Aussetzung der Wehrpflicht Bund unterstützt Hochschulen

Die Zahl der Studienanfänger steigt vor allem wegen der Aussetzung der Wehrpflicht. Die Hochschulen brauchen Geld. Das wollen Bund und Länder jetzt zur Verfügung stellen.

Die Hochschulen sollen 1,5 Milliarden Euro zusätzlich erhalten, damit sie die gestiegene Zahl der Studienanfänger bewältigen können. Denn mit dem Wegfall der Wehrpflicht steigt der Bedarf. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, bis 2015 sei mit 45.000 bis 54.000 zusätzlichen Studienanfängern zu rechnen.

Die Koalition hatte im vergangenen Jahr beschlossen, die Wehrpflicht zur Jahresmitte auszusetzen. Bereits seit Januar werden aber keine jungen Männer mehr gegen ihren Willen zur Bundeswehr eingezogen.

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Zwischen 2011 und 2015 würden so insgesamt 4,7 Milliarden Euro in die Förderung der Hochschulen gesteckt, sagte Merkel nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Auch die Länder würden ihre Mittel für die zweite Phase des Hochschulpaktes aufstocken. "Ich glaube, das ist eine gute Nachricht für alle, die ein Hochschulstudium aufnehmen wollen", sagte die Kanzlerin.

Neben der Aussetzung der Wehrpflicht ging es bei dem Treffen auch um die von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) geplanten Kasernen-Schließungen. Die Länder bestehen auf einen fairen Ausgleich. Der Bund müsse bei der Standortplanung nicht nur verteidigungs-, sondern auch strukturpolitische Aspekte berücksichtigen, sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD).

De Maizière will sein Standortkonzept im Oktober vorstellen. Wie viele der etwa 400 Bundeswehrstandorte aufgegeben werden sollen, ist noch unklar. Der Verteidigungsminister hat bisher lediglich zugesagt, es solle keine Konzentration auf wenige große Kasernen geben, sondern die Bundeswehr in der Fläche präsent bleiben.

 
Leser-Kommentare
  1. BITTE sorgen Sie dafür, dass Geld, das für die Hochschulen gedacht ist, künftig in Lehre und Forschung fließt. Wir erleben ein Aufblähen der Bürokratie mit immer mehr Verwaltungsangestellten, die sich immer neue bürokratische Verfahren überlegen, die die Zeit, die wir für die Studenten haben, immer weiter reduziert (Forschung ist für Mittelbauler ohnehin nur noch in der "Freizeit" möglich). Mittlerweile haben viele von uns mehr mit der Verwaltung von Leistungspunkten und dem Ausfüllen von Formularen zu tun als mit INHALTLICHER Förderung von Studenten.

    BITTE INVESTIEREN SIE IN DIE LEHRE, nicht in die Verwaltung!

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    Selbst die Studiengebühren gingen in die Verwaltung und Zinstilgung. Das Geld wird am Ende bei den Privatunis landen. Die Demokratieführer wollen Massenverblödung und Eliteinzucht - wenn Sie das noch immer nicht verstanden haben, waren Sie leider nur auf einer Allgemeinschule...

    • SarahA
    • 09.06.2011 um 21:31 Uhr

    1. Muss man die Leute nicht gleich beleidigen
    2. In den Verwaltungen sind besonders häufig die Anhänger von zwei Parteien vertreten. Die stellen dann die Studierende ein, die kurz vorher noch gegen Studiengebühren protestiert haben ;)

    Bei dem 1. Kommentar fühle ich mich als Mitglied einer Verwaltung glatt angesprochen - auch wenn es hier nichts zu suchen hat. An der überbordenden Bürokratie ist die Verwaltung mit Sicherheit nicht alleine schuld.

    Damit die Studis, die jetzt früher an die Unis strömen auch tatsächlich gut betreut werden könnten, hätte das Geld schon vor einem Jahr zugesagt werden müssen. Die Einrichtung neuer Stellen und insb. die Besetzung von Professuren benötigt nun mal viel Zeit (auch wenn alle kooperieren und sich beeilen sind das mind. 6 bis 12 Monate). Hoffentlich wird den Unis das Geld nicht an anderer Stelle wieder weg genommen!

    Selbst die Studiengebühren gingen in die Verwaltung und Zinstilgung. Das Geld wird am Ende bei den Privatunis landen. Die Demokratieführer wollen Massenverblödung und Eliteinzucht - wenn Sie das noch immer nicht verstanden haben, waren Sie leider nur auf einer Allgemeinschule...

