaubt damit junge Leute für das Ing-Studium zu ködern, glaubt auch an den Weihnachtsmann. Die meisten Jugendlichen wissen jetzt, dass es für die meisten Ings. eine brotlose Kunst ist, und dass das anspruchsvolle Studium und die Geringschätzung in der Gesellschaft nicht das Ergebnis wert ist.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Hickey
    • 04.08.2010 um 7:26 Uhr

    Da fragt man sich halt woher die kommt, aber in den meisten Fällen ist die Person daran selbst schuld.

    Man sieht sie ja täglich in der Wirtschaft,Wissenschaft sie machen Fehler, geben sie nicht zu etc..., streiten über CO² Klimaerwärmung und greifen sich selbst nicht gerade auf einem Niveau an, das man Elitär nennen könnte, eher proletarisch :)

    • Hickey
    • 04.08.2010 um 7:26 Uhr

    Da fragt man sich halt woher die kommt, aber in den meisten Fällen ist die Person daran selbst schuld.

    Man sieht sie ja täglich in der Wirtschaft,Wissenschaft sie machen Fehler, geben sie nicht zu etc..., streiten über CO² Klimaerwärmung und greifen sich selbst nicht gerade auf einem Niveau an, das man Elitär nennen könnte, eher proletarisch :)

  6. Das geht zwar auch mit dem unsäglichen Deutschen Master, aber da ist die Promotion nichts wert.

  7. ...scheint der Herr TU9-Sprecher da zu haben: Das Problem ist doch nicht, ob der Abschluss nun Magister, Master, Diplom oder Klopapier heißt, sondern wie die Studenten dort hinkommen:

    * Ob Auslands- und Urlaubssemester mit der entsprechenden Persönlichkeitsbildung wieder wie im alten Diplomstudiengang möglich sind
    * Ob Teilzeit-Studieren unbürokratisch möglich ist - speziell für diejenigen Studenten, die parallel arbeiten (müssen) oder Kinder aufziehen
    * Ob neben der Pflicht im Studium auch noch Zeit für die Kür bleibt oder ob alles den ECTS-Credits hinterher hechelt und das Wissen nach der Prüfung gleich wieder vergisst.

    Das Grundstudium war auch nicht stressfrei und regellos. Aber es war zum einen zwei Semester kürzer als der Bachelor und zum anderen zählte die Vordiplomsnote nicht oder nur sehr wenig in die Abschlussnote. Der Master dagegen - das, was früher Hauptstudium hieß, wo man als Student mal rechts oder links schauen kann - verliert durch diese Reform massiv an Bedeutung. Der Stress im Grundstudium = Bachelor nimmt entsprechend zu, denn ohne guten Bachelorabschluss gibt es keinen Masterplatz und schon gar keinen guten Abschluss.

    Aber wie bei so vielem in unserer Gesellschaft geht es auch der TU9 hier offenbar nicht um die Substanz sondern nur um das Etikett.

    MfG, Parkwaechter

    ..einer der letzten Diplom-Kandidaten

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Dago
    • 18.08.2010 um 9:32 Uhr

    Diesem Kommentar kann ich mich nur anschließen.

    Ich bin Master-Student und schreibe zur Zeit meine Abschlussarbeit.
    Während des Studiums zum Ingenieur (Master of Science) habe ich auch Diplom-Studenten kennenlernen dürfen.

    Durch die Umstellung auf das Bachelor/Master-System wurden viele Freiheiten genommen und der gesamte Studiengang deutlich stärker verschult.
    Dies grenzt Freiheiten ein, hilft auf der anderen Seite aber auch nicht so gut organisierten Kommilitonen sich besser im Studium zurecht zu finden.

    Im direkten Vergleich zu "unseren" Diplomern müssen Masterstudenten in der Summe des gesamten Studiums deutlich mehr leisten, denn zum einen sind im Bachelor und Master zusammengenommen mehr Fächer zu bewältigen und zum anderen zählt jeder kleine Credit ab dem ersten Semester für die Abschlussnote (was den Druck in jeder Klausurrunde doch gefühlt deutlich erhöht). Erst im Master bieten sich den Studenten deutlich mehr Freiheiten durch kleinere Gruppen.

    Daher finde ich es traurig wenn hier in anderen Kommentaren davon die Rede ist, dass der Masterabschluss schlechter als das Diplom sei. Es ist nicht besser und auch nicht schlechter, es stellt nur eine andere Herangehensweise an die Lehre (und Selbstlehre) dar.

    Neben der Wiedereinführung des Titels des Dipl.-Ing. (der nun mal 111 Jahre Zeit hatte zu einem Qulitätsmerkmal auszureifen) sollte verstärkt darauf hin gearbeitet werden eben auch den BSc & MSc für Aussenstehende verständlicher zu machen.

    • Dago
    • 18.08.2010 um 9:32 Uhr

    Diesem Kommentar kann ich mich nur anschließen.

    Ich bin Master-Student und schreibe zur Zeit meine Abschlussarbeit.
    Während des Studiums zum Ingenieur (Master of Science) habe ich auch Diplom-Studenten kennenlernen dürfen.

    Durch die Umstellung auf das Bachelor/Master-System wurden viele Freiheiten genommen und der gesamte Studiengang deutlich stärker verschult.
    Dies grenzt Freiheiten ein, hilft auf der anderen Seite aber auch nicht so gut organisierten Kommilitonen sich besser im Studium zurecht zu finden.

    Im direkten Vergleich zu "unseren" Diplomern müssen Masterstudenten in der Summe des gesamten Studiums deutlich mehr leisten, denn zum einen sind im Bachelor und Master zusammengenommen mehr Fächer zu bewältigen und zum anderen zählt jeder kleine Credit ab dem ersten Semester für die Abschlussnote (was den Druck in jeder Klausurrunde doch gefühlt deutlich erhöht). Erst im Master bieten sich den Studenten deutlich mehr Freiheiten durch kleinere Gruppen.

    Daher finde ich es traurig wenn hier in anderen Kommentaren davon die Rede ist, dass der Masterabschluss schlechter als das Diplom sei. Es ist nicht besser und auch nicht schlechter, es stellt nur eine andere Herangehensweise an die Lehre (und Selbstlehre) dar.

    Neben der Wiedereinführung des Titels des Dipl.-Ing. (der nun mal 111 Jahre Zeit hatte zu einem Qulitätsmerkmal auszureifen) sollte verstärkt darauf hin gearbeitet werden eben auch den BSc & MSc für Aussenstehende verständlicher zu machen.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service