Universität Tübingen Erstes Zentrum für Islamische Theologie eingeweiht
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 Schavan sieht "Meilenstein für die Integration"

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hingegen hat bei der Eröffnungsveranstaltung betont, sie bringe dem Tübinger Islam-Zentrum großes Vertrauen entgegen. Die Einrichtung der Zentren nannte sie einen "Meilenstein für die Integration." Allerdings hatte auch sie zuletzt die Erwartung geäußert, dass sich in der islamischen Theologie eine historisch-kritische Methode im Umgang mit dem Koran entwickelt. "Wir wollen mit der großen Erfahrung, die wir an deutschen Universitäten mit der Theologie haben, auch einen Beitrag zur Weiterentwicklung der islamischen Theologie leisten." Das Zentrum biete "die große Chance, auch den Dialog mit den christlichen Religionen zu fördern".

Das Bundesbildungsministerium fördert vier Zentren mit insgesamt rund 20 Millionen Euro. Neben Tübingen entstehen diese an den Universitäten Münster/Osnabrück, Frankfurt/Gießen sowie Erlangen-Nürnberg. In den nächsten Jahren werden laut Bildungsministerium für rund 700.000 muslimische Schüler bis zu 2.000 Lehrkräfte benötigt.

Der Sprecher des Koordinationsrates der Muslime in Deutschland, Bekir Alboga, forderte, als nächster Schritt müssten die Muslime nun auch juristisch als Religionsgemeinschaft anerkannt werden. "In Deutschland herrscht ein sehr negatives Bild vom Islam und Muslimen", sagte er. Das sei auch eine Folge dessen, dass den Muslimen die juristische Anerkennung verweigert werde.

 
Leser-Kommentare
  1. und die Bürger wundern sich, da der fundamentalistische Islam, mit seiner Ungleichbehandlung und Unterdrückung sowie der santionierten Gewalt gegenüber Frauen, Homosexuellen und Atheisten sehr verbreitet unter den Anhängern dieser Religion ist und sogar Ehrenmorde und Zwangsheiraten in Deutschland häufiger publik werden. Zunächst haben die Moselmen eine Bringschuld diese Mißstände zu bennen und Lösungen aufzuzeigen. Doch davon ist nie die Rede. Wenn schon vor Beginn vom Einfluß konservativer Kräfte gewarnt wird, ist das ein schlechter Beginn.

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  2. Friedmann Eißler, Islam-Experte der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin wird folgendermaßen zitiert:

    "Auch ein christlicher Theologe glaubt, dass die Bibel Gottes Wort ist." Aber die christliche Theologie erkenne an, dass biblische Texte eben auch ein Produkt ihrer Zeit seien. "Dieses Wissenschaftsverständnis fehlt der islamischen Theologie, wenn sie den Koran sozusagen über die Geschichte hebt und als absolut gegebenes Wort Gottes betrachtet."

    Solche Einschätzung ist nur die halbe Wahrheit. Es gibt nun mal christlich theologische Ausbildungsstätten, die es ablehnen, die Bibel auch als Produkt ihrer Zeit zu sehen. Somit ist es einfach falsch zu behaupten, der islamischen Theologie fehle ein Wissenschaftsverständnis, das "die" christliche Theologie hätte.

    Auch hier ist die Welt, sagen wir mal, bunt. Und es steht jedem christlichen Theologen gut an, diese Weltreligion Islam, mit all ihren verschiedenen Konfessionen, mit Wertschätzung anzusehen, und nicht unter Fundamentalismusverdacht zu stellen.

    Zumal auch aus dem Christentum immer wieder Fundamentalismus entstanden ist und entsteht.

    Ich wünsche mir sehr, dass in der christlichen Theologie die Haltung von Überheblichkeit und Belehrung dem Islam gegenüber aufhört. Ich wünsche mir, dass christliche Theologen ihren isallamischen Kollegen die Hand reicht zur gemeinsamen Arbeit für den Frieden auf der Welt.

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    "Es gibt nun mal christlich theologische Ausbildungsstätten, die es ablehnen, die Bibel auch als Produkt ihrer Zeit zu sehen." An einer Universität finden Sie derlei Obskuranten nicht.

    "Ich wünsche mir, dass christliche Theologen ihren isallamischen Kollegen die Hand reicht zur gemeinsamen Arbeit für den Frieden auf der Welt."

    Das geht in der Praxis wahrscheinlich nur, wenn der christliche Theologe kein Mann, und der islamische Kollege keine Frau ist ...

    "Es gibt nun mal christlich theologische Ausbildungsstätten, die es ablehnen, die Bibel auch als Produkt ihrer Zeit zu sehen." An einer Universität finden Sie derlei Obskuranten nicht.

    "Ich wünsche mir, dass christliche Theologen ihren isallamischen Kollegen die Hand reicht zur gemeinsamen Arbeit für den Frieden auf der Welt."

