Vier deutsche Universitäten haben es in diesem Jahr im Shanghai-Ranking unter die besten hundert Hochschulen weltweit geschafft. Wie im Vorjahr ist die TU München die beste deutsche Uni. Mit Rang 53 ist sie allerdings sechs Plätze niedriger platziert. Es folgt die LMU München (Platz 60, minus sechs). Heidelberg bleibt auf Rang 62, neu unter den Top hundert ist die Universität Freiburg auf Platz 99. Aus den ersten hundert fallen dagegen Bonn, Göttingen und Frankfurt, sie sind nun in dem Bereich zwischen den Plätzen 101 und 150 platziert. Ab Platz hundert weist das Ranking keine Einzelplatzierungen, sondern nur noch Ranggruppen aus.

Die Spitze bleibt unverändert: Die Universität Harvard führt vor Stanford, dem MIT, Berkeley und Cambridge als bester europäischer Uni. Beste Hochschule Asiens ist die Universität Tokio auf Platz 20, beste kontinentaleuropäische Uni die ETH Zürich auf Rang 23. Die höchstbewertete afrikanische Hochschule ist die Uni Kapstadt im Bereich zwischen den Plätzen 201 und 300.

Das Ranking, das die Jiao-Tong-Universität in Shanghai jährlich aufstellt, vergleicht Hochschulen weltweit. Gewertet werden unter anderem alte und aktuelle Nobelpreisträger einer Uni, anderer Wissenschaftspreise sowie Veröffentlichungen in den englischsprachigen Fachmagazinen Science und Nature.

Kritiker, wie etwa das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), sehen durch das hohe Gewicht von Zeitschriftenaufsätzen eine Verzerrung zugunsten von Universitäten mit naturwissenschaftlicher Ausrichtung in englischsprachigen Ländern. In einer Stellungnahme bemängelt das CHE außerdem, dass die Forschungsleistung der außeruniversitären Forschung – und damit ein erheblicher Teil der Forschungsleistung deutscher Wissenschaftsstandorte – im Shanghai-Ranking nicht berücksichtigt werde.

Erschienen im Tagesspiegel