AuslandsstudiumErasmus-Scheine sind häufig wertlos

Die Bologna-Reform soll es Studenten leichter machen, ins Ausland zu gehen. Eine Umfrage zeigt aber: Kurse von ausländischen Unis werden zu Hause oft nicht anerkannt.

Studierende sollen besser zwischen den Hochschulen in Europa wechseln können – das ist eines der wichtigsten Ziele des Bologna-Prozesses. Doch auch mehr als zehn Jahre nach der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung sieht die Wirklichkeit immer noch anders aus, mobile Studierende stehen weiterhin vor Hürden. Das ist zumindest das Fazit einer Umfrage der European University Association (EUA) unter knapp 800 Hochschulangehörigen, die an ihren Einrichtungen für den akademischen Austausch verantwortlich sind und die von 34 Unis in 21 Ländern kommen.

In den meisten europäischen Ländern würde das eigene Hochschulsysteme weiterhin tendenziell für überlegen gehalten werden: "Studierende haben daher immer noch Schwierigkeiten, sich im Ausland erworbene Leistungen an ihrer Heimatuni anerkennen zu lassen", heißt es in der jüngst veröffentlichten Auswertung der Umfrage.

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Tatsächlich gaben 38 Prozent der Befragten an, die Anerkennung von Noten und Kursen sei das größte Hindernis bei der Mobilität von Studierenden. 30 Prozent sagten, sie hätten Bedenken, was die Qualität der Lehrprogramme an potenziellen Austauschunis angehe. 54 Prozent beklagten, es fehle an Geld und Personal, um Studierende bei einem Auslandsaufenthalt besser als bisher zu unterstützen. Von einer "verwaltungstechnischen Last", den Austausch von Studierenden zu organisieren, sprachen 28 Prozent. Wenn es um die Auslandsmobilität von Doktoranden geht, fürchten Unis offenbar auch, die besten Nachwuchskräfte zu verlieren, sollten sie ihnen einen Austausch mit einer anderen europäischen Uni ermöglichen. 23 Prozent der Befragten bezeichneten das als großes Problem.

Um die gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen zu erleichtern, wurden eigentlich zahlreiche Instrumente eingeführt, die Kurse und Noten vergleichbar machen sollen. Dazu gehören europaweit einheitliche Leistungspunkte (European Credit Transfer System, ECTS) oder "Diploma supplements", in denen die Studienleistungen und -inhalte mehrsprachig aufgeführt werden sollen.

Doch obwohl diese Instrumente seit langem eingesetzt werden sollen, würden sie an den Unis oft nicht gekannt oder schlichtweg ignoriert, heißt es. Von den ECTS-Punkten sagten immerhin 70 Prozent, sie würden "flächendeckend" an den Unis genutzt. Nur 20 Prozent gaben dagegen an, der "Europass" würde flächendeckend eingesetzt, in dem alle im Ausland erworbenen Qualifikationen dokumentiert werden sollen und zu dem auch das "Diploma supplement" gehört. Gerade die Unileitungen müssten sich gezielt dafür starkmachen, Mobilität zu erleichtern, fordert die EUA.

Erschienen im Tagesspiegel

 
Leserkommentare
  1. 1. Wow !!

    Das sind ja echte Neuigkeiten !
    Man hat schon Probleme bekommen, Scheine von anderen Universitäten anerkannt zu bekommen und das innerhalb von Deutschland ! Und das vor 25 Jahren !
    Wer kennt ihn nicht ? Den unbeliebten Mathe-Prof, der gleich im ersten Semester 70 % der Studenten blossstellte und ihne eine nichtakademische Karriere empfahl ! Problemlösung ? Den Matheschein an einer anderen Uni zu machen....ja, schön wärs gewesen !

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    Teilweise geht es eben an den deutschen Hochschulen zu, wie im Kindergarten. Durch die deutschen Geowissenschaften geht schon seit Jahrzehnten ein tiefer Riss, weil vor Jahrzehnten an der Universität Hannover zwei Professoren aufeinander getroffen sind, die in tiefster persönlicher Abneigung zueinander geeint sind. Dies bis ins Kindische gehenden Auseinandersetzungen haben die deutschen Geowissenschaften bis heute geprägt.

    Die Kommunikation gegenüber den Studenten läuft dann ungefähr so: "Was - sie haben einen Schein bei Prof. xy gemacht? Den erkenne ich nicht an. Prof. xy kann doch nix, der war doch schon in der Schule zu blöd!" Dass das alles auf eine Angelegenheit zurück zu führen ist, die 40 oder 50 Jahre her ist, ist vollkommen wumpe. Man ist ja nachtragend.

    Sehr interessant sind auch Eifersüchteleien in der Humanbiologie: dort treffen dann Professoren aufeinander, die Dipl.Biol, Dr. med und Absovent des Biologie-Lehramtsstudiums sind. Na raten Sie einmal, was bei so einer Konstellation los ist... Der Dipl.Biol wird dem Dr.med und dem Lehramtsabsolventen vorhalten, dass diese ja keine Akademiker, sondern nur Staatsexamler sind - Dipl.-Biol. und Lehramtsabsolvent werden dem Dr.med vorhalten, er wäre nur ein Handwerker etc..

    Teilweise geht es eben an den deutschen Hochschulen zu, wie im Kindergarten. Durch die deutschen Geowissenschaften geht schon seit Jahrzehnten ein tiefer Riss, weil vor Jahrzehnten an der Universität Hannover zwei Professoren aufeinander getroffen sind, die in tiefster persönlicher Abneigung zueinander geeint sind. Dies bis ins Kindische gehenden Auseinandersetzungen haben die deutschen Geowissenschaften bis heute geprägt.

    Die Kommunikation gegenüber den Studenten läuft dann ungefähr so: "Was - sie haben einen Schein bei Prof. xy gemacht? Den erkenne ich nicht an. Prof. xy kann doch nix, der war doch schon in der Schule zu blöd!" Dass das alles auf eine Angelegenheit zurück zu führen ist, die 40 oder 50 Jahre her ist, ist vollkommen wumpe. Man ist ja nachtragend.

    Sehr interessant sind auch Eifersüchteleien in der Humanbiologie: dort treffen dann Professoren aufeinander, die Dipl.Biol, Dr. med und Absovent des Biologie-Lehramtsstudiums sind. Na raten Sie einmal, was bei so einer Konstellation los ist... Der Dipl.Biol wird dem Dr.med und dem Lehramtsabsolventen vorhalten, dass diese ja keine Akademiker, sondern nur Staatsexamler sind - Dipl.-Biol. und Lehramtsabsolvent werden dem Dr.med vorhalten, er wäre nur ein Handwerker etc..

  2. ...sensationell das ganze! Aber morgen wird Bologna wieder als Erfolg verkauft und die Presse plabbert es nach.

    Man hat zum Teil schon Probleme Leistungen fremder Fakultäten (!) anerkennen zu lassen, wen wundert da sowas?

    3 Leserempfehlungen
  3. Als ehemaliges Mitglied eines Prüfungsausschusses, welcher auch mit Anerkennung ausländischer Studienleistungen befasst war, muss ich sagen, dass das gute Gründe hat, warum wenig anerkannt wird.

    Viele Studierende sehen den Erasmusaufenthalt eher als Party oder Auszeit als als ernstes Studium an. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Aber das Durchmogeln ist nicht in Ordnung. Da werden häufig ein paar einfache Schmalspur- oder Anfängerkurse abgelegt und dann wird versucht, diese Scheine als gleichwertigen Ersatz für ein schwieriges heimisches Modul zu verkaufen. Diese "Masche" hat so sehr zugenommen, dass dann schrittweise mehr Einschränkungen bei der Anerkennung vorgenommen wurden.

    Es gab schon Versuche, fast einen kompletten Studiengang anerkennen zu lassen. Da werden von unbekannten ausländischen Universitäten Module angegeben und die deutsche Hochschule soll darauf basierend praktisch einen deutschen Abschluss verleihen, obwohl kaum ein Modul hier belegt wurde. Das ist reichlich unfair gegenüber denjenigen, die sich auch durch die schwierigen heimischen Module quälen.

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    • ST_T
    • 13.09.2012 um 13:26 Uhr

    Das ist bei uns nicht anders.
    Beteiligungsnachweis = Nachweis einer einmaligen Leistung. Mitarbeitsleistung im Seminar wird kaum bis gar nicht beachtet, wie denn auch wenn man 50-100 Studenten hat. Der Aufwand ist einfach zu hoch.

