Studentenansturm Schavan will Geld für Hochschulausbau umschichten

Bildungsministerin Schavan hat vorgeschlagen, dass die Länder das für 2012 und 2013 vorgesehene Geld vorzeitig ausgeben sollen. Grund ist der Ansturm auf die Unis.

Angesichts des drohenden Studentenansturms wegen der geplanten Aussetzung der Wehrpflicht macht sich Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) für Umschichtungen im Hochschulpakt stark. Die Bundesländer könnten Geld, das eigentlich für 2012 und 2013 vorgesehen sei, bereits 2011 in Anspruch zu nehmen, um zusätzliche Studienplätze zu schaffen, sagte sie im Bundestag. "Und dann reden wir 2013 darüber, was für '14 und '15 gegebenenfalls notwendig ist."

Um steigende Studentenzahlen zu bewältigen, hatten Bund und Länder vor einigen Jahren zwei Hochschulpakte vereinbart, mit denen bis 2015 rund 275.000 neue Studienplätze geschaffen werden sollen. Damals war allerdings die Bundeswehrreform noch nicht absehbar.

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Durch die jetzt vorgesehene Aussetzung von Wehrpflicht und Zivildienst wird im kommenden Jahr jedoch mit 30.000 bis 70.000 zusätzlichen Studienanfängern gerechnet. Die Opposition fordert deshalb, im Bundeshaushalt 2011 zusätzliche Mittel für neue Studienplätze einzustellen.

 
Leser-Kommentare
  1. die in der Bundeswehr frei werden in die Bildung umschichten?
    Wird dieses Geld wieder für irgendwelche Geschenke verschleudert?

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  2. der Bildungsministerin auf a) die offensichtlich zu geringen Kapazitäten an den Unis in der "Bildungsrepublik" und b) auf den überall proklamierten Fachkräftemangel?
    Gebt aus was ihr habt mehr wird es nicht.

    Der Letzte macht das Licht aus - Gute Nacht.

  3. Wegen den zwei oder drei Jahren, in denen es eine erhöhte Zahl an Studienbewerbern gibt, werden Unsummen für die Erweiterung der Hochschulen ausgegeben. In den Hörsälen der bestehenden Einrichtungen tropft das Wasser durch die Decke, bevor man diese Buden aber saniert, stellt man vorsichtshalber einen Erweiterungsbau hin. Was soll das?
    Was macht man mit den Professoren, Gebäuden und Einrichtungen nach der Studentenschwemme? Noch viel interessanter ist die Frage: Was macht man mit den Absolventen? Im Supermarkt Regale einräumen lassen?

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    Sollte es nicht jedem selbst überlassen sein, wo und wie weit er sich qualifizieren möchte? Die Verfasser des Grundgesetzes schienen jedenfalls der Ansicht zu sein.

    Die Wirtschaft jammert über zu wenig Fachkräfte, das vermeintliche Bildungsbürgertum über zuviel Unterschicht. Die Sarrazinanhänger scheinen den Tränen nahe, weil Deutschland sich ja abschafft. Die Kanzlerin ruft die Bildungsrepublik aus und man rümpft die Nase (zurecht) über diese Floskel. Zeigt sich aber der Wille zu Bildung und Qualifikation ist es auch wieder nicht recht. Zu viel, zu teuer und überflüssig obendrein.
    Was den Zustand der Gebäude anbelangt haben sie ja recht - das ändert aber nichts an dem grundsätzlichen Problem, das schon bestand bevor sich der Andrang vergrößert hat - zu wenig Geld. Dieser "Stresstest" zeigt doch nur, in welcher Lage sich die Unis ohnehin seit Jahren befinden.

    Sollte es nicht jedem selbst überlassen sein, wo und wie weit er sich qualifizieren möchte? Die Verfasser des Grundgesetzes schienen jedenfalls der Ansicht zu sein.

    Die Wirtschaft jammert über zu wenig Fachkräfte, das vermeintliche Bildungsbürgertum über zuviel Unterschicht. Die Sarrazinanhänger scheinen den Tränen nahe, weil Deutschland sich ja abschafft. Die Kanzlerin ruft die Bildungsrepublik aus und man rümpft die Nase (zurecht) über diese Floskel. Zeigt sich aber der Wille zu Bildung und Qualifikation ist es auch wieder nicht recht. Zu viel, zu teuer und überflüssig obendrein.
    Was den Zustand der Gebäude anbelangt haben sie ja recht - das ändert aber nichts an dem grundsätzlichen Problem, das schon bestand bevor sich der Andrang vergrößert hat - zu wenig Geld. Dieser "Stresstest" zeigt doch nur, in welcher Lage sich die Unis ohnehin seit Jahren befinden.

  4. 4. Frage

    Sollte es nicht jedem selbst überlassen sein, wo und wie weit er sich qualifizieren möchte? Die Verfasser des Grundgesetzes schienen jedenfalls der Ansicht zu sein.

    Die Wirtschaft jammert über zu wenig Fachkräfte, das vermeintliche Bildungsbürgertum über zuviel Unterschicht. Die Sarrazinanhänger scheinen den Tränen nahe, weil Deutschland sich ja abschafft. Die Kanzlerin ruft die Bildungsrepublik aus und man rümpft die Nase (zurecht) über diese Floskel. Zeigt sich aber der Wille zu Bildung und Qualifikation ist es auch wieder nicht recht. Zu viel, zu teuer und überflüssig obendrein.
    Was den Zustand der Gebäude anbelangt haben sie ja recht - das ändert aber nichts an dem grundsätzlichen Problem, das schon bestand bevor sich der Andrang vergrößert hat - zu wenig Geld. Dieser "Stresstest" zeigt doch nur, in welcher Lage sich die Unis ohnehin seit Jahren befinden.

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