Biologie-Studium Uni Mainz schafft die Sezierpflicht ab

Würmer, Frösche, Mäuse müssen Biologie-Studenten normalerweise sezieren. Doch nicht alle Studenten wollen das. Die Uni Mainz bietet ihnen nun Alternativen ohne Tiere an.

Studenten an der Uni Mainz sind zukünftig nicht mehr verpflichtet, Mäuse und andere Tiere zu sezieren.

Studenten an der Uni Mainz sind zukünftig nicht mehr verpflichtet, Mäuse und andere Tiere zu sezieren.

Als erste Universität in Deutschland hat die Universität Mainz die Sezierpflicht im Studiengang Biologie abgeschafft. "Die Abschaffung gilt aber nur für den Sezierkurs im Sommersemester, den Studenten in ihrem ersten oder zweiten Fachsemester verpflichtend absolvieren müssen", sagte Jürgen Markl, Leiter des Zoologie-Instituts der Uni Mainz. Ab kommendem Sommersemester tritt die neue Regelung in Kraft, dann gibt es ein Alternativ-Programm mit Präparaten und anderen Hilfsmitteln.

Seit Juni 2011 hatte sich die Hochschulgruppe Campus Grün für die Abschaffung eingesetzt, rund 2.500 Unterschriften gesammelt und einen entsprechenden Antrag beim Studierendenparlament gestellt. "Auslöser war ein Biologie-Student, der auch Mitglied bei Campus Grün war, und nicht sezieren wollte. Er hat dann die Uni gewechselt", sagte Laura Hammel, Fraktionssprecherin von Campus Grün. Das habe die Hochschulgruppe nachdenklich gestimmt. "Die Tierschutz AG bekommt außerdem fünf bis zehn Anrufe pro Semester von Studenten, die eigentlich nicht sezieren wollen." Man müsse aber an dem Kurs teilnehmen, um die entsprechenden Punkte zu bekommen.

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"In der Vergangenheit gab es sicherlich auch an anderen Universitäten das ein oder andere Hintertürchen, wenn Studenten nun gar nicht wollten", sagte Markl. Aber die jetzt erzielte Regelung sei besser. Tatsächlich sei es vermutlich nur eine Minderheit von Vegetariern und Veganern, die aus Gewissensgründen das Alternativprogramm wählen, sagte Hammel. Auch Markl vermutet eher Einzelfälle: "Vielleicht zwei oder drei Studenten von 100." Für die muss nun eine Alternative her – inklusive Material und zusätzlichen Hilfswissenschaftlern, die das Alternativ-Programm betreuen.

Dieses ist dann für die Studenten verpflichtend. Während ihre Kommilitonen zur gleichen Zeit und im gleichen Raum Würmer, Mäuse oder Frösche auseinander nehmen, schauen die Studenten im Alternativ-Kurs Seziervideos und erlernen die Grundlagen mithilfe von Ganzkörper-Dauerpräparaten und mikroskopisch dünnen Gewebequerschnitten. Wer an welchem Kursprogramm teilgenommen hat, wird auf dem Abschlusszeugnis vermerkt.

"Schließlich ist es auch für zukünftige Arbeitgeber wichtig zu wissen, was ein Student gemacht hat und was nicht", sagte Markl. "Wir klären die Studenten auch ausdrücklich über die Konsequenzen ihrer Entscheidung auf." Manche Sparten der Biologie kämen dann nicht mehr infrage, da das Sezieren in fast allen Bereichen der Biologie – auch in Zell- und Molekularbiologie – verankert sei. "Wer gar nicht mit irgendeiner Art von tierischem Material arbeiten will, sollte sich überlegen, ob Biologie überhaupt das richtige Fach ist."

Das räumt auch Laura Hammel ein. "Aber wir glauben nicht, dass die Studenten diese Entscheidung aus einer Laune heraus treffen." Die Studenten handelten mit Bedacht und wüssten bereits zu Beginn des Studiums, in welchem Zweig der Biologie sie später tätig sein wollen. "Wenn man schon genau weiß, dass man Botaniker werden will, dann muss man keine Maus sezieren können."

Doch geschmälerte Berufsaussichten sind nicht der einzige Kritikpunkt: "In der biologischen Lehre werden vergleichsweise wenige Tiere eingesetzt. Es ist daher völlig unverständlich, warum Tierversuchsgegner ausgerechnet diesen Einsatz kritisieren", sagt Dietrich Nies, Beiratsmitglied des Verbandes deutscher Biologen (VBiO) und Sprecher der Konferenz Biologischer Fachbereiche (KFB).

Erklärtes Ziel von Campus Grün ist auch, das "unnötige Sterben ganz von der Uni zu verbannen". "Wann das Sterben unnötig ist, ist eine schwierige ethische Frage", sagte Hammel. "Je nach dem, was erforscht wird, gibt es vielleicht keine passende Alternative. Wir wollen dafür sorgen, dass fortlaufend hinterfragt wird, ob Tierversuche sinnvoll sind." Das geschehe bislang noch nicht genug.

 
Leser-Kommentare
  1. ...kann ich da nur sagen.
    Zeit wird es zu hinterfragen welche Tierversuche wirklich nötig sind und Alternativen zu verwenden.
    An der UNI zu beginnen ist gut, von da wandert die Idee hoffentlich weiter in die Wirtschaft und Politik.

    14 Leser-Empfehlungen
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    Ich habe Medizin studiert und bin jetzt Arzt. Ich habe im Laufe meines Studiums mehrmals Tiere lebend seziert.

    Retrospektiv kann ich sagen, dass ich daraus bis heute keinen greifbaren Mehrwert ableiten kann.

    Irgendwelche Messwerte wurden auf den Instrumenten angezeigt (die ich mir auch so ableiten konnte), Blut spritze, Organe bewegten sich und letztendlich schmeckte das Mittagessen danach nicht mehr. Punkt.

    In der LEHRE sind Vivisektionen sinnlos. In der Forschung können Tierversusche unter Umständen nötig sein.
    Allerdings sehen ich hier erheblichen Nachbesserungsbedarf bei der Prüfung der realen Nutzen-Relation.

    Ich habe Medizin studiert und bin jetzt Arzt. Ich habe im Laufe meines Studiums mehrmals Tiere lebend seziert.

    Retrospektiv kann ich sagen, dass ich daraus bis heute keinen greifbaren Mehrwert ableiten kann.

    Irgendwelche Messwerte wurden auf den Instrumenten angezeigt (die ich mir auch so ableiten konnte), Blut spritze, Organe bewegten sich und letztendlich schmeckte das Mittagessen danach nicht mehr. Punkt.

    In der LEHRE sind Vivisektionen sinnlos. In der Forschung können Tierversusche unter Umständen nötig sein.
    Allerdings sehen ich hier erheblichen Nachbesserungsbedarf bei der Prüfung der realen Nutzen-Relation.

  2. Vielleicht sollten wir nur noch ... Pflanzen pflücken bei Mondschein ... als Studiengang anbieten.

    Unglaublich das wir nach Jahrhunderten zäher Aufklärung das Feld bigotten Mimosen überlassen die jeden Fetisch zur Religion machen. Deutschland schafft sich ab.

    16 Leser-Empfehlungen
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    Ich werde ausfallend: XXXXX!
    Endlich ein Schritt in die richtige Richtung. Lassen Sie sich doch sezieren, wenn Sie es für so wichtig halten.

    Hören Sie doch mal mit "Deutschland" auf! Was hier zur Debatte steht ist eine Entscheidung einer Universität, welche auf studentische Initiative zurückgeht und eine Alternative (keine Verpflichtung!) zum Sezierkurs im Biologiestudium beinhaltet. Da Sie so hingebungsvoll von Deutschland reden, frage ich mich, welchen Fetisch Sie in Ihrer Religion anbieten.

    Sie haben den Nagel ganz gut auf den Kopf getroffen.
    Heutzutage will jeder nur noch die Rosinen haben...
    Aber das ist genau der Typ Mensch, der traumatisiert ist, wenn er mit der knallharten Realität konfrontiert wird.
    Bald gibt es auch Elektrotechnik ohne Mathe, Maschinenbau nur mit nachhaltigen Werkstoffen und Medizin ohne Blut.

    also so sind die grünen übermenschen eben. verstösst etwas gegen die eigene weltsicht wird es abgeschafft. ein bisschen demonstrieren war ja schon immer zeichen der geistig überlegenen, in deren tradition man sich sieht bevor man erneut ins gentrifizierte altbauviertel fährt und sich dabei über die obdachlosen echauffiert..

    der medizin vergleich ist klasse....ja ich will medizin, nur wegen dem status...aber bitte nicht am menschen. das sollen dann die anderen machen..

    Kennen Sie die Wissenschaft (wenigstens in einem Gebiet) von Innen und wissen um die echten Probleme der deutschen Wissenschaft?

    Prekaere Beschaeftigungsverhaeltnisse, Zeitverträge und schlechte Bezahlung der Wissenschaftler ohne Professur sind erheblich bedrohlicher für die deutsche Wissenschaft als die Abschaffung der Pflicht des Aufschneidens von Mäusen (wir wissen auch so langsam wie eine Maus von innen aussieht)!

    Im übrigen kann man sich durchaus so manchen Tierversuch sparen wenn man numerische Simulationen zur Hilfe nimmt. Das hat die Pharmaindustrie auch z.T. erkannt.

    jj.

    da wollen ein paar vereinzelte "Hanseln" nicht beim frisch fröhlichen Zerschnippeln von Froschleichen mitmachen und Sie reden sogleich das Ende der Wissenschaft herbei. Zu köstlich...

    Dünnhäutiger als bei einem Papst im Mittelalter werden gleich bei jeder abweichenden Meinung Existenzängste über Ihre Religion losgetreten und zur Inquisition geblasen... beinahe niedlich...

    Ich werde ausfallend: XXXXX!
    Endlich ein Schritt in die richtige Richtung. Lassen Sie sich doch sezieren, wenn Sie es für so wichtig halten.

    Hören Sie doch mal mit "Deutschland" auf! Was hier zur Debatte steht ist eine Entscheidung einer Universität, welche auf studentische Initiative zurückgeht und eine Alternative (keine Verpflichtung!) zum Sezierkurs im Biologiestudium beinhaltet. Da Sie so hingebungsvoll von Deutschland reden, frage ich mich, welchen Fetisch Sie in Ihrer Religion anbieten.

    Sie haben den Nagel ganz gut auf den Kopf getroffen.
    Heutzutage will jeder nur noch die Rosinen haben...
    Aber das ist genau der Typ Mensch, der traumatisiert ist, wenn er mit der knallharten Realität konfrontiert wird.
    Bald gibt es auch Elektrotechnik ohne Mathe, Maschinenbau nur mit nachhaltigen Werkstoffen und Medizin ohne Blut.

    also so sind die grünen übermenschen eben. verstösst etwas gegen die eigene weltsicht wird es abgeschafft. ein bisschen demonstrieren war ja schon immer zeichen der geistig überlegenen, in deren tradition man sich sieht bevor man erneut ins gentrifizierte altbauviertel fährt und sich dabei über die obdachlosen echauffiert..

    der medizin vergleich ist klasse....ja ich will medizin, nur wegen dem status...aber bitte nicht am menschen. das sollen dann die anderen machen..

    Kennen Sie die Wissenschaft (wenigstens in einem Gebiet) von Innen und wissen um die echten Probleme der deutschen Wissenschaft?

    Prekaere Beschaeftigungsverhaeltnisse, Zeitverträge und schlechte Bezahlung der Wissenschaftler ohne Professur sind erheblich bedrohlicher für die deutsche Wissenschaft als die Abschaffung der Pflicht des Aufschneidens von Mäusen (wir wissen auch so langsam wie eine Maus von innen aussieht)!

    Im übrigen kann man sich durchaus so manchen Tierversuch sparen wenn man numerische Simulationen zur Hilfe nimmt. Das hat die Pharmaindustrie auch z.T. erkannt.

    jj.

    da wollen ein paar vereinzelte "Hanseln" nicht beim frisch fröhlichen Zerschnippeln von Froschleichen mitmachen und Sie reden sogleich das Ende der Wissenschaft herbei. Zu köstlich...