    In den meisten Fällen muss man entweder ein Seminar, ein Stundenprotokoll oder eine gleichwertig stupide Arbeit abliefern, die den Umfang von vielleicht 2 Stunden Arbeit hat. Vielleicht erwartet ein Dozent auch einmal 4 Stunden Arbeit, aber im Endeffekt kommt es auf nichts hinaus.

    Das heißt, von meinem ganzen Semester setze ich mich pro Kurs maximal 4 Stunden hin um meinen Beteiligungsnachweis zu bekommen. Das habe ich im letzten Semester 3 Wochen so gemacht und habe damit alle Beteiligungsnachweise (ca. 10 Kurse) bekommen.

    Hätte ich nicht die extrem schwere Prüfung in meinem Hauptfach gehabt hätte ich genau das getan was sie Erasmus-Studierenden vorwerfen: Party und Auszeit.

    Das gibt es nicht nur dort, das gibt es auch hier.
    Und bis auf die Prüfungen ist ein Studium alles andere als Arbeit.

    Vielleicht sollten die hiesigen Prüfungsämter einmal das Gespräch mit den am Erasmus-Programm teilnehmenden Universitäten suchen und hier eine tragfähige Lösung erarbeiten, mit der alle leben können. Wenn man eine Internationalisierung will, dann muss man auch über die Grenzen hinweg miteinander kommunizieren. Sonst entsteht nur Mumpitz.

    Eine kleine Frage hätte ich auch noch: wie sah das bei der Hochschule aus, in der Sie im Prüfungsausschuss saßen? Welche Scheine bekamen ausländische Erasmus-Studenten bei ihnen? Und inwieweit wurden diese von den ausländischen Hochschulen anerkannt?

    Fakt ist, dass man bei ausländischen Gaststudenten die Messlatte bei weitem nicht so hoch ansetzen kann, wie bei inländischen Studenten.

    • ST_T
    • 13.09.2012 um 13:26 Uhr

    Das ist bei uns nicht anders.
    Beteiligungsnachweis = Nachweis einer einmaligen Leistung. Mitarbeitsleistung im Seminar wird kaum bis gar nicht beachtet, wie denn auch wenn man 50-100 Studenten hat. Der Aufwand ist einfach zu hoch.

    In den meisten Fällen muss man entweder ein Seminar, ein Stundenprotokoll oder eine gleichwertig stupide Arbeit abliefern, die den Umfang von vielleicht 2 Stunden Arbeit hat. Vielleicht erwartet ein Dozent auch einmal 4 Stunden Arbeit, aber im Endeffekt kommt es auf nichts hinaus.

    Das heißt, von meinem ganzen Semester setze ich mich pro Kurs maximal 4 Stunden hin um meinen Beteiligungsnachweis zu bekommen. Das habe ich im letzten Semester 3 Wochen so gemacht und habe damit alle Beteiligungsnachweise (ca. 10 Kurse) bekommen.

    Hätte ich nicht die extrem schwere Prüfung in meinem Hauptfach gehabt hätte ich genau das getan was sie Erasmus-Studierenden vorwerfen: Party und Auszeit.

    Das gibt es nicht nur dort, das gibt es auch hier.
    Und bis auf die Prüfungen ist ein Studium alles andere als Arbeit.

    Vielleicht sollten die hiesigen Prüfungsämter einmal das Gespräch mit den am Erasmus-Programm teilnehmenden Universitäten suchen und hier eine tragfähige Lösung erarbeiten, mit der alle leben können. Wenn man eine Internationalisierung will, dann muss man auch über die Grenzen hinweg miteinander kommunizieren. Sonst entsteht nur Mumpitz.

    Eine kleine Frage hätte ich auch noch: wie sah das bei der Hochschule aus, in der Sie im Prüfungsausschuss saßen? Welche Scheine bekamen ausländische Erasmus-Studenten bei ihnen? Und inwieweit wurden diese von den ausländischen Hochschulen anerkannt?

    Fakt ist, dass man bei ausländischen Gaststudenten die Messlatte bei weitem nicht so hoch ansetzen kann, wie bei inländischen Studenten.

  4. Wo es den heimischen Universitäten schon schwerfällt im Ausland erworbene "Scheine" anzuerkennen, um wieviel schwerer fällt dann dem zukünftigen Arbeitgeber die Bewertung das erworbenen Abschlusses, auch und vor allem wenn er an einem relativ unbekannten Institut im Ausland gemacht wurde.

    All die neuzeitlich, wohlklingenden Titel müssen erst mit Leistung untersetzt und im Berufsalltag verdient werden. Dann zeigt sich schnell, wer es sich während des Studiums zu leicht gemacht hat.

  5. Teilweise geht es eben an den deutschen Hochschulen zu, wie im Kindergarten. Durch die deutschen Geowissenschaften geht schon seit Jahrzehnten ein tiefer Riss, weil vor Jahrzehnten an der Universität Hannover zwei Professoren aufeinander getroffen sind, die in tiefster persönlicher Abneigung zueinander geeint sind. Dies bis ins Kindische gehenden Auseinandersetzungen haben die deutschen Geowissenschaften bis heute geprägt.

    Die Kommunikation gegenüber den Studenten läuft dann ungefähr so: "Was - sie haben einen Schein bei Prof. xy gemacht? Den erkenne ich nicht an. Prof. xy kann doch nix, der war doch schon in der Schule zu blöd!" Dass das alles auf eine Angelegenheit zurück zu führen ist, die 40 oder 50 Jahre her ist, ist vollkommen wumpe. Man ist ja nachtragend.

    Sehr interessant sind auch Eifersüchteleien in der Humanbiologie: dort treffen dann Professoren aufeinander, die Dipl.Biol, Dr. med und Absovent des Biologie-Lehramtsstudiums sind. Na raten Sie einmal, was bei so einer Konstellation los ist... Der Dipl.Biol wird dem Dr.med und dem Lehramtsabsolventen vorhalten, dass diese ja keine Akademiker, sondern nur Staatsexamler sind - Dipl.-Biol. und Lehramtsabsolvent werden dem Dr.med vorhalten, er wäre nur ein Handwerker etc..

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Wow !!"
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    Studierende sind leider häufig die Leidtragenden der Eifersüchteleien von Wissenschaftlern. Interessant an der Studie erscheint mir, dass die Einschätzung der Überlegenheit des eigenen Systems kein rein deutsches Phänomen ist.

    Die Beurteilung anhand von angeblichen Niveauunterschieden ist nichts anderes als reiner Protektionismus und im Übrigen reine Willkür. An welchen Tatsachen will man denn festmachen, ob etwas einfach oder schwierig ist? Ich selber habe in meinem eigenen Studium mehrfach die Erfahrung gemacht, dass es auch stark vom Profl und den Lehrmethoden abhing, ob mir das Erlernen eines bestimmten Stoffgebietes leicht oder schwer gefallen ist. Entscheidend sollte daher immer das Lernergebnis sein. Die Konzeption von Bologna ist in vielen Punkten eigentlich sehr genial, nur eben leider nichts für Egoismen und Eifersüchteleien von Wissenschaftlern...

    Studierende sind leider häufig die Leidtragenden der Eifersüchteleien von Wissenschaftlern. Interessant an der Studie erscheint mir, dass die Einschätzung der Überlegenheit des eigenen Systems kein rein deutsches Phänomen ist.

    Die Beurteilung anhand von angeblichen Niveauunterschieden ist nichts anderes als reiner Protektionismus und im Übrigen reine Willkür. An welchen Tatsachen will man denn festmachen, ob etwas einfach oder schwierig ist? Ich selber habe in meinem eigenen Studium mehrfach die Erfahrung gemacht, dass es auch stark vom Profl und den Lehrmethoden abhing, ob mir das Erlernen eines bestimmten Stoffgebietes leicht oder schwer gefallen ist. Entscheidend sollte daher immer das Lernergebnis sein. Die Konzeption von Bologna ist in vielen Punkten eigentlich sehr genial, nur eben leider nichts für Egoismen und Eifersüchteleien von Wissenschaftlern...

    • anin
    • 13.09.2012 um 13:13 Uhr

    zwischen den beteiligten Hochschulen. Studierende klären bereits vor dem Auslandsaufenthalt die Anerkennungsfähigkeit bestimmter Module ab. Dann gibt es in der Regel auch keine Probleme. Aber ein bestandenes Mathe 1 für Pharmazeuten im Ausland hierzulande als Mathe 1 für Physik anerkannt zu bekommen wird und sollte nicht gelingen.

    Der Irrglaube ist doch, individuelle Leistungen oder unterschiedliche kulturelle Einflüsse auf Fachinhalte auf einfache "Excel- Tabellen" im Computer abbilden zu können. Hier ist im Bologna- Prozess etwas versucht worden, was einfach nicht klappen kann, weil es lebensfremd ist.

    Früher war man ehrlicher! Da hat man im Ausland "soft skill" Fächer oder etwas aus dem "studium generale" Programm belegt und das hat gereicht. Das Studium dauerte zwar dann 1 bis 2 Semester länger, aber für die Persönlichkeitsbildung war das sicherlich ein wertvolles Jahr!

    Es geht nun einmal nicht alles in 6 Semestern: Grundlagen lernen, berufsbezogenen Abschluss erlangen, erste eigenständige längere Arbeit verfassen, Auslandserfahrung usw. usw.. Alles braucht seine Zeit!

    6 Leserempfehlungen
    • Logeg
    • 13.09.2012 um 13:14 Uhr

    Kurse von inländischen Unis auch nicht. Echt blöde Reform. Keine Wechselmöglichkeit und längere Studienzeit.

    Eine Leserempfehlung
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    Und jetzt ist auch noch der Rückzug abgefahren! Die Reform ist unumkehrbar. Das macht die Reformer träge ...

    Und jetzt ist auch noch der Rückzug abgefahren! Die Reform ist unumkehrbar. Das macht die Reformer träge ...

    • ST_T
    • 13.09.2012 um 13:26 Uhr

    Das ist bei uns nicht anders.
    Beteiligungsnachweis = Nachweis einer einmaligen Leistung. Mitarbeitsleistung im Seminar wird kaum bis gar nicht beachtet, wie denn auch wenn man 50-100 Studenten hat. Der Aufwand ist einfach zu hoch.

    In den meisten Fällen muss man entweder ein Seminar, ein Stundenprotokoll oder eine gleichwertig stupide Arbeit abliefern, die den Umfang von vielleicht 2 Stunden Arbeit hat. Vielleicht erwartet ein Dozent auch einmal 4 Stunden Arbeit, aber im Endeffekt kommt es auf nichts hinaus.

    Das heißt, von meinem ganzen Semester setze ich mich pro Kurs maximal 4 Stunden hin um meinen Beteiligungsnachweis zu bekommen. Das habe ich im letzten Semester 3 Wochen so gemacht und habe damit alle Beteiligungsnachweise (ca. 10 Kurse) bekommen.

    Hätte ich nicht die extrem schwere Prüfung in meinem Hauptfach gehabt hätte ich genau das getan was sie Erasmus-Studierenden vorwerfen: Party und Auszeit.

    Das gibt es nicht nur dort, das gibt es auch hier.
    Und bis auf die Prüfungen ist ein Studium alles andere als Arbeit.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Anerkennungsprobleme"
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    "Und bis auf die Prüfungen ist ein Studium alles andere als Arbeit."
    Das haengt dann doch stark von der Fachrichtung ab die man studiert ;)
    Zum Thema: Ich hatte damals mit Learning Agreement keine Probleme meine Kurse anerkannt zu bekommen als Wahlpflicht-/Wahlfach. Wie es bei der Anerkennung von Pflichtfaechern aussieht kann ich allerdings nicht sagen, ist sicherlich etwas problematischer.

    "Und bis auf die Prüfungen ist ein Studium alles andere als Arbeit."
    Das haengt dann doch stark von der Fachrichtung ab die man studiert ;)
    Zum Thema: Ich hatte damals mit Learning Agreement keine Probleme meine Kurse anerkannt zu bekommen als Wahlpflicht-/Wahlfach. Wie es bei der Anerkennung von Pflichtfaechern aussieht kann ich allerdings nicht sagen, ist sicherlich etwas problematischer.

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