Mathiopoulos' Karriere ist beeindruckend
Diese Makel hinderten Mathiopoulos nicht an einer herausragenden Berufskarriere. In den neunziger Jahren wurde sie Kommunikationschefin mit Schwerpunkt Amerika bei der Norddeutschen Landesbank. Die TU Braunschweig versprach sich davon nützliche Beziehungen und machte sie 1995 zur Honorarprofessorin für Internationales. Das negative Gutachten von Gert Krell wurde dabei geflissentlich übersehen.
Vor zehn Jahren gründete die Karrierefrau dann eine Beratungsfirma für Sicherheitspolitik, unter anderem mit dem früheren Nato-General Klaus Naumann. Ein Jahr später wurde sie Honorarprofessorin an der Uni Potsdam. Hauptfürsprecher war der Historiker Manfred Görtemaker. ZEIT ONLINE sagte er jetzt: "Mathiopoulos wollte Geld aus dem Verteidigungsministerium mitbringen und damit an unserer jungen Uni ein Zentrum für Militärfragen aufziehen." Daraus wurde aber nichts, zumal die Hoffnungsträgerin der oppositionellen FDP unter Westerwelle beitrat. Heute ist sie in der Partei für ein deutsch-amerikanisches Dialogforum verantwortlich.
Frühere Fürsprecher gehen auf Distanz
Mit der Promotion steht und fällt auch die Honorarprofessur, sagten die Hochschulen in Braunschweig und Potsdam. Die Gutachter, die Mathiopoulos als Honorarprofessorin empfohlen hatten, sind darüber heute ziemlich unglücklich. So hatte der Politologe Claus Leggewie der niedersächsischen Hochschule bestätigt: "Die TU hat einen 'großen Fisch' an der Angel – sie sollte ihn nicht vorbeiziehen lassen." Jetzt sagt er: "Ohne Umschweife: Mein Gutachten war ein Fehler. Gegen damals zirkulierende Plagiatsvorwürfe war von Personen, denen ich vertrauen zu können meinte, eine regelrechte rhetorische Abwehrkulisse aufgebaut worden."
Alle positiven Gutachten hat Mathiopoulos auf ihre Website gestellt. Claus Leggewie sieht darin einen unkollegialen Bruch hochschulinterner Vertraulichkeit. Der Militärhistoriker Bernhard Kroener und der Politikwissenschaftler Christian Hacke fordern von der Honorarprofessorin sogar ausdrücklich, ihre Voten aus dem Netz zu nehmen. Einstige Fürsprecher Mathiopoulos' gehen also bereits auf Distanz.
- Datum 19.12.2011 - 16:04 Uhr
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Als FDP-Mitglied lernte ich Frau M. erst über die Medien-Berichterstattung kennen, dann persönlich auf einem FDP-Treffen. Sie hielt einen Vortrag über irgendwas und saß dann auf dem Podium. Mein Eindruck nach dieser persönlichen Begegnung war noch stärker als durch die Medien-Berichterstattung: Für mich war Frau M. eine Hohlsprecherin, die aus Gründen hochgejazzt wurde, die im Kern zumindestens inhaltlich nicht nachvollziehbar waren. Leere Worthülsen, wenig Substanz. Man kannte sie, weil sie dafür bekannt war, bekannt zu sein. Ähnliche Selbstläufer-Effekte kennt man (ich bitte den Vergleich zu entschuldigen) von Paris Hilton etc. Nachdem Frau M. erst Herrn Willy Brandt nahe stand (vorgesehen als Presse-Sprecherin) und dann zur FDP gekommen war, kamen die roten Teppiche wie von Zauberhand geflogen, über die sie gehen konnte. - Warum ich das alles erzähle? Weil mich die Nachricht, dass ihr ggf nun der Doktorgrad aberkannt wird, überhaupt NICHT wundert. Für mich passt das absolut ins Bild.
Ich danke aufrichtig den Plagiate-Jägern.
In diesem und in allen anderen Fällen.
