Plagiate: FDP-Politikerin Mathiopoulos verliert Doktortitel
Margarita Mathiopoulos muss ihren Doktortitel abgeben. Die Uni Bonn wirft ihr Täuschung vor. Sie hat 320 Stellen aufgelistet, in denen nicht ordnungsgemäß zitiert wurde.
Die FDP-Beraterin Margarita Mathiopoulos verliert ihren Doktortitel. Dies habe der Fakultätsrat an der Universität Bonn beschlossen, teilten ihre Anwälte mit. Die Entscheidung sei damit begründet worden, dass Mathiopoulos in ihrer Dissertation über die dort benutzten Quellen getäuscht habe. Die Anwälte kündigten Klage gegen den Beschluss an.
Mathiopoulos' Doktorarbeit stammt aus den achtziger Jahren und war bereits Anfang der neunziger Jahre in die Kritik geraten. Eine Überprüfung hatte damals zwar handwerkliche Mängel ergeben, aber keine Verfehlungen, die zur Aberkennung des Doktortitels geführt hätten. Den Anstoß für die neue Überprüfung hatte die Internet-Plattform VroniPlag gegeben.
Der Promotionsausschuss der Philosophischen Fakultät stellte fest, dass die Entscheidung von 1991 aus heutiger Sicht objektiv rechtswidrig war und daher aufgehoben werden konnte. Laut Uni Bonn fanden sich in der Arbeit über 320 Stellen, in denen die Originalquelle systematisch nicht ordnungsgemäß zitiert wurde.
Quellen durch irreführende Zitierweise verschleiert
Teilweise seien längere Passagen anderer Quellen mit nur geringen Abänderungen wörtlich abgeschrieben worden. Demnach wurde die Übernahme fremder Texte zusätzlich durch eine irreführende Zitierweise verschleiert. "Auf Grund der systematischen und breit angelegten Vorgehensweise steht aus der Sicht der entscheidenden Gremien fest, dass es sich nicht um bloße Versehen, sondern um vorsätzliche Täuschungen über die wissenschaftliche Urheberschaft handelt", teilte die Universität mit.
Mathiopoulos war 1987 bundesweit bekannt geworden, als der damalige SPD-Vorsitzende Willy Brandt die seinerzeit parteilose Politikwissenschaftlerin zur SPD-Sprecherin machen wollte. Nach heftiger innerparteilicher Kritik an der Nominierung von Mathiopoulos trat Brandt vom SPD-Vorsitz zurück.
Wegen Plagiaten in ihren Dissertationen waren zuvor bereits dem früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und den FDP-Europapolitikern Silvana Koch-Mehrin und Jorgo Chatzimarkakis ihre Doktortitel entzogen worden.








"Unvorteilhaft" ist bei diesem Bild ja noch gelobhudelt.
Egal, mal wieder wurde einer der selbsternannten Leistungsträger entlarvt. Danke, der nächste bitte.
Was hat das Foto mit den Leistungen von Frau Mathiopoulos zu tun? Die Bemerkung ist ja wohl die allerunterste Schublade!
Außerdem kann ich mich nur dem Kommentar von 'nuclearwinter' anschließen - die Mehrheit lauert geradezu auf den nächsten Fall.
Ich bin nun keine Freundin der FDP-Juppies und schon gar nicht von zweifelhaften Renomier-Dokortiteln. Dennoch werfen diese 'Affairen' ein ebenso schlechtes Licht auf die gesamte universitäre Landschaft - nach welchen Kriterien werden Doktortitel vergeben? Die Arbeiten müssten doch zumindest sorgfältig gelesen werden und zwar von den Doktorvätern selbst - oder?
Was hat das Foto mit den Leistungen von Frau Mathiopoulos zu tun? Die Bemerkung ist ja wohl die allerunterste Schublade!
Außerdem kann ich mich nur dem Kommentar von 'nuclearwinter' anschließen - die Mehrheit lauert geradezu auf den nächsten Fall.
Ich bin nun keine Freundin der FDP-Juppies und schon gar nicht von zweifelhaften Renomier-Dokortiteln. Dennoch werfen diese 'Affairen' ein ebenso schlechtes Licht auf die gesamte universitäre Landschaft - nach welchen Kriterien werden Doktortitel vergeben? Die Arbeiten müssten doch zumindest sorgfältig gelesen werden und zwar von den Doktorvätern selbst - oder?
gedauuuuuuert!
wird endlich gut :)
wird endlich gut :)
dass die Betrüger der "falschen Doktoren" jetzt endlich einmal beseitigt wurden. Bin auf die Oppositionszeit von schwarz-gelb gespannt, dann folgen die "falschen Doktoren" der anderen Parteien.
Wenn jetzt noch Dr. Westerwelle und Dr. Rösler "überführt" werden, wird aus der "Fast Drei Prozent"-Partei die "Falsche Doktoren Partei".
"Auf Grund der systematischen und breit angelegten Vorgehensweise steht aus der Sicht der entscheidenden Gremien fest, dass es sich nicht um bloße Versehen, sondern um vorsätzliche Täuschungen über die wissenschaftliche Urheberschaft handelt"
So sieht also die "bürgerliche" Partei namens FDP von innen aus: Verlogen, opportunistisch und betrügerisch. Was meinte Westerwelle noch so hochtrabend, angelehnt an Kohl:
"Wir wollen eine geistig - politische Wende"
Wenn dabei die FDP vor die Hunde geht, ist wenigstens Kohls "gestig-moralische" Wende eingetreten.
Wenn jetzt noch Dr. Westerwelle und Dr. Rösler "überführt" werden, wird aus der "Fast Drei Prozent"-Partei die "Falsche Doktoren Partei".
"Auf Grund der systematischen und breit angelegten Vorgehensweise steht aus der Sicht der entscheidenden Gremien fest, dass es sich nicht um bloße Versehen, sondern um vorsätzliche Täuschungen über die wissenschaftliche Urheberschaft handelt"
So sieht also die "bürgerliche" Partei namens FDP von innen aus: Verlogen, opportunistisch und betrügerisch. Was meinte Westerwelle noch so hochtrabend, angelehnt an Kohl:
"Wir wollen eine geistig - politische Wende"
Wenn dabei die FDP vor die Hunde geht, ist wenigstens Kohls "gestig-moralische" Wende eingetreten.
Nicht wahr?
Alsbald sind wohl auch die Honorarprofessuren der TU Braunschweig und der Uni Potsdam perdu.
http://www.spiegel.de/uni...
http://www.uni-potsdam.de...
Aber meistens fallen Leute dieses Schlages ja weich.
wissen was eine Honorarprofessur ist, was?
Aber dennoch sollte nach einem entlarvten Betrug die Frage gestellt werden, ob ihre Lehre der Uni und ihren Studenten einen Vorteil bringt. Wahrscheinlich kommt man zu einem negativen Entschluss.
wissen was eine Honorarprofessur ist, was?
Aber dennoch sollte nach einem entlarvten Betrug die Frage gestellt werden, ob ihre Lehre der Uni und ihren Studenten einen Vorteil bringt. Wahrscheinlich kommt man zu einem negativen Entschluss.
Was machen eigentlich die Prüfer?
Von mir aus sollen sie jetzt jedem den Dr-Titel aberkennen, der ihn nicht verdient und somit der Arbeit nachkommen, den sie in den vergangen Jahren wohl nicht gemacht haben. Dabei ist es aber vollkommen irrelevant ob der potenzielle Kandidat prominent ist oder nicht. Für mich zumindest, aber die Mehrheit scheint wohl eher sensationsgeil zu sein.
...delegieren die Durchsicht und Bewertung der Doktorarbeiten an ihre Wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen, die zum Teil selbst noch nicht promoviert sind, aber dann die Doktorarbeiten bewerten und die Gutachten schreiben. Da chronisch überarbeitet, auch gerne mal in der Mittagspause. So eine Doktorarbeit blättert sich schnell durch, man liest hier und da ein paar Absätze intensiver, referiert im Gutachten im wesentlichen die vorgegebene Struktur lt. Inhaltsverzeichnis und liest Einleitung und Schluss.
Der zuständige Prof. / Prüfer hat von der Arbeit dann meist nicht mehr als das Titelblatt gesehen, wenn er offiziell die Gutachten unterschreibt.
Das ist eine Variante. Soll aber durchaus häufig vorkommen.
...delegieren die Durchsicht und Bewertung der Doktorarbeiten an ihre Wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen, die zum Teil selbst noch nicht promoviert sind, aber dann die Doktorarbeiten bewerten und die Gutachten schreiben. Da chronisch überarbeitet, auch gerne mal in der Mittagspause. So eine Doktorarbeit blättert sich schnell durch, man liest hier und da ein paar Absätze intensiver, referiert im Gutachten im wesentlichen die vorgegebene Struktur lt. Inhaltsverzeichnis und liest Einleitung und Schluss.
Der zuständige Prof. / Prüfer hat von der Arbeit dann meist nicht mehr als das Titelblatt gesehen, wenn er offiziell die Gutachten unterschreibt.
Das ist eine Variante. Soll aber durchaus häufig vorkommen.
Seit der Affäre Gutenberg trage ich meinen Titel wieder -- mit (trotzigem) Bewusstsein und der Forderung, dass STRENG überprüft wird, ob Titel auch rechtmäßig erworben wurden.
Finanziell ist er für mich als Rentner eh nichts wert und ich habe auch nie zu denen gehört, die etwas anderes als ihr reales PRAKTISCHES Können verkauft haben - und das ist nochmal was ganz was anderes als das, was in irgendwelchen Bildungszertfikaten steht. Im MEINEM realen Berufsleben war der Titel deshalb eher gleichgütig (außer für Kunden, aber davon hatte ich als Angestellter nichts, nur meine Chefs) - anders gesagt: ich habe mich nie mit Titel, Zeugnissen und vortäuschendem Schein prostituiert.
Im Prinzip war die Promotion ein langjähriges Privatvergnügen aus Interesse an der Sache neben dem Job her. Wenn aber jemand damit Geschäfte macht, reagiere ich mit Verachtung. Der Verdacht, dass mit einem derart unanständig eingesetzten Titel etwas nicht stimmt, bestätigt sich nun immer häufiger.
DESHALB - ich wurde hier ja schon öfters darauf angesprochen - firmiere ich hier mit Titel. Es ist ein Zeichen gegen die, denen er bereits aberkannt wurde und ein Warnzeichen an die, die wissen, dass auch sie den ihren nicht rechtmäßig erworben haben.
Immer im Bewusstsein, dass ein durch gute praktische Arbeit erfahrener Arbeitnehmer oft MEHR kann und weiß als alle die angemaßten Doktoren - und auch mehr als all die Doktoren, die außer den Unis nichts kennen von Leben, Welt und Wirklichkeit.
Es ist meiner Meinung nach peinlich, wenn Menschen im INTERNET mit ihren Titeln angeben...
Lieber Herr Dr. Neunmüller,
nur keine falsche Bescheidenheit. Ehre wem Ehre gebührt. Ich finde Ihre Ansichten gut, aber seien Sie ruhig etwas mehr stolz auf das von Ihnen Geleistete.
Den Plagiatoren hingegen wünsche ich weiterhin fröhliches Zittern um den Titel und dass die Wahrheit ans Licht kommen möge.
lg
...Sie wollen doch nicht durch Nestbeschmutzung auffallen...:)
Doch im Ernst, solche Aussagen habe ich von anderen Doktores schon gehört, allerdings nur im privaten Kreis.
So freimütig wie Sie hätte sich natürlich keiner in der Öffentlichkeit geäußert.War ja eh jedem klar, machte aber nix, denn dem überwiegenden Teil der Bevölkerung ging es verhältnismässig gut.
Wenn der Wind rauher bläst,wird eben genauer hingeschaut und "die kleinen Leute" können mal so richtig Dampf ablassen, indem sie ihrer Wut z.Bsp. durch "Doktoren-Bashing"Ausdruck verleihen.
Das ist nichts persönliches, man lässt es nur nicht mehr durchgehen.:)
Trotzdem vielen Dank für Ihre Offenheit, ich nehme Sie Ihnen ab.
Es ist meiner Meinung nach peinlich, wenn Menschen im INTERNET mit ihren Titeln angeben...
Lieber Herr Dr. Neunmüller,
nur keine falsche Bescheidenheit. Ehre wem Ehre gebührt. Ich finde Ihre Ansichten gut, aber seien Sie ruhig etwas mehr stolz auf das von Ihnen Geleistete.
Den Plagiatoren hingegen wünsche ich weiterhin fröhliches Zittern um den Titel und dass die Wahrheit ans Licht kommen möge.
lg
...Sie wollen doch nicht durch Nestbeschmutzung auffallen...:)
Doch im Ernst, solche Aussagen habe ich von anderen Doktores schon gehört, allerdings nur im privaten Kreis.
So freimütig wie Sie hätte sich natürlich keiner in der Öffentlichkeit geäußert.War ja eh jedem klar, machte aber nix, denn dem überwiegenden Teil der Bevölkerung ging es verhältnismässig gut.
Wenn der Wind rauher bläst,wird eben genauer hingeschaut und "die kleinen Leute" können mal so richtig Dampf ablassen, indem sie ihrer Wut z.Bsp. durch "Doktoren-Bashing"Ausdruck verleihen.
Das ist nichts persönliches, man lässt es nur nicht mehr durchgehen.:)
Trotzdem vielen Dank für Ihre Offenheit, ich nehme Sie Ihnen ab.
selbstverständlich heißen müssen: "Reinfall für Mathiopoulos". Vielleicht auch "Vom Regen in die Traufe". Aber keine Angst, sie steht jetzt nicht wie ein begossener Pudel da, sondern geht sofort zu dem über, was sie wirklich kann: Leute verklagen. Ja, richtig: Leute. Nicht nur die Uni. Nicht nur die Zeitungen in der Vergangenheit. Mit einer plagiierten Doktorarbeit trotz Belegen des Betrugs schon damals in den "Amerikastudien" mehr als 25 Jahre durchkommen, das ist nicht einfach. Das geht am besten, wenn man Kritiker sofort mit Klagen überzieht. "Zudem haben die Anwälte der Politikerin geraten, eine persönliche Haftung der Bonner Gremienmitglieder wegen "massiver Schädigung" der Reputation zu prüfen." heißt es dazu bei Welt Online heute (http://www.welt.de/politi...).
In der Politik tummeln sich Gestalten, welche dem Ansehen unserer Demokratie schaden und die dazu beitragen, dass die Politikerverdrossenheit in Deutschland weiter auf dem Vormarsch ist.
Wir haben:
Einen Bundespräsidenten, der scheibchenweise nur das zugab, was aufgeklärt wurde und am Schluss zurücktreten musste.
Einen Politiker, der sich in 16jährige verliebt.
Einen Generalsekretär, der Fahrerflucht begeht.
Bürgermeister, der trotz Desaster bei einer Loveparade keine Verantwortung trägt und erst durch eine Bürgerinitiative abgewählt werden konnte. Hierfür meinen Respekt an die Duisburger Bürger.
Karl Theodor zu Guttenberg, der schamlos plagiiert.
Veronika Saß dito.
Silvana Koch-Mehrin dito.
Jorgo Chatzimarkakis dito.
Margarita Mathiopoulos dito.
Bijan Djir-Sarai dito.
Michael Braun, zurückgetretener Senator, bzgl. Verstrickungen in Schrottimmobilien. (Bekommt 50.000 Euro Überbrückungsgeld für eine 14tägige Amtszeit)
usw.
Die Politiker predigen, dass wir im täglichen Miteinander mehr Zivilcourage zeigen sollen. Hinsehen statt Wegschauen, Engagement statt Gleichgültigkeit, Wahrheit statt Lüge. Mut wünsche ich mir auch bei unseren Staatsanwälten und Richtern, dass sie endlich mal durchgreifen, und zwar richtig hart!
dem Ansehen schaden zu nicht kleinem Anteil vor allem die Wähler,
die etwa klar erkennen wie Frau Merkel die Herren Wulff +
Guttenberg ohne Not oder Grund aktiv ausgesucht hat
und auch bei bekannter Vernichtung noch lobt und unterstützt,
aber weiter CDU wählen
vor allem sind es die Renter, sagt man sich, die erkennen
vielleicht doch nichts,
allerdings kommt der Umschwung auch nicht so recht in Gang,
neue Rentner nach,
ob die aktuellen Zeiten mal für einige 50 Jahre-lang-Nicht-CDU-Wähler sorgen?
"Einen Politiker, der sich in 16jährige verliebt."
Das würde ich aus ihrer Aufzählung herausnehmen. Das ist wirklich Privatsache, in wen sich jemand verliebt.
Die anderen haben betrogen, getäuscht, die Würde eines hohen Amtes beschädigt, etc.
dem Ansehen schaden zu nicht kleinem Anteil vor allem die Wähler,
die etwa klar erkennen wie Frau Merkel die Herren Wulff +
Guttenberg ohne Not oder Grund aktiv ausgesucht hat
und auch bei bekannter Vernichtung noch lobt und unterstützt,
aber weiter CDU wählen
vor allem sind es die Renter, sagt man sich, die erkennen
vielleicht doch nichts,
allerdings kommt der Umschwung auch nicht so recht in Gang,
neue Rentner nach,
ob die aktuellen Zeiten mal für einige 50 Jahre-lang-Nicht-CDU-Wähler sorgen?
"Einen Politiker, der sich in 16jährige verliebt."
Das würde ich aus ihrer Aufzählung herausnehmen. Das ist wirklich Privatsache, in wen sich jemand verliebt.
Die anderen haben betrogen, getäuscht, die Würde eines hohen Amtes beschädigt, etc.
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