Guttenberg und Koch-Mehrin Als Role-Models eine Zumutung

Die Plagiatsaffären zeigen: Superhelden gibt es im wahren Leben nicht. Schön wäre, wenn die Selbstinszenierung als solche ein Ende hätte, kommentiert Meike Fries.

Die FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin hat am Dienstag ihre parteipolitischen Ämter niedergelegt, die Universität Heidelberg prüft derzeit noch, ob die Plagiatsvorwürfe gegen sie hinreichend sind, um ihr den Doktortitel zu entziehen. Ebenfalls am Dienstag veröffentlichte die Universität Bayreuth eine Erklärung Karl Theodor zu Guttenbergs, der seine plagiierte Doktorarbeit mit Überlastung erklärt.

Zu Guttenberg und Koch-Mehrin, beide galten in ihren jeweiligen Parteien als Hoffnungsträger und in der Öffentlichkeit als Vorbilder. Und sie taten alles, um dieses Bild aufrecht zu erhalten. Sie inszenierten sich im Übermaß selbst. Als politische Überflieger, als Macher, als Vater und Mutter von Bilderbuchfamilien, gekrönt mit einem Doktorhut. Als Menschen, die alles hinkriegen, und dabei auch noch schöne Haare haben. Für den Normalbürger sind solche angeblichen Role-Models eine Zumutung.

Anzeige

Nun hat Guttenberg nicht nur wegen seiner plagiierten Doktorarbeit von sich reden gemacht, sondern zuvor schon durch eine nicht durchdachte Bundeswehrreform und ungeschicktes Krisenmanagement. Silvana Koch-Mehrin hat in den vergangenen Jahren die größte Aufmerksamkeit mit ihrer Abwesenheit im EU-Parlament und wenig galanten Talkshow-Auftritten erregt.

Was man also bereits ahnen konnte, wurde nun ganz offenbar: Karriere, Familie, akademische Würden – das ist eben alles ein bisschen viel. Irgendwo muss man Kräfte sparen, das scheinen beide gemerkt zu haben. Das Einfachste schien, bei der akademischen Redlichkeit anzusetzen – billigend in Kauf nehmend, den Wissenschaftsbetrieb damit zu beschädigen.

Guttenberg und Koch-Mehrin – beide sind an ihren überzogenen Ansprüchen und ihrer Geltungssucht gescheitert. Und die Gesellschaft muss sich fragen, welche Vorbilder sie haben möchte. Superhelden jedenfalls gehören in den Bereich der Fiktion.

Vor wenigen Wochen, als das Ausmaß der Guttenberg'schen Dreistigkeit längst absehbar war, ließ der ehemalige Verteidigungsminister verlauten, er wolle weiterhin als Vorbild dienen. Doch dazu müsste man wohl wenigstens im Scheitern Rückgrat zeigen. In seiner Erklärung an die Uni Bayreuth schrieb Guttenberg, er habe sich durch die Erwartungshaltung seiner Familie unter Druck gesetzt gefühlt. Man habe ihm vermittelt, dass eine begonnene Arbeit zu Ende zu bringen sei. Wenn sich die eigenen Verfehlungen nicht mehr leugnen lassen, sind eben die anderen Schuld.

Denkbar ist natürlich auch, sich von den eigenen Eltern zu emanzipieren. Aber vielleicht ist das besonders schwierig, wenn man als Freiherr aus einer bekannten deutschen Adelsfamilie mit so zahlreichen Vornamen ins Leben geschickt wird.

Immerhin hat Guttenberg Koch-Mehrin ganz im Sinne Erich Kästners als schlechtes Beispiel gedient. Denn anders als er schweigt sie bislang zu den Plagiatsvorwürfen. Darüber darf sich die Öffentlichkeit freuen: So bleiben uns zumindest Anfälle von Fremdschämen erspart. Sollte sie sich doch noch äußern, wäre es schön, von einer abgestürzten Überfliegerin zu hören: Ich habe mir zu viel aufgebürdet.

Man kann nicht alles schaffen, und das ist okay.

 
Leser-Kommentare
  1. Wieso erreichen derartige Blender so hohe Beliebtheitswerte? Ich werde es nie verstehen. Guttenberg habe ich von Anfang an als Aufschneider und Täuscher wahrgenommen. Koch-Mehrin konnte man aufgrund ihres (Nicht)Wirkens als Nullnummer eindeutig identifizieren.

    Wie erreichen solche Leute derartige Popularitätswerte?

