Höhere StudiengebührenBriten meiden die Unis

Großbritannien hat die Studiengebühren kräftig erhöht. Die Zahl der Studienbewerber geht vor allem in den Geistes- und Sozialwissenschaften zurück.

Eine britische Studentin nach den Protesten gegen die Kürzungen an den Hochschulen (2011)

Eine britische Studentin nach den Protesten gegen die Kürzungen an den Hochschulen (2011)

Im vergangenen Jahr verdreifachte die britische Regierung die Studiengebühren: Bis zu 9.000 Pfund müssen Studierende künftig im Jahr zahlen, also bis zu 10.700 Euro. Das Interesse für ein Studium lässt bei jungen Briten daraufhin nach. Für das im September beginnende Studienjahr 2012 sank die Zahl der Bewerber um 8,7 Prozent. Insgesamt bewarben sich 540.000 Studieninteressierte, nach 583.000 im Vorjahr. Das gab jetzt die zentrale Bewerbungsstelle für die Hochschulen in Großbritannien bekannt, die die Vergabe beinahe aller Anfängerstudienplätze organisiert. Neben der Zahl der einheimischen Studienbewerber ging auch die Zahl der Bewerber aus der EU zurück, und zwar um 11,2 Prozent.

Insgesamt fiel der Rückgang bei Männern etwas höher aus als bei Frauen. Überraschenderweise wurden Bewerber aus armen Familien weniger abgeschreckt. Die Zahl der Studieninteressierten aus dem ärmsten Fünftel der britischen Bevölkerung sank nur um 0,2 Prozent, während die aus dem reichsten Fünftel um 2,5 Prozent abnahm. Am meisten betroffen vom Rückgang sind Studienbewerber aus der Mittelschicht.

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Geisteswissenschaften deutlich weniger gefragt

In der Mitteilung der Vergabestelle heißt es, offensichtlich würde die finanzielle Unterstützung für ärmere Studierende auch nachder Erhöhung der Studiengebühren ausreichen. Wendy Piatt, die Direktorin der Russell-Group, die Interessensvertretung der führenden britischen Universitäten, führte den Rückgang weniger auf die Gebühren denn auf die demografische Entwicklung zurück. In diesem Jahr würden weniger Schulabgänger erwartet als 2011, insofern sei der Rückgang "wenig überraschend". Laut einer offiziellen Statistik gibt es 2012 aber nur 11.000 Achtzehnjährige weniger.
Bei der Fächerwahl zeigt sich eine eindeutige Tendenz: Vor allem die Geistes- und Sozialwissenschaften sind weniger gefragt. So liegt der Bewerberrückgang in Sprachwissenschaften bei bis zu zwanzig Prozent, in den Sozialwissenschaften bei zwölf Prozent. Die Nachfrage für Ingenieurwissenschaften bleibt dagegen fast konstant, bei der Medizin steigt sie leicht.

Trotz des Rückgangs gibt es immer noch mehr Bewerber als Studienplätze, nicht zuletzt, weil die Regierung 10.000 Plätze abbaut. Im Schnitt bewarb sich jeder Studieninteressierte für fünf Hochschulen, wie aus den Zahlen hervorgeht. Wegen der zentralen Bewerbungsstelle können die Statistiker in Großbritannien, anders als in Deutschland, genau aufschlüsseln, für welche Studienprogramme sich jeder Bewerber interessiert.

Erschienen im Tagesspiegel

 
Leserkommentare
  1. vielleicht sollte man sich das ganze auch im restlichen europa überlegen... >.<
    wenn es die schulabgänger dazu bringt sich genau zu überlegen, ob sie jetzt des studierens willen studieren gehen oder es bleiben lassen.
    dadurch gibt es gesamthaft weniger uni abgänger, was den abschluss eigentlich aufwerten sollte (verknappung des angebots + stabile anzahl MINT studenten)...

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    • dsip
    • 15.02.2012 um 17:45 Uhr

    .. nur Funktionieren ist wichtig. Damit wir alle in Reih und Glied in der Wirtschaft marschieren können, etwas "sinnvolles" tun, dessen "Sinn" von irgendeiner Struktur, mit der wir uns nicht beschäftigt haben, die wir nicht hinterfragen, verabreicht wird.
    Wie schön sich nicht zeigt, dass Kapitalismus immer ein totalitäres System erzeugen muss.

    [...] Bevor man so etwas studiert, soll man doch lieber eine Ausbildung beginnen oder sich einen Ruck geben und sich für ein MINT-Studium einschreiben. Sonst gibt es zu wenig technischen Fortschritt und das wird letztlich ganz übel für das Wachstum. Überhaupt sollte man mehr an das Wachstum denken. Das vergisst man in jüngster Zeit häufig und das macht mich traurig. Wachstum macht mich glücklich, deswegen finde ich toll, dass Sie so etwas schreiben. Danke!

