Expertengutachten Britische Studenten sollen kräftig draufzahlen
Den Studierenden in Großbritannien droht eine deutliche Erhöhung der Studiengebühren. Experten fordern in einem Gutachten die radikalste Unireform der letzten 50 Jahre.
© Christopher Furlong/Getty Images

Studieren am Limit? Oxford-Studierende gehen zur Prüfung. In Großbritannien wird diskutiert, die Obergrenze für Studiengebühren aufzuheben
Die Studiengebühren in England und Wales haben es in sich. Ein Studium kostet hier bis zu 4000 Euro (3290 Pfund) pro Jahr. Nun fordern Experten eine deutliche Erhöhung der Studiengebühren. Sie beziehen sich auf ein aktuelles Gutachten , das ein Gremium um den ehemaligen BP-Chef Lord Browne im Auftrag der britischen Regierung herausgegeben hat. Die Gebührenerhöhung ist für 2012 angesetzt.
Knapp 14.000 Euro (12.000 britische Pfund) könnte das Studium in Oxford oder Cambridge dann kosten – im Jahr. Für drei Jahre Bachelorstudium müsste der Studierende demnach rund 42.000 Euro (36.000 Pfund) berappen. Andere Unis würden laut dem Bericht mindestens das Doppelte des bisherigen Betrages veranschlagen: etwa 8000 Euro im Jahr. Das ist etwa acht Mal so viel wie in Deutschland, wenn man von den meist üblichen rund 500 Euro Studiengebühren pro Semester ausgeht. Zudem soll es keine finanzielle Obergrenze mehr an britischen Universitäten geben. Jede Hochschule könnte dann selbst entscheiden, wie stark es seine Studenten zur Kasse bitten will.
Die Unis müssten dem Gutachten zufolge die Studiengebühren erhöhen, da sie nach dem neuen Modell weniger Steuergelder kassieren. Die fehlenden Steuereinnahmen sollen – so der Plan – auf die Studierenden umgewälzt werden.
Video: Robert Browne hat die Studiengebühren auf der britischen Insel unter die Lupe genommen
Ernsthafte Bedenken an dem Reformvorhaben äußerten vor allem Hochschullehrer. "Eine Erhöhung der Studiengebühren würde die Höhere Bildung im Vereinigten Königreich ernsthaft schädigen", sagte Mary Bousted vom Lehrer- und Dozentenverband. Die Studierenden würden mit hohen Schulden belastet und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen würden entmutigt, überhaupt erst zur Uni zu gehen. Auch Sally Hunt vom britischen Universitätsverband sieht Familien mit wenig Geld benachteiligt. "Manche Eltern müssen sogar entscheiden, welches ihrer Kinder sie zur Uni schicken."
Damit Schüler durch die hohen Gebühren nicht von einem Studium zurückschrecken, sollen ab 2012 neue Kreditmodelle eingeführt werden. Allerdings müssten die Studierenden dafür zusätzlich schätzungsweise 5,5 Prozent Zinsen pro Jahr zahlen. Jeder Absolvent, der später mehr als 24.000 Euro im Berufsleben verdient, muss sowohl für die entstandenen Schulden als auch die Zinsen aufkommen. Bisherige Kredite waren zinsfrei.
- Datum 13.10.2010 - 09:21 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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sind die Studenten in dem schönen UK als absolut unpolitisch abzustempeln...
Sie da schreiben! Offensichtlich haben Sie keine Ahnung. In Cambridge formiert sich Widerstand unter den Studenten und in diesen Wochen wird über Maßnahmen in der CUSU entschieden.
Sie da schreiben! Offensichtlich haben Sie keine Ahnung. In Cambridge formiert sich Widerstand unter den Studenten und in diesen Wochen wird über Maßnahmen in der CUSU entschieden.
14.000 pro Jahr sind im 3-jährigen Bachelor 42.000 und nicht 32.000.
ist halt unbezahlbar :-)
Der Fehler wurde korrigiert.
ist halt unbezahlbar :-)
Der Fehler wurde korrigiert.
ist halt unbezahlbar :-)
Der Fehler wurde korrigiert.
Nach Adam Riese sind 8000 geteilt durch 500 nicht 8 sondern 16. Damit wären die Studiengebühren in UK nämlich 16 mal so hoch und nicht 8 mal...
Nach Adam Riese sind 8000 geteilt durch 500 nicht 8 sondern 16. Damit wären die Studiengebühren in UK nämlich 16 mal so hoch und nicht 8 mal...
...verstehen den Sinn einer guten Ausbildung für alle wohl immer noch nicht.