    Dünnhäutiger als bei einem Papst im Mittelalter werden gleich bei jeder abweichenden Meinung Existenzängste über Ihre Religion losgetreten und zur Inquisition geblasen... beinahe niedlich...

  3. Ich werde ausfallend: XXXXX!
    Endlich ein Schritt in die richtige Richtung. Lassen Sie sich doch sezieren, wenn Sie es für so wichtig halten.

    10 Leser-Empfehlungen
    • Ranjit
    • 14.12.2011 um 15:57 Uhr
    4. Warum?

    "Wer an welchem Kursprogramm teilgenommen hat, wird auf dem Abschlusszeugnis vermerkt."

    Warum genau muss das vermerkt werden? Was genau man in anderen Kursen getan oder nicht getan hat kommt doch so auch nicht ins Zeugnis?

    Ich sehe auch keines Sinn darin, Biologen das Sezieren aufzuzwingen. Wenn man sich als Molekularbiologe oder Botaniker spezialisieren will, muss man dafür doch keine Tiere aufschnibbeln. Als Psychologe muss man doch auch keiner Leiche die Schädeldecke aufschneiden und mal reinschauen.

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    Weil der Arbeitgeber wissen muss ob er bei der betreffenden person Sezierkenntnisse voraussetzen kann oder nicht.

    Aus jedem Zeugnis geht hervor, welche Kurse belegt und mit Prüfung abgeschlossen wurden.

    In meinem Studiengang habe ich in der Neuroanatomie mit anderen Studenten menschliche Gehirne seziert. Als Studentin der Psychologie. Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Auch wir haben an verschiedenen Tieren seziert um unterschiedliche Gehirne, verschiedener Tiere zu betrachten.

    Ich finde die Regelung so ganz gelungen. Die Studenten gehen mit ihrer ideologischen Überzeugung auch ein Risiko bzgl. späterer Berufswahl ein. Sie werden wissen was sie tun. Es ist nicht umsonst. Es ist kein rumdrucksen. Es ist eine ehrliche Entscheidung. Und es macht das Lernen schwerer. Durch Anfassen und Selber-machen würden sie besser und einfacher lernen. Aber sie entscheiden sich fürs "Pauken" von Band und Buch.

    Finde ich sehr gut.

    Weil der Arbeitgeber wissen muss ob er bei der betreffenden person Sezierkenntnisse voraussetzen kann oder nicht.

    Aus jedem Zeugnis geht hervor, welche Kurse belegt und mit Prüfung abgeschlossen wurden.

    In meinem Studiengang habe ich in der Neuroanatomie mit anderen Studenten menschliche Gehirne seziert. Als Studentin der Psychologie. Also bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Auch wir haben an verschiedenen Tieren seziert um unterschiedliche Gehirne, verschiedener Tiere zu betrachten.

    Ich finde die Regelung so ganz gelungen. Die Studenten gehen mit ihrer ideologischen Überzeugung auch ein Risiko bzgl. späterer Berufswahl ein. Sie werden wissen was sie tun. Es ist nicht umsonst. Es ist kein rumdrucksen. Es ist eine ehrliche Entscheidung. Und es macht das Lernen schwerer. Durch Anfassen und Selber-machen würden sie besser und einfacher lernen. Aber sie entscheiden sich fürs "Pauken" von Band und Buch.

    Finde ich sehr gut.

  4. Hören Sie doch mal mit "Deutschland" auf! Was hier zur Debatte steht ist eine Entscheidung einer Universität, welche auf studentische Initiative zurückgeht und eine Alternative (keine Verpflichtung!) zum Sezierkurs im Biologiestudium beinhaltet. Da Sie so hingebungsvoll von Deutschland reden, frage ich mich, welchen Fetisch Sie in Ihrer Religion anbieten.

  5. 6. Errata

    anbeten

  6. "Wenn man schon genau weiß, dass man Botaniker werden will, dann muss man keine Maus sezieren können."

    Ich kannte mehrere Kommilitonen, die Botaniker werden wollten. Zumindestens am Anfang des Studiums.

    Fast klar, dass am Ende dann doch Molekularbiologie und Krebsforschung dabei heraus kam, denn da ist nun mal das Forschungsgeld.

