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In den Naturwissenschaften werden an Deutschlands Universitäten besonders viele Drittmittel eingeworben. Das zeigt unsere Infografik, die das Statistikportal Statista für ZEIT ONLINE mit Daten des Statistischen Bundesamts erstellt hat. Die Drittmittel sind damit ungleich verteilt. In der Mathematik und den Naturwissenschaften machten Drittmittel aus dem nicht öffentlichen Bereich im Jahr 2011 18,7 Prozent der gesamten Mittel aus. Zum Vergleich: In den Sozialwissenschaften waren es 7,1 Prozent, in der Kunstwissenschaft nur 4,3 Prozent. In dieser Grafik nicht enthalten sind öffentliche Drittmittel, vom Statistischen Bundesamt definiert als jene von Bund, Ländern oder Gemeinden.

Drittmittel sind Gelder, die den Universitäten zusätzlich zum Haushalt zur Verfügung stehen. Die nicht öffentlichen Gelder, auf die sich die Grafik bezieht, kommen sowohl von internationalen Organisationen wie der Europäischen Union als auch aus der Wirtschaft. Den größten Anteil mit 34 Prozent hat dabei die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die als wichtigster Förderer von Forschung in Deutschland gilt. 20,7 Prozent der Drittmittel kamen aus der gewerblichen Wirtschaft.  

Die Förderung aus dem Ausland wurde zuletzt kontrovers diskutiert, als es um Rüstungsforschung an deutschen Universitäten ging, die vom Pentagon mitfinanziert wird. Aber auch die Förderung durch Unternehmen ist umstritten, denn Kritiker befürchten, dass deren Einfluss auf die Lehre wächst. 

Insgesamt stieg der Anteil der gesamten Drittmittel gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Prozent, im Durchschnitt warb jeder Professor an einer Universität 232.300 Euro ein. Am erfolgreichsten war die Technische Hochschule Aachen mit knapp 231 Millionen Euro. Je Professor sind das 716.900 Euro. An den Fachhochschulen hingegen sind die Einnahmen geringer: Dort kommen auf einen Professor 25.500 Euro.