    33 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • sioux
    • 12.05.2011 um 13:20 Uhr

    Sie fragen: "Wieso erreichen derartige Blender so hohe Beliebtheitswerte?" Haben Sie nie die vielen bunten Blätter im Wartezimmer oder beim Frisör gesehen? In denen machen sich solche Leute prächtig: Schöne Haare, heile Familienwelt und was die Schwiegermutter sonst so alles gerne sieht. Sie passen einfach in eine Traumwelt, in der die Leute gerne leben würden. Ähnlich verhält es sich z.B. mit dem britischen Prinzenpaar, das kürzlich geheiratet hat.

    Also, zum einen werden sie von den Medien aufgebaut zu solchen "Ikonen". Und offensichtlich ist das eben auch vom Publikum erwünscht. Früher hatte man Könige, heute hat man Politprominenz, die sich im Rampenlicht sonnt und oft auch zu inszenieren versteht. Neben die Politik selbst treten immer mehr Faktoren wie Attraktivität, Selbstdarstellung, kurz auch "Medienattraktivität".

    Wenn jemand wie Karl Theodor Guttenberg für sich nach wie vor eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft reklamiert, frage ich mich: was soll an einem solchen Verhalten, wie er es in der gesamten Geschichte um die Plagiate in seiner Doktorarbeit gezeigt hat, vorbildlich sein? Es ist das Gegenteil. Er erscheint durch seine Selbstentschuldigungen, durch den Mangel an Einsicht, durch das Herumwinden, die Drohgebärden, z.B. gegen die Veröffentlichung des Gutachtens der Universität, als jemand, der sehr wenig persönliche Reife hat.

    Wenn man hier den Vergleich mit Margot Käsmann nimmt, dann sieht man, was ihm fehlt, um ein Vorbild zu sein, um als glaubwürdig gelten zu können, um noch weiter Vertrauen in ihn als Politiker zu haben. Es wäre ziemlich armselig, wenn Deutschland solche "Vorbilder" bräuchte. Und es wäre eine Ohrfeige für die all die Menschen, die redlicher sind, die tatsächlich Vorbilder sind, in der Art, wie sie der Gesellschaft dienen.

    Ich hatte ihn nicht als Blender gesehen. Ich hatte ihn als einen Wirtschaftsminister gesehen der sich eben nicht in eine Steuergeldschleuder verwandelt, wenn er auch nur das Wort "Konkurs" hört. Ich hatte ihn als einen Verteidigungsminister gesehen, der endlich die Wehrpflicht kassiert, und damit diesen unerträglichen Zwangsdienst für unsere Junged beendet hat. Und ich habe ihn als Politiker wahr genommen, der in klaren, verständlichen Sätzen wirklich die Fragen beantwortete die ihm gestellt wurden.

    Vielleicht gelingt so etwas nur Blendern? Vielleicht sind Lüge und Täuschung derart mit dem politischen Alltag verwachsen, das ein durch und durch ehrlicher Mensch systembedingt scheitern muss? Ich hoffe es nicht, befürchte es aber mittlerweile.

    Hinter der medialen Inszenierung von Guttenberg und Koch-Mehrin stand die Hoffnung, dass sie "Glamour" in die Politik bringen. Eine ähnliche Hoffnung dürfte neben einigen anderen eine Rolle gespielt haben, dass Angela Merkel den "braven Parteisoldaten" Christian Wulff ins Bundespräsidialamt hievte.

    Mit den Meldungen in den Regenbogengazetten erhoffte man sich augenscheinlich, von eigentlichen politischen Problemen ablenken zu können. Diese Strategie ist völlig nach hinten los gegangen - zumal sich Union und FDP immer als "bürgerliche" Parteien, die die Ganz Alten Werte vertreten verstanden. Dummerweise hat man sich bei dieser Konstruktion mit den Falschen angelegt. Innerhalb weniger Wochen hat man - dem puren Ziel des Machterhalts folgend - alles über Bord geworfen, wofür man eigentlich vorgab zu stehen. Wie ein Kartenhaus ist das projizierte Weltbild einer "bürgerlichen Idylle" zusammen gebrochen - und die Akteure stehen nackt da. Was die Öffentlichkeit nun zu sehen bekommt, hat es Joblogt vor längerer Zeit einmal sehr treffend formuliert: Der Lack ist ab, der Affe bleibt (Quelle: http://www.blogigo.de/JOb... ).