Auch und gerade, wenn es Celebrities meiner (Noch-)Partei FDP trifft - Leute, die dazu beigetragen haben, dass die einst liberale Partei zu einem Misthaufen und zu einer Lachnummer verkommen ist.
FRWBonn
(Mitbegründer der Jungen Liberalen)
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/se
//Für mich war Frau M. eine Hohlsprecherin, die aus Gründen hochgejazzt wurde, die im Kern zumindestens inhaltlich nicht nachvollziehbar waren.//
Alle ertappten Plagiatoren der FDP wie eben SKM, Chatzi, Mathiopoulos und Djir-Sarai haben gemein, daß es sich um Quotenrandgruppen handelt (Frauen, Mihigrus), die eben aus Publicitygründen oder um böse Presseberichte abzumildern "hochgejazzt" wurden. Auch wenn es sich nur um eine informelle Quote handelt, läßt es übles ahnen, wenn künftig immer mehr Bereiche der Gesellschaft durch Quotenpersonen zwangsbeglückt werden.
[...]
Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine respektvolle Wortwahl. Danke. Die Redaktion/vn
Und wenn man beim Anhören vieler Politiker- und Politiker i.R.-Reden genauer hinhört, dann hat man auch dort oft denselben Eindruck: Leere Worthülsen, wenig Substanz.
Für Polit-Karrieren und Politik-Berater-Karrieren reicht das doch offenbar zu oft. Und falls damit noch der Weg ins Parlament gepflastert wird, dann hindert das Listenwahlrecht den Wähler daran, selbst bei Auffallen des Mangels korrigierend eingreifen zu können.
...dass ich von Bekannten mitbekommen habe, dass die Dame immer wieder an der Uni Potsdam Seminare abhielt...und währenddessen laufend ihr Handy klingeln ließ, sie auch immer wieder rausging vor die Tür und somit die Wichtigtuerpose den ganzen Seminarablauf bestimmte. Worum es da inhaltlich gehen sollte, war wohl auch für sie selbst zweitrangig.
Wie man sich sowas bieten lassen kann als Uni, ist mir allerdings auch schleierhaft.
könnte es zukünftig heißen. Wie sonst ist zu erklären, dass jetzt reihenweise Blender und Täuscher entlarvt werden, die zuvor steile Parteikarrieren genommen haben. Offensichtlich schaden Beziehungen nur dem, der keine hat. Die anderen ziehen auf der ganz linken Spur an den ehrlichen Arbeitern vorbei.
Aber zurück zu Frau MM, Tochter einflußreicher Eltern, mit noch heute nicht unanattraktiver äußerer Erscheinung:
Für mich ist es nicht verwunderlich, sondern eher offensichtlich, dass dieser Dame, in der damaligen Bundesrepublik, die roten Teppiche ausgerollt wurden. Über ihre möglichen Qualitäten möchte ich gar nicht weiter spekulieren. Diverse Personen, vorzugsweise alten Herren, in Amt und Würden scheint sie jedenfalls maßlos beeindruckt bzw. geblendet zu haben. Insofern ist der Vorwurf der Täuschung zwar zutreffend, greift aber deutlich zu kurz. Denn es braucht immer noch jemanden, der sich, bereitwillig oder nicht, täuschen läßt. Deshalb sind auch und vor allem Diejenigen zu belangen, die der Dame, warum auch immer, so bereitwillig falsche Zeugnisse ausgestellt haben.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/se
//Für mich war Frau M. eine Hohlsprecherin, die aus Gründen hochgejazzt wurde, die im Kern zumindestens inhaltlich nicht nachvollziehbar waren.//
Alle ertappten Plagiatoren der FDP wie eben SKM, Chatzi, Mathiopoulos und Djir-Sarai haben gemein, daß es sich um Quotenrandgruppen handelt (Frauen, Mihigrus), die eben aus Publicitygründen oder um böse Presseberichte abzumildern "hochgejazzt" wurden. Auch wenn es sich nur um eine informelle Quote handelt, läßt es übles ahnen, wenn künftig immer mehr Bereiche der Gesellschaft durch Quotenpersonen zwangsbeglückt werden.
