Studiengänge: Politikwissenschaft ist Mist!
Die Dozentin Christiane Florin ärgerte sich über diskussionsfaule Politikstudenten. Unser Autor erwidert, er wolle im Studium nicht labern, sondern Nützliches lernen.
Frau Florin, in Ihren Veranstaltungen wünschen Sie sich mehr Diskussionen. Sie sind enttäuscht von uns Studenten, weil wir so schweigsam sind.
Ich will Ihnen sagen, warum wir nicht leidenschaftlich über die Barschel-Affäre diskutieren und warum uns Endlosgespräche zu Themen wie Macht kalt lassen: Wir wollen in unseren Seminaren endlich etwas Nützliches lernen. Aber Sie bringen uns nichts Nützliches bei.
Das Studium der Politikwissenschaft ist für uns ein Mittel zum Zweck. Wir erwarten, dass die Dozenten uns die Werkzeuge an die Hand geben, die wir brauchen, um etwas zu bewirken: Als Entwicklungshelfer in Mali, Freelancer bei Spiegel Online oder auch als Berater bei McKinsey.
Sie wollen Theorie, wir wollen Praxis
Das sind unsere Träume, aber die Antwort unserer Dozenten lautet immer nur: "Wie wäre es mit einer Diskussion zu Max Weber oder Karl Marx?" Doch diese Diskussionen führen nicht zu Antworten.
studierte Politik- und Verwaltungswissenschaften in Münster und Enschede. Heute belegt er den Masterstudiengang Politikwissenschaften und Volkswirtschaftslehre an der London School of Economics and Political Science.
Als ich ein Praktikum beim Umweltprogramm der Vereinten Nationen in Brüssel absolviert habe, sollte ich Förderanträge schreiben, um Mittel des Europäischen Sozialfonds anzuzapfen. Mein Studium hat mich darauf nicht vorbereitet. Dafür weiß ich Bescheid über regionale Integrationstheorien und den Konstruktivismus. Na toll.
Frau Florin, Sie wohnen in einem akademischen Elfenbeinturm. Sie sind verliebt in Theorien und Definitionen. Wegen Dozenten wie Ihnen ist das Studium der Politikwissenschaften so trocken und theoretisch.
Während die Studenten in Ihrem Seminar schweigen, Frau Florin, brodelt es in den meisten von ihnen. Viele von uns haben schon über einen Studienabbruch nachgedacht. Spätestens zum Masterstudium wählen wir dann eine andere Fachrichtung als Politikwissenschaft. Oder gehen ins Ausland, denn dort wird der Praxisbezug des Studiums hochgehalten.
Wir jungen Politikwissenschaftler wollen nicht diskutieren, sondern umsetzen. Als ich in den Stadtrat meiner Heimatstadt gewählt worden bin, dachte ich: Als angehender Politikwissenschaftler Kommunalpolitik machen, ein Kinderspiel. Doch das war falsch. Trotz aller Seminare zu Kommunalpolitik war ich heillos überfordert: Doppelte Buchführung? Kontraktmanagement? Budgetierung und Controlling?
In der Universität hatte ich philosophische Essays über die Kommunalpolitik als Schule der Demokratie gelesen. Doch mit der Quintessenz dieser Essays lässt sich nicht begründen, wann eine Schule geschlossen, die Sportförderung gestrichen oder die Preise im Schwimmbad erhöht werden müssen.
Wir Studenten wollen einen Kurs in Ökonometrie oder Spieltheorie, aber unsere Dozenten bieten uns nur das nächste Seminar zu Adorno. Wir wollen nicht Bundeskanzler in die richtige Reihenfolge bringen, denn die Politikwissenschaft ist kein Geschichtsunterricht. Wir interessieren uns für Mechanismen und Wirkungszusammenhänge: Mit welchen Instrumenten steuere ich den demografischen Wandel? Welche Parteien profitieren und warum, wenn die Wahlbeteiligung steigt? Welchen Effekt hat Einwanderung auf rechtsextreme Gruppierungen?
Frau Florin, Sie schreiben, Sie seien eine Beobachtungsexpertin. Das stimmt und das ist das Problem der deutschen Politikwissenschaft: Während Sie beschreiben und beschreiben, wollen wir Studenten erklären und analysieren, um dann Empfehlungen zu erarbeiten und umzusetzen. Wir sehnen uns nach Relevanz, während Sie sich mit uns über Definitionen streiten wollen und in Nostalgie verfallen, dass wir keine Tageszeitung mehr lesen. Wann werden Sie endlich verstehen, dass Online-Medien die Tageszeitungen unserer Generation sind?
"Was machen denn eigentlich die Absolventen unseres Studiengangs?", fragen wir unsere Dozenten oft. Doch dann heißt es nur: "Wieso müsst Ihr immer so sehr auf Eure Karriere fokussieren? Konzentriert Euch aufs Studium!"








"Unser Autor erwidert, er wolle im Studium nicht labern, sondern Nützliches lernen."