    • clubby
    • 12.05.2011 um 14:49 Uhr

    Üver den "Normalo" schreibt man halt nicht gerne. Auch die Meinungsmacher, machen es sich so einfacher. Politischer Wille und Druck der Industrie läßt sich so viel einfacher durchsetzen. Denn wenn der Schein aufrecht erhalten wird, es wäre möglich solch Überflieger zu sein, läßt sich ganz vortrefflich der Preis beim Bewerbungsgspräch drücken. Das ist das Spiel, und das machen die Medien gerne mit, und heizen es an, weil sie selbst zu den großen "Verdienern" im Lande gehören.

    Eine Krähe kratzt der anderen eben kein Auge raus.
    So einfach ist das.

    "Die Welt will betrogen sein, darum sei sie betrogen. Dieses erweiterte lateinische Zitat wird von Thuanus (1556) auf den päpstlichen Legaten Caraffa, auch: Gian Pietro Carafa, zurückgeführt; er war 1555-59 Papst Paul IV. (28.6.1476 Sant' Angelo a Scala bei Arellino – 18.8. 1559 Rom).
    Georg Büchmann. Geflügelte Worte. Frankfurt am Main, 1957. S.45

    Und zeichnen sich die heutigen Machtmissbraucher, die als Kinder und Enkel der geistig-moralischen Wende von 1982 in ihre Funktionen gehievt wurden, durch die Karriererezeptur dieser "Wende von 1982" aus: "Können? Können muss nicht sein. Kennen! Kennen muss sein!".

    Eine von wenig Fach- und Sachkunde geprägte Seil-, Vetter- und Günstlingswirtschaftsführungskaste, die mit dem gesamten Instrumentarium der medialen Anscheinerweckungs- und Abzockerkunst und den Monopolmedien der real-existierenden Besitzfeudalelite die Rolle der modernen Laffen, Gecken, Höflinge, Dandys und Cretins spielen, wie es einst die Söhnchen und Töchterchen des Erbfeudaladels am Hofe von Versaille so exemplarisch vorlebten.

    Dieser Krug wird nicht mehr lange zu Brunnen gehen, denn inzwischen ist die Differnz zwischen der Selbstinszenierungstheorie und der Realleistungsfähigkeit dieser Anscheinerweckerelite der Nepper-, Schlepper- und Bauernfängerfraktion in CDU, CSU, SPD, FDP uns soger der Linkspartei so offenkundig, dass es immer mehr Menschen realisieren.

    • Hokan
    • 12.05.2011 um 22:44 Uhr

    Auf Meinungsumfragen zu antworten oder zur Wahl gehen, bedeutet nicht zwingend, politisch zu denken. Auch wenn Antworten und Wahlkreuze als politische Stellungnahmen gewertet werden. Die Mehrheit der Wahlberechtigten ist im Kern unpolitisch und vergibt ihr politisch interpretiertes Votum nach unpolitischen Kriterien. Medien und Parteien wissen und bedienen dies. Die Guttenbergs, Koch-Mehrins und etliche andere profitieren davon.

    • sioux
    • 12.05.2011 um 13:20 Uhr

    Sie fragen: "Wieso erreichen derartige Blender so hohe Beliebtheitswerte?" Haben Sie nie die vielen bunten Blätter im Wartezimmer oder beim Frisör gesehen? In denen machen sich solche Leute prächtig: Schöne Haare, heile Familienwelt und was die Schwiegermutter sonst so alles gerne sieht. Sie passen einfach in eine Traumwelt, in der die Leute gerne leben würden. Ähnlich verhält es sich z.B. mit dem britischen Prinzenpaar, das kürzlich geheiratet hat.

    Also, zum einen werden sie von den Medien aufgebaut zu solchen "Ikonen". Und offensichtlich ist das eben auch vom Publikum erwünscht. Früher hatte man Könige, heute hat man Politprominenz, die sich im Rampenlicht sonnt und oft auch zu inszenieren versteht. Neben die Politik selbst treten immer mehr Faktoren wie Attraktivität, Selbstdarstellung, kurz auch "Medienattraktivität".

    Wenn jemand wie Karl Theodor Guttenberg für sich nach wie vor eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft reklamiert, frage ich mich: was soll an einem solchen Verhalten, wie er es in der gesamten Geschichte um die Plagiate in seiner Doktorarbeit gezeigt hat, vorbildlich sein? Es ist das Gegenteil. Er erscheint durch seine Selbstentschuldigungen, durch den Mangel an Einsicht, durch das Herumwinden, die Drohgebärden, z.B. gegen die Veröffentlichung des Gutachtens der Universität, als jemand, der sehr wenig persönliche Reife hat.

