StudiengängeIrgendwas mit Umwelt studieren

Oft beginnt die Studienfachwahl mit einer vagen Vorstellung. Wir stellen Alternativen zu Massenstudiengängen vor. Heute: Studiengänge mit Umwelt.

Arboristik

Wie man Bäume schützt und pflegt und wie man Grünanlagen plant, lehrt der Studiengang Arboristik (von lat. arbor: Baum). Er vermittelt Grundkenntnisse in Bodenkunde, Zoologie und Botanik und lehrt, Gehölzkrankheiten zu erkennen und zu bekämpfen.

Biotechnologie

Natur und Technik finden in diesem Studium zusammen: Hier werden biologische Systeme wie Mikroorganismen entwickelt, um sie für die Medizin und den Umweltschutz zu nutzen. Die Absolventen forschen in der Gentechnik oder Bioinformatik, sie arbeiten in Entwicklungslabors oder in der Industrie.

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Energiemanagement

Wie kann man Energie effizient erzeugen, wie einsparen und wie die Versorgung nachhaltig sichern? Solche Zukunftsfragen werden in dem betriebswirtschaftlich-technisch ausgerichteten Studium beantwortet. Es bereitet auf eine Tätigkeit in Ingenieur- und Planungsbüros, in kommunalen Behörden oder bei Energieversorgern vor.

Holztechnik

Mit dem Material Holz und seiner Verarbeitung beschäftigen sich die Studenten der Holztechnik. Darauf spezialisierte Wirtschafts- und Werkstoffingenieure arbeiten überwiegend in der Entwicklung und Produktion der verarbeitenden Industrie oder im Handel.

Hydrologie

Hydrologen erforschen den Wasserkreislauf und analysieren die biologischen, chemischen und physikalischen Bedingungen in Gewässern. Sie sagen Hochwasser vorher, untersuchen die Umweltverträglichkeit von Waschmitteln oder rufen Wasserschutzgebiete aus.

Naturschutz/Landschaftsplanung

Die Absolventen dieses Studienganges bemühen sich, Naturschutz und Landnutzung unter einen Hut zu bringen. Mit ihrem Wissen in Zoologie, Botanik oder Stadtplanung arbeiten sie später beispielsweise im Tourismus, aber auch in der Verwaltung oder bei Verbänden.

Leserkommentare
    • Eruman
    • 20.01.2012 um 14:14 Uhr

    Nun gut, also ein wesentliches Feld haben sie da schon vergessen. Umwelttechnik?
    Man lernt Chemie, Biologie und Ingenieursfächer wie Mechanik, Konstruktion usw um dann Umweltschäden aufzuräumen oder zu verhindern.
    Auch Umweltmanagement ist ziemlich groß. Das kam alles nun nicht wirklich vor.

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    • Anay
    • 20.01.2012 um 16:17 Uhr

    Genau. Dass Umwelttechnik nicht genannt wurde, ist schon seltsam, v.a. weil es m.W. auch ein Vorreiter war: den Studiengang "Technischer Umweltschutz" gibt es (wenn ich mich nicht irre) in Berlin an der TU schon seit den 70er Jahren.

    • Anay
    • 20.01.2012 um 16:17 Uhr

    Genau. Dass Umwelttechnik nicht genannt wurde, ist schon seltsam, v.a. weil es m.W. auch ein Vorreiter war: den Studiengang "Technischer Umweltschutz" gibt es (wenn ich mich nicht irre) in Berlin an der TU schon seit den 70er Jahren.

    • Ranjit
    • 20.01.2012 um 14:32 Uhr

    Mir fehlt die Psychologie. Umweltschutz ist häufig keine Frage der Technologie sondern des Konsum- bzw. Nutzungsverhaltens.

