Plagiatsaffäre: Guttenberg verhöhnt das Leistungsprinzip
Rücktritt oder nicht: Der Verteidigungsminister taugt nicht mehr als Vorbild. Den Wissenschaftsbetrieb hat er im Vorbeigehen beschädigt, kommentiert Meike Fries.
Karl Theodor zu Guttenberg hat für seine Doktorarbeit abgeschrieben, und zwar im großen Stil. Wer dies abstreitet, tut es entweder aus politischem Kalkül, enttäuschter Heldenverehrung oder weil er schlicht keine sonderlich konkrete Vorstellung vom Wissenschaftsbetrieb hat. Die Faktenlage allerdings ist für jedermann einsehbar.
Das Vorgehen Guttenbergs, vom zweifelhaften Zustandekommen seiner Arbeit bis zu seinen unansehnlichen Versuchen der vergangenen Tage, Schaden von sich selbst abzuwenden, sendet ein fatales Signal aus: Schmücke Dich mit fremden Federn, und es hilft Dir, ganz nach oben zu kommen. Leistung lohnt sich nicht, Du kannst es auch einfach haben.
Hatten wir nicht immer gedacht, wir lebten in einer Leistungsgesellschaft und müssten fleißig und redlich sein, um irgendwann dafür belohnt zu werden – hat man uns das nicht spätestens in der Grundschule erzählt? Und nun hebt ausgerechnet ein Konservativer dieses Leistungsprinzip aus den Angeln. Welch Ironie.
Wer eine Doktorarbeit abschreibt oder sogar andere für sich arbeiten lässt, der erspart sich nicht nur Zeit. Er verzichtet auch auf das selbstständige Denken, den Gewinn eigenständig erarbeiteter Erkenntnisse und erworbenen Wissens. Nähmen sich Schüler und Studenten Guttenberg großflächig zum Vorbild, würde sich Kanzlerin Merkels immer wieder ausgerufene Bildungsrepublik in eine verdummte Gesellschaft verwandeln. Bildung gilt hierzulande mittlerweile als Exportgut. Nach Guttenberg könnte es für die deutsche Exportrate jedoch finster aussehen. Oder anders gesagt: Mit Abschreibern ist kein Staat zu machen.







dass jemand, der dermaßen von interessierten Kreisen als Politiker aufgebaut wurde wie Guttenberg, alles tun muss(te?), um perfekt zu sein.
Dazu bitte im Netz mal nach dem "Guttenberg-Dossier" von Friederike Beck googlen.
Und wer perfekt sein muss, macht Fehler...und in diesem Fall besonders grobe.
Gekürzt. Verzichten Sie auf diskriminierende Anspielungen. Danke. Die Redaktion/sh
Erst recht dann, wenn er so offenkundig den Interessen fremder Staaten dient und sogar ihnen Informationen zuträgt.
die Dame(n) und Herren aus der einschlägigen Partei oder besser Parteien machen es sich sehr einfach. Damit sie ihren Strahlemann -er wird politisch mehr denn je gebraucht- nicht verlieren, nehmen sie den Kollateralschaden Schlechtes Ansehen der Wissenschaft in Kauf. Dabei sind es doch diese Dame(n) und Herren, die einen Wertkonservatismus hochhalten. Wie erbärmlich kommt das denn rüber? Aber schnell mal alles dem Machterhalt untergeordnet!
Aber wer hätte etwas anderes aufrichtiges erwartet. Im Fall der Nahost und Nordafrikanischen Despoten, kann man/frau ja auch kein klares Wort finden. Nur wenn die weggefegt wurden, traut man/frau sich aus der Deckung nicht außen hui und innen pfui, sondern auf der ganzen Linie pfui, .......
unglaublich diese hetze gegen herrn v.guttenberg haben wir keine andseren probleme-wer will sich da wieder profilierenauf unsere kosten
Erst recht dann, wenn er so offenkundig den Interessen fremder Staaten dient und sogar ihnen Informationen zuträgt.
die Dame(n) und Herren aus der einschlägigen Partei oder besser Parteien machen es sich sehr einfach. Damit sie ihren Strahlemann -er wird politisch mehr denn je gebraucht- nicht verlieren, nehmen sie den Kollateralschaden Schlechtes Ansehen der Wissenschaft in Kauf. Dabei sind es doch diese Dame(n) und Herren, die einen Wertkonservatismus hochhalten. Wie erbärmlich kommt das denn rüber? Aber schnell mal alles dem Machterhalt untergeordnet!