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/ls

    • dsip
    • 15.02.2012 um 17:45 Uhr

    .. nur Funktionieren ist wichtig. Damit wir alle in Reih und Glied in der Wirtschaft marschieren können, etwas "sinnvolles" tun, dessen "Sinn" von irgendeiner Struktur, mit der wir uns nicht beschäftigt haben, die wir nicht hinterfragen, verabreicht wird.
    Wie schön sich nicht zeigt, dass Kapitalismus immer ein totalitäres System erzeugen muss.

    [...] Bevor man so etwas studiert, soll man doch lieber eine Ausbildung beginnen oder sich einen Ruck geben und sich für ein MINT-Studium einschreiben. Sonst gibt es zu wenig technischen Fortschritt und das wird letztlich ganz übel für das Wachstum. Überhaupt sollte man mehr an das Wachstum denken. Das vergisst man in jüngster Zeit häufig und das macht mich traurig. Wachstum macht mich glücklich, deswegen finde ich toll, dass Sie so etwas schreiben. Danke!

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/ls

  2. Der geringere Rückgang der Studienanfänger des ärmsten Fünftels im Vergleich zu jenen 2,5 des reichsten Fünftels könnte auch darin begründet liegen, dass diejenigen aus den armen Familien die dennoch studieren ohnehin die Leistungsspitze ihres sozialen Milieus darstellen und sich ein Studium insofern auch (wahrscheinlicher) lohnt. Das die Mittelschicht am meisten darunter leidet ist klar, einerseits braucht sie mehr oder weniger ein Studium um ihre Position in der Mitte zu halten, andererseits ist für sie (im Gegensatz zu den ärmeren Familien "weiter unten") die Gefahr des sozialen Abstiegs verbunden. Klar besteht auch die Möglichkeit ihre Situation zu verbessern, das Risiko des Abstiegs wiegt dabei aber mehr als die Aussicht auf die Verbesserung der eigenen sozialen Position. Die Studieninteressierten aus den reichsten Familien müssen zwar auch studieren, sind aber durch den Wohlstand ihrer Familien mehr oder weniger abgesichert.

    Im Rückgang der Studieninteressierten bei bestimmten Richtungen zeigt sich auch die ganze Pseudorationalisierung der Studienwahl. Lieber etwas (vermeintlich!) sinnvolles studieren, das hinterher "ertragreich" ist als etwas, das einen vielleicht mehr interessiert, aber hinterher "ertraglos" ist. Das damit der Konkurrenzkampf um die entsprechenden Positionen steigt, die Löhne durch die Konkurrenz gedrückt werden und eine Gesellschaft auch eine facettenreiche Akademikerlandschaft braucht, wird dabei nicht rationalisiert.

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  3. Halb so wild.
    Zumindest die Ärzte bekommt man ja aus Deutschland.

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    • dsip
    • 15.02.2012 um 17:45 Uhr

    .. nur Funktionieren ist wichtig. Damit wir alle in Reih und Glied in der Wirtschaft marschieren können, etwas "sinnvolles" tun, dessen "Sinn" von irgendeiner Struktur, mit der wir uns nicht beschäftigt haben, die wir nicht hinterfragen, verabreicht wird.
    Wie schön sich nicht zeigt, dass Kapitalismus immer ein totalitäres System erzeugen muss.

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    ... dann wuerdet ihr Geisteswissenschaftler\Mathematiker immer noch auf den Baeumen sitzen und muesstet euch den Kopf darueber zerbrechen wo ihr das naechste zum Beissen herbekommt.

    Das soll nicht heissen das Geisteswissenschaften per se ueberfluessig sind. Aber nicht jeder sollte das studieren duerfen worauf er gerade Lust und Fun hat. Am Ende muss diese Person von der Gesellschaft ausgehalten werden weil fuer ihn/sie kein Job vorhanden ist.

    P.S.: das "\" ist als Mengendifferenz zu interpretieren

    Hier schreibt einer, der wirklich Ahnung hat... Selbstverständlich gibt es für Geisteswissenschaftler Berufe und diejenigen, die ein geisteswissenschaftliches Fach oder auch zwei studieren, sind nicht von vorn herein dazu verdammt, sich "aushalten" zulassen. Im Gegenteil. Abgesehen davon - und da spreche ich jetzt in erster Linie für mich - überlegen sich auch die Geisteswissenschaftler, was sie studieren wollen und letztlich damit "anfangen" wollen. Heute ist es nicht mehr unbedingt so, dass man einfach mal anfängt zu studieren und dann mal schaut, was sich so ergibt. Die meisten studieren mit einem klaren Ziel vor Augen, und ich denke, dass das auch in Großbritannien so ist.

