WissenschaftWikipedia forscht mit

Zwar nutzen viele Forscher das Onlinelexikon im Alltag, wissenschaftlich anerkannt ist es aber nicht. Wikipedianer in Forschungseinrichtungen sollen das ändern. von Astrid Herbold

Die Zeit scheint stehengeblieben in der Podbielskiallee in Dahlem: In dem verwunschenen Garten blühen die Stauden, innen in der grauen Villa knarrt das Parkett. Im Haus Wiegand, der Zentrale des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), spürt man immer noch den Atem des frühen 20. Jahrhunderts.

Aber längst auch den des 21. Jahrhunderts. "Wir versuchen, die Wikipediakultur ins Becken der DAI-Kultur zu werfen." Der Mann, der das sagt, heißt Reinhard Foertsch, seit Anfang August ist der Kölner Archäologieprofessor hier neuer Wissenschaftlicher Direktor für Informationstechnologie. Foertsch hat ehrgeizige Pläne, zumal für die Sichtbarkeit deutscher archäologischer Forschungsarbeiten im Internet.

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Dass er dabei ausgerechnet mit Wikipedia kooperiert , ist keine Selbstverständlichkeit. Zwar nutzen viele Wissenschaftler die Webseite im Alltag, wissenschaftlich anerkannt aber ist das von Laien geschriebene Onlinelexikon nicht, geschweige denn zitierfähig. Warum will ein weltweit anerkanntes Institut, das 400 Mitarbeiter in 12 Ländern beschäftigt und auf eine fast zweihundertjährige Forschungsgeschichte zurückblickt, mit der Plattform eng zusammenarbeiten? Sogar ein hauseigener Wikipedianer – ein "Wikipedian in residence" – ist seit Kurzem am DAI engagiert.

Hobby-Enzyklopädisten in Forschungseinrichtungen

Auch wenn das Institut in Deutschland Neuland betritt – international befindet es sich in guter Gesellschaft. Den Anfang machte 2010 der Wikipedia-Autor Liam Wyatt am British Museum in London , es folgten Wikipedianer in Versailles, am Museum of Modern Art in New York , am Museu Picasso in Barcelona und in vielen anderen Einrichtungen. "Das Residenceprogramm ist Teil der sogenannten GLAM-Bewegung in der Wikipedia-Community", sagt Barbara Fischer vom Förderverein Wikimedia Deutschland. GLAM steht für Galleries, Libraries, Archives und Museums. Seit knapp zwei Jahren bemühen sich die Hobby-Enzyklopädisten, weltweit enger mit Archiven und Forschungseinrichtungen zusammenzuarbeiten. Unter dem Dach von GLAM finden gegenseitige Weiterbildungen statt, redaktionelle Zusammenarbeiten, die Erschließung digitaler Bestände sowie die Entwicklung neuer Formen der Wissensvermittlung.

Das alles ist jetzt auch die Aufgabe von Marcus Cyron. Er wird als "Wikipedian in residence" bis Ende 2012 am Deutschen Archäologischen Institut arbeiten. "Für mich geht ein Lebenstraum in Erfüllung", sagt der 36-Jährige, der aus gesundheitlichen Gründen sein Studium nicht beenden konnte. Fachliche Qualifikationen bringt der ehemalige Student der Altertumswissenschaften, der seit sieben Jahren Wikipedia-Autor ist, trotzdem mit. Von den rund 26.000 Artikeln, die es in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema Altertum gibt, hat Cyron über 2.000 geschrieben, darunter den Eintrag zum Pergamonaltar. "Außerdem habe ich mich ein wenig auf griechische Keramik spezialisiert", sagt der Vielschreiber.

Aber um Becher oder Vasen geht es in den kommenden Monaten gar nicht. Cyrons Werkvertrag wird zwar sowohl vom Verein Wikimedia als auch vom DAI finanziert, als gefälliger Auftragsautor ist er aber nicht engagiert. Er wird keine neuen Artikel über archäologische Artefakte oder Ausgrabungsstätten produzieren. Für IT-Direktor Foertsch ist Wikipedia vielmehr eine Schnittstelle zwischen dem Rohmaterial der Datenbanken und den gedruckten Publikationen, die beide jeweils nur von einem kleinen Fachpublikum verstanden würden. "In der Wikipedia werden archäologische Erkenntnisse für eine breitere Öffentlichkeit greifbar." Diesen Gedanken will Foertsch aufgreifen, ihn in der Kommunikationskultur des Instituts verankern.

