Exzellenzinitiative: "Der Wettbewerb bedroht die Fächervielfalt"
Unis und Elite: Wolfgang Marquardt, der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, zur Exzellenzinitiative.
Am 15. Juni fällt zum dritten Mal die Entscheidung im Exzellenzwettbewerb. Neun Unis, die schon in den beiden ersten Durchgängen zur Exzellenzuni gekürt wurden, darunter die FU, müssen ihren Status verteidigen. Sie konkurrieren mit sieben weiteren Unis, die die Vorrunde im dritten Durchgang überstanden haben: die Humboldt-Universität, Bochum, Bremen, Dresden, Köln, Mainz und Tübingen. Diese und weitere Unis ringen in dem Wettbewerb auch um "Cluster" – große Projekte – und um Graduiertenschulen. In den kommenden fünf Jahren stellen Bund und Länder insgesamt 2,7 Milliarden Euro bereit.
Frage: Herr Marquardt, der frühere Vorsitzende der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Ernst-Ludwig Winnacker, hat vorgeschlagen, den Wissenschaftsrat abzuschaffen. Er sei zu langsam und zu politisiert. Was entgegnen Sie?
Wolfgang Marquardt: Dazu haben bereits andere Stellung genommen. Ich habe nichts hinzuzufügen.
Frage: Die DFG verteilt immer mehr Geld. Beeinflusst sie die Strukturen der Wissenschaft in Deutschland dadurch nicht viel stärker als der Wissenschaftsrat?

Der Professor für Prozesstechnik, Wolfgang Marquardt, forscht an der RWTH Aachen. Seit Anfang 2011 ist der 56-Jährige Vorsitzender des Wissenschaftsrats.
Marquardt: Natürlich sind Drittmittel in den letzten Jahren immer bedeutender geworden, weil die Hochschulen ihre wachsenden Aufgaben allein mit Grundmitteln nicht mehr finanzieren können. Drittmittel spielen auch bei der Leistungsbewertung von Hochschulen eine wichtige Rolle. Damit haben alle großen Forschungsförderer, nicht nur die DFG, auch einen indirekten Einfluss auf die Strukturen der Wissenschaft.
Frage: Herr Winnacker hat sich gewünscht, dass es nur zwei oder drei Exzellenzunis gibt. Darum hat er gesagt: "Mein großes Problem bei der Exzellenzinitiative war immer der Wissenschaftsrat." Also hat der Wissenschaftsrat darauf hingewirkt, dass die Zahl der Exzellenzunis größer wurde?
Marquardt: Nein. Die Exzellenzinitiative ist ein wissenschaftsgeleitetes Wettbewerbsverfahren. Kompetente Gutachter kommen auf der Basis von Sachinformationen in einem diskursiven Verfahren zur Entscheidung darüber, ob eine Universität ausgezeichnet werden soll.
Frage: Sollten die Politiker nicht wenigstens jetzt in der Schlussrunde auf eine größere regionale Ausgewogenheit achten?
Marquardt: Es geht in der Exzellenzinitiative um die Leistungsfähigkeit einer Universität, nicht um regionale Ausgewogenheit. Die Entscheidungen werden im Übrigen von Politik und Wissenschaft gemeinsam getroffen.
Frage: Bayerns Wissenschaftsminister Heubisch ist der Meinung, man solle keiner der jetzigen neun Exzellenzunis die rote Karte zeigen. Man könne Wissenschaft nicht mit dem Zentimeterband beurteilen. Werden Politiker also versuchen zu verhindern, dass es Absteigerinnen gibt?
Marquardt: Nein, das wäre ja absurd. Wir haben mit riesigem Aufwand ein aufwendiges wettbewerbliches Verfahren organisiert. Selbst wenn die Politik diesen Wettbewerb außer Kraft setzen wollte, hätte sie im Bewilligungsausschuss keine Mehrheit – sie hat dort 32 Stimmen, die Wissenschaft aber 39.
Frage: Was muss eine Exzellenzuni falsch gemacht haben, um nicht mehr weiter gefördert zu werden?
Marquardt: Schafft es eine Universität nicht, ein Exzellenzcluster und eine Graduiertenschule im Wettbewerb erfolgreich zu verteidigen, fehlen ihr nach den Regeln des Wettbewerbs die Voraussetzungen, weiter mit ihrem Zukunftskonzept gefördert zu werden. Ansonsten wird genau überprüft, ob sie deutliche Fortschritte bei der Umsetzung ihrer Ziele gemacht hat. Außerdem muss ihr Fortsetzungsantrag überzeugen. Die Gutachter erwarten, dass das ursprüngliche Konzept konsequent weitergeführt und kreativ ergänzt wird.
Frage: Wissenschaftler haben kritisiert, gleiche Fälle seien im Elite-Wettbewerb nicht immer gleich behandelt worden. Warum wurde nie festgelegt, wie schwer einzelne der Kriterien gewichtet werden, um den Eindruck von Schiebereien zu vermeiden?
Marquardt: Man kann die Exzellenzkriterien in der Forschung nicht messen wie die Leistungen eines Sportlers im Zehnkampf. Zwar gibt es auch in der Forschung messbare Leistungsindikatoren. Sie sind aber alleine nicht repräsentativ für die Leistungsfähigkeit einer Universität. Schon gar nicht kann man aus ihnen eine aussagekräftige Rangfolge ableiten. Eine saubere Bewertung lässt sich nur über das Urteil kompetenter Gutachter erreichen, das sich auf verschiedenste Fakten stützt.
Frage: Anders als in den ersten beiden Durchläufen kommt diesmal noch das Kriterium "Lehre" hinzu. Die Ausschreibung ist allerdings wolkig formuliert. Warum musste die Lehre jetzt noch in diesen Forschungswettbewerb aufgenommen werden?
Marquardt: Die Einheit von Forschung und Lehre hat in Deutschland eine lange Tradition, darum ist es nur konsequent, die forschungsbasierte Lehre mit in den Exzellenzwettbewerb aufzunehmen. Das gehört zu einer anspruchsvollen Forschungsuniversität. Gleichwohl bleibt die Exzellenzinitiative ein Programm der Forschungsförderung.







Entfernt. Bitte diskutieren Sie das konkrete Artikelthema. Danke. Die Redaktion/ag
...das ist alles, was ich aus dem Interview mitgenommen habe. Schade, dass hier außer hohlen Phrasen nichts rübergekommen ist.
Kein Wort dazu, dass das ganze Geld für sinnlose Projekte der Exzellenzinitiative dann an anderer Stelle fehlt, z.B. bei der regulären Förderung von Einzelprojekten durch die DFG, der so genannten Sachbeihilfe. Spannend wäre mal eine ehrliche Überprüfung, ob die Verbundforschung und die Exzellenzcluster gemessen am monetären Input wirklich mehr oder bessere Forschung liefern als die besagten Einzelprojekte. Ich habe da meine Zweifel.
"Wir haben mit riesigem Aufwand ein aufwendiges wettbewerbliches Verfahren organisiert" - Wie wäre es damit, das viele Geld wirklich für Forschung und eine bessere Betreuung der immer zahlreicher werdenden Studenten auszugeben und nicht fürs Angeben?
Das Geld für Eliteförderung wird anderswo gespart, und die Einsparungen untergraben die Basis unseres Hochschulsystems. Qualifizierte Jungwissenschaftler werden durch prekäre Arbeitsverhältnisse abgeschreckt, und in weniger modischen Fächern vergammeln die Gebäude bis hin zu einem gesundheitsgefährdenden (Schimmel und Ungeziefer im gesamten Lüftungssystem, Chemierückstände) oder zunehmend gar lebensgefährlichen (herabfallende Betonbrocken, statische Mängel) Zustand - der teils ohnehin seit Jahrzehnten ignoriert wird. Der harte Wettbewerb um Stellen verleitet mitunter zu schlampigem oder sogar unehrlichem Arbeiten, mindestens aber zu großspurigem Auftreten.
Wissenschaftler sind keine Wahrsager! - Wissenschaft betreibt man doch, weil man eben NICHT weiß, was dabei herauskommt, und deswegen kann man diese Arbeit auch nicht im Voraus bewerten - die unerwarteten Ergebnisse sind oft die interessantesten. Es nützt auch nicht immer das, von dem man es vorher glaubt. Wie lange hat es gedauert, bis Menschen etwas mit Elektrizität anfangen konnten...?
Die beste Basis für gute Forschungergebnisse sind möglichst viele kluge Köpfe, denen man anständige Arbeitsbedingungen bietet. Wer alles auf ein paar schicke Pferde setzt, riskiert viel!
Ich stimme Ihrer Kritik durchaus zu, nur hat sie relativ wenig mit der Exzellenzinitiative zu tun.