    • SarahA
    • 09.06.2011 um 21:31 Uhr

    1. Muss man die Leute nicht gleich beleidigen
    2. In den Verwaltungen sind besonders häufig die Anhänger von zwei Parteien vertreten. Die stellen dann die Studierende ein, die kurz vorher noch gegen Studiengebühren protestiert haben ;)

    Bei dem 1. Kommentar fühle ich mich als Mitglied einer Verwaltung glatt angesprochen - auch wenn es hier nichts zu suchen hat. An der überbordenden Bürokratie ist die Verwaltung mit Sicherheit nicht alleine schuld.

    Damit die Studis, die jetzt früher an die Unis strömen auch tatsächlich gut betreut werden könnten, hätte das Geld schon vor einem Jahr zugesagt werden müssen. Die Einrichtung neuer Stellen und insb. die Besetzung von Professuren benötigt nun mal viel Zeit (auch wenn alle kooperieren und sich beeilen sind das mind. 6 bis 12 Monate). Hoffentlich wird den Unis das Geld nicht an anderer Stelle wieder weg genommen!

  2. Selbst die Studiengebühren gingen in die Verwaltung und Zinstilgung. Das Geld wird am Ende bei den Privatunis landen. Die Demokratieführer wollen Massenverblödung und Eliteinzucht - wenn Sie das noch immer nicht verstanden haben, waren Sie leider nur auf einer Allgemeinschule...

    • SarahA
    • 09.06.2011 um 21:27 Uhr

    Im Rahmen des Hochschulpaktes I& II ist doch Geld an die Unis in NRW geflossen. Und was ist passiert? Die Unis sollten die Zahl der Studienplätze erhöhen, sind dieser Aufgabe aber nicht nachgekommen. Und jetzt wo sie das Geld angenommen haben, meckern sie dass alles von Anfang an unmöglich gewesen wäre... Aber das Geld haben sie vorsorglich dennoch einbehalten, während die Landesregierung es zurückfordert.
    Man denke da besonders an Unis wie Münster.

    Eine Leser-Empfehlung
    • SarahA
    • 09.06.2011 um 21:31 Uhr
    4. ......

    1. Muss man die Leute nicht gleich beleidigen
    2. In den Verwaltungen sind besonders häufig die Anhänger von zwei Parteien vertreten. Die stellen dann die Studierende ein, die kurz vorher noch gegen Studiengebühren protestiert haben ;)

    Eine Leser-Empfehlung
  3. Bei dem 1. Kommentar fühle ich mich als Mitglied einer Verwaltung glatt angesprochen - auch wenn es hier nichts zu suchen hat. An der überbordenden Bürokratie ist die Verwaltung mit Sicherheit nicht alleine schuld.

    Damit die Studis, die jetzt früher an die Unis strömen auch tatsächlich gut betreut werden könnten, hätte das Geld schon vor einem Jahr zugesagt werden müssen. Die Einrichtung neuer Stellen und insb. die Besetzung von Professuren benötigt nun mal viel Zeit (auch wenn alle kooperieren und sich beeilen sind das mind. 6 bis 12 Monate). Hoffentlich wird den Unis das Geld nicht an anderer Stelle wieder weg genommen!

  4. Bitte, bitte...in die Forschung investieren!!! Ich selber unterrichte seit Jahren in Australien und sehe dabei zu wie immer mehr gute Leute (speziell aus Deutschland und den USA) rueber kommen...die Forschungsbedingungen sind besser, die Bezahlung ist besser, die Unterrichtslast ist geringer usw usw...wenn das so weiter geht haben wir in Deutschland nur noch den "schlechteren" Rest ueber...wir brauchen MEHR und GUTE Leute...diese haben wir...haltet sie in Deutschland!

  5. sollen die Unis gerettet werden.Das ist nicht so nachzuvollziehen.Geld beruhigt die Professoren, aber ändert doch nichts an der gegewärtigen Situation.
    Bei einem prekären Arbeitsmarkt sind mehr Studenten eher fehl am Platze.

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    • hurt
    • 10.06.2011 um 17:30 Uhr

    Diese finanzielle Hilfe für die Hochschulen kommt reichlich spät.

    Man wusste das mit den doppelten Abiturjahrgängen schon seit Jahren, und die Wehrpflichtaussetzung hätte man in der Hinsicht auch besser und langfristiger planen können.

    Drei Monate vor Semesterbeginn ist jedoch für das kommende Wintersemester mit zusätzlichem Geld nicht mehr viel zu machen. Die Berufung neuer Professoren kann schon mal ein Jahr dauern, (dringend benötigte) Baumaßnahmen zur Erhöhung der Kapazität in der Regel länger.

    Man hat die Hochschulen doch viel zu lange im Regen stehen lassen, obwohl man genau wusste, was da kommt.

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