    Wenn man hier den Vergleich mit Margot Käsmann nimmt, dann sieht man, was ihm fehlt, um ein Vorbild zu sein, um als glaubwürdig gelten zu können, um noch weiter Vertrauen in ihn als Politiker zu haben. Es wäre ziemlich armselig, wenn Deutschland solche "Vorbilder" bräuchte. Und es wäre eine Ohrfeige für die all die Menschen, die redlicher sind, die tatsächlich Vorbilder sind, in der Art, wie sie der Gesellschaft dienen.

    Ich hatte ihn nicht als Blender gesehen. Ich hatte ihn als einen Wirtschaftsminister gesehen der sich eben nicht in eine Steuergeldschleuder verwandelt, wenn er auch nur das Wort "Konkurs" hört. Ich hatte ihn als einen Verteidigungsminister gesehen, der endlich die Wehrpflicht kassiert, und damit diesen unerträglichen Zwangsdienst für unsere Junged beendet hat. Und ich habe ihn als Politiker wahr genommen, der in klaren, verständlichen Sätzen wirklich die Fragen beantwortete die ihm gestellt wurden.

    Vielleicht gelingt so etwas nur Blendern? Vielleicht sind Lüge und Täuschung derart mit dem politischen Alltag verwachsen, das ein durch und durch ehrlicher Mensch systembedingt scheitern muss? Ich hoffe es nicht, befürchte es aber mittlerweile.

    Hinter der medialen Inszenierung von Guttenberg und Koch-Mehrin stand die Hoffnung, dass sie "Glamour" in die Politik bringen. Eine ähnliche Hoffnung dürfte neben einigen anderen eine Rolle gespielt haben, dass Angela Merkel den "braven Parteisoldaten" Christian Wulff ins Bundespräsidialamt hievte.

    Mit den Meldungen in den Regenbogengazetten erhoffte man sich augenscheinlich, von eigentlichen politischen Problemen ablenken zu können. Diese Strategie ist völlig nach hinten los gegangen - zumal sich Union und FDP immer als "bürgerliche" Parteien, die die Ganz Alten Werte vertreten verstanden. Dummerweise hat man sich bei dieser Konstruktion mit den Falschen angelegt. Innerhalb weniger Wochen hat man - dem puren Ziel des Machterhalts folgend - alles über Bord geworfen, wofür man eigentlich vorgab zu stehen. Wie ein Kartenhaus ist das projizierte Weltbild einer "bürgerlichen Idylle" zusammen gebrochen - und die Akteure stehen nackt da. Was die Öffentlichkeit nun zu sehen bekommt, hat es Joblogt vor längerer Zeit einmal sehr treffend formuliert: Der Lack ist ab, der Affe bleibt (Quelle: http://www.blogigo.de/JOb... ).

    • clubby
    • 12.05.2011 um 14:49 Uhr

    Üver den "Normalo" schreibt man halt nicht gerne. Auch die Meinungsmacher, machen es sich so einfacher. Politischer Wille und Druck der Industrie läßt sich so viel einfacher durchsetzen. Denn wenn der Schein aufrecht erhalten wird, es wäre möglich solch Überflieger zu sein, läßt sich ganz vortrefflich der Preis beim Bewerbungsgspräch drücken. Das ist das Spiel, und das machen die Medien gerne mit, und heizen es an, weil sie selbst zu den großen "Verdienern" im Lande gehören.

    Eine Krähe kratzt der anderen eben kein Auge raus.
    So einfach ist das.

    "Die Welt will betrogen sein, darum sei sie betrogen. Dieses erweiterte lateinische Zitat wird von Thuanus (1556) auf den päpstlichen Legaten Caraffa, auch: Gian Pietro Carafa, zurückgeführt; er war 1555-59 Papst Paul IV. (28.6.1476 Sant' Angelo a Scala bei Arellino – 18.8. 1559 Rom).
    Georg Büchmann. Geflügelte Worte. Frankfurt am Main, 1957. S.45

    Und zeichnen sich die heutigen Machtmissbraucher, die als Kinder und Enkel der geistig-moralischen Wende von 1982 in ihre Funktionen gehievt wurden, durch die Karriererezeptur dieser "Wende von 1982" aus: "Können? Können muss nicht sein. Kennen! Kennen muss sein!".

    Eine von wenig Fach- und Sachkunde geprägte Seil-, Vetter- und Günstlingswirtschaftsführungskaste, die mit dem gesamten Instrumentarium der medialen Anscheinerweckungs- und Abzockerkunst und den Monopolmedien der real-existierenden Besitzfeudalelite die Rolle der modernen Laffen, Gecken, Höflinge, Dandys und Cretins spielen, wie es einst die Söhnchen und Töchterchen des Erbfeudaladels am Hofe von Versaille so exemplarisch vorlebten.

    Dieser Krug wird nicht mehr lange zu Brunnen gehen, denn inzwischen ist die Differnz zwischen der Selbstinszenierungstheorie und der Realleistungsfähigkeit dieser Anscheinerweckerelite der Nepper-, Schlepper- und Bauernfängerfraktion in CDU, CSU, SPD, FDP uns soger der Linkspartei so offenkundig, dass es immer mehr Menschen realisieren.

    • Hokan
    • 12.05.2011 um 22:44 Uhr

    Auf Meinungsumfragen zu antworten oder zur Wahl gehen, bedeutet nicht zwingend, politisch zu denken. Auch wenn Antworten und Wahlkreuze als politische Stellungnahmen gewertet werden. Die Mehrheit der Wahlberechtigten ist im Kern unpolitisch und vergibt ihr politisch interpretiertes Votum nach unpolitischen Kriterien. Medien und Parteien wissen und bedienen dies. Die Guttenbergs, Koch-Mehrins und etliche andere profitieren davon.

  2. Entfernt. Bitte diskutieren Sie sachlich und konstruktiv. Danke. Die Redaktion/ew

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...die Menschen wählen die Politiker_innen mit denen Sie am liebsten Geschlechtsverkehr hätten? Klasse Perspektive...

    ...die Menschen wählen die Politiker_innen mit denen Sie am liebsten Geschlechtsverkehr hätten? Klasse Perspektive...

  3. ...sie scheinen in einer Scheinwelt zu leben.

    Wage Persönlichkeiten geformt nach einem Drehbuch in realitätsfremder Umgebung, Beboren um zu manipulieren und zu blenden. Gestärkt durch Parteien (Seehofer: " Du bist und bliebst einer von uns".
    Hofiert von den Medien und gekürt als Politikstars.

    Inkompetent außer in wohlfeiler Rhetorik und Gestik. Typischer Beweis von dekadenter Subkultur.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... nach dieser "amtliche Bestätigung" für KTG ein Lügner und Betrüger zu sein - zumindest im speziellen Fall seiner Dissertation) - bekommt der Satz von Seehofer "Du bist und bleibst einer von uns" doch erst die richtige Würze :)

    ... nach dieser "amtliche Bestätigung" für KTG ein Lügner und Betrüger zu sein - zumindest im speziellen Fall seiner Dissertation) - bekommt der Satz von Seehofer "Du bist und bleibst einer von uns" doch erst die richtige Würze :)

  4. politische "Karriere, Familie, akademische Würden – das ist eben alles ein bisschen viel."

    Conclusio:

    Weniger ist mehr, wobei allein schon die Bestimmung der Frau als Zentrum der Familie auch nicht gerade wenig ist!

  5. beliebt werden solche figuren durch den mangel an alternativen.. Welche politische führungskraft verdient sich denn noch respect durch haltung?

    .. aber diese überbelastung .. sie tun mir richtig leid, die zwei.. wenn ich nur irgendwo helfen könnte..

    • SmoovE
    • 12.05.2011 um 13:09 Uhr

    Man kann in deutschen Politikerkreisen keine Superhelden suchen.

    Ein Superheld ist z.B. der Inhaber eines inhabergeführten Unternehmen, der Frau und Kinder hat und ein normales Leben lebt und seine Angestellten nicht ausnutzt.
    Das sind Vorbilder für unsere Gesellschaft!
    Da sind die Medien gefordert dies kenntlich zu machen

    14 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    die Medienmacher haben es doch in der Hand.
    Journalisten von heute sparen sich die investigative Recherche und hecheln lieber selbst den Bröckchen hinterher, die sie von den sog. Überfliegern, die sie selbst hochschreiben, zu ergattern hoffen. Gutes Beispiel Steffen Seibert.
    Da muß man sich nicht wundern, wenn von Personen wie Guttenberg oder Koch-Mehrin ein unwahres Bild kolportiert wird.
    Gerade bei solchen Personen wäre jounalistische Nachfrage angebracht. Doch auch in beiden genannten Fällen hat nicht Jounaille nachgefragt, nichtmal als der Guttenberg-Fall schon klar war. Die Fragen wurden von anderweitig Engagierten gestellt.

    die Medienmacher haben es doch in der Hand.
    Journalisten von heute sparen sich die investigative Recherche und hecheln lieber selbst den Bröckchen hinterher, die sie von den sog. Überfliegern, die sie selbst hochschreiben, zu ergattern hoffen. Gutes Beispiel Steffen Seibert.
    Da muß man sich nicht wundern, wenn von Personen wie Guttenberg oder Koch-Mehrin ein unwahres Bild kolportiert wird.
    Gerade bei solchen Personen wäre jounalistische Nachfrage angebracht. Doch auch in beiden genannten Fällen hat nicht Jounaille nachgefragt, nichtmal als der Guttenberg-Fall schon klar war. Die Fragen wurden von anderweitig Engagierten gestellt.

  6. 7. Idee:

    Länderparlamente abschaffen. Gesetze und Regelungen werden Bundeseinheitlich. (Arbeit, Bildung, Landwirtschaft etc.)
    Im bundestag wird jede Partei durch einen (1) Vertreter repräsentiert, der soviel Stimmrecht hat wie seine Partei Prozentpunkte.
    Die Länder sind im Bundesrat vertreten.
    Alle wichtigen Entscheidungen werden auf Facebook durch umfragen getroffen.
    In Foren kann das Volk vorschläge einbringen, wird ein vorschlag oft "geliked" muss er ab einer bestimmten grenze gegenstand der Abstimmung im BT/BR /FB sein.

    Ich schätze das spart jährlich etwa 3-10 Milliarden Euro und endlefigt sich auf einen schlag aller Politikverdrossenheit

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • seschu
    • 12.05.2011 um 15:08 Uhr

    genau denn es braucht natürlich überhaupt keine personen die sich langfristig mit fumeligen kleinst problemen beschäftigen. außerdem ist ein "parlametn" mit 5 personen auch total unabhängig und üebrhaupt nicht einfahc zu manipulieren. außerdem verfügen diese menschen noch über die möglichkeit sich zu teilen ... und 500 stunden pro woche zuarbeiten. regionale vertretungen sind natürlich auch schlecht, weil dann ja regionale interessen von überall berücksichtigt werden. besser ist es nur bestimmte regionen durch ihr 5 mann parlament zu vertreten ...
    entschuldigung aber so einfach wie sie tun ist es leider nicht

    • seschu
    • 12.05.2011 um 15:08 Uhr

    genau denn es braucht natürlich überhaupt keine personen die sich langfristig mit fumeligen kleinst problemen beschäftigen. außerdem ist ein "parlametn" mit 5 personen auch total unabhängig und üebrhaupt nicht einfahc zu manipulieren. außerdem verfügen diese menschen noch über die möglichkeit sich zu teilen ... und 500 stunden pro woche zuarbeiten. regionale vertretungen sind natürlich auch schlecht, weil dann ja regionale interessen von überall berücksichtigt werden. besser ist es nur bestimmte regionen durch ihr 5 mann parlament zu vertreten ...
    entschuldigung aber so einfach wie sie tun ist es leider nicht

    • fanta4
    • 12.05.2011 um 13:13 Uhr

    Wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein - dann ist es nicht wahr!
    So einfach ist das.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich habe es unbewußt (instinktiv?) immer vermieden, Guttenberg zuzuhören, wenn er geredet hat. Offenbar verrät eine Art sechster Sinn, wenn etwas nicht stimmt, was ja der Fall ist, wenn jemand über Werte, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit spricht, aber nicht aus eigener Erfahrung, sondern, hart gesagt, gegen eigene Erfahrung. Wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein, ist es deshalb auch eigentlich nicht schön, wenn man genau ist. Wirklich schöne Dinge können m.E. sehr wohl wahr sein, und man tut gut daran, damit auch zu rechnen.

    Ich habe es unbewußt (instinktiv?) immer vermieden, Guttenberg zuzuhören, wenn er geredet hat. Offenbar verrät eine Art sechster Sinn, wenn etwas nicht stimmt, was ja der Fall ist, wenn jemand über Werte, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit spricht, aber nicht aus eigener Erfahrung, sondern, hart gesagt, gegen eigene Erfahrung. Wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein, ist es deshalb auch eigentlich nicht schön, wenn man genau ist. Wirklich schöne Dinge können m.E. sehr wohl wahr sein, und man tut gut daran, damit auch zu rechnen.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service