Plagiatsgutachten Schavan : "Eine gravierende Fehleinschätzung"

Schavan hat nicht getäuscht, schreiben die Bildungsforscher Elmar Tenorth und Helmut Fend in einem Gastbeitrag. Das Gutachten der Uni Düsseldorf kritisieren sie scharf.

In der Plagiatsaffäre um Annette Schavan liegt jetzt eine erste, aber gewichtige gutachterliche Stellungnahme vor. Auf 75 Seiten hat der Vorsitzende des Promotionsausschusses der Philosophischen Fakultät der Universität Düsseldorf, Stefan Rohrbacher, die Ergebnisse seiner intensiven Prüfung der Doktorarbeit von Frau Schavan niedergelegt.

Auf zwei Seiten diskutiert er darin abschließend und eher knapp die "Relevanz der erhobenen Befunde" für den Plagiatsvorwurf, und in drei knappen Zeilen resümiert er das Ergebnis. "Eine leitende Täuschungsabsicht" sei zu konstatieren, und nicht ohne Grund wird dieser Satz in der Öffentlichkeit wie ein vorweg genommenes Urteil der Fakultät interpretiert; denn so eindeutig formulieren deutsche Professoren selten. Das erwartbare Urteil, ein Schuldspruch, scheint also schon formuliert und ist auch öffentlich geworden.

Doch ist die Beweisführung überzeugend? Wir, ein Autor dieser Zeilen und ein "betroffener" in der Dissertation zitierter Autor, haben uns im Sommer im Blick auf die Plagiatsvorwürfe schon einmal geäußert, zwar Zitierfehler und handwerkliche Fehler gefunden, aber weder den Plagiatsvorwurf akzeptiert noch gar eine "leitende Täuschungsabsicht" konstatiert. Hat uns Herr Rohrbacher eines Besseren belehrt?

Zitierfehler ja, Täuschung nein

Heinz-Elmar Tenorth

war seit 1991 Professor für Historische Erziehungswissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin. Mittlerweile ist er Emeritus.

Nein. Zwar sind "Regelwidrigkeiten", also die von uns schon genannten "Zitierfehler" nicht zu bestreiten. Aber eine ausschließlich Textstelle für Textstelle vergleichende Technik erscheint uns nicht hinreichend, um Dissertationen zu bewerten oder Doktorgrade zu entziehen. Es ist überraschend, dass Herr Rohrbacher aus der Frequenz und Verteilung von "Regelwidrigkeiten" Erkenntnisse gewinnt, die einen Rückschluss auf "Absichten", hier sogar auf "leitende Täuschungsabsichten" erlauben. Wie funktioniert das, der kühne Schluss von empirischen Verteilungen auf Motive, die die Urheberin des Textes bei seiner Konstruktion vermeintlich gehabt hat, die sie aber – die Täuschungsabsicht – explizit schon mehrfach geleugnet hat?

Gut hermeneutisch verlässt sich Herr Rohrbach bei der Klärung der konkreten Textgestalt und der zu konstatierenden "Regelwidrigkeiten" nicht auf den Urheber des Textes, sondern auf seine eigene Methode der Analyse. Zwei Hypothesen prüft er, um nicht nur zu zählen, sondern die Textgestalt insgesamt zu erklären. Die erste geht "von Flüchtigkeit und mangelnder Sorgfalt in der Befolgung von Regeln und Konventionen" aus.

Helmut Fend

war bis 2006 Pädagogikprofessor in Konstanz und Zürich. Er wurde in Schavans Dissertation zitiert

 Aber diese Erklärung befriedigt ihn nicht, schon wegen der Frequenz der Fehler. Er sucht nach dem System, das die Fehler generiert und findet "eine gewisse Systematik". Diese sei als "Ergebnis einer plagiierenden Vorgehensweise" erklärbar und ein "das Profil der Dissertation wesentlich mit prägendes Element". Im Verweis auf den umfangreichen Teil 2 der Arbeit, in dem die übergroße Zahl der "Regelwidrigkeiten" zu finden ist, sei deshalb auch eine "weitgehende oder auch vollständige Abhängigkeit von Leistungen anderer" zu konstatieren, so dass also – so darf man wohl diesen Hinweis konkretisieren – nach Meinung des Gutachters offenbar plagiiert werden musste, weil der Autorin zu ihrem Thema selbst nichts eingefallen sei.

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Kommentare

182 Kommentare Seite 1 von 19 Kommentieren

Philologischer Befund, der Frau Schavan entlastet

In der FAZ ist eine Synopse abgedruckt, in der Schavans Text (A) der angeblichen Vorlage (B) gegenübergestellt wird. Tatsächlich scheint sie aber eine in der Fußnote angegebene Quelle (C) zu zitieren und zu paraphrasieren, die auch in der angeblichen Vorlage B mit Fußnote zitiert und paraphrasiert wird. Denn in der Schavan-Fassung A ist das Zitat länger als in der angeblichen Vorlage B. Schavan kann es also nur der Quelle C entnommen haben. Selbstverständlich ergeben sich daraus Textähnlichkeiten in den Paraphrasen der Texte A und B, weil beide Texte ja aus der gleichen Textquelle C schöpfen. Zumindest diese Textstelle entlastet Frau Schavan.

Schlechter Stil

http://de.vroniplag.wikia...

Was Schavan hier geleistet bzw. nicht geleistet hat, ist schon arg. Dass das kein wissenschaftliches Arbeiten ist, wird schon den Erstsemestern jeglicher Fachrichtungen eingebläut.
Richtig, die Primärquellen hat sie richtig angegeben und sie hat offensichtlich auch umfangreicher zitiert als die angebliche oder tatsächliche Vorlage. Das ändert nur nichts daran, dass sie sich hier einfach der Leistung eines anderen Autors bedient hat.
Sie bewegt sich damit wohl in einer Grauzone. Ob man so einen Doktortitel verdient, sei mal dahingestellt...

Genau

"Die Beurteilung eines Textkorpus hat jedoch nach den Regeln der Hermeneutik einzubeziehen, welches der Stellenwert einzelner Textabschnitte im Ganzen ist. So kommen die meisten bemängelten Zitate in einem Textteil vor, der schon vom Titel her keine eigenständige Leistung beansprucht."

Diesen Aspekt habe ich beim Gutachter völlig vermisst. Schavan CDU das reicht als Begründung für die Wertung Plagiat, Täuschung, Rücktrittsforderung.

So einfach ist es nicht.

Nach dem, was ich bisher gelesen habe (und sofern die Quellen stimmen, gerade habe ich keinen Zugriff auf eine Bibliothek), handelt es sich bei einigen Stellen tatsächlich um Plagiate.
Alleine das sind bereits schwer wiegende Fehler die so nicht passieren dürfen. Damit wäre spätestens die Bewertung hinfällig.

Ob Frau Schavan nun den Titel aberkennt bekommen würde oder nicht hängt immer noch mit einer viel relevanteren Frage zusammen: Welchen Anteil nimmt das Plagiat an der Arbeit und vor allem welchen Einfluss hat es?
Erst danach richtet sich die Frage der Aberkennung. Und ich glaube bei 60 von 350 Seiten ist dieser Vorwurf, die Plagiate hätten maßgeblichen Einfluss, nicht von der Hand zu weisen.

In jedem Fall aber ist das Ansehen der Bundesbildungsministerin schwer beschädigt. Studenten lernen in den ersten Semestern bereits eine adäquate und richtige Zitation sowie das Schreiben von Hausarbeiten und Essays.
Ob der Doktortitel nun aberkannt wird oder nicht ist in der Frage zweitrangig.

Übrigens zur CDU-Bemerkung: "Komischerweise" wurden größtenteils Plagiate nur bei den Parteien der sogenannten "Leistungsträger" gefunden...Ich kommentiere das nicht.

Gratuliere

"Diesen Aspekt habe ich beim Gutachter völlig vermisst. Schavan CDU das reicht als Begründung für die Wertung Plagiat, Täuschung, Rücktrittsforderung."
---

Ich habe mir die gegenübergestellten Textstellen auf Schavanplag angesehen und halte die überwiegende Menge der gezeigten Stellen für relevante Plagiate.

Zu der Sache mit der CDU: diese Partei vertritt doch "Zero Tolerance", nämlich beim Schwarzfahren, in der zweiten Reihe parken, beim Jointrauchen, bei Urheberrechtverstößen usw. usf. - aber nicht beim Erschummeln von Doktortiteln?

Na, das nenne ich ein Spitzen-Rechtsempfinden. Gratuliere.

Nachtrag

"Zu der Sache mit der CDU: diese Partei vertritt doch "Zero Tolerance", nämlich beim Schwarzfahren, in der zweiten Reihe parken, beim Jointrauchen, bei Urheberrechtverstößen usw. usf. - aber nicht beim Erschummeln von Doktortiteln?"
--

bin nicht der erste der das schreibt, aber es ist natürlich zu ergänzen, dass es auch gesellschaftlich notwendig ist, Betrüger zu überführen. Immerhin nehmen Betrüger u. U. ehrlichen Menschen, z.B., den Job weg. Beispiele von Betroffenen für eine solche Situation gab es auch schon in den Diskussionsthreads zu diesem Thema hier bei zeitonline.

"CDU" hat mit der Sache nichts zu tun. Ich räume ein, dass mir aber auch jegliches Mitleid fehlt und ich mich freue, wenn es einen von dem Haufen erwischt.

Naja, werfen Sie mal einen Blick auf diese Seite:

http://de.vroniplag.wikia...

Und dann erklären Sie bitte noch einmal, dass das "handwerkliche Fehler" sind. Hier hat es sich Frau Schavan einfach ein bisschen leicht gemacht. Das ist nunmal ein Fakt.

Die Arbeit wurde vom Verfasser der Quelle geleistet. Bücher lesen, nachdenken, bewerten, zusammenfassen. Frau Schavan hat das abgeschrieben. Dadurch sieht es so aus, als hätte sie diese Arbeit geleistet. Das ist eine Täuschung.

Nochmal den Artikel lesen, bitte.

Wie schon gesagt, wird in Teil 2 vorhandene Literatur herangezogen um den Stand der zu dem Zeitpunkt vorherrschenden Fachmeinung wiederzugeben. Das sie dazu die Fachmeinung aufzählt und zitiert, gehört im Stil der damaligen Zeit einfach dazu. In Teil 3 wird diese Fachmeinung dann erörtert und verwertet. Das ist kein Plagiieren, sondern die damals übliche Vorgehensweise. Man kann ein ganzes Buch in seiner Arbeit Wort für Wort zitieren, ohne als Plagiator zu gelten, solange man dann im selbst verfassten Teil der Arbeit genug Zeit investiert.

Wie kann man sowas nur fehlinterpretieren? Mit fallen nur 2 Gründe ein. Entweder man kommt aus dem gegnerischen politischen Lager und ist zu ideologisiert um klar denken zu wollen oder zu können. Oder man bildet sich seine Meinung alleine aus den Schlagzeilen der Boulevardpresse, ohne das Thema überhaupt zu durchleuchten, bevor man am Stammtisch seine Meinung zum besten gibt.

Ihr Beispiel

zeigt, das sehe ich ebenso, einige Schludrigkeiten bezüglich überleitender Textbausteine, die freilich nicht besonders Aussage relevant sind. Freilich haben die oben genannten Bildungsforscher recht, wenn sie auf die damalige Zitationspraxis verweisen. Ich erinnere mich daran, dass ich bei univeritären Hausarbeiten, die ich in den 80ern abzuliefern hatte, wiederholt ermahnt wurde, bei Zitaten nicht gar zu akkribisch vorzugehen, um nicht den Anmerkungsapparat aufzuschwemmen. Letztlich galt eine vergleichbare, freilich ungeschriebene Regel wie in Wagners Meistersingern: "Wer über vier der Silben nicht eingreift in andrer Meister Weis'/ des Lied erwerb sich Meisterpreis." :-)

Zitieren ja!

Trotzdem hätte sie an oben genannter Stelle den Abschnitt selbst formulieren müssen und sie hat an der Stelle die Zusammenfassung nicht angegeben.

Natürlich darf man eine Zusammenfassung als Referenz nehmen aber auch nur unter der Berücksichtigung, dass vorher die verwendeten Primärquellen einschlägig untersucht werden.
Frau S. hat stattdessen hier die Zusammenfassung ohne Referenz verwendet, und somit plagiiert.

Angenommen, sie hätte lediglich die Primärquellen aus dem Buch benutzt, die Zusammenfassung aber nicht, dann wäre es eine vollkommen legitime Verhaltensweise gewesen. Sie hat aber auch die Zusammenfassung selbst kopiert und als selbst gemachte Arbeit dargestellt (denn nichts anderes zeigt die Erklärung über das eigenständige Verfassen einer Arbeit an!), da liegt der Fehler.

Wenn solche Vorfälle mehrmals passieren dann ist nicht länger von eigenständiger Arbeit auszugehen. Ich glaube ich mache mir mal selbst die Mühe, dass ich mir die beanstandeten Stellen genau durchlese.

Dieses Beispiel überzeugt mich so gar nicht

"Die Arbeit wurde vom Verfasser der Quelle geleistet. Bücher lesen, nachdenken, bewerten, zusammenfassen. Frau Schavan hat das abgeschrieben. Dadurch sieht es so aus, als hätte sie diese Arbeit geleistet. Das ist eine Täuschung."

Unsinn. Sie hat Grundlagen zitiert und dies in einer Form, die ihre eigenen Gedankengänge nachvollziehbar erscheinen läßt. Nur bei äußerst böswilliger Auslegung kann man hier von einem Problem sprechen.

Definition Dissertation

Unser Professor meinte mal, dass man in einer Dissertation das vorhandene Wissen "um einen infinitesimalen Teil" erweitern muss.

Ich finde es absolut in Orndung, wenn man den aktuellen Kenntnisstand einfach nur abschreibt. Warum soll man das Rad ein tausendstes Mal erfinden, wenn sich bereits Menschen Gedanken über eine korrekte Formulierung gemacht haben. Das bringt die Menschheit nicht voran. Der Doktorand sollte seine Zeit lieber sinnvoller verwenden, indem er mehr Grips in seine Neuerungen steckt.

Natürlich muss man nicht darüber diskutieren, dass ordentlich zitiert werden muss.

Unsere hohen Professoren und Universitäts Präsidenten ala Dir. Prof. habil. Dr. Priv. Doz. etc. etc. xxx sollten sich vielleicht mal langsam den Staub von ihren Schulterpolstern bürsten und mal über eine ordentliche Reform der Erwartungen an Dissertationen nachdenken. Man verleit doch keinen Dr. Titel, nur weil jemand Bücherweise Wissen umformuliert.

Guter Beitrag und guter Artikel

Antwort auf Nr. 5 Floak: Nochmal den Artikel lesen - bitte

Danke für den ersten Abschnitt Ihres Beitrages – erspart mir einen eigenen Beitrag.

Dieser Artikel ist aus meiner Sicht einer der wenigen, die sich mit den Plagiatsvorwürfen auseinandersetzen, indem man diese in den Kontext a) zur Struktur der Doktorarbeit und b) in die Methodik einer Doktorarbeit im Zeitzusammenhang stellt.

Wenn wie im Artikel angeführt, die meisten beanstandeten Textstellen in dem Kapitel 2 stehen, das die herrschenden Theorien zusammenfassen sollte, sind die beanstandeten Textstellen anders zu bewerten, weil man ja nicht unterstellen kann, die Autorin wollte diese als eigene Leistung „verkaufen“. Es bleibt natürlich möglicherweise der Vorwurf, nicht regelgerecht zitiert zu haben.

Für mich hat der Artikel den Ertrag: ein einfaches „Satz-fürSatz-Vergleichen“ mag die notwendige Grundlage einer Überprüfung von wissenschaftlichenArbeit sein, ist aber nicht hinreichend für ein Gesamturteil.

Ach ja, noch eins: es ist sehr einfach, schnell mal den Stab über jemanden zu brechen – aber fast unmöglich, diesen wieder zusammen zu leimen, sollte man sich geirrt haben.

Dito!

Genau so habe auch ich es erlebt (Mitte der 90er Jahre): Ein akribisch ausgearbeitetes Literaturverzeichnis mit bis ins Letzte belegten Zitaten wurde mir förmlich um die Ohren gehauen.
Kommentar: Was Sie da als Zitate ausgeben, ist Stand der Kenntnis von heute und wird von jedem fachkundigen Leser als Basiswissen vorausgesetzt. Also streichen sie die Absätze und formulieren (hier also: Paraphrasieren) Sie das Mal in 1, 2 kurzen Sätzen mit ihren eigenen Worten. Zitiert wird nur, was nach Stand heute neues Wissen ist und sich noch in Diskussion befindet. Machen Sie das nicht, hat Ihre Arbeit keine Aussicht, zur Begutachtung angenommen zu werden.

Und: 30 Jahre später kommt jemand, schlägt nach, und wirft mir auf dieser Grundlage vor, ich hätte plagiiert?!?

Ja, aber...

...das ganze entstammt doch nahezu vollständig (nur Satzbau und Formulierung leicht abgeändert) der Arbeit, die auf der rechten Seite abgebildet ist. (http://de.vroniplag.wikia...)

Der Text wurde übernommen, die ausgewählten Zitate wurden übernommen, die Fußnoten wurden übernommen; da ist es doch egal, ob sie korrekt und als Zitate markiert sind.
Diese Seite in Fr. Schavans entstammt somit "der Feder eines anderen". Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

@ 38 Saar-Franzose

"Ach ja, noch eins: es ist sehr einfach, schnell mal den Stab über jemanden zu brechen – aber fast unmöglich, diesen wieder zusammen zu leimen, sollte man sich geirrt haben."

Der Qualität Shitstorm ist das egal. Sie beurteilt nicht nach Sache, setzt sich mit ihr auseinader, sondern ist parteilich und Weltanschauungsbezogen. Ihre Meinung ist richtig, und andere Meinungen beruhen auf Geld und Beziehungen. Und ist das einmal festgestellt gilts immer.

Das Schlimme ist, dass es der Pateilichkeit reicht den Vorwurf zu äussern, ohne dass für die Behauptung Rede und Untersuchung interessant ist. Schon nach dem ersten Zeit-Artikel stand die Schuld fest.

Das ist das Bedenkliche dabei. Dass in der "Zeit" mittlerweile massenweise "Emden" stattfindet. Es geht zwar nicht ums Leben, aber um Beruf, Lebensunterhalt und Enagement.

Wer schummelt, muss auch die Konsequenzen in Kauf nehmen.

Wird Frau Schavan der Doktorgrad entzogen, hat sie nur noch Abitur. Kein wunder, dass sie jetzt kämpft, aber es ist unfassbar, dass eine Bildungsministerin ihren eigenen Kriterien nicht gerecht wird. sie sollte sich schämen, dass sie über 30 Jahre ein Ansehen genossen hat, was nicht gerechtfertigt war. Ob sie auch mit Abitur allein hätte Bildungsministerin werden können, möchte ich sehr stark bezweifeln. Es gibt nicht viel oder wenig Schmummeln, wer schummelt, hat betrogen. Punkt.

Die (radikalen) Kommentare à la: "Wer Schummelt

Der ist ein Schummler und muss dafür in der Hölle schmoren" sind unterirdisch. Schon mal in der Schule gemogelt bei einer Arbeit? Schon mal dem Chef nicht die Wahrheit gesagt? Schon mal zu schnell gefahren?

Sie haben den Job nicht verdient den Sie gerade machen, denn Sie haben ihn auf Basis von Betrug erworben und Sie sollten den Führerschein abgeben.

@ 57 TDU

Mein Eindruck ist, es geht hier nicht mal um „Parteilichkeit“ im Sinne von politischen Parteien.

Im „Shit-Storm“ geht es vorwiegend um die Grenzziehung zwischen „wir Ohnmächtigen hier unten“ – „ihr Politschmarotzer dort oben“. Da wird längst nicht mehr zwischen Parteien oder Personen unterschieden sondern es werden alle in der Politik agierenden Personen in einen Topf geworfen. Motto: „Steckt sie alle in einen Sack und mit dem Knüppel drauf schlagen – es trifft immer den richtigen!“

Diese Haltung ist brandgefährlich für unsere Demokratie, weil sie im schlimmsten Sinn nur auf Vorurteil, Verallgemeinerung und Stigmatisierung jeglichen politischen Engagements beruht. Zuweilen erinnern mich die verbalen Keulen, die in Foren verteilt werden, fatal an das Verhalten von Hooligans während Fußballspielen.

Fairerweise ist aber anzumerken, dass die politischen Parteien häufig dazu beitragen, solche Haltungen zu verfestigen: mangelhafte Gesetzte gegen Korruption, mangelhafte Vorschriften zur Offenlegung der Nebeneinkünfte, schamloser Zugriff von Parteileuten auf Führungsposition im öffentlich-rechtlichen Bereich, monströse Überversorgung bezüglich späterer Pensionsansprüche, Outsourcen der Formulierung von Gesetzesentwürfen an Lobby-Gruppen…

Original Studentenargumentation

Genauso haben mir gegenueber auch gerne Studenten argumentiert, es bringe ja nichts, schon ausgearbeitete Werke nochmals neu zu formulieren, na ja und das man vergessen habe die Quelle anzugeben, dass waere eben so ein Versehen. Das man einen Teil des Uebernommenen jedoch ein wenig umdekoriert hat, solle man dann doch als Verbesserung des Originals begreifen. In der Aenderung des Satzbaus und durch das Ersetzen von Adjektiven meinte man erheblich zur Verbesserung und Verstaendlichkeit des Originals beigetragen zu haben. Wenn ich die beiden Autoren so lese, koennte ich fast Zweifel an meiner Haltung haben. Nur was bitte bringt dieses Relativieren? Also soll ich demnaechst sagen, nun gut wer beim Spicken erwischt wird, dem kann ich erst beim dritten mal die Examensarbeit wegnehmen, oder muss man da brutal sein? Bei einer Dissertation darf man nach Massgabe der Autoren also gelegentlich plagieren? Angeblich waere das im letzten Jahrhundert Standard gewesen. Wieviel % an Plagiaten ist denn zulaessig? Das will ich jetzt und fuer alle Zukunft wissen. Muss man vielleicht den kulturellen Hintergrund miteinbeziehen? Darf ein Konfuzianer haeufiger plagieren als ein Protestant? Willkommen in der Beliebigkeit und Willkuerlichkeit. Aber es bemerkenswert, dass insbesondere diejenigen Frau Schavan verteidigen, die auch gleichzeitig Mittel vom Bund erhalten. Ich finde den Beitrag peinlich und er diskreditiert alle Promovierten der Paedagogik der 1980ziger.

Warum fangen Sie wieder von vorne an?

Haben Sie überhaupt die Kommentar-Diskussion gelesen, auf die Sie da antworten? Da wird doch gerade erörtert, weshalb Frau Schavan eben NICHT "geschummelt" oder gar betrogen hat, sondern dass sie lediglich handwerkliche Fehler begangen hat.

Warum also fangen Sie wieder von vorne an? Oder haben Sie eine konkrete Antwort auf die Argumentation des Artikels?

Deutsche Ideologie

„Entweder man kommt aus dem gegnerischen politischen Lager und ist zu ideologisiert um klar denken zu wollen oder zu können,...“ Dieser Topos suggeriert im Subtext, in dem zur Regierungspartei in Opposition stehenden „politischen Lager“ ist man a priori und generell „ideologisiert“, ergo unfähig, bestenfalls unwillig zu „klarem Denken“. Diese Fähigkeit wird im Umkehrschluß exklusiv dem „Regierungslager“ zugestanden, das selbstredend per definition jeder ideologische Konditionierung, also der Neigung zu ressentiments- und interessengeleiteten Vorurteilen, abhold ist. Daß es gelegentlich auch mal genau umgekehrt sein könnte, scheint in dem göttlichen Schöpfungsplan wohl nicht vorgesehen zu sein: Merke! Wer dem „generischen“ politischen Lager angehört, hat a priori nicht alle Tassen im Schrank...

Nicht uberzeugend

hier fasst die Autorin gegebene Literatur zusammen, längere übernommene Stellen sind eindeutig gekennzeichnet und die Quellen vermerkt. Bei den kürzeren Phrasen sehe ich kein Problem und empfinde diese auch nicht als zitiert. Die Deutsche Sprache ist eben sehr korrekt und lässt nicht viele unterschiedliche Formulierungen zu. Also, ich würde der Autorin aufgrund dieser Seite mal kein Plagiat unterstellen. Zumindest in der englischsprachigen naturwissenschaftlichen Literatur wird nicht so penibel mit Fußnoten umgegangen.

Zitiert Nach

Der Text auf der rechten Seite ist bereits ein Übersichtsartikel, Schavan macht aber nicht klar, dass sie vermutlich nur diesen gelesen hat und ihre Darstellung der Zusammenfassung auf der rechten Seite der Gegenüberstellung im Link stark folgt, sondern vermittelt den Eindruck, sie habe selbst die Primärquellen gelesen, zusammengefasst und eingeordnet. Tatsächlich paraphrasiert sie aber nur einen zusammenhängenden Text.
Hätte sie selbst die Primärquellen eingeordnet, wäre die Eigenleistung eine ganz andere. Sollte sich eine derartiges Muster durch die gesamte Arbeit ziehen, hat sie mit ihr den Eindruck erweckt, deutlich mehr selbst geleistet zu haben, als tatsächlich der Fall ist und möglicherweise hätte die Dissertation bei korrekter Zitierweise den Ansprüchen des Doktorvaters auch nicht genügt. Sollte die tatsächliche, übriggebliebene Eigenleistung so klein sein dass sie auch damaligen Standards nicht genügt hätte, sollte man Schavan mmn. den Doktorgrad aberkennen.

Noch mal die Plagiatsbeispiele auf Vroniplag lesen, bitte!

Da sieht man nämlich glasklar, was Sie partout nicht wahrhaben wollen: Frau Schavan hat aus Büchern fast komplette Seiten - samt Zitaten und Literaturangaben! - so gut wie unverändert übernommen, ohne die wahre Quelle zu nennen. Ihre Arbeit liest sich daher so, als habe sie selbst die Zitate in der von ihr selbst ausgewählten und gelesenen Literatur gefunden und zusammengestellt, obwohl diese gedankliche Arbeit komplett von jemand anders erbracht wurde. Das ist ein Plagiat reinsten Wassers, und keineswegs der "Stil der damaligen Zeit", wie Sie behaupten. Warum sie plagiiert hat, ist zwar meines Erachtens klar - wer sich mit fremden Federn schmückt,handelt in Täuschungsabsicht - , aber selbst wenn man unterstellt, dass ihr die Plagiate "unbewusst", quasi in einem Anfall vorübergehender geistiger Unzurechnungsfähigkeit, in ihre Arbeit "hineingerutscht" sind (s.Guttenberg-Rechtfertigung), würde das letztlich nichts ändern. Plagiate sind Betrug und haben in einer Doktorarbeit nichts zu suchen, ob diese nun von Lieschen Müller oder einer Frau Schavan eingereicht wurde. Diese Frau, an deren wissenschaftliche Integrität ich vormals geglaubt habe, ist für mich ein für allemal unten durch.

Sie hat nur "Grundlagen zitiert"?

Nee, hat sie eben nicht. Sie hat, statt selbst die Primärliteratur zu beschaffen, zu lesen und auszuwerten, auf die Erkenntnisse eines anderen zurückgegriffen, der diese Arbeit bereits für sie erledigt hat. Dessen Erkenntnisse hat sie, indem sie ihn als wahren Urheber verschwieg, als ihre eigenen ausgegeben. Damit wurde eine geistige Eigenleistung vorgetäuscht, die in Wahrheit gar nicht erbracht wurde. Sowas nennt sich schlicht Plagiat und hat mit "Schludrigkeit" oder "handwerklichen Fehlern" nichts zu tun. Diese Masstäbe galten und gelten für jeden gewöhnlichen Doktoranden, ohne dass jemand in diesem Forum das kritisiert hätte. Aber Frau Schavan soll sich daran nicht messen lassen müssen? Beschämend, diese Scheinheiligkeit.

Schräg ...

"Sie hat, statt selbst die Primärliteratur zu beschaffen, zu lesen und auszuwerten, auf die Erkenntnisse eines anderen zurückgegriffen, der diese Arbeit bereits für sie erledigt hat."

Behaupten Sie. Beweisen können Sie es nicht. Nur unterstellen, so wie viele andere. Das reicht aber nicht.

"Dessen Erkenntnisse hat sie, indem sie ihn als wahren Urheber verschwieg, als ihre eigenen ausgegeben."

Kann ein schlichter Fehler sein. Es bleibt beim handwerklichen Mangel. Der keinesfalls, so wie die beiden Autoren auch im hiesigen Artikel schreiben, den Entzug des Grades rechtfertigt. Eine Doktorarbeit ist mehr als nur schöner Text und sollte nicht auf Erbsenzählerei reduziert werden. Denn wie wir hier merken, geifern fast alle Gegner von Frau S. und ihrer Arbeit den Formalien hinterher. Erst die beiden Autoren betrachten das ganze Bild, und das sieht eben - welch Überraschung - anders aus.

"Damit wurde eine geistige Eigenleistung vorgetäuscht, die in Wahrheit gar nicht erbracht wurde."

Unterstellen Sie. Unzweideutig ist es keineswegs.

"Sowas nennt sich schlicht Plagiat und hat mit "Schludrigkeit" oder "handwerklichen Fehlern" nichts zu tun."

Doch, das schreiben die beiden Herren oben ja, denen ich aufgrund ihrer sichtbaren Expertise (im Vergleich zu Ihrer, welche geheim bleibt) diesbezüglich mehr zutraue, was die Bewertung des Sachverhalts angeht.

@152 mrto

""Sie hat, statt selbst die Primärliteratur zu beschaffen, zu lesen und auszuwerten, auf die Erkenntnisse eines anderen zurückgegriffen, der diese Arbeit bereits für sie erledigt hat."

Behaupten Sie. Beweisen können Sie es nicht. Nur unterstellen, so wie viele andere. Das reicht aber nicht."

[usw usf]
--
Der oben im ersten Satz dargestellte Sachverhalt _ist_ bewiesen, Der entscheidende Hinweis sind aus der Sekundärquelle übernommene Zitatfehler. Sie könnten sich selbst davon überzeugen, wenn Sie wollten (oder es verstünden).

Das argumentative Muster bei Ihnen ist "Nein!"-"Doch". Allgemeine Argumente, die schlicht auch nur Behauptungen, Vermutungen, Unterstellungen sind. Beschäftigen Sie sich doch mal _konkret_ mit den offenliegenden Mängeln der Dissertation.

Ich verstehe ...

... daß Sie offensichtlich nahezu nichts verstehen, was über die reine Erbsenzählerei hinausgeht. Denn ...

"Der oben im ersten Satz dargestellte Sachverhalt _ist_ bewiesen, Der entscheidende Hinweis sind aus der Sekundärquelle übernommene Zitatfehler. Sie könnten sich selbst davon überzeugen, wenn Sie wollten (oder es verstünden)."

Bewiesen ist, ob Sie es glauben wollen oder nicht, damit Ihre Unterstellung immer noch NICHT. Denn der durchschnittliche Doktorvater dürfte mit seinem Schützling so intensiv über diese Themen reden, daß es nicht bei drei, vier Punkten aus Übersichtswerken bleibt, der Schützling also deutlich mehr verstanden haben muß als nur eine Kurzzusammenfassung. Wird in solchen Betreuungsgesprächen klar, daß alles verstanden wurde, ist die Arbeit getan und die Zitate sind nachrangig. Solche Fehler sind dann in der Tat läßlich, v.a. wenn in einem solchen Abhängigkeitsverhältnis der Doktorvater entsprechend mitmacht.

"Allgemeine Argumente, die schlicht auch nur Behauptungen, Vermutungen, Unterstellungen sind."

Entkräftungen alberner Unterstellungen sind selbst Unterstellungen? Wie bitte?

Das sind die GEGEBENEN Standards unter Menschen, die keine menschenfeindliche Erbsenzählerei um ihrer selbst willen betreiben, sondern das ganze Bild sehen, auf dem der Mensch im Vordergrund steht (und, wie bereits an anderer Stelle erwähnt, zuerst immer als unschuldig betrachtet wird).

Schade, wenn Sie hier ein deutlich feindlicheres Wesen zu bevorzugen scheinen.

Betreuungsgespräche

"Wird in solchen Betreuungsgesprächen klar, daß alles verstanden wurde, ist die Arbeit getan und die Zitate sind nachrangig."

super super, der Doktorvater erlaubt die Plagiat,
aber bloß nicht schriftlich notieren irgendwo auf der Welt,
350 Seiten, aber nicht im Vorwort eine Seite, einen Absatz
'mit dem Prüfer wurde vereinbart .., z.B. auf den Seiten .., .., .., Quellen z.B. .., .., ..'

das wäre ja zuviel/ unschön/ (wieder mal) vergessen,
oder doch eher ein offenes Betrugsgeständnis?!

--------

aus dem Posting darunter:
" "Plagiat" bedeutet Anmaßungscharakter, doch der kann nicht durch bloße Erbsenzählerei "bewiesen" werden, "

->
"Für den Tatbestand der Urheberrechtsverletzung spielt der Vorsatz des Verletzers keine Rolle, weshalb auch eine unbewusste Entlehnung als Plagiat gilt."
http://de.wikipedia.org/w...

--------------

"Denken Sie doch mal nach: Warum steht in Promotionsordnungen oder auch in Gerichtsurteilen NIE so etwas Eisenhartes, wie Sie es hier gerne hätten?"

dass die Uni beliebig entscheiden kann, steht freilich außer Frage, eine sehr schwierige Aufgabe

wie schon einmal geschrieben, zur Übersicht:
die einzigen Fakten sind: Plagiate sind erwiesen vorhanden, auch in erheblicher Zahl,

ob die Uni daraus Täuschung oder Titelentzug erkennt,
ob Schavan unabhängig davon zurücktritt, ist offen

alle Ausreden wie jetzt 'Doktorvater erlaubt die Plagiate' usw. sind nur Meinungen

Unterstellungen

"Entkräftungen alberner Unterstellungen sind selbst Unterstellungen? Wie bitte?"

Entkräftungen von Fakten, die keine Fakten sind, sind Unterstellungen bzw. ich weiß nicht warum gerade dieses Wort, etwas neutraler Behauptungen/ Meinungen!

"[..] Menschen, die keine menschenfeindliche Erbsenzählerei um ihrer selbst willen betreiben, sondern das ganze Bild sehen, auf dem der Mensch im Vordergrund steht (und, wie bereits an anderer Stelle erwähnt, zuerst immer als unschuldig betrachtet wird)."

können Sie erklären, woher die Menschenfeindlichkeit kommt?
warum sollte Fr. Schavn nicht zuerst als unschuldig betrachtet worden sein?
sie war es 30 Jahre, dann wurden Fakten, Belege gefunden,
nun ist sie des Plagiats 'schuldig', in dem Sinne dass Plagiate in der Arbeit enthalten sind, wenn man das mal ausformulieren will,

wer spricht eigentlich von Schuld? zumindest die reinen Plagiatsjäger wohl kaum, es ist einfach eine Feststellung, dass die Plagiate vorhanden sind,

warum ist das Erbsenzählerei? soll man bei Merkel auch nicht genau die Mrd. zählen, die sie verschwendet?
man sieht ja hier, wie wichtig die Anzahl ist, wenn man die Arbeit schon untersucht, dann doch so genau wie möglich

Kontrolle der Mächtigen ist eine Grundaufgabe des Volkes in der Demokratie,
das können Sie nachschlagen,

mir will nicht einleuchten, wo die 'Menschenfeindlichkeit' reinkommt,
bei Ihnen allerdings...

"Menschenfeindliche Erbsenzählerei"

"...die keine menschenfeindliche Erbsenzählerei um ihrer selbst willen betreiben, sondern das ganze Bild sehen, auf dem der Mensch im Vordergrund steht" usw.

Was Dümmeres müssen Sie erst noch schreiben. Was Sie als Laie "menschenfeindliche Erbsenzählerei" nennen, sind ganz normale Regeln, an denen jeder, der eine Doktorarbeit abgibt, gemessen wird und wurde. Wir haben ja verstanden, dass Sie in Ihrer Unbedarftheit meinen, für Frau Schavan müssten besondere Privilegien gelten, aber mit der aggressiven Sturheit, mit der Sie das hier herausplärren, machen Sie sich einfach nur lächerlich.

Das Original verbessern...

Es gibt so ein Naturgesetz, dass man eine bestehende Information alleine aus dieser Information nicht verbessern kann. Das sehe ich auch so.
Zur Ehrlichkeit der Arbeit. Wann ist die Arbeit dann ehrlich? Hat der recht, der die meiste Arbeit reinsteckt? Ich finde, für eine Doktor gehört sich auch rationelles Arbeiten. Denn ein Doktor-Ingenieur, der jede Gleichung stets von den Grundgleichungen weg ableitet wird nie effizient sein. Das kann nicht Sinn und Zweck der Arbeit sein.
Ich möchte es dann sogar so sagen: Wenn es wirklich darum geht, alles umzuformulieren, dann wird mein Ansehen an eine Dr. Arbeit stark sinken bzw. dann sollte man jedem Dr.rer.nat. auch noch einen Dr. in Germanistik ausstellen. Ich finde, in Anbetracht der neuen Medien, die zur Verfügung stehen (v.A. Internet) ist es heute die Kunst, sich in dem Wirrwar aus viel zu vielen Informationen das Richtige rauszusuchen und anzuwenden.
Wie gesagt - wenn Sie all diesen Leuten den Dr. aberkennen möchten, dann ist auch klar, wo Sie dort die Hauptleistung sehen - ich sehe sie wo anders und für mich zählt einfach das Ergebnis.

Eben. Sehen Sie, ...

... Sie haben es völlig richtig erkannt:

"und vollziehen dann eben denselben Schluss, nur in umgekehrter Richtung, dass eben keine Täuschungsabsicht zu erkennen war. Nur Flüchtigkeit und die Umstände. Müsste sich Fr. Schavan nicht, unabhängig von ihren Motiven, die ihr sowieso niemand nachweisen kann, an ihrem Erzeugnis messen lassen?"

Täuschungsabsicht muss bewiesen werden. Bis das der Fall ist, ist dem Prüfling zu glauben. Ganz einfach.

Warum? Weil wir auf Ver- und nicht auf Misstrauen setzen.

Frau S. läßt sich ja messen. Sie muß sich jedoch nicht entlasten, die anderen müssen sie belasten. Und wie schwer das ist, sehen wir ja gerade.

Und das ist auch gut so.

Offenbar wollen gewisse Kreise ihre in Guttenberg

getätigten Investitionen (Podiumsdiskussion mit Kissinger in New York schon als einfacher Abgeordneter etc.) nicht einfach so sausen lassen - da ist der einfachste Weg für das come-back natürlich der, die Plagiatsaffäre ins Absurde zu kehren, nach dem Motto: Die Deutschen haben ihn des Plagiarismus überführt? Aber hallo, die überführen jeden des Plagiarismus, von der Wissenschaftsministerin bis zu.. etc.