Hochschulranking 2012/2013Diese Unis finden Studenten spitze

ZEIT ONLINE und das CHE haben Unis und Fachhochschulen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden bewertet. Das aktuelle Ranking ist jetzt online. von 

Es ist der detaillierteste Hochschulvergleich im deutschsprachigen Raum. Jedes Jahr bewertet ZEIT ONLINE in Zusammenarbeit mit dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) ein Drittel der Studienfächer neu. Das neue Ranking 2012/2013 ist ab sofort im Netz verfügbar.

Infolge der doppelten Abiturjahrgänge gibt es derzeit besonders viele und junge Studienbewerber. Ihnen hilft das Bewertungsportal, die passende Hochschule und das richtige Studienfach auszuwählen. Bereits im letzten Jahr fehlten an den Unis etwa 50.000 Studienplätze. 2012 wird es noch enger. Wer aber nun mit dem Gedanken spielt, erst 2013 mit dem Studium zu beginnen, umgeht das Problem nicht. Ganz im Gegenteil: Für nächstes Jahr ist die Aussicht noch schlechter, denn die Zahl der Studienanwärter soll dann noch stärker steigen.

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Umso wichtiger für Schulabgänger, sich intensiv damit auseinanderzusetzen, was und wo sie studieren wollen. Innerhalb derselben Fachrichtung können sich Schwerpunkt und Aufbau des Studiengangs stark unterscheiden. Das aktuelle Hochschulranking enthält Daten zu mehr als 30 Fächern und gut 300 analysierten Hochschulen in Deutschland, Österreich , der Schweiz und den Niederlanden .

Die Daten werden in einem dreijährigen Turnus aktualisiert. Allerdings bewertet das CHE wegen des großen Aufwandes der Datenerfassung jährlich nur ein Drittel der Studienfächer neu. Ein jährliches Ranking für alle Fächer und Unis würde die Kapazitäten vor allem der Hochschulen übersteigen, die dem CHE zuarbeiten müssen. Im aktuellen Vergleich kamen die mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächer inklusive der Medizin, Pharmazie und der Pflegewissenschaft an die Reihe; außerdem das Fach Sport.

Studenten bewerten die Bedingungen an den Unis

Ein Fokus des Hochschulrankings ist, wie die Studierenden selbst die Fächer und die Studienorte bewertet haben. Im Fach Medizin beispielsweise wurde in diesem Jahr der Frage nachgegangen, wie gut der Übergang vom ersten Ausbildungsabschnitt in den klinischen Teil gestaltet ist. Das ist zumindest für diejenigen mit besonders guter Abiturnote interessant, die trotz langer Wartelisten Chancen auf einen Medizin-Studienplatz haben.

Im Fach Physik bewerteten die Studierenden die Universität Bochum insgesamt besonders gut. Wem bei der Uniauswahl gute Forschungsbedingungen besonders wichtig sind, ist an der Uni Göttingen richtig. Für Biologie-Interessierte lohnt es sich, die TU Dresden, die Uni Konstanz oder auch die private Jacobs University in die engere Auswahl zu nehmen.

Auch Fachhochschulen wurden bewertet

Das aktuelle Ranking nimmt auch wieder Fachhochschulen unter die Lupe. Herausragende Leistungen erzielten die FH Bielefeld im Fach Pflegewissenschaften und die Hochschule Karlsruhe im Fach Informatik.

CHE-Ranking online
München Hörsaal Universität CHE Ranking

Wo bitte geht's zur Uni? 300 Hochschulen und mehr als 30 Fächer im Test. Klicken Sie auf das Bild, um zum Hochschulranking 2012/2013 zu gelangen.  |  © Johannes Simon/Getty Images

Außerdem zeigt das Hochschulranking auf, wo die Stärken und Schwächen der Fachbereiche liegen. Denn neben den mehr als 250.000 Studierendenurteilen über die Bedingungen an ihrer Hochschule fließen auch Fakten zu Studium, Lehre und Ausstattung der Hochschulen ein. Abgerundet wird die Bewertung durch 15.000 Professoren, die zur Reputation ihrer Fachbereiche befragt wurden.

Das Abschneiden der aktuell untersuchten Hochschulen und Fächer lässt sich inhaltlich nur teilweise mit den Ergebnissen des Jahres 2009 vergleichen, als derselbe Fächerkatalog zuletzt bewertet wurde. Denn das CHE hat zum Teil eine Veränderung bei den Berechnungsverfahren vorgenommen. Auch in seiner Anwendung im Netz wurde das Hochschulranking komplett überarbeitet.

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Leserkommentare
  1. Das ist die Kategorie 'neoliberal' und pro-'zionistisch' würde ich sagen.

