Bachelor und Master sollen das Studium beschleunigen. Unsere Grafik, erstellt vom Statistikportal Statista, zeigt nun: Nur 138.700 Studierende haben im Jahr 2012 einen Abschluss in der vorgeschriebenen Semesterzahl erworben. Der Anteil der Studierenden, die ihr Studium innerhalb der Regelstudienzeit abgeschlossen haben, liegt damit insgesamt bei rund 40 Prozent.

Sehr viel länger als die Regelstudienzeit brauchten die meisten allerdings nicht: Zählt man zur Regelstudienzeit noch zwei weitere Semester dazu, liegt der Anteil der erfolgreich abgelegten Abschlussprüfungen immerhin bei 77 Prozent. Insgesamt erreichten 365.800 Studierende 2012 einen Titel wie Bachelor oder Master. Das hat das Bundesamt für Statistik in Wiesbaden bekannt gegeben.

Am erfolgreichsten waren laut Statista die Humanmediziner. 60,5 Prozent schafften den Abschluss in der Regelstudienzeit. Auch Erziehungswissenschaftler, Psychologen, Biologen und Chemiker liegen über dem Durchschnitt. Weit abgeschlagen hingegen sind Studierende aus den Bereichen Sport und Sportwissenschaften. Hier lag die Erfolgsquote 2012 bei nur 23,9 Prozent.

Die Zahlen machen deutlich, wie stark die Regelstudienzeit von Studiengang zu Studiengang schwankt. Erst seit Kurzem erfasst das Statistische Bundesamt die Abschlüsse, daher gibt es laut der Behörde keine Vergleichszahlen.