[...]
Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine respektvolle Wortwahl. Danke. Die Redaktion/vn
Und wenn man beim Anhören vieler Politiker- und Politiker i.R.-Reden genauer hinhört, dann hat man auch dort oft denselben Eindruck: Leere Worthülsen, wenig Substanz.
Für Polit-Karrieren und Politik-Berater-Karrieren reicht das doch offenbar zu oft. Und falls damit noch der Weg ins Parlament gepflastert wird, dann hindert das Listenwahlrecht den Wähler daran, selbst bei Auffallen des Mangels korrigierend eingreifen zu können.
...dass ich von Bekannten mitbekommen habe, dass die Dame immer wieder an der Uni Potsdam Seminare abhielt...und währenddessen laufend ihr Handy klingeln ließ, sie auch immer wieder rausging vor die Tür und somit die Wichtigtuerpose den ganzen Seminarablauf bestimmte. Worum es da inhaltlich gehen sollte, war wohl auch für sie selbst zweitrangig.
Wie man sich sowas bieten lassen kann als Uni, ist mir allerdings auch schleierhaft.
könnte es zukünftig heißen. Wie sonst ist zu erklären, dass jetzt reihenweise Blender und Täuscher entlarvt werden, die zuvor steile Parteikarrieren genommen haben. Offensichtlich schaden Beziehungen nur dem, der keine hat. Die anderen ziehen auf der ganz linken Spur an den ehrlichen Arbeitern vorbei.
Aber zurück zu Frau MM, Tochter einflußreicher Eltern, mit noch heute nicht unanattraktiver äußerer Erscheinung:
Für mich ist es nicht verwunderlich, sondern eher offensichtlich, dass dieser Dame, in der damaligen Bundesrepublik, die roten Teppiche ausgerollt wurden. Über ihre möglichen Qualitäten möchte ich gar nicht weiter spekulieren. Diverse Personen, vorzugsweise alten Herren, in Amt und Würden scheint sie jedenfalls maßlos beeindruckt bzw. geblendet zu haben. Insofern ist der Vorwurf der Täuschung zwar zutreffend, greift aber deutlich zu kurz. Denn es braucht immer noch jemanden, der sich, bereitwillig oder nicht, täuschen läßt. Deshalb sind auch und vor allem Diejenigen zu belangen, die der Dame, warum auch immer, so bereitwillig falsche Zeugnisse ausgestellt haben.
Zitat: "Alle positiven Gutachten hat Mathiopoulos auf ihre Website gestellt. Claus Leggewie sieht darin einen unkollegialen Bruch hochschulinterner Vertraulichkeit."
Umgekehrt wäre es sinnvoller. Alle Gutachten sollten stets der Öffentlichkeit zugänglich sein, sowohl positive als auch negative. Das wäre ein Anreiz dazu, vernünftige Gutachten zu schreiben. (Und es würde auch zeigen, daß Irren nunmal menschlich ist.)
Auch bei der Begutachtung von Fachartikeln halte ich eine vollständige Transparenz für wesentlich besser als das sog. Double-Blind-Verfahren.
Dabei hat sich aber leider gezeigt, dass ein Open Review eher dazu führt, positive Gutachten abzugeben - man will es sich ja nicht mit dem Autoren, der womöglich morgen das eigene Paper reviewt, verscherzen. Man sieht ja in solchen Fällen wie hier, wo der Autor genau weiss, wer begutachtet und entsprechend Beziehungen nutzen kann, wohin das führt.
Dabei hat sich aber leider gezeigt, dass ein Open Review eher dazu führt, positive Gutachten abzugeben - man will es sich ja nicht mit dem Autoren, der womöglich morgen das eigene Paper reviewt, verscherzen. Man sieht ja in solchen Fällen wie hier, wo der Autor genau weiss, wer begutachtet und entsprechend Beziehungen nutzen kann, wohin das führt.
Es ist einfach peinlich , was da immer als quasi-wissenschaftlich per Doktortitel gewürdigt wird.
Kann man da nicht die Doktorväter zur Rechenschaft ziehen, denn das ein Politiker bekannterweise lügt ist leider normal .
wenn von 400 Seiten 200 ohne Zitierung abgeschrieben sind ist zu vermuten, dass die restlichen Seiten mit Zitierung abgeschrieben sind, d.h. eigene Erkenntnisse waren nicht vorhanden.
Ich hörte soeben, dass Krankenschwestern von der EU gefordert jetzt Abitur haben sollen, vielleicht sollten Politiker als Zulassung einen Lügendetektortest machen.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/se
@CarstenS007: "Und putzig ist auch, daß sie mal mit einem CDU-Politiker verheiratet war."
@CarstenS007: "Und putzig ist auch, daß sie mal mit einem CDU-Politiker verheiratet war."
Entfernt. Bemühen Sie sich um einen sachlichen sowie konstruktiven Kommentarstil. Die Redaktion/mak
Dabei hat sich aber leider gezeigt, dass ein Open Review eher dazu führt, positive Gutachten abzugeben - man will es sich ja nicht mit dem Autoren, der womöglich morgen das eigene Paper reviewt, verscherzen. Man sieht ja in solchen Fällen wie hier, wo der Autor genau weiss, wer begutachtet und entsprechend Beziehungen nutzen kann, wohin das führt.
Langsam wird es peinlich, diese Titelgeilheit.
Ob Politiker oder nicht, ich finde es unerträglich, dass
solche Menschen über Ihren Doktortitel Einkünfte erzielen,
statt mittels Leistung.
innerhalb von einem Zeitraum von 3-5 jahren muss sich jeder Dr. überprüfen lassen. Ein sogenannter Dr. "Stresstest".
Kann es sein, dass dabei systemische Zusammenhänge ans Licht kämen?
Außerdem wäre ich dafür, die Bewertungen durchsichtig UND VERGLEICHBAR zu machen - manche Leute bekommen eine "summa cum laude" (Höchstnote) für etwas, was anderswo gerade noch angenommen würde, während in anderen Kontexten diese Note fast gar nicht vergeben wird. Mit den rechten Beziehungen bekommt man dann für eine schlechtere Leistung Preise und Stipendien und schon haben wir eine "Elite" (manchmal sogar an den Unis) von der man nicht weiß, ob wirklich immer nur die Besten in ihre vertreten sind...
Das Problem sind dabei nicht einmal einzelne IrrläuferInnen und BlenderInnen, das Problem ist, dass diese dann die Macht haben, ihrerseits den Nachwuchs zu formen. Erfahrungsgemäß neigt aber überbewertetes Mittelmaß dazu, als Leistung nur anzuerkennen, was ihm nicht gefährlich werden kann, sprich: was noch schlechter ist als es selbst...
Deshalb: QUALITÄTSPROBE für alle Akademiker und Akademikerinnen mit Doktortitel! JA!
Außerdem wäre ich dafür, die Bewertungen durchsichtig UND VERGLEICHBAR zu machen - manche Leute bekommen eine "summa cum laude" (Höchstnote) für etwas, was anderswo gerade noch angenommen würde, während in anderen Kontexten diese Note fast gar nicht vergeben wird. Mit den rechten Beziehungen bekommt man dann für eine schlechtere Leistung Preise und Stipendien und schon haben wir eine "Elite" (manchmal sogar an den Unis) von der man nicht weiß, ob wirklich immer nur die Besten in ihre vertreten sind...
Das Problem sind dabei nicht einmal einzelne IrrläuferInnen und BlenderInnen, das Problem ist, dass diese dann die Macht haben, ihrerseits den Nachwuchs zu formen. Erfahrungsgemäß neigt aber überbewertetes Mittelmaß dazu, als Leistung nur anzuerkennen, was ihm nicht gefährlich werden kann, sprich: was noch schlechter ist als es selbst...
Deshalb: QUALITÄTSPROBE für alle Akademiker und Akademikerinnen mit Doktortitel! JA!
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