    Antwort auf "Wieder was gelernt!"
  2. > Ich empfehle folgende Erklärung zum Thema "Trolle im
    > Internet": http://de.wikipedia.org/w...

    Genau so arbeiten die Redaktionsstuben der Mainstream-Medien, provokative Thesen zu allgemeinen Themen aufzustellen. Trotzdem fällt jeder drauf rein..

    > Rankings sind im übrigen genauso wenig förderlich wie der
    > Ruf nach Verwirtschaftlichung der Unis. Irgendwann finden
    > die Leute heraus, wie man am meisten Punkte bekommt und
    > arbeiten dann für die Punkte und nicht mehr für die
    > Sache...

    @strixaluco
    > Wirttschaftsinteressen zerstören die Unis
    wikipedia: "Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) wurde 1994 in Gütersloh von der Bertelsmann Stiftung [...] gegründet."

    Die Bertelsmann Stiftung ist ein neoliberales Thinktank und versucht alles und jeden zu institutionalisieren und miteinander in Konkurrenz zu setzen. Da sind nicht nur Bundesländer und Universitäten dran, sondern neuerdings auch Schulen und Kindergärten.

    http://www.youtube.com/watch?v=0l5LOs9Z7SM

    Antwort auf "Troll"
  3. Yeah vorderer Platz. Die haben die Bonibanker und Badbankmanager schließlich nicht ausgebildet. Die sind alle von den schlechten Hochschulen. Die haben immer vor der Finanzkrise gewarnt und das ihren Studierenden auch gesagt. Seid ehrlich und bleibt sauber, haben die denen gesagt.

    Natürlich wird sie überbewertet... wie so manches Schmutzpapier eben auch. Das zeigt nur ihre Nähe zur (Finanz-)wirtschaft. TOP!

    • mutant
    • 03. Mai 2012 12:22 Uhr

    "Soll's gelingen geh' nach Bingen!" besagt eine Volksweisheit in unserer Gegend. Die FH steht jetzt im Maschinenbau weit vorne...hahaha ich kennen Leute die in Koblenz an der FH im Maschinenbau mit wehenden Fahnen untergangen sind und in Bingen ohne extreme Anstrengungen durchgekommen sind.
    Das die Studenten dort die Studierbarkeit hoch einschätzen ist dann natürlich klar ;-)

  4. Als Verantwortlicher für einen Informatik-Studiengang musste ich mich im September durch einen 42 Fragen umfassenden sehr aufwändigen Fragebogen quälen. Der sogenannte "Bachelor-Praxis-Check" bestand aus einer Reihe von Fragen, die man entweder nicht beantworten konnte oder bei denen man kreativ lügen musste (z. B. "Bitte geben Sie an, in welcher Weise im Studiengang Credits für den Erwerb der folgenden Kompetenzen vorgesehen sind!
    a) Kompetenz zur Informationsgewinnung (z.B. Datenbankrecherchen, Wissensmanagement
    b) Projektmanagement"). Ich zog es vor dem CHE eine kritische Mail zu schreiben (nie beantwortet!) und die Fragen kritisch zu kommentieren und nur das zu beantworten, was ehrlich beantwortbar war.

    Nun wurden die Antworten in ein 45-Punkte-Raster projiziert und uns wurde mitgeteilt, wir wären in der Schlussgruppe gelandet, was sich schließlich als falsch darstellte, da auf Grund irgendeiner Schlamperei bei mehreren Hochschulen die Ergebnisse dieses "Praxis-Checks" falsch zugeordnet wurden. Hinzu kommt, dass beim Praxis-Check keinerlei praxisrelevante Informatikkentnisse gefragt wurden, was diesen erst recht absurd werden lässt.

    Fazit: Wir werden dieses Ranking wie viele andere auch zukünftig boykottieren, denn die grünen, gelben und nunmehr hellblauen Punkte sagen sowieso nichts aus und dann kann man sich noch nicht einmal mehr darauf verlassen, dass sie korrekt zugeordnet wurden!

    Antwort auf "Linkfehler"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Lotte2
    • 03. Mai 2012 12:51 Uhr

    Wow, das ist wirklich mal aufschlussreich. Kein Wunder, dass beim CHE-Ranking auf eine detaillierte wissenschaftliche Beschreibung der Methodik verzichtet wird. Vielen Dank für diesen wertvollen Blick hinter die Kulissen!

    • Lotte2
    • 03. Mai 2012 12:51 Uhr

    Wow, das ist wirklich mal aufschlussreich. Kein Wunder, dass beim CHE-Ranking auf eine detaillierte wissenschaftliche Beschreibung der Methodik verzichtet wird. Vielen Dank für diesen wertvollen Blick hinter die Kulissen!

    Antwort auf "Sinnloser Praxis-Check"

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Hochschulranking | Informatik | Medizin | Physik | Studiengang | Universität Bochum
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