Dann schlage ich dem Herrn Kirchherr ein naturwissenschaftliches Studium vor. Am besten natürlich Physik mit Schwerpunkt Theorie. Sollte Herr Kirchherr es noch fundamentaler mögen ist Mathematik das Richtige für Ihn.
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/mak
Sheldon Cooper. ;) Liebe diese Diskussionen, in der Naturwissenschaften (besonders in Physik und Mathmatik)könnte man da über die Nützlichkeit streiten. besonders in theoretischer Physik. Und die Oberphysikerin D-lands ist ja wohl eine Meisterin des Laberns und hat von nicht viel eine Ahnung.
Jeder soll das machen was ihn glücklich macht und wenn der Autor meint er möchte nicht labern, dann hat er sich bei der Studienwahl vorher nicht richtig informiert. Tough luck, hier in CAN werden Politikwissenschaftler meist Lobbyisten und da muss man reden können.
Über die Nützlichkeit von Politikwissenschaften und auch anderen Geisteswissenschaften kann ich mir nur aus der Beobachtung ein Urteil bilden, und wenn ich sehen das die viele Führungspositionen in D von Geisteswissenschaftlern besetzt sind und man sieht wo die westliche Welt hinsteuert, dann lässt dies nur einen Schluss zu.
...lernen will, ohne theoretische Grundlagen, würde ich ihm eine Ausbildung oder ein Fachhochschulstudium empfehlen.
Wer meint, naturwissenschaftliche Studiengänge seien nützliche Studiengänge bzw. nützlicher als z.B. ein politikwissenschaftliches Studium hat in Schule und Studium einen sehr wichtigen Punkt entweder verpasst oder nicht verstanden: die Frage muss doch sein "nützlich wofür?
Wenn Sie lernen wollen, wie Sie den Wirkungsgrad von Solarpanels erhöhen können, ist Politikwissenschaft vermutlich keine gute ("nützliche") Wahl. Wenn Sie verstehen wollen, wann Staaten gegeneinander Krieg führen und wann nicht, ist eine gute politikwissenschaftliche Ausbildung sicher nützlicher als ein ingenieur- oder naturwissenschaftliches Studium.
ich kann dem artikel nur zustimmen. es fehlt in diesen wissenschaften einfach generell an praxis-bezug. man absolviert sein studium, aber hat das gefühl man habe nichts gelernt, was man in der praxis umsetzen könnte!
lg
ein soziologe
Tut mir Leid, dass sich nicht jeder für ein naturwissenschaftliches Studium interessieren kann oder dazu befähigt ist. Nicht nur Maschinen, chemische Prodkte u.ä. haben einen Wert und das merkt man jedes Mal, wenn man die Zeitung aufschlägt und merkt wie gut wir es in unserer Demokratie haben, wo auf den Rechtsstaat und freie Medien noch einigermaßen Verlass ist...Und ob sie es glauben oder nicht, als Geisteswissenschaftler/Politikwissenschaftler könnte man für vieles nützlich sein...leider hat der Author des Obigen Artikels recht. Etwas mehr Praxisbezug, darüber wie man ein Forshcungsprojekt in Afrika organisert, wie konkret der aktuelle Stand der deutsch-afrikanischen Zusammenarbeit ist, anstatt irgendwelche abstrakte Theorien der Internationalen Beziehungen(Realismus, Idealismus und schlag mich tot)wären 20.000 mal nützlicher.
Ich mache jedesmal die Erfahrung, dass sobald ein Honorarprofesor, der direkt in der Politik, bei den Medien/Zeitungen oder internationalen Organisationen z.B. EU arbeitet, eine Vorlesung hält, alles so viel spannender ist, die Studenten arbeiten soviel motivierter mit und man geht doch tatsächlich mal mit dem Gefühl aus der Uni, etwas gelernt zu haben.
Und dass Theorielastigkeit und Langeweile nicht automatisch essentieller Bestandteil eines Politikstudiums sein müssen, zeigt wie gesagt, dass man im Ausland diese Probleme nicht hat! (Das weiß ich dank eines Auslandsstudienjahres in England aus eigener Erfahrung!)
Entfernt, da Doppelposting. Die Redaktion/vn
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/mak
Sheldon Cooper. ;) Liebe diese Diskussionen, in der Naturwissenschaften (besonders in Physik und Mathmatik)könnte man da über die Nützlichkeit streiten. besonders in theoretischer Physik. Und die Oberphysikerin D-lands ist ja wohl eine Meisterin des Laberns und hat von nicht viel eine Ahnung.
Jeder soll das machen was ihn glücklich macht und wenn der Autor meint er möchte nicht labern, dann hat er sich bei der Studienwahl vorher nicht richtig informiert. Tough luck, hier in CAN werden Politikwissenschaftler meist Lobbyisten und da muss man reden können.
Über die Nützlichkeit von Politikwissenschaften und auch anderen Geisteswissenschaften kann ich mir nur aus der Beobachtung ein Urteil bilden, und wenn ich sehen das die viele Führungspositionen in D von Geisteswissenschaftlern besetzt sind und man sieht wo die westliche Welt hinsteuert, dann lässt dies nur einen Schluss zu.
...lernen will, ohne theoretische Grundlagen, würde ich ihm eine Ausbildung oder ein Fachhochschulstudium empfehlen.
Wer meint, naturwissenschaftliche Studiengänge seien nützliche Studiengänge bzw. nützlicher als z.B. ein politikwissenschaftliches Studium hat in Schule und Studium einen sehr wichtigen Punkt entweder verpasst oder nicht verstanden: die Frage muss doch sein "nützlich wofür?
Wenn Sie lernen wollen, wie Sie den Wirkungsgrad von Solarpanels erhöhen können, ist Politikwissenschaft vermutlich keine gute ("nützliche") Wahl. Wenn Sie verstehen wollen, wann Staaten gegeneinander Krieg führen und wann nicht, ist eine gute politikwissenschaftliche Ausbildung sicher nützlicher als ein ingenieur- oder naturwissenschaftliches Studium.
ich kann dem artikel nur zustimmen. es fehlt in diesen wissenschaften einfach generell an praxis-bezug. man absolviert sein studium, aber hat das gefühl man habe nichts gelernt, was man in der praxis umsetzen könnte!
lg
ein soziologe
Tut mir Leid, dass sich nicht jeder für ein naturwissenschaftliches Studium interessieren kann oder dazu befähigt ist. Nicht nur Maschinen, chemische Prodkte u.ä. haben einen Wert und das merkt man jedes Mal, wenn man die Zeitung aufschlägt und merkt wie gut wir es in unserer Demokratie haben, wo auf den Rechtsstaat und freie Medien noch einigermaßen Verlass ist...Und ob sie es glauben oder nicht, als Geisteswissenschaftler/Politikwissenschaftler könnte man für vieles nützlich sein...leider hat der Author des Obigen Artikels recht. Etwas mehr Praxisbezug, darüber wie man ein Forshcungsprojekt in Afrika organisert, wie konkret der aktuelle Stand der deutsch-afrikanischen Zusammenarbeit ist, anstatt irgendwelche abstrakte Theorien der Internationalen Beziehungen(Realismus, Idealismus und schlag mich tot)wären 20.000 mal nützlicher.
Ich mache jedesmal die Erfahrung, dass sobald ein Honorarprofesor, der direkt in der Politik, bei den Medien/Zeitungen oder internationalen Organisationen z.B. EU arbeitet, eine Vorlesung hält, alles so viel spannender ist, die Studenten arbeiten soviel motivierter mit und man geht doch tatsächlich mal mit dem Gefühl aus der Uni, etwas gelernt zu haben.
Und dass Theorielastigkeit und Langeweile nicht automatisch essentieller Bestandteil eines Politikstudiums sein müssen, zeigt wie gesagt, dass man im Ausland diese Probleme nicht hat! (Das weiß ich dank eines Auslandsstudienjahres in England aus eigener Erfahrung!)
Entfernt, da Doppelposting. Die Redaktion/vn
"Politikwissenschaft ist Mist!"
ist natürlich vorbehaltlos zuzustimmen.
So so... Ein offensichtlicher Physiker scheint also über Insiderwissen der Politikwissenschaft zu verfügen. Faszinierend. Wo hat er das denn erworben? Wird im Physikstudium über nichts anderes diskutiert als über die Sinnhaftigkeit anderer Disziplinen?
Das scheint mir hier eine genuin fachinterne Diskussion zu sein, die man eher in einer politikwissenschaftlichen Fachzeitschrift, einem politikwissenschaftlichen Forum oder meinetwegen auch in einem politikwissenschaftlichen Seminar führen sollte.
Sonst fühlen sich ja - wie immer im Internet - Hinz und Kunz dazu aufgerufen, ungefragt ihren unqualifizierten Senf abzugeben.
Als würde meiner einer sich in fachinterne Debatten über die Ausrichtung der Lehre in der Physik einmischen.
Bitte achten Sie auf Ihren Tonfall. Danke, die Redaktion/mk
So so... Ein offensichtlicher Physiker scheint also über Insiderwissen der Politikwissenschaft zu verfügen. Faszinierend. Wo hat er das denn erworben? Wird im Physikstudium über nichts anderes diskutiert als über die Sinnhaftigkeit anderer Disziplinen?
Das scheint mir hier eine genuin fachinterne Diskussion zu sein, die man eher in einer politikwissenschaftlichen Fachzeitschrift, einem politikwissenschaftlichen Forum oder meinetwegen auch in einem politikwissenschaftlichen Seminar führen sollte.
Sonst fühlen sich ja - wie immer im Internet - Hinz und Kunz dazu aufgerufen, ungefragt ihren unqualifizierten Senf abzugeben.
Als würde meiner einer sich in fachinterne Debatten über die Ausrichtung der Lehre in der Physik einmischen.