Aber wer hätte etwas anderes aufrichtiges erwartet. Im Fall der Nahost und Nordafrikanischen Despoten, kann man/frau ja auch kein klares Wort finden. Nur wenn die weggefegt wurden, traut man/frau sich aus der Deckung nicht außen hui und innen pfui, sondern auf der ganzen Linie pfui, .......
unglaublich diese hetze gegen herrn v.guttenberg haben wir keine andseren probleme-wer will sich da wieder profilierenauf unsere kosten
Nachdem Porno-Huch auf Facebook zur Unterstützung für Guttenberg aufgerufen hat, muss man sich fragen, in welch illustren Kreisen sich dieser Herr eigentlich bewegt.
Für alle, die wissen, wie viel Verzicht und Mühe man für eine eigenständige Dissertation leisten muss, ist die Banalisierung dieses Täuschungsmanövers durch Merkel und Seehofer, ja der ganzen CDU ein Schlag ins Gesicht.
Aber die Angelegenheit betrifft nicht nur die Akademiker unter uns. Ein Mann, der ein derartig dilettantisches Krisenmanagement an den Tag legt und so wenig integer ist, sollte nicht für unsere militärische Sicherheit verantwortlich sein. Als Verteidigungsminister steht er unter Druck - das gehört zu seinem Job. Wenn er unter Druck so handelt, wie er das in der letzten Zeit demonstriert hat, ist er seinem Job nicht gewachsen.
Nein, ich glaube nicht, daß der Herr Guttenberg abgeschrieben hat. So blöd halte ich ihn nicht. Er hat schreiben lassen. Und der Vorgang zeigt auch ganz deutlich, was in der politischen Kaste diesen Lande usus ist: Absolute Verachtung für die Menschen in Deutschland. Geseiere in der Öffentlichkeit aber gleichzeitig in einer völlig anderen Realität leben..... spätrömische Dekadenz.
Seit der Freiherr die Bundeswehr zur Söldnerarmee umbauen will, schwant mir, dass er entweder keinerlei Kompetenz auf seinem Posten hat oder aber gesteuert wird.
Wer so eine politische Elite hat, braucht keine Feinde.
[Nein, ich glaube nicht, daß der Herr Guttenberg abgeschrieben hat. So blöd halte ich ihn nicht. Er hat schreiben lassen.]
Auch wenn er es in Auftrag gegeben hat, so kann man ihn trotzdem für "blöd" (Entschuldigung für das Wort) halten.
Wer lässt jemand anderen eine Arbeit schreiben, ohne es selbst zu korrigieren? Und nach so vielen Fällen (besonders schon in der Einleitung) hätte man es leicht per google nachprüfen können.
[Nein, ich glaube nicht, daß der Herr Guttenberg abgeschrieben hat. So blöd halte ich ihn nicht. Er hat schreiben lassen.]
Auch wenn er es in Auftrag gegeben hat, so kann man ihn trotzdem für "blöd" (Entschuldigung für das Wort) halten.
Wer lässt jemand anderen eine Arbeit schreiben, ohne es selbst zu korrigieren? Und nach so vielen Fällen (besonders schon in der Einleitung) hätte man es leicht per google nachprüfen können.
Ist die Werbung über der Kommentarfunktion für Beratung und Unterstützung auf dem Weg zur Promotion eigentlich zufällig dort?
Das sind Google-Adwords/Adsense-Anzeigen. Diese basieren auf Keywords und werden von Google automatisch in Artikeln, Blogs oder auf Webseiten platziert, die sich mit den Themen befassen, in denen diese Keywords enthalten sind. Die Redaktion hat in der Regel darauf keinen Einfluß.
Aber Sie haben Recht: In diesem Fall wirkt das besonders skurill.
Das sind Google-Adwords/Adsense-Anzeigen. Diese basieren auf Keywords und werden von Google automatisch in Artikeln, Blogs oder auf Webseiten platziert, die sich mit den Themen befassen, in denen diese Keywords enthalten sind. Die Redaktion hat in der Regel darauf keinen Einfluß.
Aber Sie haben Recht: In diesem Fall wirkt das besonders skurill.