    Das geht in der Praxis wahrscheinlich nur, wenn der christliche Theologe kein Mann, und der islamische Kollege keine Frau ist ...

    • okmijn
    • 17.01.2012 um 14:44 Uhr

    Der Staat sollte überhaupt keine Theologen bezahlen, weder christlich noch sonst was.

    Historiker mit Schwerpunkt auf einer Religion, Latein, Arabistik, Psychologen mit Schwerpunkt auf Religionen und anderen außernatürlichen Erklärungsmustern, usw. gerne aber wer nicht wissenschaftlich arbeiten will - und die Annahme der Existenz einer Wesenheit, die sich nicht falsifizieren lässt, ist bereits unwissenschaftlich - sollte nicht von Steuergeldern für seine pseudowissenschaftliche Arbeit bezahlt werden.

    Man könnte sich ja darüber streiten irgend welche Immanausbildungen als kulturellen Beitrag zu unterstützen, wissenschaftlich ist Theologie (schon der Begriff ist absurd) aber nicht.

    18 Leser-Empfehlungen
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    Lieber, die Theologen werden hier (unter staatlicher Kontrolle) ausgebildet als in irgendwelchen Hinterzimmern von radikalen Fundamentalisten.

    Eigentlich sollte der staat sich hier raushalten. Das tut er aber auch bei den Christen schon nicht, warum also bei anderen Religionen?

    ist wissentschaft, im studium der theologie wird nicht "glauben" gelehrt und gelernt, sondern man geht wissentschaftlich an die thematik herran. dabei geht es nicht darum zu beweisen das es einen gott gibt. Die theologie ist eine wissentschaft die sich interdisziplinär mit philosophie religionswissentschaft, literaturwissentschaft und anderen fachbereichen befast.

    von daher wird die theologie zu recht an den universitäten angeboten und aus öffentlichen geldern finanziert.

    und es wird endlich zeit das der islam an den universitäten aufgenommen wird. den der islam ist teil unserer gesellschaft und das ist ein schritt der anerkenung und der integration der längst überfällig war.

    • R_B
    • 18.01.2012 um 8:03 Uhr

    "und die Annahme der Existenz einer Wesenheit, die sich nicht falsifizieren lässt, ist bereits unwissenschaftlich".

    Ihre Aussage ist es bereits auch. Der poppersche Falsifikationismus steht auch nur neben anderen Methoden, die sich als Zugang zur Wahrheit verstehen, auch wenn die poppersche momentan - leider - auf fast gänzlich allen Feldern der Natur-, mithin aber auch in einigen geisteswissenschaftlichen Disziplinen hegemonial ist. Das muss aber nicht weiterhin so sein und könnte sich bald ändern. Einen Methodenpluralismus anzuerkennen, fiel bereits dem besagten Philosophen schwer. Umso weniger erstaunlich dann, dass seine Jünger, entgegen der Intention ihres Meisters, seinen Methodenmonismus wie eine gottgegebene Religion verehren und sich somit aus dem wissenschaftlichen Diskurs bereits vor langer Zeit verabschiedet haben. Der poppersche Falsifikationismus, gepaart mit der Vehemenz seiner wutschnaubenden Verteidiger, ist heute das unverrückbare Dogma einer enorm anwachsenden Vielzahl junger Studenten, die sich leider nie ernsthaft mit Wissenschaftstheorie und -philosophie beschäftigt haben.Sie ist so zur Religion des kleinen Mannes geworden. Welchen Nachteil diese davontragen sollte ersichtlich geworden sein.

    Lieber, die Theologen werden hier (unter staatlicher Kontrolle) ausgebildet als in irgendwelchen Hinterzimmern von radikalen Fundamentalisten.

    Eigentlich sollte der staat sich hier raushalten. Das tut er aber auch bei den Christen schon nicht, warum also bei anderen Religionen?

    ist wissentschaft, im studium der theologie wird nicht "glauben" gelehrt und gelernt, sondern man geht wissentschaftlich an die thematik herran. dabei geht es nicht darum zu beweisen das es einen gott gibt. Die theologie ist eine wissentschaft die sich interdisziplinär mit philosophie religionswissentschaft, literaturwissentschaft und anderen fachbereichen befast.

    von daher wird die theologie zu recht an den universitäten angeboten und aus öffentlichen geldern finanziert.

    und es wird endlich zeit das der islam an den universitäten aufgenommen wird. den der islam ist teil unserer gesellschaft und das ist ein schritt der anerkenung und der integration der längst überfällig war.

    • R_B
    • 18.01.2012 um 8:03 Uhr

    "und die Annahme der Existenz einer Wesenheit, die sich nicht falsifizieren lässt, ist bereits unwissenschaftlich".