Bitte achten Sie auf Ihren Tonfall. Danke, die Redaktion/mk
So so... Ein offensichtlicher Physiker scheint also über Insiderwissen der Politikwissenschaft zu verfügen. Faszinierend. Wo hat er das denn erworben? Wird im Physikstudium über nichts anderes diskutiert als über die Sinnhaftigkeit anderer Disziplinen?
Das scheint mir hier eine genuin fachinterne Diskussion zu sein, die man eher in einer politikwissenschaftlichen Fachzeitschrift, einem politikwissenschaftlichen Forum oder meinetwegen auch in einem politikwissenschaftlichen Seminar führen sollte.
Sonst fühlen sich ja - wie immer im Internet - Hinz und Kunz dazu aufgerufen, ungefragt ihren unqualifizierten Senf abzugeben.
Als würde meiner einer sich in fachinterne Debatten über die Ausrichtung der Lehre in der Physik einmischen.
Bitte achten Sie auf Ihren Tonfall. Danke, die Redaktion/mk
... wenn sie es den versuchten. -> "Als würde meiner einer sich in fachinterne Debatten über die Ausrichtung der Lehre in der Physik einmischen."
Die Aussage "Politikwissenschaft ist Mist!" stammt ja immerhin nicht von mir.
Der junge Mann der den Artikel so nett schrieb, schien mir einen Rat zu brauchen. Ich bin da sehr freigiebig.
"Sonst fühlen sich ja - wie immer im Internet - Hinz und Kunz dazu aufgerufen, ungefragt ihren unqualifizierten Senf abzugeben."
Mir war nicht bewusst, dass für die die Beteiligung hier im Forum erst eine entsprechende - wenn auch in diesem Fall sicherlich nur vermeindliche - Qualifikation nachgewiesen werden muss.
Wenn der Ton (Zitat" unqualifizierten Senf") allerdings in den von Ihnen gepriesenen Fachforen und Seminaren so wie in ihrem Beitrag ausfällt - kann ich mir gut vorstellen, dass junge Studierende von der Fachpraxis der Politikwissenschaft enttäuscht sind.
Genuin fachinterne Diskussion? Fachzeitschrift?
Mir scheint eher, dass der Autor sich gar nicht im Klaren ist, was ein Studium bedeutet.
Ich muss doch nichts von Politik(-Wissenschaft) verstehen, um zu erkennen, dass sich der Autor davor scheut sich mit Dingen zu beschäftigen, die ER als nicht relevant abtut.
Letztlich kann er die Kritik der Dozentin ja gar nicht als unangemessen in Frage stellen, sondern nur eine billige Ausrede zur Schau stellen - das Fach sei ja viel zu langweilig.
Kann mir kaum vorstellen, dass das allen Studenten so ging und geht.
Warum sollte eine Fachzeitschrift, darüber debattieren, dass ein paar Studenten das Studium zu theoretisch finden? Seid wann werden fundamentale Grundlagen, die offenbar schon ein Weile gelehrt werden plötzlich überflüssig, weil sich die Interessen der LERNENDEN verschieben? Das wär ja wie, wenn ich in meinem Studium nichts mehr über effiziente Algorithmen hören würde, weil die Rechner heute ja sowieso schnell genug für alles "notwendige" sind. Für mich klingt das eher nach einer flüchtigen Studienwahl. Und dafür bedarf es keiner genuin fachinternen Debatte.
Man muss ja nicht gleich Physik studieren ;)
... wenn sie es den versuchten. -> "Als würde meiner einer sich in fachinterne Debatten über die Ausrichtung der Lehre in der Physik einmischen."
Die Aussage "Politikwissenschaft ist Mist!" stammt ja immerhin nicht von mir.
Der junge Mann der den Artikel so nett schrieb, schien mir einen Rat zu brauchen. Ich bin da sehr freigiebig.
"Sonst fühlen sich ja - wie immer im Internet - Hinz und Kunz dazu aufgerufen, ungefragt ihren unqualifizierten Senf abzugeben."
Mir war nicht bewusst, dass für die die Beteiligung hier im Forum erst eine entsprechende - wenn auch in diesem Fall sicherlich nur vermeindliche - Qualifikation nachgewiesen werden muss.
Wenn der Ton (Zitat" unqualifizierten Senf") allerdings in den von Ihnen gepriesenen Fachforen und Seminaren so wie in ihrem Beitrag ausfällt - kann ich mir gut vorstellen, dass junge Studierende von der Fachpraxis der Politikwissenschaft enttäuscht sind.
Genuin fachinterne Diskussion? Fachzeitschrift?
Mir scheint eher, dass der Autor sich gar nicht im Klaren ist, was ein Studium bedeutet.
Ich muss doch nichts von Politik(-Wissenschaft) verstehen, um zu erkennen, dass sich der Autor davor scheut sich mit Dingen zu beschäftigen, die ER als nicht relevant abtut.
Letztlich kann er die Kritik der Dozentin ja gar nicht als unangemessen in Frage stellen, sondern nur eine billige Ausrede zur Schau stellen - das Fach sei ja viel zu langweilig.
Kann mir kaum vorstellen, dass das allen Studenten so ging und geht.
Warum sollte eine Fachzeitschrift, darüber debattieren, dass ein paar Studenten das Studium zu theoretisch finden? Seid wann werden fundamentale Grundlagen, die offenbar schon ein Weile gelehrt werden plötzlich überflüssig, weil sich die Interessen der LERNENDEN verschieben? Das wär ja wie, wenn ich in meinem Studium nichts mehr über effiziente Algorithmen hören würde, weil die Rechner heute ja sowieso schnell genug für alles "notwendige" sind. Für mich klingt das eher nach einer flüchtigen Studienwahl. Und dafür bedarf es keiner genuin fachinternen Debatte.
Man muss ja nicht gleich Physik studieren ;)
Selten so einen Blödsinn gelesen. Das Fach heisst doch nicht von ungefähr Politikwissenschaft. Es soll zunächst theoretische, konzeptionelle und methodische Grundlagen vermitteln und in einem zweiten Schritt den Praxisbezug herstellen. Dafür gibt es ja wohl auch eigens ausgewiesene Lehrveranstaltungen. Anträge schreiben, das lernt man, indem man einmal anfängt Anträge zu schreiben, aber doch nicht in einem Hochschulseminar! Und wer als Stadtrat meint, er würde durch ein Studium der Politikwissenschaft darauf vorbereitet werden, der hat weder das Fach als Wissenschaft noch den Beruf als Politiker verstanden. Ein sehr merkwürdiges Nützlichkeitsdenken.
Diskussionsfaulheit hat auch etwas mit Denkfaulheit zu tun. Denken aber, das sollte in Theorie wie Praxis von Bedeutung sein.
Politikwissenschaft behandelt aber eigentlich nicht nur die politische Theorie sondern auch die politische Umsetzung und die politische Praxis. Es geht also um das Was, das Warum und das Wie. Ein Studium der Politikwissenschaft, in dem letzteres nicht vorkommt, ist imo unausgewogen.
Lieber Herr Kirchherr,
ebenso wie Sie habe ich in Münster Politikwissenschaft studiert, zwar gerade noch auf Magister und nicht den Bachelor Public Administration und ich finde, dass ihre deutlich ausgesprochene Kritik völlig unangemessen ist.
Vielleicht hätten Sie sich vor der Wahl ihres Studienfaches besser informieren müssen, welche Inhalte im geisteswissenschaftlichen Arbeiten bzw. im Studium der Politikwissenschaft vermittelt werden sollen. Es geht nämlich genau darum: wissenschaftliche Arbeiten erstellen zu können, Politische Theorien zu verstehen/zu hinterfragen/Argumentationslinien aufstellen zu können/Diskurse zu verfolgen.
Sie wollen mehr über Budgetierung und Controlling erfahren? Da würde ich Ihnen einige Grundkenntnisse aus den Fachbereichen BWL/VWL ans Herz legen.
Sie wollen wissen, wie man Förderanträge ganz praktisch angeht? Was es dabei zu beachten gibt? Herzlichen Glückwunsch zu Ihren Praktika - das ist genau der Weg, Erfahrungen in der Praxis zu sammeln....
wenn das Studium der Politikwissenschaft so grundsätzlich nicht Ihren Vorstellungen und Wünschen entspricht, würde ich Ihnen anraten, generell die Wahl Ihres Studienfaches bzw. Ihres Ausbildungsweges zu überdenken anstatt das Studium an sich zu hinterfragen.
Ich habe während des Studiums übrigens durchaus gelernt, Arbeitsphasen zu organisieren und zu strukturieren, was ich auch im Job sehr zu schätzen weiß.
Wewr meint, er lerne hier Politik zu machen, der darf gehen.
Völlig richtig. Das ist PolitikWISSENSCHAFT, wenn der werte Herr Kontraktmanagement und Doppelte Buchführung lernen möchte soll er eine Berufsausbildung im Bereich Verwaltung machen, aber kein wissenschaftliches Studium. Dieses Desinteresse einem Gegenstand auf den Grund zu gehen wenn das nicht "nützlich" ist ist schauderhaft. Da sieht man alle seine Vorurteile gegen "die Studenten von heute" auf einen Schlag empirisch bestätigt. Dem Herrn fehlt für ein wissenschaftliches Studium das intellektuelle Rüstzeug und ein grundlegendes Interesse am Gegenstand jenseits eines lachhaft kurzsichtigen Nützlichkeitsdenken, er ist daher in meinen Augen für ein solches Studium ungeeignet, daraus erklärt sich auch sein Frust.
Und wer als Stadtrat meint, er würde durch ein Studium der Politikwissenschaft darauf vorbereitet werden, der hat weder das Fach als Wissenschaft noch den Beruf als Politiker verstanden. Ein sehr merkwürdiges Nützlichkeitsdenken.
