Plagiatsaffäre: Uni Düsseldorf eröffnet Verfahren gegen Schavan
Bildungsministerin Annette Schavan droht der Verlust ihrer Doktorwürde. Der Fakultätsrat hat entschieden, ihre Dissertation formell auf Plagiate prüfen zu lassen.
Die Universität Düsseldorf eröffnet ein Verfahren, dass eine Aberkennung des Doktortitels von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) prüfen soll. Das teilte der Vorsitzende des zuständigen Fakultätsrats, Bruno Bleckmann, mit. Das Gremium folgte damit der Empfehlung der Promotionskommission, die als Vorinstanz die aus dem Jahr 1980 stammende Dissertation geprüft hatte.
Der Fakultätsrat habe in geheimer Abstimmung mit 14 Ja-Stimmen und einer Enthaltung für die Einleitung des Hauptverfahrens gestimmt, sagte Bleckmann. "Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass das Verfahren ergebnisoffen ist." Für den 5. Februar sei eine weitere Sitzung des Fakultätsrats angesetzt. Dann werde darüber beraten, ob das Verfahren fortgesetzt wird.
Am Ende des Verfahrens wird das Gremium eine Entscheidung für oder gegen den Titelentzug fällen. Gegen eine mögliche Aberkennung ihres Doktortitels könnte Schavan dann innerhalb eines Monats vor Gericht klagen.
Der Ministerin wird vorgeworfen, in ihrer Doktorarbeit zum Thema Person und Gewissen getäuscht zu haben. Schavan hatte die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen.
Im April vergangenen Jahres tauchten auf der Website schavanplag anonyme Plagiatsvorwürfe gegen die Ministerin auf. An 60 bis 70 Stellen der Arbeit wollen Plagiatsjäger nicht sauber ausgewiesene Quellen entdeckt oder Verstöße gegen wissenschaftliche Standards ausgemacht haben. Die Dissertation der damals 25-jährigen Studentin Schavan wurde mit der Note magna cum laude (sehr gut) bewertet. Es ist Schavans einziger Studienabschluss.









kann man schon verlangen.
Bei dem Thema der Doktorarbeit kann man durchaus noch etwas draufsatteln.
Bei der Ministerin für Wissenschaft und Bildung kann man getrost noch etwas zulegen.
Ansonsten machen wir uns international lächerlich.
Bin ehemaliger Lehrer (Berufsschule, Gymnasium), habe auszugsweise Gegenüberstellungen versch. Texte ( Schavan u. Original: z.B. in der SZ ) gelesen + bin ob der Uneinsichtigkeit der Ministerin erschüttert.
Würden in der Schule - derart offensichtlich - mehrere Originaltexte geringfügig 'bearbeitet' als eigene Leistung ( z.B. Referat ) abgegeben, dann müssten bei der Korrektur '0' (i.W. NULL ) - Punkte vergeben werden.
Ich empfinde es als besonders bedrückend, dass Frau Schavan 'unsere' Bundesbildungsministerin (noch) ist.
Der Aufwand ist sicher groß, dient aber gerade der Gerechtigkeit.
Der Aufwand ist bei den Ansprüchen, die wir an eine Ministerin für Wissenschaft und Bildung anlegen müssen allemal gerechtfertig.
Frau Professor Doktor Schavan könnte den Aufwand natürlich vermeiden, wenn sie auf Ihren Doktor gleich verzichtet.
Ihre Idee, die Doktorarbeiten derjenigen zu überprüfen, die nun das Verfahren eingeleitet haben, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Fangen Sie heute noch an, Sie haben viel zu tun.
Zutreffend ist Ihre Meinung, dass die Sache wohl nicht hochgekommen wäre, wenn es sich nicht um eine Ministerin handeln würde, die gerade für diese Sachen zuständig ist. Aber gerade aus diesem Grund war es auch nötig.
Und zur politischen Farbenlehre: Meinen Sie wirklich, von 15 Mitgliedern dieses Gremiums, von dem sich lediglich einer der Stimme enthalten, also nicht gegengestimmt hat, wäre kein einziger von der gleichen Farbe wie Frau Professor Doktor Schavan?
unterliegt in einem Jahrzehnte lang fast ununterbrochen sozialdemokratisch geführten Land selbstverständlich hinsichtlich der Berufungen auch einer politischen Farbenlehre. Seien wir doch nicht naiv.
konny2012: "Und zur politischen Farbenlehre: Meinen Sie wirklich, von 15 Mitgliedern dieses Gremiums, von dem sich lediglich einer der Stimme enthalten, also nicht gegengestimmt hat, wäre kein einziger von der gleichen Farbe wie Frau Professor Doktor Schavan?"
Die Kommission, deren Vorsitzender zugleich einziger Gutachter war, ferner Vizedekan ist, besteht keineswegs aus Personen, die man unabhängigen Richtern gleichsetzen könnte.
Der grosse Ausschuss könnte möglicherweise farbenfroh sein, verlässt sich aber regelmässig auf die korrekt empfehlende Kommission. Sein Zögern dürfte unter andferem dem Umstand geschuldet sein, dass es auch Rechtsauffassungen gibt, die das gesamte bisherige Verfahren fürnicht rechtsstaatlich einwandfrei halten.