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    wäre das nicht eher Soziologie/Politik? Oder wollen Sie 80 Millionen Menschen in Einzeltherapie auf Umweltschutz trimmen ;)

    wäre das nicht eher Soziologie/Politik? Oder wollen Sie 80 Millionen Menschen in Einzeltherapie auf Umweltschutz trimmen ;)

  1. findet man hier http://studienwahl.de/ind... . Ansonsten kann ich nur empfehlen auf den Seiten der Unis und FHs nachzuschauen. Die Links findet man auf der oben angegebenen Web-Seite.

    • matsei
    • 20.01.2012 um 15:02 Uhr

    Ich vermisse auch sämtliche naturwissenschaftlichen Studiengänge wie Biologie, Ökologie, Umweltnaturwissenschaften, Geoökologie, aber auch Geographie, Geologie.

    Klar, es stimmt, dass die Liste der großen und gerade der Orchideenfächer endlos ist und kaum alles abdecken kann. Aber wenn man einen Artikel in einer solchen listenartigen Form schreibt, vermittelt man den Eindruck der Vollständigkeit, was aber nicht der Fall ist. Damit tut man vielen Studiengängen unrecht ebenso existenzberechtigt sind.

    Wenn man ein Interesse an Umwelt empfindet, sollte man genauer in sich nachforschen, was das für einen selbst bedeutet. Aus dem Bauch heraus würde ich folgende Bereiche unterscheiden
    - habe ich ein Technikinteresse, dann sollte ich nach umwelttechnischen Ingenieurstudiengängen suchen.
    - habe ich Interesse, im Spannungsfeld aus Nutzung und Naturschutz zu arbeiten, sind Studiengänge wie Naturschutz, Forstwirtschaft, Agrarwirtschaft, Ökosystemmanagement, Ökolandbau,...(und viele Andere!) von Interesse.
    - habe ich Interesse, die Umwelt und ihre komplexen Prozesse und Zusammenhänge besser zu verstehen, sollte ich mich im ebenfalls sehr weiten Bereich der Umweltnaturwissenschaften und Geowissenschaften umsehen. zB. Geoökologie, Hydrologie, Meteorologie, physische Geographie, Biologie, Ökologie,...

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    • VBIO
    • 20.01.2012 um 15:59 Uhr

    bekommen Sie über die http://www.master-bio.de, da kann man auch gezielt nach Studien-Schwerpunkten im "Umwelt"-Bereich suchen. Diese vom BMBF geförderte Datenbank umfasst alle 550 biowissenschaftlichen Master-Studiengänge, die grundständigen Bachelor-Studiengänge werden meist am gleichen Standort angeboten. Aufgrund der Vielzahl an Master-Studiengängen ist ein Wechsel aus benachbarten Fächern meist sehr einfach. Einfach frühzeitig beim Studiengangsbetreuer nachfragen, welche Eingangsvoraussetzungen bestehen.
    Viel Spass beim Studieren!

    • Anay
    • 20.01.2012 um 16:17 Uhr
    6. Genau

    Genau. Dass Umwelttechnik nicht genannt wurde, ist schon seltsam, v.a. weil es m.W. auch ein Vorreiter war: den Studiengang "Technischer Umweltschutz" gibt es (wenn ich mich nicht irre) in Berlin an der TU schon seit den 70er Jahren.

    Antwort auf "Vergessen"
    • zappp
    • 20.01.2012 um 16:47 Uhr

    Grundsätzlich rate ich ab von Mischstudiengängen wie Umweltingenieur. Die klassischen Richtungen (Bau, Maschinen, Elektro, Verfahrenstechnik) mit einer Vertiefung Richtung Umwelt bedeuten mehr Flexibilität und im Zweifel auch höheres Gehalt.

    Ja, eigentlich müssen wir mit unserer Umwelt sorgsamer umgehen wie bisher. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass es auch zahlungskräftige und zahlungswillige Nachfrage nach Umweltdienstleistungen gibt. Letzlich ist es auch nur Produktion von Waren und Dienstleistungen, oder Behördenarbeit.

    2 Leserempfehlungen
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    • serins
    • 20.01.2012 um 20:37 Uhr

    Studiengang Umwelting.gesehen.

    Aber ich gebe ihnen Recht, keine Illusionen bei diesen Studiengänge.
    Aus eigener Erfahrung würde ich vom Hydrologiestudium abraten, oder man geht ins Ausland. Habe hier zwar in Canada mein Glück gefunden, würde es aber wenn ich auf D begrenzt wäre nur jedem abraten. Gehälter sind unter aller Sau, Arbeitszeiten 50+H und meist nur prekäre Beschäftigungsverhältnisse.
    Letztens wurde für die Hochwassermanagementplanung und konzeption eines gößeren Flussgebietes im Osten der Republik ein Facharbeiter für Wasserwirtschaft gesucht, da weiß man dann wo der Hase hinläuft.

    @Redaktion
    Wie auch schon bei der Nummer mit der Vermessung. Bitte mal die wirklichen Gehälter recherchieren und mit angeben (bitte nicht die Aussagen der Verbände), damit die Enttäuschung der jungen Leute nicht so groß ist. Denn mit einem lebenslangen Gehalt bei den meisten Fächern unter 3000 Euro/Monat (Startgehälter können bei 1200 - 1500 liegen), kann man sich ausrechnen, wie man Leben wird.

    Anmerkung an die Redaktion Wasserschutzgebiete werden nicht von Hydrologen ausgerufen, liebe Redaktion sondern von Verwaltungsfachangestellten in den Ämtern festgesetzt. Und die Voruntersuchungen dazu machen meist Hydrogeologen, welche keine Hydrologen sind.

    • serins
    • 20.01.2012 um 20:37 Uhr

    Studiengang Umwelting.gesehen.

    Aber ich gebe ihnen Recht, keine Illusionen bei diesen Studiengänge.
    Aus eigener Erfahrung würde ich vom Hydrologiestudium abraten, oder man geht ins Ausland. Habe hier zwar in Canada mein Glück gefunden, würde es aber wenn ich auf D begrenzt wäre nur jedem abraten. Gehälter sind unter aller Sau, Arbeitszeiten 50+H und meist nur prekäre Beschäftigungsverhältnisse.
    Letztens wurde für die Hochwassermanagementplanung und konzeption eines gößeren Flussgebietes im Osten der Republik ein Facharbeiter für Wasserwirtschaft gesucht, da weiß man dann wo der Hase hinläuft.

    @Redaktion
    Wie auch schon bei der Nummer mit der Vermessung. Bitte mal die wirklichen Gehälter recherchieren und mit angeben (bitte nicht die Aussagen der Verbände), damit die Enttäuschung der jungen Leute nicht so groß ist. Denn mit einem lebenslangen Gehalt bei den meisten Fächern unter 3000 Euro/Monat (Startgehälter können bei 1200 - 1500 liegen), kann man sich ausrechnen, wie man Leben wird.

    Anmerkung an die Redaktion Wasserschutzgebiete werden nicht von Hydrologen ausgerufen, liebe Redaktion sondern von Verwaltungsfachangestellten in den Ämtern festgesetzt. Und die Voruntersuchungen dazu machen meist Hydrogeologen, welche keine Hydrologen sind.

  2. Ich wuerde gern anmerken, dass man auch direkt Umweltwissenschaften studieren kann. Sehr schade finde ich, dass die traditionsreichen Studiengaenge Agrar-, Gartenbau- und Forstwissenschaften nicht erwaehnt werden. Dazu gibt es auch noch die Agraroekonomie zu erwaehnen.

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    • niebla
    • 22.01.2012 um 14:40 Uhr

    Forstwirtschaft und Waldwirtschaft sind im Prinzip das gleiche.

    • niebla
    • 22.01.2012 um 14:40 Uhr

    Forstwirtschaft und Waldwirtschaft sind im Prinzip das gleiche.

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