AufnahmeverfahrenMünster sucht den Supermediziner

Im Assessmentcenter der Uni Münster müssen sich Bewerber in Rollenspielen beweisen. Schon ein falsch gefütterter Wackelpudding kann für die Jury den Ausschlag geben. von Cornelia Lütkemeier

"Müssen wir einen neuen Wackelpudding nehmen oder können wir den angefangenen Becher stehen lassen?" – "Nein, wir sollen einen neuen nehmen. Gleiche Prüfungsbedingungen für alle." Dr. Maged Alnawaiseh seufzt. Es ist das zehnte Mal, dass er heute einen angefangenen Becher Wackelpeter in den Müll schmeißt. "Das ist schon irre, was die hier für einen Aufwand betreiben. Ich möchte nicht wissen, was das alles kostet." Dann setzt er sich wieder neben seinen Kollegen Prof. Dr. Gereon Heuft an seinen Arbeitsplatz: ein kleiner Schreibtisch mit zwei Laptops in einem nachgebauten Krankenhauszimmer.

An der Wand gegenüber stehen ein leeres Bett und ein Stuhl. Vor dem Fenster sitzt eine junge Frau im Rollstuhl. Ihre Ellenbogen sind verbunden. Auf dem Tisch neben ihr steht nun ein neuer Plastikbecher mit Wackelpeter. Himbeere. Von draußen scheint die Augustsonne herein. Als zwei von 40 Juroren sind Dr. Alnawaiseh und Dr. Heuft heute im Studienhospital der Uni Münster, um zu prüfen, wie gut Abiturienten eine Schauspielerin mit Pudding füttern und vor einer angeblich anstehenden OP aufmuntern. Der Himbeer-Wackelpudding kann über ihre Zukunft entscheiden: darüber, ob sie einen Medizin-Studienplatz an der Uni Münster bekommen oder nicht.

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Los geht's. Draußen auf dem Flur schrillt eine Trillerpfeife. Die Zimmertür öffnet sich. Herein tritt ein hochgewachsener junger Mann mit braunem Haar und gestreiftem Hemd. Bewerber Nummer elf an diesem Tag. Elf von 80.

Kopfnoten fürs Füttern

Was er nicht weiß: Dr. Alnawaiseh und Dr. Heuft werden seine Leistung auf einer fünfstufigen Skala beurteilen. Hat der Kandidat die Patientin gefüttert? War er einfühlsam? Und: Wurde die Decke der Patientin gewechselt, weil auf der alten Blutflecken waren?

Für den jungen Mann sieht es zunächst gut aus. Nur auf die Idee, die schmutzige Decke zu wechseln, kommt er nicht – obwohl er die Patientin mehrfach darauf anspricht: "Ist Ihnen die Decke zu warm?" – "Nein", murmelt die Patientin, schaut auf ihren Schoß und wippt mit den Knien. Woher denn die Blutflecken kämen? "Ich hatte Nasenbluten", murmelt die Patientin. Nun sei das aber wieder vorbei. "Dann ist ja gut", spricht der Bewerber lächelnd. Kurz darauf schrillt draußen auch schon wieder die Trillerpfeife. Die fünf Minuten sind um. Gut gelaunt verlässt der Kandidat das Krankenzimmer. "Oh Mann", sagt Heuft. "Der Dussel!" Auch wenn der Bewerber sympathisch wirkte: In der Deckenwechsel-Spalte können die beiden Prüfer ihm keine Punkte geben. Ein Nachteil im Vergleich zur Konkurrenz. 

Leserkommentare
  1. Liebes ZEIT-Team.

    seit geraumer Zeit fallen mir in ausnahmslos allen Artikeln, die irgendwie mit Medizin und Pflege zu tun haben, diese unsäglichen Begriffe auf.

    "Gefüttert" werden die Schweine im Stall; einen Menschen unterstützt man bei der Nahrungsaufnahme oder reicht ihm die Nahrung an. Nennen Sie mich kleinkariert, aber es liegt auch an dieser Berichterstattung, dass die Pflegeberufe ein derartig schlechtes Image haben (allerdings nur in Deutschland). In Ihren Artikeln wird "gefüttert", wahrscheinlich mit umgebundenen "Lätzchen" und danach die "Bettpfanne" verabreicht. Dies passt übrigens zu dem kürzlichen Artikel über Studiengänge in den Pflegeberufen. Der gesamte Rest der Menschheit betrachtet die Pflege als eigene Profession mit akademischer Ausbildung, nur in Deutschland herrscht ein gesellschaftliches Ansehen der Pflege wie im 19. Jahrhundert vor. Ich würde mir mal einen differenzierten Artikel in der ZEIT darüber wünschen.

    Im Übrigen halte ich derartige Tests für Mediziner für einen sehr guten Fortschritt. Bisher wurden beim Eignungstest nur die kognitiven, nicht die persönlichen und sozialen Kompetenzen geprüft. Insbesondere die Empathiefähigkeit ist für alle Gesundheitsberufe eine essentielle Eigenschaft, damit künftig nicht weiterhin Patienten mel eben über eine terminale Krebserkrankung informiert werden, während sie in der Waschecke des Patientenzimmers sitzen.

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    • Dunilu
    • 02. Oktober 2012 17:47 Uhr

    Ich bin selbst Arzt am Uniklinikum und muss mich doch sehr für diesen Humbug schämen. Mit Schauspielern fertig zu werden, Pudding anzuheben oder Bettwäsche zu wechseln sagt nichts über irgendeine Eignung aus, die man später als Arzt braucht.
    Es bringt viel mehr Maßstäbe anzulegen, die Organisationstalent, Intelligenz und Fleiß beurteilen; denn das macht einen guten Arzt aus. Die Patienten brauchen keinen Quasselkopf, sondern jemanden, der fachlich und ggf. praktisch ausgezeichnet und verfügbar ist.
    Am besten regelt das nach der Auswahl die Realität im Krankenhaus. Die bekommt man ungebremst während des Studiums im Krankenpflegepraktikum, Famululatur und PJ mit. Wer da noch nicht aussteigt ist zumindestens schonmal hart genug.

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    Empathie gehört zu einem guten Arzt genauso dazu, wie fachliche Kompetenz und Organisationstalent. Zugegeben, die meisten Menschen würde lieber von einem, Entschuldigung, Arschloch das Leben gerettet bekommen als einen netten Arzt zu haben, der einem beim sterben die Hand hält. Aber das heißt ja nicht, dass zwischenmenschliche Fähigkeiten vernachlässigt werden sollten (der Compliance der Patienten kann das nur gut tun).

    Inwiefern dieses Auswahlverfahren jetzt wirklich die am besten geeigneten zukünftigen Ärzte selektiert, kann ich aus diesem recht subjektiv eingefärbten Artikel schlecht interpretieren. Ich bin mir allerdings sicher, dass es in meinem Jahrgang (an der MedUni Wien) einige Studenten, und vor allem Studentinnen gäbe, die sich bei einer solchen Aufnahmeprüfung nur ungern die Finger schmutzig gemacht hätten.

    Was mich an dieser Art Aufnahmetest stört, ist die Subjektivität der ganzen Sache. Ich persönlich würde meine Zukunftsplanung, und um nicht weniger geht es hier ja, nur ungern davon abhängig machen, ob mir die Prüfer dort Sympathie entgegen bringen oder nicht. Man könnte so einen Test als einen Teil der Aufnahmeprüfung nehmen, und in anderen Komponenten andere Fähigkeiten prüfen (Stichwort TMS), das wäre eine Idee.

    Danke für die Bestätigung für meine Vorurteile. Wahrscheinlich ist eine gründliche Anamnese heute nicht mehr so wichtig, es gibt ja die tolle und teure Gerätediagnostik. Da kann man sich das Gequassel sparen...

    Warum wird der durchschnittlicher Schwede eigentlich nur 1/6 so häufig geröngt wie der deutsche Durchschnittsbürger. Und komischerweise lebt der Deutsche nicht 6x länger.

    und in diesem Fall sexistisch obendrein:

    "So eine kippt im OP doch um" ist die spekulative Einschätzung zu einer empathischen Bewerberin.

    ""Stabsärztin", murmelt Alnawaiseh. "Bei der Bundeswehr" ergänzt Heuft. Schweigen. "So was will man doch auch nicht.""

    wird eine resolute Bewerberin abgelehnt.

    Ja, wie denn nun?

    Bei soviel Voreingenommenheit spielen die Kreuzchen auf irgendwelchen Erhebungsbögen am Ende doch nur eine untergeordnete Rolle.

    k.

    . . .der Zweck dieses Testes wurde nicht erkannt. Dieser soll Bewerber herausfiltern, die nach einer MRT Aufnahme den betroffenen Menschen, der sich gerade in der Umkleide wieder anzieht, zurufen, daß er einen bösartigen Tumor in der rechten Lunge hat und. . .tatsächlich, gestreut hat. So etwas ist heute dem Patienten gegenüber an der Tagesordnung. Das die dies ausführenden Mediziner einen Puddingbecher anheben können, bezweifelt niemand. Das sieht man spätestens in der Kantine. Aber Menschen wahrnehmen können die nicht. Härte , ja, eher wohl ein sich Abwenden. Wer Härte demonstrieren will, soll zu irgendeinem Militär gehen, anzuraten ist vielleicht die Fremdenlegion.

    Dieser Artikel belegt eindrucksvoll den Niedergang unseres Berufsstandes. Glückwunsch an die Fakultät Münster - sie befinden sich bereits am Zielort - das downgrading des Medizinstudiums ist Realität geworden. Wozu noch 6 Jahre Studium vergeuden, wenn man im Assessmentcenter bereits präkonfigurierte Prototypen selektieren kann?! Generation 30+ zieht Euch warm an und werdet in 11 Jahren nicht behandlungsbedürftig, wenn die Wackelpuddinggeneration Eure Behandler sein werden und brav ihre Standard operating procedures befolgen und Euch zu Tode behandeln werden....

  2. Empathie gehört zu einem guten Arzt genauso dazu, wie fachliche Kompetenz und Organisationstalent. Zugegeben, die meisten Menschen würde lieber von einem, Entschuldigung, Arschloch das Leben gerettet bekommen als einen netten Arzt zu haben, der einem beim sterben die Hand hält. Aber das heißt ja nicht, dass zwischenmenschliche Fähigkeiten vernachlässigt werden sollten (der Compliance der Patienten kann das nur gut tun).

    Inwiefern dieses Auswahlverfahren jetzt wirklich die am besten geeigneten zukünftigen Ärzte selektiert, kann ich aus diesem recht subjektiv eingefärbten Artikel schlecht interpretieren. Ich bin mir allerdings sicher, dass es in meinem Jahrgang (an der MedUni Wien) einige Studenten, und vor allem Studentinnen gäbe, die sich bei einer solchen Aufnahmeprüfung nur ungern die Finger schmutzig gemacht hätten.

    Was mich an dieser Art Aufnahmetest stört, ist die Subjektivität der ganzen Sache. Ich persönlich würde meine Zukunftsplanung, und um nicht weniger geht es hier ja, nur ungern davon abhängig machen, ob mir die Prüfer dort Sympathie entgegen bringen oder nicht. Man könnte so einen Test als einen Teil der Aufnahmeprüfung nehmen, und in anderen Komponenten andere Fähigkeiten prüfen (Stichwort TMS), das wäre eine Idee.

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  3. Das Lustige an diesen Aufnahmetests und Eingangsprüfungen ist, dass diese Tests immer eine besonders elitäre Gruppe herausfiltern zu versuchen. Die Professoren sind auf diese Art der Studierenden immer ganz stolz und heben sie gegenüber anderen Studenten immer sehr hervor. Dies geht sogar soweit, dass sich "normale" Studierende wie Menschen zweiter Klasse fühlen müssen.

    Folgt dann die große "Aussiebeklausur", an der mehrere Fachrichtungen teilnehmen müssen bzw. "Elite-Studenten" und "normale Studierende" die gleiche Klausur schreiben müssen, ist es oft so, dass die "Elite-Studenten" nicht selten mit großen signifikanten Abstand schlechter ist und v. a. eine höhere Durchfallquote aufweist.

    Es ist einfach lustig, von außen mit anzusehen, wieviel Nonsens da veranstaltet wird. Es gibt einige Untersuchungen, die aufzeigen, dass die Abi-Note statistisch gesehen immer noch am Besten auch auf den Studienerfolg schließen lässt. Ausnahmen gibt es natürlich immer. Nimmt man die Abi-Note als Kriterium, sollte natürlich das Bildungs-Niveau und der Abi-Bewertungsmaßstab in den einzelnen Bundesländern berücksichitgt werden. Leider werden hier nicht selten bildungsferne Bundesländer bei der Auswahl bevorzugt. Für maches war die ZVS doch ganz gut.

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    "Folgt dann die große "Aussiebeklausur", an der mehrere Fachrichtungen teilnehmen müssen bzw. "Elite-Studenten" und "normale Studierende" die gleiche Klausur schreiben müssen, ist es oft so, dass die "Elite-Studenten" nicht selten mit großen signifikanten Abstand schlechter ist und v. a. eine höhere Durchfallquote aufweist."

    Wenn Sie hier schon das Wort "signifikant" in den Mund bzw. in die Hand nehmen, dann haben Sie doch sicher auch eine Quelle, um diese Behauptung belegen zu können, oder?

  4. Danke für die Bestätigung für meine Vorurteile. Wahrscheinlich ist eine gründliche Anamnese heute nicht mehr so wichtig, es gibt ja die tolle und teure Gerätediagnostik. Da kann man sich das Gequassel sparen...

    Warum wird der durchschnittlicher Schwede eigentlich nur 1/6 so häufig geröngt wie der deutsche Durchschnittsbürger. Und komischerweise lebt der Deutsche nicht 6x länger.

    3 Leserempfehlungen
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    • Dunilu
    • 02. Oktober 2012 18:30 Uhr

    ... von schlecht ausgebildeten Medizinern. Und das fängt ganz vorne an: Bei der Persönlichkeit. In der Prüfung im Artikel werden ja vor allem Empathiefähigkeit, Kommunikationsstil etc. getestet, aber wenn es das gewesen sein soll, dann gute Nacht. Das muss unbedingt mit anderen Maßstäben wie bspw. Abinote gewichtet werden, denn am Ende will man ja nicht lauter Abbrecher im Studiengang haben, die dem Leistungsdruck nicht gewachsen sind.
    Noch schlimmer sind Medizinstudenten, die es zwar zum Arzt geschafft haben - das kann man ihnen ja nicht mehr nehmen -, aber nicht das Potential haben, gute oder sehr gute Ärzte zu werden. D.h. zu faul oder überfordert, und damit dem Patienten die bestmögliche Behandlung verwehren oder gar Patienten wissentlich oder unwissentlich gefährden.
    Ich kann verstehen, wenn das Außenstehende nur schwer nachvollziehen können. Die meisten wollen ein gutes Gefühl bei ihrem Arzt haben, aber dahinter können sich auch Katastrophen verbergen.

    • Dunilu
    • 02. Oktober 2012 18:30 Uhr

    ... von schlecht ausgebildeten Medizinern. Und das fängt ganz vorne an: Bei der Persönlichkeit. In der Prüfung im Artikel werden ja vor allem Empathiefähigkeit, Kommunikationsstil etc. getestet, aber wenn es das gewesen sein soll, dann gute Nacht. Das muss unbedingt mit anderen Maßstäben wie bspw. Abinote gewichtet werden, denn am Ende will man ja nicht lauter Abbrecher im Studiengang haben, die dem Leistungsdruck nicht gewachsen sind.
    Noch schlimmer sind Medizinstudenten, die es zwar zum Arzt geschafft haben - das kann man ihnen ja nicht mehr nehmen -, aber nicht das Potential haben, gute oder sehr gute Ärzte zu werden. D.h. zu faul oder überfordert, und damit dem Patienten die bestmögliche Behandlung verwehren oder gar Patienten wissentlich oder unwissentlich gefährden.
    Ich kann verstehen, wenn das Außenstehende nur schwer nachvollziehen können. Die meisten wollen ein gutes Gefühl bei ihrem Arzt haben, aber dahinter können sich auch Katastrophen verbergen.

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    ZITAT: "Ich kann verstehen, wenn das Außenstehende nur schwer nachvollziehen können."

    Diese Außenstehenden sind unter Umständen Ihre Patienten und sie haben Wünsche und auch Vorstellungen wie man auf sie zugehen möchte. Es ist eher verheeren, dass sich hier ein Arzt dazu herablässt von diesen "Außenstehenden" zu sprechen, die keine Ahnung hätten und nichts nachvollziehen.

    Und als potentieller Patient sage ich Ihnen folgendes: Für die erforderliche medizinisch-fachliche Qualifikation dürfte das Studium und die damit verbundene praktische Ausbildung hinreichend sein, um emotionale Intelligenz kümmert sich dieses jedoch nicht.

    Dabei kommen Ärzte raus, die ihrem Patienten, der über starke Schmerzen klagt, sagen, dass er sich ja einen Strick nehmen kann (meinem Vater passiert) oder dass die Patientin sich mal nicht so haben soll, das sei schon zu ertragen (meiner Mutter passiert). Und auch ich habe manchmal eher das Gefühl das Ärzte gerne vergessen, dass sie mit Menschen arbeiten, nicht mit Fleischbrocken.

    So wichtig fachliche Qualität ist, man sollte niemals die soziale und emotionale Kompetenz vernachlässigen.

  5. ZITAT: "Ich kann verstehen, wenn das Außenstehende nur schwer nachvollziehen können."

    Diese Außenstehenden sind unter Umständen Ihre Patienten und sie haben Wünsche und auch Vorstellungen wie man auf sie zugehen möchte. Es ist eher verheeren, dass sich hier ein Arzt dazu herablässt von diesen "Außenstehenden" zu sprechen, die keine Ahnung hätten und nichts nachvollziehen.

    Und als potentieller Patient sage ich Ihnen folgendes: Für die erforderliche medizinisch-fachliche Qualifikation dürfte das Studium und die damit verbundene praktische Ausbildung hinreichend sein, um emotionale Intelligenz kümmert sich dieses jedoch nicht.

    Dabei kommen Ärzte raus, die ihrem Patienten, der über starke Schmerzen klagt, sagen, dass er sich ja einen Strick nehmen kann (meinem Vater passiert) oder dass die Patientin sich mal nicht so haben soll, das sei schon zu ertragen (meiner Mutter passiert). Und auch ich habe manchmal eher das Gefühl das Ärzte gerne vergessen, dass sie mit Menschen arbeiten, nicht mit Fleischbrocken.

    So wichtig fachliche Qualität ist, man sollte niemals die soziale und emotionale Kompetenz vernachlässigen.

    2 Leserempfehlungen
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    Wie wäre es denn, wir wir alle uns darauf einigen würden, dass weder das eine Extrem (hoch kompetenter Fachidiot mit dem Empathievermögen eines Backsteins) noch das andere Extrem (nette liebenswerte Ulknudel, die Patienten falsch oder gar nicht behandelt) ein erstrebenswertes Ziel sein kann. Beide Aspekte, sowohl Fachkompetenz als auch Empathie, sind in Gesundheitsberufen essentiell wichtig und sollten geschult werden bzw. im Auswahlverfahren eine Rolle spielen. Über die genaue Wichtung beider Aspekte kann man sich streiten (ich persönlich würde das Fachliche höher einstufen, allerdings nicht durch etwas so wenig aussagekräftiges wie eine Abiturnote überprüfen wollen).

  6. "Folgt dann die große "Aussiebeklausur", an der mehrere Fachrichtungen teilnehmen müssen bzw. "Elite-Studenten" und "normale Studierende" die gleiche Klausur schreiben müssen, ist es oft so, dass die "Elite-Studenten" nicht selten mit großen signifikanten Abstand schlechter ist und v. a. eine höhere Durchfallquote aufweist."

    Wenn Sie hier schon das Wort "signifikant" in den Mund bzw. in die Hand nehmen, dann haben Sie doch sicher auch eine Quelle, um diese Behauptung belegen zu können, oder?

    Antwort auf "Lächerlich!"
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    "Wenn Sie hier schon das Wort "signifikant" in den Mund bzw. in die Hand nehmen, dann haben Sie doch sicher auch eine Quelle, um diese Behauptung belegen zu können, oder?"

    Sicherlich. Bevor Sie dann allerdings im nächsten Post nach dem Signifikanzniveau fragen, lasse ich es am Besten gleich ganz. Ihre Formulierung lässt Raum für die Vermutung, dass Sie hier weniger an einem wissenschaftlichen Beleg interessiert sind sondern vielmehr an einer akademischen Grundsatzdiskussion. Und vor Medizinern(?) muss ich mich in Sachen Statistischer Methodenlehre sicherlich nicht verstecken.

    Erfahrungsgemäß entwickeln sich aus Postings wie dem Ihrigen "private Streitgespräche", die unmittelbar von der Redaktion gelöscht werden. Dafür sind mir Zeit und Aufwand zu schade.

    Klarstellend merke ich an, dass sich mein ursprüngliches Posting nicht ausschließlich auf Einstellungstests von Medizinern bezog, sondern vielmehr auf alle Fakultäten umfasste.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Praktikum | Schauspieler | Wein
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