Marcus Cyron führt deshalb vor allem Workshops durch, bei der die Institutsmitarbeiter das Innenleben der Wikipedia kennenlernen. "Ich erlebe dabei erstaunlich oft, dass die Wissenschaftler zwar Wikipedia als Leser nutzen, aber das Partizipationsprinzip, das dahinter steckt, überhaupt nicht verstanden haben." Cyron zeigt den Forschern, wie man mitschreiben kann, was aus Sicht der Wikipedia relevant ist, warum und wo wilde Debatten toben. Und natürlich hat er eine politische Botschaft: Dass die Idee vom freien Wissen nicht nur von freiwilliger Mitarbeit, sondern auch von freien Lizenzen und Zugängen lebt. "Wenn ich es schaffe, wenigstens ein paar Wissenschaftler zur Partizipation zu ermutigen, wäre das ein großer Erfolg."

Die Unterstützung des IT-Direktors hat er jedenfalls. "Man begibt sich mit Wikipedia in einen Diskursprozess", sagt Foertsch begeistert, der am liebsten durchsetzen würde, dass DAI-Mitarbeiter auch in ihrer Arbeitszeit offiziell an Wikipedia-Einträgen mitwirken dürfen. Eine Einstellung, die noch lange nicht in allen Universitäten, Museen und Archiven salonfähig ist. Im Gegenteil: Meistens ist es für die ehrenamtlichen Wikipedia-Autoren schwer, sich überhaupt Zugang zu den Primärquellen zu verschaffen.

Zwar ist das Niveau der 1,4 Millionen deutschen Artikel mittlerweile beachtlich hoch, aber viele Einträge müssen regelmäßig überprüft und aktualisiert werden. Für die deutschen Wikipedia-Autoren, deren Zahl zurzeit bei 6500 stagniert , eine kaum zu bewältigende Aufgabe. Wikimedia bemüht sich deshalb, weitere Wikipedianer in Residence zu vermitteln. Doch die Verhandlungen seien schwierig, sagt eine Sprecherin. Und das, obwohl der Förderverein die Kooperationen finanziell mitträgt. Noch aber herrsche großes Fremdeln seitens der deutschen Wissenshüter: "Da gibt es so viele Vorbehalte, das fängt bei Urheberrechtsbedenken an und geht bis hin zu der Sorge, dass im Museum die Besucher wegbleiben, wenn Abbildungen der Kunstwerke online zu sehen sind."

Für Cyron zählen diese Einwände nicht. Seiner Meinung nach schade Wikipedia niemandem und nütze vielen. Weil es für die Wissenssuchenden oft die erste Anlaufstelle sei, und weil sie von hier aus weiterklicken: zu den Webseiten der Archive, Museen, Fototheken. Ob er aus seinem Intensivhobby eine berufliche Perspektive entwickeln kann, ist noch unklar. Die Zusammenarbeit mit dem DAI ist befristet, danach wird Cyron sich nach neuen Partnern umsehen müssen. "Mein Traum", sagt er, "wäre eine Stelle als Wikipedianer in Residence auf der Museumsinsel. Den Ort liebe ich seit meiner Kindheit."

Erschienen im Tagesspiegel

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Leserkommentare
    • henry06
    • 23. August 2012 11:28 Uhr

    Aus dem Artikel: Zwar nutzen viele Wissenschaftler die Webseite im Alltag, wissenschaftlich anerkannt aber ist das von Laien geschriebene Onlinelexikon nicht, geschweige denn zitierfähig.

    Kann der Author des Artikels diese Aussage auch belegen? Ich für meinen Teil habe in meiner Studienarbeit mehrere Wikipedia Artikel zitiert, und dies wurde vom Betreuer und vom Professor auch anerkannt. Mir ist auch nicht klar, wie man immer wieder behaupten kann, dass wikipedia nicht zitierfähig sei - schließlich gilt es als erwiesen, dass die Qualitiät von Wikipedia die anerkannter Nachschlagewerke wie den Brockhaus längst übersteigt.

    Mal ganz abgesehen davon, dass jede Quelle in einer Wissenschaftlichen Arbeit zitierfähig ist - wichtig ist lediglich, dass man sich mit seinen Quellen kritisch auseinandersetzt. Es gibt keine fehlerfreien Quellen.

    mfg henry

    3 Leserempfehlungen
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    Also ich bin Doktorand an einer englischen Universität und würde mir eher die Finger abhacken als in meiner Arbeit Wikipedia zu zitieren.