Was ich nicht verstehe: Immer wieder wird versucht, diese rechtsstaatliche Bedenklichkeit ein wenig fortzuschieben. Vielleicht steht da die Person Schavan zu sehr im Vordergrund. Die Rechtsstaatlichkeit ist aber für alle Entscheidung konstituierend. Man sollte nicht warten, bis das Problem schwindenden Bewusstseins dafür einen selbst trifft. An dieser Stelle geht die Sache über den konkreten Fall weit hinaus.
unterliegt in einem Jahrzehnte lang fast ununterbrochen sozialdemokratisch geführten Land selbstverständlich hinsichtlich der Berufungen auch einer politischen Farbenlehre. Seien wir doch nicht naiv.
konny2012: "Und zur politischen Farbenlehre: Meinen Sie wirklich, von 15 Mitgliedern dieses Gremiums, von dem sich lediglich einer der Stimme enthalten, also nicht gegengestimmt hat, wäre kein einziger von der gleichen Farbe wie Frau Professor Doktor Schavan?"
Die Kommission, deren Vorsitzender zugleich einziger Gutachter war, ferner Vizedekan ist, besteht keineswegs aus Personen, die man unabhängigen Richtern gleichsetzen könnte.
Der grosse Ausschuss könnte möglicherweise farbenfroh sein, verlässt sich aber regelmässig auf die korrekt empfehlende Kommission. Sein Zögern dürfte unter andferem dem Umstand geschuldet sein, dass es auch Rechtsauffassungen gibt, die das gesamte bisherige Verfahren fürnicht rechtsstaatlich einwandfrei halten.
Was ich nicht verstehe: Immer wieder wird versucht, diese rechtsstaatliche Bedenklichkeit ein wenig fortzuschieben. Vielleicht steht da die Person Schavan zu sehr im Vordergrund. Die Rechtsstaatlichkeit ist aber für alle Entscheidung konstituierend. Man sollte nicht warten, bis das Problem schwindenden Bewusstseins dafür einen selbst trifft. An dieser Stelle geht die Sache über den konkreten Fall weit hinaus.
der die untätige Regierung ins Wanken bringt. Internet killed den Video Star. Das bischen Demokratie das den Menschen in Deutschland bleibt trägt seine Früchte. Auch wenn das Verfahren um die Zukunft einer bedeutenden Person geht muss man an die vielen grundlos gekündigten Menschen denken die nicht durch ihr eigenes Verschulden ihre Arbeit verlieren jeden Tag (Schlecker, Opel ....). Mit soviel Erfahrung und Reputation wird Frau Schavan schon von der Agentur für Arbeit vermittelt werden.
Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass wirklich keiner der 15 berufenen Mitglieder nicht auch unionsnah ist, zumal ich auch in einem sozialdemokratisch regierten Land davon ausgehe, dass bei der Berufung jedenfalls nicht immer die Parteizugehörigkeit, sondern die wissenschaftliche Qualifikation maßgebend ist.
Außerdem beleidigen Sie etwas die Wissenschaftler. Diese entscheiden eher nach ihren eigenen Maßstäben, als nach der Partei, die sie vielleicht wählen.
Das hat sich im Übrigen auch bei den gewählten Verfassungsrichtern herausgestellt, die durchaus oft überraschend anders entschieden haben, als die Partei, die sie nominiert hat, erwartet hat.
Um der Hygiene willen wäre jetzt ein Ruhen der Amtsgeschäfte angezeigt.
Schon der oberpeinliche Vorstoß der von Schavan'schem Wohlwollen abhängigen Häuptlinge der "Allianz der Wissenschaftsorganisationen" hat gezeigt, daß es kein Gut tut, wenn ein objektives Urteil über inen Sachverhalt getroffen werden soll, bei dem mindestens der Anschein der Befangenheit bei den Richtern offenkundig ist.
So wie die Ergebenheitsaddresse der Wissenschaftsorganisationspräsidenten einer objektive Betrachtung einen Bärendienst erwiesen hat, solange Schavan als zuständige Ministerin amtiert, so ist die Fakultät in Düsseldorf nun in Gefahr unterstellt zu bekommen, sie habe sich entweder diesem Druck gebeugt oder - um gerade extra zu demonstrieren, daß sie das nicht tut - sie habe Schavan unfair behandelt.
Ein rechtsstaatliches Verfahren erfodert die größtmögliche Unabhängigkeit der Richter. Dabei dürfen keine Droh- und Rachepotentiale seitens des zu Überprüfenden bestehen.
Gegen folgende Politiker wurden Vorwürfe wegen Plagiatsverdachts erhoben:
Annette Schavan, CDU (Bundesministerin für Bildung und Forschung)
Bernd Althusmann, CDU (Niedersächsischer Kultusminister)
Matthias Pröfrock, CDU (Abgeordneter im Landtag Baden-Württemberg)
zu Guttenberg, CSU (ehemaliger Verteidigungsminister)
Silvana Koch-Mehrin, FPD (ehemalige FDP-Europapolitikerin)
Jorgo Chatzimarkakis, FDP (FDP-Europapolitiker)
Margarita Mathiopoulos, FDP (Vorsitzende des FDP-Bundesfachausschusses und außen- und sicherheitspolitische Beraterin von Guido Westerwelle)
Und nach Veronica Saß (Tochter von Edmund Stoiber, CSU) wurde das VroniPlag Wiki benannt (http://de.wikipedia.org/w...). Ihr Bruder Dominic Stoiber (CSU) steht ebenfalls unter Plagiatsverdacht.
Mir wäre lieber, sie behält die Doktorwürde und gibt dafür das Ministeramt auf. Nächsten Herbst muss sie es ja sowieso hergeben.
wie wäre es mit sowohl als auch?
wie wäre es mit sowohl als auch?
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