Zum ersten Mal im Ranking: RWTH Aachen © Fredrik von Erichsen/dpa

Deutsche Universitäten gewinnen international an Bedeutung. Erstmals tauchen sechs Hochschulen im Ranking des britischen Magazins Times Higher Education auf, das die 100 Unis mit dem weltweit größten Prestige kürt. Zum ersten Mal vertreten ist die RWTH Aachen, die in der Gruppe 91 bis 100 liegt. 

Beste deutsche Universität ist weiterhin die Ludwigs-Maximilians-Universität München. In diesem Jahr steht sie auf Rang 46. Die Universität Heidelberg und die Technische Universität München liegen im Feld 61 bis 70, die Humboldt Universität Berlin im Feld 71 bis 80 und die Freie Universität Berlin im Feld 81 bis 90.

Die Exzellenzinitiative sei für deutsche Hochschulen ein wichtiger Schritt gewesen, sagt Phil Baty, Herausgeber des Rankings. "Es hilft Deutschland, die Ressourcen zu fokussieren, das sieht man auch an der RWTH Aachen." So könne das Land das Image der Unis in den nächsten Jahren weiter verbessern.

Traditionell belegen Universitäten aus den USA und Großbritannien die vorderen Spitzenplätze, angeführt von der Harvard University. Die deutschen Hochschulen liegen weiter im Mittelfeld. Davor positionieren sich immer mehr asiatische Institutionen, wie die University of Tokyo (Rang 11), die National University of Singapore (Rang 21) oder die Seoul National University (Rang 26). 

Die Stärke der asiatischen Hochschulen liege unter anderem in ihrer internationalen Ausrichtung, sagt Phil Baty. Dazu gehören Seminare und Veröffentlichungen in englischer Sprache genauso wie Studierende aus aller Welt.

Die Ergebnisse beruhen auf einer Umfrage unter 10.536 Akademikern. Jeder von ihnen sollte bis zu 15 Favoriten nennen, die Hochschule mit den meisten Stimmen liegt vorn. Studenten wurden nicht befragt.