    Wikipedia-Artikel bestehen doch auch zu großen Teilen aus externen Quellen, da kann man doch gleich in den externen Quellen nachschauen.

    Ich arbeite selber an der Wikipedia mit und muss leider immer wieder feststellen wieviel schlechte Artikel es gibt, auch wenn der Standard wie Sie richtigerweise sagen mittlerweile schon relativ hoch ist.

    • rws
    • 23. August 2012 12:17 Uhr

    " Zwar nutzen viele Wissenschaftler die Webseite im Alltag, wissenschaftlich anerkannt aber ist das von Laien geschriebene Onlinelexikon nicht, geschweige denn zitierfähig."

    Das stimmt schon so. Wikipedia taugt gut, um einen ersten Einblick zu bekommen - zu mehr leider (noch) nicht. In meinem Fachgebiet (Festkörperphysik) z.B. schwankt die Qualität der Artikel zwischen "gut" und "grottenfalsch". Es ist gar nicht so einfach, einen richtigen und verständlichen wissenschaftlichen Artikel zu schreiben. Das erfordert viel Zeit und Fachwissen. Beides wird von den Autoren oft falsch eingeschätzt. Studenten z.B. verfügen über Zeit, oft fehlt es noch an Überblick: Studenten vor dem Examen fehlen oft die Zusammenhänge, Doktoranden dagegen neigen dazu, ihre persönliche Perspektive überzubewerten und randständige Spezialthemen in aller Tiefe einzuarbeiten. Den Fachleuten in Industrie und Forschung fehlt dagegen die Zeit, das Thema auszuarbeiten.

    Für Laien ist die inhaltliche Qualität aber nicht zu erkennen. Und genau hier liegt das Problem mit der Zitierfähigkeit. Teilweise schwankt ja schon die Qualität innerhalb eines Artikels zwischen "sehr gut" und "haarsträubend". (Beispiele sind hier die Darstellungen von Städten oder Gemeinden, wo wirtschaftliche und geographische Aspekte oft gut dargestellt sind. Der historische Abriss gleitet dann ins Unkritisch-folkloristische ab)

    Deshalb Wikipedia als Nachschlagewerk für den Einstieg ja, als Quelle für wissenschaftliche Arbeiten nein.

    • dth
    • 23. August 2012 16:21 Uhr

    Prinzipiell halte ich Wikipedia für so zitierfähig, wie eine andere Enzyklopädie auch.
    In wissenschaftlichen Artikeln zitiert man idR. originalarbeiten oder vielleicht noch ausführliche Übersichtsartikel/Bücher.
    Wenn man aber tatsächlich mal in eine Situation kommen würde, in der man eine Enzyklopädie zitieren könnte (vielleicht für eine inhaltlich eher unbedeutende Aussage in einem motivierenden Textabschnitt, die man aber dennoch belegen möchte, etwas anderes fällt mir da eigentlich nicht ein.), dann kann man natürlich auch Wikipedia nehmen.

    Bei mir herrscht die Regel, dass Wikipedia nur in sehr gut begründeten Fällen in Abschlussarbeiten zitiert werden sollte - das gilt allerdings auch für den "Brockhaus" oder andere lexikalische Werke. Denn schließlich sind bei Referenzen auf die wissenschaftliche Erkenntnisse anderer Autoren deren Originalarbeiten zu zitieren, oder - wenn die Methoden/Erkenntnisse schon soweit gediehen sind, dass sie in Lehrbüchern Eingang gefunden haben - auch mal ein klassisches Lehrbuch. Da Enzyklopädien (wie auch Wikipedia) auf dieser Sekundär- und Primärliteratur basieren, sind sie der beste Startpunkt für die Suche nach eben jener Originalliteratur, die dann auch zitiert werden sollte - aber sind selber nicht als Referenz geeignet. Wer in meinem Bereich als Wissenschaftler oder Studentin in einer wissenschaftlichen Arbeit also Wikipedia zitiert, zeigt für mich, dass er oder sie sich nicht die Mühe gemacht hat, die Originalarbeit zu suchen, zu lesen und zu zitieren.

    Abschließend: zumindestens in meinem Bereich ist eine Referenz auf jede Form von Enzyklopädie selten und muss inhaltlich gut begründet sein.

  1. Also ich bin Doktorand an einer englischen Universität und würde mir eher die Finger abhacken als in meiner Arbeit Wikipedia zu zitieren.

    Wikipedia-Artikel bestehen doch auch zu großen Teilen aus externen Quellen, da kann man doch gleich in den externen Quellen nachschauen.

    Ich arbeite selber an der Wikipedia mit und muss leider immer wieder feststellen wieviel schlechte Artikel es gibt, auch wenn der Standard wie Sie richtigerweise sagen mittlerweile schon relativ hoch ist.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Belege?"
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    Per Definition darf in die WP doch nur rein was bequellt ist, alles andere ist doch irrelevant. Von daher kann die WP nie selbst Quelle sein.

    Wikipedia ist ein Lexikon also kompiliert es Wissen.

    Das Gute an Wikipedia ist, dass sie dort einen schnellen Zugriff auf mögliche Quellen haben.

    Außerdem hilft es Ihnen schich schnell ohne viel "Geschwafel" in Themen einzulesen.

    Die richtige Forschungsarbeit muss man dann schon noch selbet machen.

    Das selbe Argument könnten Sie aber auch für den Brockhaus oder die Enzyclopaedia Britannica vorbingen.

  2. Per Definition darf in die WP doch nur rein was bequellt ist, alles andere ist doch irrelevant. Von daher kann die WP nie selbst Quelle sein.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Zitierfähigkeit"
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    ... habe ich da etwas anderes behauptet? Weswegen soll ich Wikipedia nicht verstanden haben? De jure soll natürlich alles bequellt sein, ist es aber de facto nicht. Deswegen "in großen Teilen".

    Ich sage ja gerade, dass man Wikipedia nicht als Quelle zitieren soll, sondern sich eher selbst mit den Quellen auseinandersetzen, auf denen der Artikel basiert.

  3. Wikipedia ist ein Lexikon also kompiliert es Wissen.

    Das Gute an Wikipedia ist, dass sie dort einen schnellen Zugriff auf mögliche Quellen haben.

    Außerdem hilft es Ihnen schich schnell ohne viel "Geschwafel" in Themen einzulesen.

    Die richtige Forschungsarbeit muss man dann schon noch selbet machen.

    Das selbe Argument könnten Sie aber auch für den Brockhaus oder die Enzyclopaedia Britannica vorbingen.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Zitierfähigkeit"
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    das was Sie sagen habe ich ja geschrieben, deswegen verstehe ich Ihr "Geht es noch?" nicht so ganz.

    • rws
    • 23. August 2012 12:17 Uhr

    " Zwar nutzen viele Wissenschaftler die Webseite im Alltag, wissenschaftlich anerkannt aber ist das von Laien geschriebene Onlinelexikon nicht, geschweige denn zitierfähig."

    Das stimmt schon so. Wikipedia taugt gut, um einen ersten Einblick zu bekommen - zu mehr leider (noch) nicht. In meinem Fachgebiet (Festkörperphysik) z.B. schwankt die Qualität der Artikel zwischen "gut" und "grottenfalsch". Es ist gar nicht so einfach, einen richtigen und verständlichen wissenschaftlichen Artikel zu schreiben. Das erfordert viel Zeit und Fachwissen. Beides wird von den Autoren oft falsch eingeschätzt. Studenten z.B. verfügen über Zeit, oft fehlt es noch an Überblick: Studenten vor dem Examen fehlen oft die Zusammenhänge, Doktoranden dagegen neigen dazu, ihre persönliche Perspektive überzubewerten und randständige Spezialthemen in aller Tiefe einzuarbeiten. Den Fachleuten in Industrie und Forschung fehlt dagegen die Zeit, das Thema auszuarbeiten.

    Für Laien ist die inhaltliche Qualität aber nicht zu erkennen. Und genau hier liegt das Problem mit der Zitierfähigkeit. Teilweise schwankt ja schon die Qualität innerhalb eines Artikels zwischen "sehr gut" und "haarsträubend". (Beispiele sind hier die Darstellungen von Städten oder Gemeinden, wo wirtschaftliche und geographische Aspekte oft gut dargestellt sind. Der historische Abriss gleitet dann ins Unkritisch-folkloristische ab)

    Deshalb Wikipedia als Nachschlagewerk für den Einstieg ja, als Quelle für wissenschaftliche Arbeiten nein.

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    • mick08
    • 23. August 2012 15:00 Uhr

    Stimme Ihnen da völlig zu.

    Erweiterter Hinweis: bei Themen zu Geschichte, Religion oder politischen Themen wird Wikipedia häufig von Fanaktikern vereinnahmt und diese mobben neutrale Editoren eher raus oder diese geben auf.

    Die größte Schwierigkeit für die Nutzung ist in der Tat, dass es es teilweise exzellente Artikel und grottenschlechte gibt und für einen Laien, das kaum oder nicht unterscheidbar ist.

    Überblick gibt WP aber es ist mit Vorsicht zu genießen.

    Ich schreibe gerade an meiner Hausarbeit für die Uni und habe schon 3000 - Seiten Kommentare zum StGB nach einem einzigen, bestimmten Problem durchwälzt. Nirgendwo steht dazu auch nur ein Wort. Bei Wikipedia schon. Aber verwenden darf ichs ja leider nicht. Also mach ichs einfach so, dass ich das von Wikipedia übernehme, aber als Quelle die Literaturangaben von Wikipedia angebe. Merkt eh keiner...

    • Mike M.
    • 27. August 2012 16:20 Uhr

    ...in einer wissenschaftlichen Arbeit zitieren. In einem Lexikon steht einfach zu wenig drin. Aber zum ersten Einstieg ist wikipedia bestens geeignet.

    • EmilyC
    • 23. August 2012 12:20 Uhr

    An meiner Uni oder zumindest in meinem Fachbereich ist das Zitieren von Wikipedia nicht anerkannt. Das finde ich weder falsch noch schlimm, weil sich Wikipediaartikel wunderbar als "Quellen-Quelle" eignen. Die Quellenangaben unter den Artikeln sind doch genau das, was man braucht.

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    • rws
    • 23. August 2012 16:02 Uhr

    "Wikipediaartikel wunderbar als "Quellen-Quelle" eignen. Die Quellenangaben unter den Artikeln sind doch genau das, was man braucht." leider nein. Teilweise ist die Wahl der Quellen für den Fachmann nicht nachvollziehbar. Da wird dann gerne das erstbeste Fundstück (oder schlimmer: das eigene Paper) anstelle der bahnbrechenden Originalarbeit zitiert.

    Die Auswahl der Quelle ist alles andere als einfach, da man für eine Aussage ja nicht das Zitat eines Zitats eines Zitats belegen will, sondern die erste Arbeit in der Kette und dazu vielleicht das Standard-Review.
    In den Naturwissenschaften ist das vielleicht nur ärgerlich, bei geisteswissenschaftlichen Themen geht dieses Problem bis an den Kern.

    Wikipediaartikel ist für mich deshalb eine Quelle für den Einstieg in ein Thema - man lernt Schlagworte für eine weitere Suche. Manchmal zeigt sich dann nach weiterer Recherche, dass der Artikel ziemlich gut ist - manchmal auch das Gegenteil. Wikipedia ist deshalb für den kritischen Gebrauch sehr gut geeignet, zum Nachschlagen von "geprüftem" Wissen eher nicht.

  4. ... habe ich da etwas anderes behauptet? Weswegen soll ich Wikipedia nicht verstanden haben? De jure soll natürlich alles bequellt sein, ist es aber de facto nicht. Deswegen "in großen Teilen".

    Ich sage ja gerade, dass man Wikipedia nicht als Quelle zitieren soll, sondern sich eher selbst mit den Quellen auseinandersetzen, auf denen der Artikel basiert.

    Antwort auf "WP nicht verstanden?"
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    Sie haben geschrieben:
    "Also ich bin Doktorand an einer englischen Universität und würde mir eher die Finger abhacken als in meiner Arbeit Wikipedia zu zitieren."

    Diese Aussage kann man wie folgt interpretieren:

    "Potenziell würde ich aus der WP zitieren, wenn die Artikelqualität dies erlauben würden."

    Und das ist einfach völlig daneben in meinen Augen. Die WP kann nie Quelle für ein Zitat sein, weil sie nie Primärquelle sein kann. Also selbst wenn ein Artikel gut wäre, er würde immer auf einer oder mehreren Primärquellen basieren die dann eher zu nennen wären.

  5. das was Sie sagen habe ich ja geschrieben, deswegen verstehe ich Ihr "Geht es noch?" nicht so ganz.

    Antwort auf "Geht es noch?"
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    falsch dargestellt, als dürfte man überhaupt nichts aus der WP übernehmen oder Zitieren.

    Das gilt dann aber für fast jedes Lexikon.

    Natürlich kann man auch aus der Wikipedia zitieren, wenn man es richtig macht und es zum Beispiel als breit verfügbare Quelle darstellt und die Literatur bearbeitet, welche dem entsprechendem Lemma zugrunde liegt.

    Lexika allgemein sind Werkzuege und die muss man nur richtig benutzen.
    Sie können ruhig falsch liegen, solange sie nicht vage sind.

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