Dieser Kommentar trifft es am besten.
Auf die Frage "aha Politikwissenschaftler, wirst du Politiker?" habe ich mir mittlerweile angewöhnt zu antworten "ungefähr so sehr wie jemand, der sich auf Zoologie spezialisiert hat, auch in den Zoo ins Gehege kommt".
Wer als Politologe praktische Politik lernen will, sollte sich parallel zum Studium engagieren, ob es jetzt in einer Partei oder im hochschulpolitischen Rahmen ist (damit hätten StuPa und AstA auch einen praktischen Sinn, auch wenn es ursprünglich nicht so gedacht war...).
Politikwissenschaft behandelt aber eigentlich nicht nur die politische Theorie sondern auch die politische Umsetzung und die politische Praxis. Es geht also um das Was, das Warum und das Wie. Ein Studium der Politikwissenschaft, in dem letzteres nicht vorkommt, ist imo unausgewogen.
Lieber Herr Kirchherr,
ebenso wie Sie habe ich in Münster Politikwissenschaft studiert, zwar gerade noch auf Magister und nicht den Bachelor Public Administration und ich finde, dass ihre deutlich ausgesprochene Kritik völlig unangemessen ist.
Vielleicht hätten Sie sich vor der Wahl ihres Studienfaches besser informieren müssen, welche Inhalte im geisteswissenschaftlichen Arbeiten bzw. im Studium der Politikwissenschaft vermittelt werden sollen. Es geht nämlich genau darum: wissenschaftliche Arbeiten erstellen zu können, Politische Theorien zu verstehen/zu hinterfragen/Argumentationslinien aufstellen zu können/Diskurse zu verfolgen.
Sie wollen mehr über Budgetierung und Controlling erfahren? Da würde ich Ihnen einige Grundkenntnisse aus den Fachbereichen BWL/VWL ans Herz legen.
Sie wollen wissen, wie man Förderanträge ganz praktisch angeht? Was es dabei zu beachten gibt? Herzlichen Glückwunsch zu Ihren Praktika - das ist genau der Weg, Erfahrungen in der Praxis zu sammeln....
wenn das Studium der Politikwissenschaft so grundsätzlich nicht Ihren Vorstellungen und Wünschen entspricht, würde ich Ihnen anraten, generell die Wahl Ihres Studienfaches bzw. Ihres Ausbildungsweges zu überdenken anstatt das Studium an sich zu hinterfragen.
Ich habe während des Studiums übrigens durchaus gelernt, Arbeitsphasen zu organisieren und zu strukturieren, was ich auch im Job sehr zu schätzen weiß.
Wewr meint, er lerne hier Politik zu machen, der darf gehen.
Völlig richtig. Das ist PolitikWISSENSCHAFT, wenn der werte Herr Kontraktmanagement und Doppelte Buchführung lernen möchte soll er eine Berufsausbildung im Bereich Verwaltung machen, aber kein wissenschaftliches Studium. Dieses Desinteresse einem Gegenstand auf den Grund zu gehen wenn das nicht "nützlich" ist ist schauderhaft. Da sieht man alle seine Vorurteile gegen "die Studenten von heute" auf einen Schlag empirisch bestätigt. Dem Herrn fehlt für ein wissenschaftliches Studium das intellektuelle Rüstzeug und ein grundlegendes Interesse am Gegenstand jenseits eines lachhaft kurzsichtigen Nützlichkeitsdenken, er ist daher in meinen Augen für ein solches Studium ungeeignet, daraus erklärt sich auch sein Frust.
Und wer als Stadtrat meint, er würde durch ein Studium der Politikwissenschaft darauf vorbereitet werden, der hat weder das Fach als Wissenschaft noch den Beruf als Politiker verstanden. Ein sehr merkwürdiges Nützlichkeitsdenken.
Dieser Kommentar trifft es am besten.
Auf die Frage "aha Politikwissenschaftler, wirst du Politiker?" habe ich mir mittlerweile angewöhnt zu antworten "ungefähr so sehr wie jemand, der sich auf Zoologie spezialisiert hat, auch in den Zoo ins Gehege kommt".
Wer als Politologe praktische Politik lernen will, sollte sich parallel zum Studium engagieren, ob es jetzt in einer Partei oder im hochschulpolitischen Rahmen ist (damit hätten StuPa und AstA auch einen praktischen Sinn, auch wenn es ursprünglich nicht so gedacht war...).
Ich bin zwar kein Student einer Geisteswissenschaft allerdings glaube ich, dass man Politik nicht mit Tunnelblick auf das Jetzt und Morgen verstehen kann. Wie oft spielen Handlungen eine signifikante Rolle, die bereits Jahrzehnte her sind? Aus Vergangenem zu lernen ist doch genau die Stärke des Menschen. Und genau das bildet doch auf unsere künftigen Handlungen und Reaktionen ab.
Ich als Student der Informatik frage doch auch nicht, wie ich ein besseres Betriebssystem als alle bisher bekannten schreiben kann, wenn ich nicht mal weiß, wie die bisherigen funktionieren. Ebenso wenig kann ich noch bessere Mikroprozessoren entwerfen, wenn ich keine Ahnung habe, wie man das damals ansatzweise gemacht hätte - dafür ist die Technik heute doch viel zu komplex.
Auch reicht es in einer fundierten Wissenschaft nicht, einfach irgendwelche Formeln zu benutzen - in vielen Studiengängen müssen die verstanden werden und das bedeutet meistens das Erbringen eines formalen Beweises. Man muss doch erst die Struktur der Dinge verstehen, bevor man sie beherrschen kann.
Und (globale) Politik passt nun mal nicht auf die Startseite einer Online-Zeitung. Und das Online-Zeitungen zu einem Art Fast-Food-artigen Halbwissen führen ist Ihnen noch nie aufgefallen?
Zudem sollten die von Ihnen als viel wichtiger herausgestellten Fragen eigentlich kein Studium erfordern. Müssen Sie ernsthaft fragen, was Politik-Absolventen machen?
"Ich als Student der Informatik frage doch auch nicht, wie ich ein besseres Betriebssystem als alle bisher bekannten schreiben kann, wenn ich nicht mal weiß, wie die bisherigen funktionieren."
Sie vielleicht nicht, andere schon. Man kann sicher noch nicht die Details der BS Programierung kennen, aber an was es aktuellen Betriebssytemen mangelt oder was noch besser funktionieren koennte, kann man sich schon ueberlegen und ganz unuebeheblich seine bisherigen Kenntnisse zu Ideen umformen, wie eine Umsetzung aussehen koennte. Vielleicht wuerde das auch die Modul-Wahl beeinflussen oder die Vertiefungsrichtung.
Zitat:"Aus Vergangenem zu lernen ist doch genau die Stärke des Menschen. Und genau das bildet doch auf unsere künftigen Handlungen und Reaktionen ab."
Irgendwie bekommt man den Eindruck das genau diese Eigenschaft in der heutigen Zeit, u.a. durch unsere schnellere Lebenweise, in Vergessenheit geraten ist.
Beispiele gibts unzählige, dazu muss hier nur ein paar Seiten öffnen und sich die Artikel durchlesen.
Also ein Indidivum ist sehr wohl in der Lage sich anzupassen, nur die Menschheit als gesamtes agiert so langsam, das eine Anpassung gar nicht mehr möglich ist.
Man könnte fast sagen die Technik hat die Politik um 20 Jahre überholt, hinzu kommt die Globalisierung die die Politik ebenfalls weit hinter sich gelassen hat.
Es gibt z.b. das USTg. das zuletzt vor 20 Jahren refomiert wurde...das heißt dieses Gesetz ist noch gar nicht richtig an die Globalisierung angepasst.
Die Politikwissenschaft beschäftigt sich (u.a.) ja gerade damit, warum die Politik - also die demokratische Selbststeuerung des Volks - nicht "so weit" ist wie die Technik und die globale Steuerung über Märkte.
Was mal wieder zeigt: Politik ist nicht gleich Politikwissenschaft, und wenn Herr Kommilitone Kirchherr mit seiner praktischen Politik (wie große und mächtige Politiker auch) nicht vorankommt, gibt es genügend Theorien, gerade dies zu verstehen.
"Ich als Student der Informatik frage doch auch nicht, wie ich ein besseres Betriebssystem als alle bisher bekannten schreiben kann, wenn ich nicht mal weiß, wie die bisherigen funktionieren."
Sie vielleicht nicht, andere schon. Man kann sicher noch nicht die Details der BS Programierung kennen, aber an was es aktuellen Betriebssytemen mangelt oder was noch besser funktionieren koennte, kann man sich schon ueberlegen und ganz unuebeheblich seine bisherigen Kenntnisse zu Ideen umformen, wie eine Umsetzung aussehen koennte. Vielleicht wuerde das auch die Modul-Wahl beeinflussen oder die Vertiefungsrichtung.
Zitat:"Aus Vergangenem zu lernen ist doch genau die Stärke des Menschen. Und genau das bildet doch auf unsere künftigen Handlungen und Reaktionen ab."
Irgendwie bekommt man den Eindruck das genau diese Eigenschaft in der heutigen Zeit, u.a. durch unsere schnellere Lebenweise, in Vergessenheit geraten ist.
Beispiele gibts unzählige, dazu muss hier nur ein paar Seiten öffnen und sich die Artikel durchlesen.
Also ein Indidivum ist sehr wohl in der Lage sich anzupassen, nur die Menschheit als gesamtes agiert so langsam, das eine Anpassung gar nicht mehr möglich ist.
Man könnte fast sagen die Technik hat die Politik um 20 Jahre überholt, hinzu kommt die Globalisierung die die Politik ebenfalls weit hinter sich gelassen hat.
Es gibt z.b. das USTg. das zuletzt vor 20 Jahren refomiert wurde...das heißt dieses Gesetz ist noch gar nicht richtig an die Globalisierung angepasst.
Die Politikwissenschaft beschäftigt sich (u.a.) ja gerade damit, warum die Politik - also die demokratische Selbststeuerung des Volks - nicht "so weit" ist wie die Technik und die globale Steuerung über Märkte.
Was mal wieder zeigt: Politik ist nicht gleich Politikwissenschaft, und wenn Herr Kommilitone Kirchherr mit seiner praktischen Politik (wie große und mächtige Politiker auch) nicht vorankommt, gibt es genügend Theorien, gerade dies zu verstehen.
"Als ich ein Praktikum beim Umweltprogramm der Vereinten Nationen in Brüssel absolviert habe, sollte ich Förderanträge schreiben, um Mittel des Europäischen Sozialfonds anzuzapfen. Mein Studium hat mich darauf nicht vorbereitet."
Ach, welch Wunder.
Vlt. sollte sich dieser Student erstmal mit Sinn und Zweck eines Studiums auseinandersetzen – oder eine Ausbildung machen.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich sachlich und konstruktiv. Danke, die Redaktion/mk
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich sachlich und konstruktiv. Danke, die Redaktion/mk
"Sie wollen Theorie, wir wollen Praxis"
Eine entlarvende Zwischenüberschrift. Der Autor will gar nicht studieren. Ist ja auch in Ordnung, aber sich darüber zu beschweren, dass man sich in einer theoretischen Ausbildung mit Theorie beschäftigt, ist leicht schizophren. Dass es an seiner Ausbildungsstätte keine Formularausfüllvorlesungen gibt, ist ja nicht zu beanstanden.
Dass er die theoretische Ausbildung für etwas nicht-theoretisches nutzen will (sprich: nicht in die Forschung gehen will), ist auch nicht zu beanstanden, aber genausowenig ein Fehler der Ausbildung, sondern einer der Ausbildungswahl oder seiner Disziplin.
Ein Studium der BWL wäre wohl besser gewesen für den Autor.
Ich studiere Chemie. Ein beträchtlichen Anteil der Zeit verbringe ich dabei im Labor. Ich sehe dies nicht als Widerspruch zur einer theoretischen Ausbildung, da man auch in dieser Zeit vieles zur Theorie lernt. Dies geschieht einerseits dadurch, dass man sich zu den Versuchen vorbereitet. Andererseits sieht man, wo die Grenzen der einzelnen Theorien sind (letztlich stellt jedes Modell eine Vereinfachung der Realität dar), wo es Probleme gibt (worüber man noch nachdenken muss) etc. In der Praxis zeigt sich doch erst, ob eine Theorie sinnvolle Ergebnisse liefert.
Daher ist gegen Praxisbezug an der Universität erst einmal nichts einzuwenden. Wie das konkret bei Politikwissenschaften aussehen könnte, dazu fehlen mir die Kenntnisse.
Ein Studium der BWL wäre wohl besser gewesen für den Autor.
Ich studiere Chemie. Ein beträchtlichen Anteil der Zeit verbringe ich dabei im Labor. Ich sehe dies nicht als Widerspruch zur einer theoretischen Ausbildung, da man auch in dieser Zeit vieles zur Theorie lernt. Dies geschieht einerseits dadurch, dass man sich zu den Versuchen vorbereitet. Andererseits sieht man, wo die Grenzen der einzelnen Theorien sind (letztlich stellt jedes Modell eine Vereinfachung der Realität dar), wo es Probleme gibt (worüber man noch nachdenken muss) etc. In der Praxis zeigt sich doch erst, ob eine Theorie sinnvolle Ergebnisse liefert.
Daher ist gegen Praxisbezug an der Universität erst einmal nichts einzuwenden. Wie das konkret bei Politikwissenschaften aussehen könnte, dazu fehlen mir die Kenntnisse.
... wenn sie es den versuchten. -> "Als würde meiner einer sich in fachinterne Debatten über die Ausrichtung der Lehre in der Physik einmischen."
Die Aussage "Politikwissenschaft ist Mist!" stammt ja immerhin nicht von mir.
Der junge Mann der den Artikel so nett schrieb, schien mir einen Rat zu brauchen. Ich bin da sehr freigiebig.
"Sonst fühlen sich ja - wie immer im Internet - Hinz und Kunz dazu aufgerufen, ungefragt ihren unqualifizierten Senf abzugeben."
Mir war nicht bewusst, dass für die die Beteiligung hier im Forum erst eine entsprechende - wenn auch in diesem Fall sicherlich nur vermeindliche - Qualifikation nachgewiesen werden muss.
Wenn der Ton (Zitat" unqualifizierten Senf") allerdings in den von Ihnen gepriesenen Fachforen und Seminaren so wie in ihrem Beitrag ausfällt - kann ich mir gut vorstellen, dass junge Studierende von der Fachpraxis der Politikwissenschaft enttäuscht sind.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren