PlagiatsvorwurfKoch-Mehrin will Doktortitel einklagen

Die FDP-Politikerin gibt den Kampf um ihren Doktortitel nicht auf und verklagt die Universität Heidelberg. Diese hatte ihr den Titel wegen Plagiatsvorwürfen aberkannt. von dpa

Silvana Koch-Mehrin will ihren Titel nicht aufgeben.

Silvana Koch-Mehrin will ihren Titel nicht aufgeben.  |  © Andreas Rentz/Getty Images

Silvana Koch-Mehrin kämpft um ihren Doktortitel nun auch vor Gericht. Die FDP-Europapolitikerin reichte Klage gegen die Universität Heidelberg ein, die ihr den Doktorgrad wegen Plagiatsvorwürfen entzogen hatte. Das teilte das Verwaltungsgericht Karlsruhe mit (Az.: 7 K 3335/11). Ob und wann es zu einer Verhandlung kommt, steht aber noch nicht fest.

Die Universität Heidelberg hatte der Politikerin im Juni den Titel aberkannt, weil auf rund 80 Seiten ihrer Dissertation 120 Stellen als Plagiate zu klassifizieren seien.

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Koch-Mehrin hatte dagegen Widerspruch eingelegt und erklärt, dass der Uni die Mängel ihrer Arbeit stets bekannt waren und die Note deshalb auch entsprechend schlecht ausgefallen sei. Dennoch sei die Arbeit am Ende für würdig empfunden worden.

Die Politikerin hatte im Mai wegen der Vorwürfe ihre Posten als Vorsitzende der FDP im Europaparlament und Parlementsvizepräsidentin niedergelegt.

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Leserkommentare
  1. und dann klagen, viel Vergnügen, vielleicht kann sie ja bei der EU und Guttenberg anheuern, gewissenlose Leute ohne Moral sind gefragt, wie die Frau Kroes meint.

  2. oder bettelt sie geradezu um eine (weitere) Blamage?

    • Madder
    • 14. Dezember 2011 20:22 Uhr

    dann soll man das auch gerichtlich festhalten lassen.

    Mir steht dieser Titel zu den ihre Unfähigkeit hat die mMeinige nicht aufgedeckt.

    Ich würde mich schämen.

  3. 4. [...]

    Entfernt. Bitte beachten Sie Ihren Ton. Danke, die Redaktion/mo.

  4. Man mag es mir verzeihen, sollte ich hier eine Aussage von Jon Stewart, leicht der vorliegenden Meldung angepasst, nicht ganz korrekt wiedergeben, aber er sagte mal über einen US-Politiker folgendes:

    "Ich bin Gastgeber einer Comedy-Show, und ich hasse hart arbeiten, darum mag ich *Silvana Koch-Mehrin*: Wir gehören zusammen!"

    Damit ist eigentlich alles gesagt, außer: großartiges Timing!
    Gerade jetzt wo Lindner verschwindet und Röslers Stuhl wackelt, könnte man doch nicht nur über die politische Zukunft, des gescheiterten Lieferjungen nachdenken, sondern auch über die, der gescheiterte Super-Europapolitikerin, die offensichtlich nicht den Hals voll kriegt...

    Es sei ihr gegönnt, genau so Schiffbruch zu erleiden, wie Guttenberg mit seinem unersättlichen, verfrühten Rückkehr. Denn die Unersättlichkeit demonstriert sie ja auch gerade in Reinform.
    Hat einmal nicht gelangt, gibts eben nochmal eins auf´n Deckel bis sie´s eben lernt.

  5. Gut, dass Frau Koch-Mehrin schon einen Job bei der EU hat! Der EU ist wahrscheinlich auch egal, ob die Mitarbeiter in den USA oder gar nicht da sind.

  6. Vielleicht kann sie ja auf Grund einer Frauenquote ihren Titel einklagen. Sonst ist an dieser auch in der Politik durch Extremfleiss auffälligen Frau nichts auffälliges.
    Selbst über Ihre in der Dr.arbeit beschriebene Währungsunion scheint sie ja keine Erkenntnisse zu haben , die sie uns hätte mitteilen können, so als Quasiexpertin des Scheiterns( in doppelter Hinsicht ).

    • maksym
    • 14. Dezember 2011 20:27 Uhr

    in den Medien zu bleiben. Angesichts dieser Tatsachen. Wartet mal ein, zwei Jahre ab, dann taucht die Madame im Dschungelcamp bei Dirk Bach auf.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte FDP | Silvana Koch-Mehrin | Universität Heidelberg | Arbeit | Dissertation | Doktortitel
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