    Ihre Aussage ist es bereits auch. Der poppersche Falsifikationismus steht auch nur neben anderen Methoden, die sich als Zugang zur Wahrheit verstehen, auch wenn die poppersche momentan - leider - auf fast gänzlich allen Feldern der Natur-, mithin aber auch in einigen geisteswissenschaftlichen Disziplinen hegemonial ist. Das muss aber nicht weiterhin so sein und könnte sich bald ändern. Einen Methodenpluralismus anzuerkennen, fiel bereits dem besagten Philosophen schwer. Umso weniger erstaunlich dann, dass seine Jünger, entgegen der Intention ihres Meisters, seinen Methodenmonismus wie eine gottgegebene Religion verehren und sich somit aus dem wissenschaftlichen Diskurs bereits vor langer Zeit verabschiedet haben. Der poppersche Falsifikationismus, gepaart mit der Vehemenz seiner wutschnaubenden Verteidiger, ist heute das unverrückbare Dogma einer enorm anwachsenden Vielzahl junger Studenten, die sich leider nie ernsthaft mit Wissenschaftstheorie und -philosophie beschäftigt haben.Sie ist so zur Religion des kleinen Mannes geworden. Welchen Nachteil diese davontragen sollte ersichtlich geworden sein.

    • okmijn
    • 17.01.2012 um 14:50 Uhr

    Man sollte hier als Atheist (das ist erst mal nicht mehr als keinen Gott anzunehmen) auch keinen besondern Respekt vor Religionen haben. Ein kurzer Blick in ein Geschichtsbuch oder die Nachrichten gibt genug Anlass die Aufklärung (und ich meine Aufklärung inkl. ihrer viel älteren Wurzeln als die Periode, die historisch als Aufklärung bezeichnet wird) gegen die Theisten zu verteidigen.

    Und alle Ethik und Moral sind mit Göttern genauso bestreitbar wie ohne möglich.

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    Verehrter Mitkommentator,
    welcher Gott (a-theist) existiert denn nach Ihrer Auffassung nicht?
    Und wer behauptet denn, dass es ohne Gott keine Ethik bzw. Moral gibt?

    Verehrter Mitkommentator,
    welcher Gott (a-theist) existiert denn nach Ihrer Auffassung nicht?
    Und wer behauptet denn, dass es ohne Gott keine Ethik bzw. Moral gibt?

  3. Verehrter Mitkommentator,
    welcher Gott (a-theist) existiert denn nach Ihrer Auffassung nicht?
    Und wer behauptet denn, dass es ohne Gott keine Ethik bzw. Moral gibt?

    Antwort auf "Nachtrag"
  4. Lieber, die Theologen werden hier (unter staatlicher Kontrolle) ausgebildet als in irgendwelchen Hinterzimmern von radikalen Fundamentalisten.

    Eigentlich sollte der staat sich hier raushalten. Das tut er aber auch bei den Christen schon nicht, warum also bei anderen Religionen?

    Antwort auf "Der Staat"
    • okmijn
    • 17.01.2012 um 15:09 Uhr

    Äh, natürlich existiert nach atheistischer Auffassung gar keiner, bzw. gibt es nach weniger strenger Definition (die ich Teile) keinen Grund, irgend einen Gott für existent zu halten ("Es existiert mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Gott").

    Viele Theisten reagieren auf Atheisten mit dem Vorwurf, bzw. dem Vorurteil, sie könnten (da ohne Gebote und ohne Heilsversprechen) nicht ethisch, bzw. moralisch, handeln. Suchen Sie einfach mal per youtube nach Interviews in den USA. Dass dies falsch ist habe ich ja gerade geschrieben.

    Eine Leser-Empfehlung
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    Mit Verlaub, wenn Sie sich klar sind, was Sie mit Atheismus meinen, können wir gerne weiter unsere Meinungen austauschen.
    Übrigens: Ich argumentiere nicht, dass ein atheistischer Staat keine Moral und Ethik hat.
    Doch bedenken Sie bitte einmal, welche Ethik im atheistischem deutschen Staat gefordert war.

    Mit Verlaub, wenn Sie sich klar sind, was Sie mit Atheismus meinen, können wir gerne weiter unsere Meinungen austauschen.
    Übrigens: Ich argumentiere nicht, dass ein atheistischer Staat keine Moral und Ethik hat.
    Doch bedenken Sie bitte einmal, welche Ethik im atheistischem deutschen Staat gefordert war.

    • okmijn
    • 17.01.2012 um 15:10 Uhr

    "Eigentlich sollte der staat sich hier raushalten. Das tut er aber auch bei den Christen schon nicht, warum also bei anderen Religionen?"

    Wieso die Missstände verschärfen? Statt islamische Theologie einzuführen sollte man die christliche auslaufen lassen.

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    wenn die Schule sie noch dazu anleitet, dass am Irrealen etwas dran sei und sie damit rückwärts erzieht, anstatt vorwärts.

    wenn die Schule sie noch dazu anleitet, dass am Irrealen etwas dran sei und sie damit rückwärts erzieht, anstatt vorwärts.

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