KT wird schon diese Krise mit oder ohne Dr. überstehen. Vielleicht winkt ja bald der Dr.hc. Viel schlimmer ist die Situation der Uni Bayreuth im internationalen Wettbewerb.
Die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät wird lange brauchen, bis sie ihren guten Ruf wieder hat.
Ja, ein viel zu wenig diskutierter Punkt!
Die Reputation der Uni in B. leidet mit jedem Tag, an dem das Internet und nicht die Fakultät für Transparenz sorgt, nachhaltigsten Schaden. Wissenschaftliches Personal und Absolventen.
Eigentlich eine starrsinnige, dekadente, spätfeudale Egomanie des Verfassers, dem seine Untugend täglich mehr um die Ohren fliegt.
Die ZEIT hat sehr anschaulich illustriert, wie der Verfasser der Guttenberg'schen Arbeit sich aus einem ZEIT-Artikel von 2000 bedient hatte. Bei so viel Chuzpe läuft es mir regelerecht kalt den Buckel runter. Da schäme ich mich, ohne beteiligt zu sein. Im Gegensatz zum Promovierten!
Natürlich ist die Arbeit aus Sicht des Promovierten kein Plagiat. Es ist eine ordentlich erworbene Ware. Und diese präfinale Rabulistik macht die Sache erst richtig schlimm.
Aber es gibt auch Fortschritt: Gutenberg hatte noch simple Buchstaben aneinandergereiht. Guttenberg macht Bücher aus Textblöcken ...
Ja, ein viel zu wenig diskutierter Punkt!
Die Reputation der Uni in B. leidet mit jedem Tag, an dem das Internet und nicht die Fakultät für Transparenz sorgt, nachhaltigsten Schaden. Wissenschaftliches Personal und Absolventen.
Eigentlich eine starrsinnige, dekadente, spätfeudale Egomanie des Verfassers, dem seine Untugend täglich mehr um die Ohren fliegt.
Die ZEIT hat sehr anschaulich illustriert, wie der Verfasser der Guttenberg'schen Arbeit sich aus einem ZEIT-Artikel von 2000 bedient hatte. Bei so viel Chuzpe läuft es mir regelerecht kalt den Buckel runter. Da schäme ich mich, ohne beteiligt zu sein. Im Gegensatz zum Promovierten!
Natürlich ist die Arbeit aus Sicht des Promovierten kein Plagiat. Es ist eine ordentlich erworbene Ware. Und diese präfinale Rabulistik macht die Sache erst richtig schlimm.
Aber es gibt auch Fortschritt: Gutenberg hatte noch simple Buchstaben aneinandergereiht. Guttenberg macht Bücher aus Textblöcken ...
das spricht mir aus der Seele!
Sehr gutter Artikel !
Auf dem Bild ist im Hintergrund ein Kopiergerät der Marke Canon zu sehen, wenn ich mich nicht täusche. Jetzt weiss ich auch, warum der Doktor in der letzten Woche so plötzlich nach Afghanistan fliegen musste - gewissermassen als Flugbegleiter für die Kopiergeräte
Kommt der Xerox-Techniker ins Bundesverteidigungsministerium:
-"Guten Tag, ich soll mal nach Ihrem Kopierer sehen"
-"Geht nicht, der ist grad mal wieder in Afghanistan"
Man muss bei dem Bild gar nicht bis zum Hintergrund gehen und vermuten, was da zu sehen ist. Das Bild zeigt im Vordergrund schon einen Kopierer der Marke "Freiherr"....;-))
Der Kommentar ist super und die ganze Causa Guttenberg ist nur noch eine Lachnummer und die Union macht sich damit total lächerlich!
Kommt der Xerox-Techniker ins Bundesverteidigungsministerium:
-"Guten Tag, ich soll mal nach Ihrem Kopierer sehen"
-"Geht nicht, der ist grad mal wieder in Afghanistan"
Man muss bei dem Bild gar nicht bis zum Hintergrund gehen und vermuten, was da zu sehen ist. Das Bild zeigt im Vordergrund schon einen Kopierer der Marke "Freiherr"....;-))
Der Kommentar ist super und die ganze Causa Guttenberg ist nur noch eine Lachnummer und die Union macht sich damit total lächerlich!
VON den Anderen ZU Guttenberg....
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren