Plagiatsaffäre Uni Düsseldorf eröffnet Verfahren gegen Schavan
Bildungsministerin Annette Schavan droht der Verlust ihrer Doktorwürde. Der Fakultätsrat hat entschieden, ihre Dissertation formell auf Plagiate prüfen zu lassen.
© Tobias Kleinschmidt/dpa

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan (CDU)
Die Universität Düsseldorf eröffnet ein Verfahren, dass eine Aberkennung des Doktortitels von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) prüfen soll. Das teilte der Vorsitzende des zuständigen Fakultätsrats, Bruno Bleckmann, mit. Das Gremium folgte damit der Empfehlung der Promotionskommission, die als Vorinstanz die aus dem Jahr 1980 stammende Dissertation geprüft hatte.
Der Fakultätsrat habe in geheimer Abstimmung mit 14 Ja-Stimmen und einer Enthaltung für die Einleitung des Hauptverfahrens gestimmt, sagte Bleckmann. "Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass das Verfahren ergebnisoffen ist." Für den 5. Februar sei eine weitere Sitzung des Fakultätsrats angesetzt. Dann werde darüber beraten, ob das Verfahren fortgesetzt wird.
Am Ende des Verfahrens wird das Gremium eine Entscheidung für oder gegen den Titelentzug fällen. Gegen eine mögliche Aberkennung ihres Doktortitels könnte Schavan dann innerhalb eines Monats vor Gericht klagen.
Der Ministerin wird vorgeworfen, in ihrer Doktorarbeit zum Thema Person und Gewissen getäuscht zu haben. Schavan hatte die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen.
Im April vergangenen Jahres tauchten auf der Website schavanplag anonyme Plagiatsvorwürfe gegen die Ministerin auf. An 60 bis 70 Stellen der Arbeit wollen Plagiatsjäger nicht sauber ausgewiesene Quellen entdeckt oder Verstöße gegen wissenschaftliche Standards ausgemacht haben. Die Dissertation der damals 25-jährigen Studentin Schavan wurde mit der Note magna cum laude (sehr gut) bewertet. Es ist Schavans einziger Studienabschluss.
- Datum 22.01.2013 - 22:03 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, sk, nf
- Kommentare 58
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kann man schon verlangen.
Bei dem Thema der Doktorarbeit kann man durchaus noch etwas draufsatteln.
Bei der Ministerin für Wissenschaft und Bildung kann man getrost noch etwas zulegen.
Ansonsten machen wir uns international lächerlich.
Mir wäre lieber, sie behält die Doktorwürde und gibt dafür das Ministeramt auf. Nächsten Herbst muss sie es ja sowieso hergeben.
wie wäre es mit sowohl als auch?
wie wäre es mit sowohl als auch?
der die untätige Regierung ins Wanken bringt. Internet killed den Video Star. Das bischen Demokratie das den Menschen in Deutschland bleibt trägt seine Früchte. Auch wenn das Verfahren um die Zukunft einer bedeutenden Person geht muss man an die vielen grundlos gekündigten Menschen denken die nicht durch ihr eigenes Verschulden ihre Arbeit verlieren jeden Tag (Schlecker, Opel ....). Mit soviel Erfahrung und Reputation wird Frau Schavan schon von der Agentur für Arbeit vermittelt werden.
Um der Hygiene willen wäre jetzt ein Ruhen der Amtsgeschäfte angezeigt.
Schon der oberpeinliche Vorstoß der von Schavan'schem Wohlwollen abhängigen Häuptlinge der "Allianz der Wissenschaftsorganisationen" hat gezeigt, daß es kein Gut tut, wenn ein objektives Urteil über inen Sachverhalt getroffen werden soll, bei dem mindestens der Anschein der Befangenheit bei den Richtern offenkundig ist.
So wie die Ergebenheitsaddresse der Wissenschaftsorganisationspräsidenten einer objektive Betrachtung einen Bärendienst erwiesen hat, solange Schavan als zuständige Ministerin amtiert, so ist die Fakultät in Düsseldorf nun in Gefahr unterstellt zu bekommen, sie habe sich entweder diesem Druck gebeugt oder - um gerade extra zu demonstrieren, daß sie das nicht tut - sie habe Schavan unfair behandelt.
Ein rechtsstaatliches Verfahren erfodert die größtmögliche Unabhängigkeit der Richter. Dabei dürfen keine Droh- und Rachepotentiale seitens des zu Überprüfenden bestehen.
Durch die Jagd auf ein paar Prominente wird das Plagiatsproblem unter den Studenten doch nicht gelöst. Da hilft nur, alle Abschlussarbeiten nach gleichem Standard zu prüfen. Das muss dann wegen des Aufwandes sicherlich durch Software geschehen - wenn genug Quellen digital verfügbar sind sollte das aber technisch machbar sein.
Natürlich muss die letzte Entscheidung, ob es sich um Vorsatz handelte oder nicht, immer noch ein Mensch treffen.
"Durch die Jagd auf ein paar Prominente wird das Plagiatsproblem unter den Studenten doch nicht gelöst. "
Glauben Sie ernstlich, dass das jemals die Absicht war?
Sie sind ja witzig. Also ich glaubte von diesem Gerede von der Reinheit der Wissenschaft als Leitgedanke von Anfang an kein Wort. Dazu hätte man das schon geschickter einfädeln müssen.
die nun für die Eröffnung des Verfahrens stimmten."
Eines hat mit dem anderen gar nichts zu tun. Ob zu prüfenden wissenschaftlichen Standards der Dissertation der Frau Schavan erfüllt worden waren oder nicht, hat gar nichts mit der Prüfung der gleichen Standards bei Dissertationen bzw. anderen wissenschaftlichen Arbeiten der Mitglieder des Fakultätsrats zu tun.
Es geht allgemein um den Umgang mit wissenschaftlichen Standards bzw. um die konkrete Prüfung einer konkreten Dissertation, als allgemeiner Hinweis für die künftigen Kriterien bei jeder neuen Dissertationen.
Übrigens der Fakultätsrat folgte fast einstimmig die Empfehlung der Promotionskommission, die als Vorinstanz die aus dem Jahr 1980 stammende Dissertation geprüft hatte.
...
In allgemeinem haben Sie vollständig Recht. Alles wird immer mehr politischer und nach strengen Kriterien geteilt und bewertet so dass die allgemeine Standards anders bei unterschiedlichen Personen bewertet werden. Nur alles dass hat nichts mit wissenschaftlichen Standards etwas zu tun, noch weniger mit dem Gewissen, aber mit der sozialen oder politischen Zugehörigkeit der betroffenen Person immer mehr.
Leider ist es o, deswegen ist vielleicht Geduld und eine tatsächlich wissenschaftliche Prüfung, auch der Arbeit der Frau Schavan notwendig. Als allgemeines Zeichen für die künftige Geltung der allgemeinen wissenschaftlichen Standards.
"Durch die Jagd auf ein paar Prominente wird das Plagiatsproblem unter den Studenten doch nicht gelöst. "
Glauben Sie ernstlich, dass das jemals die Absicht war?
Sie sind ja witzig. Also ich glaubte von diesem Gerede von der Reinheit der Wissenschaft als Leitgedanke von Anfang an kein Wort. Dazu hätte man das schon geschickter einfädeln müssen.
die nun für die Eröffnung des Verfahrens stimmten."
Eines hat mit dem anderen gar nichts zu tun. Ob zu prüfenden wissenschaftlichen Standards der Dissertation der Frau Schavan erfüllt worden waren oder nicht, hat gar nichts mit der Prüfung der gleichen Standards bei Dissertationen bzw. anderen wissenschaftlichen Arbeiten der Mitglieder des Fakultätsrats zu tun.
Es geht allgemein um den Umgang mit wissenschaftlichen Standards bzw. um die konkrete Prüfung einer konkreten Dissertation, als allgemeiner Hinweis für die künftigen Kriterien bei jeder neuen Dissertationen.
Übrigens der Fakultätsrat folgte fast einstimmig die Empfehlung der Promotionskommission, die als Vorinstanz die aus dem Jahr 1980 stammende Dissertation geprüft hatte.
...
In allgemeinem haben Sie vollständig Recht. Alles wird immer mehr politischer und nach strengen Kriterien geteilt und bewertet so dass die allgemeine Standards anders bei unterschiedlichen Personen bewertet werden. Nur alles dass hat nichts mit wissenschaftlichen Standards etwas zu tun, noch weniger mit dem Gewissen, aber mit der sozialen oder politischen Zugehörigkeit der betroffenen Person immer mehr.
Leider ist es o, deswegen ist vielleicht Geduld und eine tatsächlich wissenschaftliche Prüfung, auch der Arbeit der Frau Schavan notwendig. Als allgemeines Zeichen für die künftige Geltung der allgemeinen wissenschaftlichen Standards.
die nun für die Eröffnung des Verfahrens stimmten. Auch möge die Reputation des Doktorvaters und der Co-Prüfer einer Einschätzung durch heutige Gremien unterliegen, denen nun nach über 30 Jahren ja eine unsorgfältige Begutachtung von Frau Schavans Arbeit unterstellt wird. Überdies ist unabdingbar, dass die seinerzeit als tolerierbar angesehenen Zitationsweisen wissenschaftlich erforscht werden. Kurzum: Wenn es gerecht zugehen soll, fordert das Verfahren gegen Frau Schavan einen Aufwand, der darüber nachdenken lässt, ob er in einem Verhältnis zu einer wissenschaftlichen Arbeit von nur begrenztem wissenschaftlichen Interesse steht. Und noch eine letzte Überlegung: Wäre der bereits getätigte Überprüfungsaufwand dieser Arbeit überhaupt geleistet worden, wenn Frau Schavan nicht in die Politik gegangen wäre? Oder wenn sie der politischen Farbenlehre derer entsprochen hätte, die nun sich erkühnen, über ihre Arbeit zu brüten?
... einige toben jetzt wie Rumpelstilzchen um das eigentliche Feuer herum!
Der Aufwand ist sicher groß, dient aber gerade der Gerechtigkeit.
Der Aufwand ist bei den Ansprüchen, die wir an eine Ministerin für Wissenschaft und Bildung anlegen müssen allemal gerechtfertig.
Frau Professor Doktor Schavan könnte den Aufwand natürlich vermeiden, wenn sie auf Ihren Doktor gleich verzichtet.
Ihre Idee, die Doktorarbeiten derjenigen zu überprüfen, die nun das Verfahren eingeleitet haben, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Fangen Sie heute noch an, Sie haben viel zu tun.
Zutreffend ist Ihre Meinung, dass die Sache wohl nicht hochgekommen wäre, wenn es sich nicht um eine Ministerin handeln würde, die gerade für diese Sachen zuständig ist. Aber gerade aus diesem Grund war es auch nötig.
Und zur politischen Farbenlehre: Meinen Sie wirklich, von 15 Mitgliedern dieses Gremiums, von dem sich lediglich einer der Stimme enthalten, also nicht gegengestimmt hat, wäre kein einziger von der gleichen Farbe wie Frau Professor Doktor Schavan?
"Es sollten auch die Doktorarbeiten derer überprüft werden,
die nun für die Eröffnung des Verfahrens stimmten."
was stellt diese unter Verdacht? Nicht-Gefolgschaft?
"Auch möge die Reputation des Doktorvaters und der Co-Prüfer einer Einschätzung durch heutige Gremien unterliegen"
Fehler nicht zu erkennen steht in keinem Verhältnis zum Betrug in der Doktorarbeit
"Überdies ist unabdingbar, dass die seinerzeit als tolerierbar angesehenen Zitationsweisen wissenschaftlich erforscht werden."
warum sollte dies nötig sein, nur weil das als Ausrede für Fr. Schavan angebracht wird?
Fakt ist nur diese eine Arbeit mit Fehlern, alles andere Spekulation
"Wenn es gerecht zugehen soll, fordert das Verfahren gegen Frau Schavan einen Aufwand, der darüber nachdenken lässt, ob er in einem Verhältnis zu einer wissenschaftlichen Arbeit von nur begrenztem wissenschaftlichen Interesse steht."
der einzige erforderliche Aufwand ist die normale Untersuchung der Doktorarbeit, wie sie auch stattfindet
"Wäre der bereits getätigte Überprüfungsaufwand dieser Arbeit überhaupt geleistet worden, wenn Frau Schavan nicht in die Politik gegangen wäre?"
der Aufwand ist normal hoch, der Fakultätsrat hat immer 15 Mitglieder, wurde nicht vergrößert..,
ob die Doktorarbeit an sich in den Focus gerät, ok,
wäre bei einem Nicht-Bundespräsidenten der private Kredit untersucht worden?
selbstverständlich steht die Regierung unter Beobachtung,
dies ist einer der Kerne der Demokratie, zum Glück!
" Es sollten auch die Doktorarbeiten derer überprüft werden,
die nun für die Eröffnung des Verfahrens stimmten."
Lustigerweise passiert das gerade mit Schavan nach der Guttenberg-Affäre. ^^
... einige toben jetzt wie Rumpelstilzchen um das eigentliche Feuer herum!
Der Aufwand ist sicher groß, dient aber gerade der Gerechtigkeit.
Der Aufwand ist bei den Ansprüchen, die wir an eine Ministerin für Wissenschaft und Bildung anlegen müssen allemal gerechtfertig.
Frau Professor Doktor Schavan könnte den Aufwand natürlich vermeiden, wenn sie auf Ihren Doktor gleich verzichtet.
Ihre Idee, die Doktorarbeiten derjenigen zu überprüfen, die nun das Verfahren eingeleitet haben, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Fangen Sie heute noch an, Sie haben viel zu tun.
Zutreffend ist Ihre Meinung, dass die Sache wohl nicht hochgekommen wäre, wenn es sich nicht um eine Ministerin handeln würde, die gerade für diese Sachen zuständig ist. Aber gerade aus diesem Grund war es auch nötig.
Und zur politischen Farbenlehre: Meinen Sie wirklich, von 15 Mitgliedern dieses Gremiums, von dem sich lediglich einer der Stimme enthalten, also nicht gegengestimmt hat, wäre kein einziger von der gleichen Farbe wie Frau Professor Doktor Schavan?
"Es sollten auch die Doktorarbeiten derer überprüft werden,
die nun für die Eröffnung des Verfahrens stimmten."
was stellt diese unter Verdacht? Nicht-Gefolgschaft?
"Auch möge die Reputation des Doktorvaters und der Co-Prüfer einer Einschätzung durch heutige Gremien unterliegen"
Fehler nicht zu erkennen steht in keinem Verhältnis zum Betrug in der Doktorarbeit
"Überdies ist unabdingbar, dass die seinerzeit als tolerierbar angesehenen Zitationsweisen wissenschaftlich erforscht werden."
warum sollte dies nötig sein, nur weil das als Ausrede für Fr. Schavan angebracht wird?
Fakt ist nur diese eine Arbeit mit Fehlern, alles andere Spekulation
"Wenn es gerecht zugehen soll, fordert das Verfahren gegen Frau Schavan einen Aufwand, der darüber nachdenken lässt, ob er in einem Verhältnis zu einer wissenschaftlichen Arbeit von nur begrenztem wissenschaftlichen Interesse steht."
der einzige erforderliche Aufwand ist die normale Untersuchung der Doktorarbeit, wie sie auch stattfindet
"Wäre der bereits getätigte Überprüfungsaufwand dieser Arbeit überhaupt geleistet worden, wenn Frau Schavan nicht in die Politik gegangen wäre?"
der Aufwand ist normal hoch, der Fakultätsrat hat immer 15 Mitglieder, wurde nicht vergrößert..,
ob die Doktorarbeit an sich in den Focus gerät, ok,
wäre bei einem Nicht-Bundespräsidenten der private Kredit untersucht worden?
selbstverständlich steht die Regierung unter Beobachtung,
dies ist einer der Kerne der Demokratie, zum Glück!
" Es sollten auch die Doktorarbeiten derer überprüft werden,
die nun für die Eröffnung des Verfahrens stimmten."
Lustigerweise passiert das gerade mit Schavan nach der Guttenberg-Affäre. ^^
wie wäre es mit sowohl als auch?
bin dabei!
bin dabei!
Bin ehemaliger Lehrer (Berufsschule, Gymnasium), habe auszugsweise Gegenüberstellungen versch. Texte ( Schavan u. Original: z.B. in der SZ ) gelesen + bin ob der Uneinsichtigkeit der Ministerin erschüttert.
Würden in der Schule - derart offensichtlich - mehrere Originaltexte geringfügig 'bearbeitet' als eigene Leistung ( z.B. Referat ) abgegeben, dann müssten bei der Korrektur '0' (i.W. NULL ) - Punkte vergeben werden.
Ich empfinde es als besonders bedrückend, dass Frau Schavan 'unsere' Bundesbildungsministerin (noch) ist.
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