Aber wenn sich das Land noch schneller an die Wand fahren will - bitte.
Sie da schreiben! Offensichtlich haben Sie keine Ahnung. In Cambridge formiert sich Widerstand unter den Studenten und in diesen Wochen wird über Maßnahmen in der CUSU entschieden.
Kleine Gruppen finden sich immer.
Ich habe nichts von politischen Studenten mitbekommen - wenn ich mir das Volk auch sonst anschaue... es scheint politisch gar keine Meinung zu haben... oder zumindest bekomme ich davon nichts mit.
Das dort ein paar Studenten sich zum Widerstand formieren - ein paar kluge Leute hat jedes Land ;)
Kleine Gruppen finden sich immer.
Ich habe nichts von politischen Studenten mitbekommen - wenn ich mir das Volk auch sonst anschaue... es scheint politisch gar keine Meinung zu haben... oder zumindest bekomme ich davon nichts mit.
Das dort ein paar Studenten sich zum Widerstand formieren - ein paar kluge Leute hat jedes Land ;)
Ich kenne die britische Szene, bildungstechnisch, ganz gut.
Als "working class" Student hast du da drüben keine Chance; zu viel Stallgeruch und viel zu teuer.
Ich versuchte einmal britischen Lehrern unser Duales Ausbildungssystem zu erklären -- 3,5 Tage praktische Ausbildung im Betrieb und 1,5 Tage Theorie in der Berufsschule. (75% der deutschen Bevölkerung durchlaufen eine betriebliche Ausbildung!!!)
Die konnten es einfach nicht verstehen, denn sie verachten die "working class" zutiefst. ( wie ich es ansonsten nur bei eingebildeten Gymnasiallehrern hier in D-Land erlebt habe ).
Die Briten haben es nicht verstanden intelligente "working class" Menschen entsprechend ihrer Fähigkeiten zu fördern, wie es in D-Land geschieht.
Sehr gut ausgebildete Arbeiterkinder, die das Duale Ausbildungssystem in der BRD durchlaufen haben (Facharbeiterbrief, Meister, Techniker....), sind der Garant für Qualität "Made in Germany".
Die Briten begreifen dies noch nicht und werden sehr weit zurückfallen, falls sie die Studiengebühren ins Unermessliche steigern.
Die dekadente britische Oberschicht ist nicht in der Lage genügend gut ausgebildete Kinder in die Industrie zu entlassen -- die frönen eher spätrömischer Dekadenz [...]-- um die britische Industrie wettbewerbsfähig zu machen.
Hans-Joachim Baumann, Saarland
Anmerkung: Bitte achten Sie auf eine angemessene und sachliche Wortwahl. Danke. Die Redaktion/km
begriffen dies und jenes noch nicht, dann frage ich mich, von welch hohem Ross Sie eigentlich spucken. Die Briten sind keine Deutschen und das ist sehr gut und vor allem sehr angenehm so. Denn es macht sie auch nicht im entferntesten so paranoid verliebt in Konzepte und Strukturen, wie die Deutschen.
Es gibt unter den Deutschen so eine Tendenz, die Briten zu belächeln und ihnen Rückständigkeit vorzuwerfen. Das ist nicht gerechtfertigt. Ich finde, den Deutschen stünde etwas mehr Respekt vor anderer Leistungen und Denkweisen ganz gut.
begriffen dies und jenes noch nicht, dann frage ich mich, von welch hohem Ross Sie eigentlich spucken. Die Briten sind keine Deutschen und das ist sehr gut und vor allem sehr angenehm so. Denn es macht sie auch nicht im entferntesten so paranoid verliebt in Konzepte und Strukturen, wie die Deutschen.
Es gibt unter den Deutschen so eine Tendenz, die Briten zu belächeln und ihnen Rückständigkeit vorzuwerfen. Das ist nicht gerechtfertigt. Ich finde, den Deutschen stünde etwas mehr Respekt vor anderer Leistungen und Denkweisen ganz gut.
Kleine Gruppen finden sich immer.
Ich habe nichts von politischen Studenten mitbekommen - wenn ich mir das Volk auch sonst anschaue... es scheint politisch gar keine Meinung zu haben... oder zumindest bekomme ich davon nichts mit.
Das dort ein paar Studenten sich zum Widerstand formieren - ein paar kluge Leute hat jedes Land ;)
messen Sie nicht alles mit deutschem Maß. Nicht umsonst werden die Deutschen bei den Briten für ihre Überheblichkeit belächelt.
messen Sie nicht alles mit deutschem Maß. Nicht umsonst werden die Deutschen bei den Briten für ihre Überheblichkeit belächelt.
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