Die Sieger der zweiten Exzellenzinitiative für Spitzenforschung an Hochschulen von Bund und Ländern stehen fest – künftig gibt es elf deutsche Elite-Unis. Fünf neue Hochschulen gehören zu diesem Kreis: die Humboldt-Universität Berlin, Bremen , die TU Dresden, Köln und Tübingen . Ihren Titel behalten die beiden Münchener Universitäten, die Freie Universität Berlin , Konstanz , Heidelberg und die RWTH Aachen . 



Zu den Absteigern gehört überraschend die Universität Karlsruhe , die wegen ihrer viel gelobten Zusammenarbeit mit der außeruniversitären Forschung besonders im Blickfeld der Bildungspolitik steht. Auch Göttingen und Freiburg verlieren ihren bisherigen Elite-Status. 



Nicht durchsetzen mit ihrem Zukunftskonzept konnten sich die Universitäten Bochum und Mainz . 



Bei der zweiten Exzellenzinitiative von Bund und Ländern geht es um die Vergabe von 2,7 Milliarden Euro Forschungsgeldern, die die Universitäten bis 2017 zusätzlich erhalten. Davon trägt 75 Prozent der Bund, 25 Prozent zahlen die Länder. Bei der ersten Exzellenzinitiative wurden zwischen 2006 und 2009 rund 1,9 Milliarden Euro Forschungsgelder an die Sieger-Universitäten ausbezahlt.

Bund und Länder haben entschieden, dass es nach 2017 keine dritte Exzellenzinitiative geben soll. Allerdings gibt es Vorschläge und Beratungen, wie die Spitzenforschung in Deutschland weiter gemeinsam gefördert werden kann. Im Gespräch ist auch eine Grundgesetzänderung zur Lockerung des Kooperationsverbotes von Bund und Ländern in der Bildung.