  7. Was kommt denn als nächstes? Medizinstudium ohne Leichenöffnung?

    Bei aller Abneigung gegen Tierversuche, aber zu einem Biologiestdium gehört ja wohl, dass man auch mal am "lebenden" Objekt betrachtet, was man sonst nur via Beamer und Buch zu sehen bekommt.

    Andersherum ausgedrückt: würde man sein Auto zu einem Mechaniker bringen, der immer nur Motoren in Büchern gesehen hat und nie auch nur einen 13er Ringschlüssel in der Hand hatte?

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    Leider scheinen Sie den Unterschied zwischen einem empfindsamen Lebewesen und einer Maschine nicht zu kennen. Das ist sehr schade, sagt aber leider viel über unsere Gesellschaft aus. Und mal ehrlich: Ich glaube kaum, dass in einem generellen Sezierkurs im ersten Semester Kenntnisse vermittelt werden, die nicht auch an leblosen Material eingeübt werden können. Hier wird es wohl um Basisfähigkeiten gehen, und nur für den Spaß an der Freud würde ich eine Maus auch nicht aufschneiden wollen.

    um nicht den Unterschied zwischen einer Leiche und lebenden Kreaturen zu erkennen?
    Wie wäre es, wenn sich mal ein paar Aliens mit ein paar Sezierübungen an I h n e n versuchen würden ?

    • Sambi
    • 27.12.2011 um 12:26 Uhr

    und das wissen Sie auch genau.
    Ich habe selbst Biologie studiert und hatte damals große Bauchschmerzen damit, dass wir diesen Sezierkurs machen mussten.

    Was habe ich gelernt in diesem Kurs?
    Ich habe gelernt, wie man ein totes Tier aufschneidet und auseinandernimmt und wie man eine möglichst genaue Zeichnung davon anfertigt.
    Das ist sehr wenig und meiner Meinung nach völlig unwichtig für das Verständnis der Biologie.
    Wie so ein Tier von innen aussieht und welche Funktion die Organe haben, kann man ebensogut an Modellen lernen! Das Zeichnen kann man übrigens auch sehr gut an Vorlagen (z.B. an Fotos) oder an Pflanzen üben, was ja sowieso gemacht werden muss.

    Ich finde es sehr gut, dass endlich der Tierverbrauch an den Universitäten auf die Tagesordnung kommt.

    Leider scheinen Sie den Unterschied zwischen einem empfindsamen Lebewesen und einer Maschine nicht zu kennen. Das ist sehr schade, sagt aber leider viel über unsere Gesellschaft aus. Und mal ehrlich: Ich glaube kaum, dass in einem generellen Sezierkurs im ersten Semester Kenntnisse vermittelt werden, die nicht auch an leblosen Material eingeübt werden können. Hier wird es wohl um Basisfähigkeiten gehen, und nur für den Spaß an der Freud würde ich eine Maus auch nicht aufschneiden wollen.

    um nicht den Unterschied zwischen einer Leiche und lebenden Kreaturen zu erkennen?
    Wie wäre es, wenn sich mal ein paar Aliens mit ein paar Sezierübungen an I h n e n versuchen würden ?

    • Sambi
    • 27.12.2011 um 12:26 Uhr

    und das wissen Sie auch genau.
    Ich habe selbst Biologie studiert und hatte damals große Bauchschmerzen damit, dass wir diesen Sezierkurs machen mussten.

    Was habe ich gelernt in diesem Kurs?
    Ich habe gelernt, wie man ein totes Tier aufschneidet und auseinandernimmt und wie man eine möglichst genaue Zeichnung davon anfertigt.
    Das ist sehr wenig und meiner Meinung nach völlig unwichtig für das Verständnis der Biologie.
    Wie so ein Tier von innen aussieht und welche Funktion die Organe haben, kann man ebensogut an Modellen lernen! Das Zeichnen kann man übrigens auch sehr gut an Vorlagen (z.B. an Fotos) oder an Pflanzen üben, was ja sowieso gemacht werden muss.

    Ich finde es sehr gut, dass endlich der Tierverbrauch an den Universitäten auf die Tagesordnung kommt.

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