Risiko kann in der heutigen Forschung gar nicht mehr eingegangen werden. Man muss heutzutage schon in etwa ahnen können, was am Ende herausspringt. Ansonsten läuft man Gefahr, keine Ergebnisse zu produzieren und wenn dann auch noch der befristete Arbeitsvertrag endet, dann war's das. (Überspitzt, aber nicht falsch formuliert)
Leider trifft dieses Problem grade auf Nachwuchswissenschaftler zu. Die hätten vielleicht viel mehr kreative Ideen und würden diese auch umsetzen. Doch, wie bereits erwähnt, ist das Risiko dafür zu hoch. Und wenn man grade als Postdoc anfängt und nach 2-3 Jahren intensiver Forschung nur "Hat nicht geklappt" vorlegen kann, dann ist es schnell wieder vorbei mit der Forscher-Karriere.
Ich stimme Ihrer Kritik durchaus zu, nur hat sie relativ wenig mit der Exzellenzinitiative zu tun.
Risiko kann in der heutigen Forschung gar nicht mehr eingegangen werden. Man muss heutzutage schon in etwa ahnen können, was am Ende herausspringt. Ansonsten läuft man Gefahr, keine Ergebnisse zu produzieren und wenn dann auch noch der befristete Arbeitsvertrag endet, dann war's das. (Überspitzt, aber nicht falsch formuliert)
Leider trifft dieses Problem grade auf Nachwuchswissenschaftler zu. Die hätten vielleicht viel mehr kreative Ideen und würden diese auch umsetzen. Doch, wie bereits erwähnt, ist das Risiko dafür zu hoch. Und wenn man grade als Postdoc anfängt und nach 2-3 Jahren intensiver Forschung nur "Hat nicht geklappt" vorlegen kann, dann ist es schnell wieder vorbei mit der Forscher-Karriere.
"Man kann die Exzellenzkriterien in der Forschung nicht messen wie die Leistungen eines Sportlers im Zehnkampf. Zwar gibt es auch in der Forschung messbare Leistungsindikatoren. Sie sind aber alleine nicht repräsentativ für die Leistungsfähigkeit einer Universität. Schon gar nicht kann man aus ihnen eine aussagekräftige Rangfolge ableiten. Eine saubere Bewertung lässt sich nur über das Urteil kompetenter Gutachter erreichen, das sich auf verschiedenste Fakten stützt."
Schon dieses Zitat sagt eigentlich alles, wie es im Unibetrieb zugeht. Ich arbeite zwar seit 10 Jahren nicht mehr in DE, aber eins weiss ich aus meiner Erfahrung in DE an Unis, alles was mit Geld zu tun hat wird ausgekungelt und zur Not wird hinreichend lange rummanipuliert, bis es den herrschenden Netzwerken passt. Gerade Gutachten sind letztlich voellig willkuerlich, ich weiss das so genau, weil ich selbst welche schreibe und ich bin mir meiner Schwaeche in dieser Hinsicht bewusst. Was ich fuer schlecht halte, muss noch lange nicht der naechste Forscher fuer schlecht halten und diese Willkuer nimmt natuerlich zu, wenn es um die Richtung einer Forschung geht. Und wie man die Lehre beurteilen will, moechte ich mal lieber nicht wissen, da wird es dann in DE eher absurd. Dies koennen im Zweifel nur Studenten entscheiden, aber die fragt man in DE meistens lieber nicht. Das der Interviewte alles toll findet ueberrascht wohl eher nicht.
Abgesehen von der eklatanten Geldverschwendung bewirkt die Exzellenzinitiative auch eine Einschränkung der Forschung auf politisch opportune Projekte. Wirklich frei forschen kann in Deutschland nur noch, wer einen Gönner oder familiäre Unterstützung hat - ist das demokratisch? Selbst Professoren sind auf Projektgelder angewiesen und damit darauf, anderen zu gefallen.
Die spannendsten Forschungsergebnisse sind doch die, die sich mit alten Vorstellungen anlegen und die Welt auf den Kopf stellen - man denke an die Revolutionen in der Physik im 20. Jahrhundert. Für solche Erkenntnisse braucht es Querdenker und Forscher mit langem Atem, und die haben es schwer, wenn man nur mit großen Versprechungen, schnellen Ergebnissen und bunt-glitzernden Präsentationen ankommt.
Werden die Ergebnisse mit Steuergeld an die Wirtschaft verkauft ?
Was forschen die ?
Welche Erkenntnisse aus der Forschung können die Menschen daraus gewinnen ?
Als ich als Student an einem Lehrstuhl an einer Elite-Universität gearbeitet habe, hat das mit den Drittmitteln schon mitunter bizarre Züge angenommen. Da gab es beispielsweise den Fall eines Doktoranden, der zur Einwerbung von Drittmitteln etwas Auftragsforschung betrieben hat. Die bestand (höchst wissenschaftlich) darin, mit A, B, C, D, E, F bezeichnete Werkzeuge in eine Presse einzuspannen und jeweils ein Coil einer (ebenfalls unbekannten) Stahlsorte durch die Presse zu jagen. Anschließend war der Verschleiß und die Entwicklung der Schnittqualität (also z.B. des Glattschnittanteils) der einzelnen Werkzeuge (von denen auch nur die Buchstaben bekannt waren), zu dokumentieren.
Der arme Mann hat ein Paar Wochen lang ziemlich Stupide an der Presse gestanden und eine Metallbox nach der anderen mit Schrott befüllt. Das ganze hat keinerlei wissenschaftlichen Anspruch, nutzt die mit Steuergeldern finanzierte Infrastruktur des Lehrstuhls und hat keinerlei Nutzen für den Doktoranden.
Als ich als Student an einem Lehrstuhl an einer Elite-Universität gearbeitet habe, hat das mit den Drittmitteln schon mitunter bizarre Züge angenommen. Da gab es beispielsweise den Fall eines Doktoranden, der zur Einwerbung von Drittmitteln etwas Auftragsforschung betrieben hat. Die bestand (höchst wissenschaftlich) darin, mit A, B, C, D, E, F bezeichnete Werkzeuge in eine Presse einzuspannen und jeweils ein Coil einer (ebenfalls unbekannten) Stahlsorte durch die Presse zu jagen. Anschließend war der Verschleiß und die Entwicklung der Schnittqualität (also z.B. des Glattschnittanteils) der einzelnen Werkzeuge (von denen auch nur die Buchstaben bekannt waren), zu dokumentieren.
Der arme Mann hat ein Paar Wochen lang ziemlich Stupide an der Presse gestanden und eine Metallbox nach der anderen mit Schrott befüllt. Das ganze hat keinerlei wissenschaftlichen Anspruch, nutzt die mit Steuergeldern finanzierte Infrastruktur des Lehrstuhls und hat keinerlei Nutzen für den Doktoranden.
... ich habe mir - beginnend mit der unseligen "Rechtschreib-Reform", vollends nach der (noch unseligeren) "Bologna-Reform" - aus Selbstschutzgründen abgewöhnt, Artikel zu lesen, in denen z. B. die folgenden Signalwörter vorkommen:
Bildung, Exzellenz, Forschung und Lehre, Bachelor und Master, Cluster, Wissenschaft, Drittmittel, high performance, Dienstleistung, Juniorprofessur, Evaluation, Gutachter, Wettbewerb usw. usf. - gern kombiniert mit Rat, Gipfel, Initiative, Kongreß, Reform, Empfehlung, Konferenz, Workshop, Task force, Kompetenzzentrum - whatever.
Warum? Ganz einfach: weil die Luft, die hier in Unmengen produziert wird, nicht mal mehr heiß ist. Sondern bestenfalls so gerade noch pupswarme Abluft aus verbeamtetem Professorengedärm. (sorry for that)
Verschwendete Lese- und Lebenszeit.
... schließlich leben wir immer noch in einer Demokratie - auch wenn an den Hochschulen teils verkrustete und korrupte Strukturen voherrschen.
Also: Machen Sie das Theater nicht mit! Suchen Sie Alternativen! Nach meinem Eindruck gefällt der Elitezirkus noch nicht einmal der Mehrzahl der Professoren - weil er zu viel Arbeitszeit beansprucht. Es sollten mehr Leute ihren Mund aufmachen, und zwar am besten als erstes die, die es sich leisten können, weil sie eine sichere Stellung haben!
Bitte, wehren Sie sich! Es gibt genug Leute, die das nicht wirklich können, und allein schon gar nicht. Im Übrigen - nichts kann funktionieren, wenn man es nicht wenigstens versucht hat! Die Mühlen der Politik mahlen langsam, aber das heißt nicht, dass sie sich gar nicht bewegen.
ich kann Ihnen teilweise zustimmen.
Besonders haben mich immer die "interdisziplinären Ansätze" stutzig gemacht, denn vielfach ging es um Versuche, andere Wissensgebiete zu okkupieren, ohne eine ausgewogene Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen zu organisieren.
Ein weiteres Problem sehe ich in der mangelnden Transparenz von Nebentätigkeiten von Hochschullehrern, siehe zB.
"Nebentätigkeiten von Professoren Gelehrter und Geschäftsmann in einer Person"
http://www.faz.net/aktuel...
Kennzeichnend fand ich, als Empfänger der BMBF- Pressemitteilungen, dass man anfangs von einer "Exellenzinitiative" sprach.
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn. "Jetzt kann es mit dem Wettbewerb um Spitzenunis und Exellenzcluster losgehen. Das ist ein großer Gewinn für den Wissenschaftsstandort Deutschland".
http://www.pressrelations...
Mitnichten sind diese Begriffe Professorenerfindungen, es sei denn von sog. (FDP-)"Innovations"ministern mit Professortitel.
Dieses Mangerdeutsch hält in sämtliche Bereiche Einzug. Siehe auch das das Impulspapier "Kirche der Freiheit". :-)) Freiheit als Euphemismus für finanzielle Erpressung in der Politik und überall.
In sog. Wissenschaftsräten der hochschul"reform"freudigen Landesregierungen sitzen Wirtschaftsvertreter und alle möglichen berufenen "Experten". Die Politik beschließt, und die Hochschulen haben das selbst umzusetzen.
... schließlich leben wir immer noch in einer Demokratie - auch wenn an den Hochschulen teils verkrustete und korrupte Strukturen voherrschen.
Also: Machen Sie das Theater nicht mit! Suchen Sie Alternativen! Nach meinem Eindruck gefällt der Elitezirkus noch nicht einmal der Mehrzahl der Professoren - weil er zu viel Arbeitszeit beansprucht. Es sollten mehr Leute ihren Mund aufmachen, und zwar am besten als erstes die, die es sich leisten können, weil sie eine sichere Stellung haben!
Bitte, wehren Sie sich! Es gibt genug Leute, die das nicht wirklich können, und allein schon gar nicht. Im Übrigen - nichts kann funktionieren, wenn man es nicht wenigstens versucht hat! Die Mühlen der Politik mahlen langsam, aber das heißt nicht, dass sie sich gar nicht bewegen.
ich kann Ihnen teilweise zustimmen.
Besonders haben mich immer die "interdisziplinären Ansätze" stutzig gemacht, denn vielfach ging es um Versuche, andere Wissensgebiete zu okkupieren, ohne eine ausgewogene Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen zu organisieren.
Ein weiteres Problem sehe ich in der mangelnden Transparenz von Nebentätigkeiten von Hochschullehrern, siehe zB.
"Nebentätigkeiten von Professoren Gelehrter und Geschäftsmann in einer Person"
http://www.faz.net/aktuel...
Kennzeichnend fand ich, als Empfänger der BMBF- Pressemitteilungen, dass man anfangs von einer "Exellenzinitiative" sprach.
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn. "Jetzt kann es mit dem Wettbewerb um Spitzenunis und Exellenzcluster losgehen. Das ist ein großer Gewinn für den Wissenschaftsstandort Deutschland".
http://www.pressrelations...
Mitnichten sind diese Begriffe Professorenerfindungen, es sei denn von sog. (FDP-)"Innovations"ministern mit Professortitel.
Dieses Mangerdeutsch hält in sämtliche Bereiche Einzug. Siehe auch das das Impulspapier "Kirche der Freiheit". :-)) Freiheit als Euphemismus für finanzielle Erpressung in der Politik und überall.
In sog. Wissenschaftsräten der hochschul"reform"freudigen Landesregierungen sitzen Wirtschaftsvertreter und alle möglichen berufenen "Experten". Die Politik beschließt, und die Hochschulen haben das selbst umzusetzen.
... schließlich leben wir immer noch in einer Demokratie - auch wenn an den Hochschulen teils verkrustete und korrupte Strukturen voherrschen.
Also: Machen Sie das Theater nicht mit! Suchen Sie Alternativen! Nach meinem Eindruck gefällt der Elitezirkus noch nicht einmal der Mehrzahl der Professoren - weil er zu viel Arbeitszeit beansprucht. Es sollten mehr Leute ihren Mund aufmachen, und zwar am besten als erstes die, die es sich leisten können, weil sie eine sichere Stellung haben!
Bitte, wehren Sie sich! Es gibt genug Leute, die das nicht wirklich können, und allein schon gar nicht. Im Übrigen - nichts kann funktionieren, wenn man es nicht wenigstens versucht hat! Die Mühlen der Politik mahlen langsam, aber das heißt nicht, dass sie sich gar nicht bewegen.
... daß ich den Müll nicht mehr lese, heißt ja nicht, daß ich nichts dagegen unternehme.
Im Rahmen meiner (absolut bescheidenen) Möglichkeiten.
... daß ich den Müll nicht mehr lese, heißt ja nicht, daß ich nichts dagegen unternehme.
Im Rahmen meiner (absolut bescheidenen) Möglichkeiten.
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