    ... dann wuerdet ihr Geisteswissenschaftler\Mathematiker immer noch auf den Baeumen sitzen und muesstet euch den Kopf darueber zerbrechen wo ihr das naechste zum Beissen herbekommt.

    Das soll nicht heissen das Geisteswissenschaften per se ueberfluessig sind. Aber nicht jeder sollte das studieren duerfen worauf er gerade Lust und Fun hat. Am Ende muss diese Person von der Gesellschaft ausgehalten werden weil fuer ihn/sie kein Job vorhanden ist.

    P.S.: das "\" ist als Mengendifferenz zu interpretieren

    Hier schreibt einer, der wirklich Ahnung hat... Selbstverständlich gibt es für Geisteswissenschaftler Berufe und diejenigen, die ein geisteswissenschaftliches Fach oder auch zwei studieren, sind nicht von vorn herein dazu verdammt, sich "aushalten" zulassen. Im Gegenteil. Abgesehen davon - und da spreche ich jetzt in erster Linie für mich - überlegen sich auch die Geisteswissenschaftler, was sie studieren wollen und letztlich damit "anfangen" wollen. Heute ist es nicht mehr unbedingt so, dass man einfach mal anfängt zu studieren und dann mal schaut, was sich so ergibt. Die meisten studieren mit einem klaren Ziel vor Augen, und ich denke, dass das auch in Großbritannien so ist.

  4. [...] Bevor man so etwas studiert, soll man doch lieber eine Ausbildung beginnen oder sich einen Ruck geben und sich für ein MINT-Studium einschreiben. Sonst gibt es zu wenig technischen Fortschritt und das wird letztlich ganz übel für das Wachstum. Überhaupt sollte man mehr an das Wachstum denken. Das vergisst man in jüngster Zeit häufig und das macht mich traurig. Wachstum macht mich glücklich, deswegen finde ich toll, dass Sie so etwas schreiben. Danke!

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/ls

    Eine Leserempfehlung
  5. ... dann wuerdet ihr Geisteswissenschaftler\Mathematiker immer noch auf den Baeumen sitzen und muesstet euch den Kopf darueber zerbrechen wo ihr das naechste zum Beissen herbekommt.

    Das soll nicht heissen das Geisteswissenschaften per se ueberfluessig sind. Aber nicht jeder sollte das studieren duerfen worauf er gerade Lust und Fun hat. Am Ende muss diese Person von der Gesellschaft ausgehalten werden weil fuer ihn/sie kein Job vorhanden ist.

    P.S.: das "\" ist als Mengendifferenz zu interpretieren

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    Ohne Geisteswissenschaften würden Sie noch immer als Sklave in irgendeinem monarchistischen oder totalitärem Regime stecken.
    Denn die Geisteswissenschaftler waren es, die die Ideen von Freiheit und Gleichheit unters Volk brachten.

    Nein, studieren soll eben genau zu diesem Punkt nicht dienen. Studieren soll zur Weiterbildung da sein. Es ist die einzige Zeit in der das wirklich geschehen kann. Weder während der Schulzeit, noch während der Arbeit in so großem Umfang möglich. Wenn nicht hier lernen, wann denn bitteschön dann?

    Das ist auch meine Meinung. Man sollte zwar im Alltag schon generell tun dürfen, worauf man Lust hat, aber im Studium soll man schon das machen müssen, was einem dann auch mal gar keinen Spaß macht. Nicht bei allen, weil manchmal ist das schon gut, wenn man macht, was einem Spaß macht. Man müsste dann Einzelfallentscheidungen treffen.
    Ich befürchte, wenn jede Person macht, worauf sie Lust hat, geht unser Staat nämlich kaputt.

    Mal im Ernst: es ist vielleicht angebracht, sich Gedanken über das Ende der Arbeitsgesellschaft zu machen (Hey, Geisteswissenschaftler!). Es wird nie wieder Arbeit für jeden geben und das Vorhandensein eines Arbeitsplatzes kann nicht mehr die Bemessungsgrundlage für den Wert eines Menschen in der und für die Gesellschaft sein.

    • dsip
    • 15.02.2012 um 18:47 Uhr

    Mit Geisteswissenschaften haben Sie sich allem Anschein nach noch nie auseinander gesetzt? Oder mit den Bedingungen von Produktion und Verteilung? Oder damit, wie die Ideologie, die sie da vorbeten, produziert wird?

    Und nebenbei: Nicht dass es etwas zur Sache täte, aber ich studiere ein naturwissenschaftliches Fach.

    Ich als promovierter Naturwissenschaftler sage ihnen: Ich will in keiner Gesellschaft leben, die die Geisteswissenschaften geringschätzt.

    Würde es auch keine MINT-Disziplinen geben.

    Einfach mal nachlesen wie die das Schulsystem, die Universitäten und die Wissenschaften an sich entstanden sind :-)

    Oder ist es von einem Natur- bzw. Ingenieur-"Wissenschaftler"[1] zuviel verlangt etwas Recherche zu betreiben?

    [1] Ingenieure sind keine Wissenschaftler, auch wenn sie das von sich selbst gerne behaupten. Sie beherrschen keinerlei wissenschaftliche Methoden und sind auch nicht zur Reflektion fähig. :-)

    Ohne Geisteswissenschaften würden Sie noch immer als Sklave in irgendeinem monarchistischen oder totalitärem Regime stecken.
    Denn die Geisteswissenschaftler waren es, die die Ideen von Freiheit und Gleichheit unters Volk brachten.

    Nein, studieren soll eben genau zu diesem Punkt nicht dienen. Studieren soll zur Weiterbildung da sein. Es ist die einzige Zeit in der das wirklich geschehen kann. Weder während der Schulzeit, noch während der Arbeit in so großem Umfang möglich. Wenn nicht hier lernen, wann denn bitteschön dann?

    Das ist auch meine Meinung. Man sollte zwar im Alltag schon generell tun dürfen, worauf man Lust hat, aber im Studium soll man schon das machen müssen, was einem dann auch mal gar keinen Spaß macht. Nicht bei allen, weil manchmal ist das schon gut, wenn man macht, was einem Spaß macht. Man müsste dann Einzelfallentscheidungen treffen.
    Ich befürchte, wenn jede Person macht, worauf sie Lust hat, geht unser Staat nämlich kaputt.

    Mal im Ernst: es ist vielleicht angebracht, sich Gedanken über das Ende der Arbeitsgesellschaft zu machen (Hey, Geisteswissenschaftler!). Es wird nie wieder Arbeit für jeden geben und das Vorhandensein eines Arbeitsplatzes kann nicht mehr die Bemessungsgrundlage für den Wert eines Menschen in der und für die Gesellschaft sein.

    • dsip
    • 15.02.2012 um 18:47 Uhr

    Mit Geisteswissenschaften haben Sie sich allem Anschein nach noch nie auseinander gesetzt? Oder mit den Bedingungen von Produktion und Verteilung? Oder damit, wie die Ideologie, die sie da vorbeten, produziert wird?

    Und nebenbei: Nicht dass es etwas zur Sache täte, aber ich studiere ein naturwissenschaftliches Fach.

    Ich als promovierter Naturwissenschaftler sage ihnen: Ich will in keiner Gesellschaft leben, die die Geisteswissenschaften geringschätzt.

    Würde es auch keine MINT-Disziplinen geben.

    Einfach mal nachlesen wie die das Schulsystem, die Universitäten und die Wissenschaften an sich entstanden sind :-)

    Oder ist es von einem Natur- bzw. Ingenieur-"Wissenschaftler"[1] zuviel verlangt etwas Recherche zu betreiben?

    [1] Ingenieure sind keine Wissenschaftler, auch wenn sie das von sich selbst gerne behaupten. Sie beherrschen keinerlei wissenschaftliche Methoden und sind auch nicht zur Reflektion fähig. :-)

  6. Ohne Geisteswissenschaften würden Sie noch immer als Sklave in irgendeinem monarchistischen oder totalitärem Regime stecken.
    Denn die Geisteswissenschaftler waren es, die die Ideen von Freiheit und Gleichheit unters Volk brachten.

    Nein, studieren soll eben genau zu diesem Punkt nicht dienen. Studieren soll zur Weiterbildung da sein. Es ist die einzige Zeit in der das wirklich geschehen kann. Weder während der Schulzeit, noch während der Arbeit in so großem Umfang möglich. Wenn nicht hier lernen, wann denn bitteschön dann?

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    Ein schöner Beitrag. Aber wie Sie gelesen haben, muss man ja manchmal das tun, was man nicht will ;)

    Ein schöner Beitrag. Aber wie Sie gelesen haben, muss man ja manchmal das tun, was man nicht will ;)

  7. Das ist auch meine Meinung. Man sollte zwar im Alltag schon generell tun dürfen, worauf man Lust hat, aber im Studium soll man schon das machen müssen, was einem dann auch mal gar keinen Spaß macht. Nicht bei allen, weil manchmal ist das schon gut, wenn man macht, was einem Spaß macht. Man müsste dann Einzelfallentscheidungen treffen.
    Ich befürchte, wenn jede Person macht, worauf sie Lust hat, geht unser Staat nämlich kaputt.

    Mal im Ernst: es ist vielleicht angebracht, sich Gedanken über das Ende der Arbeitsgesellschaft zu machen (Hey, Geisteswissenschaftler!). Es wird nie wieder Arbeit für jeden geben und das Vorhandensein eines Arbeitsplatzes kann nicht mehr die Bemessungsgrundlage für den Wert eines Menschen in der und für die Gesellschaft sein.

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