Die Humboldt-Universität Berlin, die Unis Bochum, Bremen, Mainz, Köln und Tübingen und die Technische Universität Dresden können neue Elite-Hochschulen in Deutschland werden. Das ist das Ergebnis einer Vorauswahl, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat (WR) in Bonn bekannt gegeben haben.

Die Fördermittel der Exzellenzinitiative sind heiß begehrt. Insgesamt wollen Bund und Länder 2,7 Milliarden Euro für fünf Jahre zur Verfügung stellen, um die Spitzenforschung an deutschen Hochschulen zu fördern. Wer am Ende wie viel vom großen Kuchen abbekommt, wird erst im Juni des kommenden Jahres entschieden.

Die Universitäten, die nach der heutigen Vorauswahl weiter im Rennen sind, müssen nun ihre ersten Kurzanträge zu umfassenden Bewerbungen ausbauen. Ab Herbst werden sie bewertet. Am Ende könnten Sieg oder Niederlage bei der Exzellenzinitiative sogar darüber entscheiden, ob ein Standort die Chance hat, einmal zu einer Bundesuniversität aufzusteigen.

Die Mittel für die in einem Wettbewerb siegreichen Universitäten werden zu drei Viertel vom Bund und zu einem Viertel von den Ländern getragen. Das Geld wird in drei Förderkategorien eingesetzt: für allgemeine Zukunftskonzepte erfolgreicher Hochschulen zum Ausbau als sogenannte Elite-Universitäten, für Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und für Spitzenforschungszentren (Exzellenzcluster).

26 Experten saßen in Bonn zusammen, die meisten Natur- und Technikwissenschaftler, daneben einige Geistes- und Sozialwissenschaftler. 65 der 84 deutschen Hochschulen haben sich mit 227 Vorschlägen für die zweite Phase der Exzellenzinitiative beworben. 22 Hochschulen haben sich als künftige Elite-Universität angeboten.

In der ersten Förderphase hatte der Osten Deutschlands das Nachsehen, auch im Norden und Westen gab es viele lange Gesichter – der Süden hingegen schnitt gut ab. Wer nun die Vorrunde übersteht, tritt in Wettstreit mit den bisherigen Siegerprojekten. Sie dürfen sich in der zweiten Förderphase automatisch erneut bewerben.