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Jennifer Schmidt hat als Erste in ihrer Familie studiert. Bei Arbeiterkind.de berät sie Studenten, denen es genauso geht.

ZEIT Studienführer: Warum brauchen Studenten, deren Eltern nicht studiert haben, spezielle Unterstützung?

Jennifer Schmidt: Die eigenen Eltern können einem oft nicht weiterhelfen, zum Beispiel wenn man sich mit dem Bafög-Antrag oder einer Hausarbeit rumschlägt, oder wenn es um die Studienfinanzierung geht. Ich habe mein Stipendium zum Beispiel nur dank des Tipps eines Kommilitonen aus einer Akademikerfamilie bekommen. Aber es geht auch um Grundsätzliches. Nichtakademische Eltern raten oft eher zu ihrem eigenen Lebensweg als zu einem Studium, von dem sie nichts wissen.

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Was studieren? Wo studieren? Wie studieren? Das größte Ranking für mehr als 250 Hochschulen

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ZEIT Studienführer: Sind die Eltern nicht stolz auf ihren Nachwuchs?

Schmidt: Natürlich unterstützen manche ihre Kinder beim Weg an die Uni, damit sie es mal besser haben. Aber andere blockieren: Warum willst du so hoch hinaus – wir haben doch auch ein gutes Leben? In Arbeiterfamilien sind auch Vorurteile gegenüber den "faulen Studenten" weiter verbreitet – da heißt es oft: Mach erst eine Ausbildung, dann kannst du immer noch studieren. Die Erfahrung zeigt aber, dass das oft sehr schwierig für sie ist.

ZEIT Studienführer: Wie hilft Arbeiterkind.de konkret?

Schmidt: Grundlegende Informationen und Adressen von Ansprechpartnern stehen auf unserer Website. Wir beraten per Mail oder verabreden uns zum Kaffee, wenn der Ratsuchende in der Nähe wohnt. Ich habe mal eine Schülerin beraten, die studieren wollte, aber Angst vor den Bafög-Schulden hatte. Auch ihre Mutter war dagegen. Nach dem Gespräch war alles wieder offen, weil ich erklären konnte, dass die Hälfte des Bafögs ein Geschenk vom Staat ist und ein Teil der zurückzuzahlenden Summe erlassen werden kann. Niemand muss Scheu haben, uns anzuschreiben – auch die Professoren stehen nicht umsonst in der Liste.

Die Fragen stellte Sabrina Ebitsch

 
Leser-Kommentare
  1. wie hoch ist die chance, dass das kind das gleiche studiert wie die eltern? wie sollen die eltern dann bei der hauasarbeit helfen? sie können höchstens organisatorische sachen sagen, aber inhaltlich geht da sowieso nix...-_-

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    • MOS
    • 22.09.2010 um 11:14 Uhr

    Das Angebot an Literatur über das Verfassen von Haus-/Seminar-/Bachelor-/Diplom-/Masterarbeiten scheint mir schon zu zeigen, dass dort eine gewisse Nachfrage gegeben ist.
    Und bei solchen formalen Dingen kann natülrich geholfen werden, vom Ablauf des Studiums ganz zu schweigen.

    Gerade bei den ersten HA sind doch die grundlegenden Dinge das schwierige, der eigentliche Inhalt ist austauschbar. Struktur, ein roter Faden, all das sind Dinge, die man am Anfang immer wieder erl´äutert bekommen muß - manchmal von besonders guten Dozenten, manchmal von Komilitonnen, aber auch Eltern können dabei helfen. Auch beim ersten Korrekturlesen - wenn man selber nie eine wissenschaftlich angehauchte Arbeit schreiben oder gar lesen muß, kann man vermutlich weniger gut bei der Korrektur helfen.
    MfG

    ...ist gar nicht so gering. Wenn die Übernahme der erfolgreichen erlterlichen Architekturbüros/Kanzlei/Praxis ansteht und die Eltern es geschafft haben ihren Nachwuchs dafür zu begeistern oder wenigstens entsprechend einzuschüchtern :-)
    Mir ist wenigstens ein solcher Fall bekannt.

    Die Vorteile liegen glasklar auf der Hand, jederzeit kann man in den praktischen Betrieb schnuppern, kann die hochtrabenden Uni-Themen dadurch viel leichter richtig gewichten, kann sich Tipps direkt vom Experten holen und idR stimmt auch die Finanzierung des Studiums, wenn die Eltern voll dahinter stehen...

    Die Website richtet sich an Studienanfänger, deren Eltern NICHT studiert habe.

    • MOS
    • 22.09.2010 um 11:14 Uhr

    Das Angebot an Literatur über das Verfassen von Haus-/Seminar-/Bachelor-/Diplom-/Masterarbeiten scheint mir schon zu zeigen, dass dort eine gewisse Nachfrage gegeben ist.
    Und bei solchen formalen Dingen kann natülrich geholfen werden, vom Ablauf des Studiums ganz zu schweigen.

    Gerade bei den ersten HA sind doch die grundlegenden Dinge das schwierige, der eigentliche Inhalt ist austauschbar. Struktur, ein roter Faden, all das sind Dinge, die man am Anfang immer wieder erl´äutert bekommen muß - manchmal von besonders guten Dozenten, manchmal von Komilitonnen, aber auch Eltern können dabei helfen. Auch beim ersten Korrekturlesen - wenn man selber nie eine wissenschaftlich angehauchte Arbeit schreiben oder gar lesen muß, kann man vermutlich weniger gut bei der Korrektur helfen.
    MfG

    ...ist gar nicht so gering. Wenn die Übernahme der erfolgreichen erlterlichen Architekturbüros/Kanzlei/Praxis ansteht und die Eltern es geschafft haben ihren Nachwuchs dafür zu begeistern oder wenigstens entsprechend einzuschüchtern :-)
    Mir ist wenigstens ein solcher Fall bekannt.

    Die Vorteile liegen glasklar auf der Hand, jederzeit kann man in den praktischen Betrieb schnuppern, kann die hochtrabenden Uni-Themen dadurch viel leichter richtig gewichten, kann sich Tipps direkt vom Experten holen und idR stimmt auch die Finanzierung des Studiums, wenn die Eltern voll dahinter stehen...

    Die Website richtet sich an Studienanfänger, deren Eltern NICHT studiert habe.

    • MOS
    • 22.09.2010 um 11:14 Uhr

    Das Angebot an Literatur über das Verfassen von Haus-/Seminar-/Bachelor-/Diplom-/Masterarbeiten scheint mir schon zu zeigen, dass dort eine gewisse Nachfrage gegeben ist.
    Und bei solchen formalen Dingen kann natülrich geholfen werden, vom Ablauf des Studiums ganz zu schweigen.

  2. Gerade bei den ersten HA sind doch die grundlegenden Dinge das schwierige, der eigentliche Inhalt ist austauschbar. Struktur, ein roter Faden, all das sind Dinge, die man am Anfang immer wieder erl´äutert bekommen muß - manchmal von besonders guten Dozenten, manchmal von Komilitonnen, aber auch Eltern können dabei helfen. Auch beim ersten Korrekturlesen - wenn man selber nie eine wissenschaftlich angehauchte Arbeit schreiben oder gar lesen muß, kann man vermutlich weniger gut bei der Korrektur helfen.
    MfG

  3. ...ist gar nicht so gering. Wenn die Übernahme der erfolgreichen erlterlichen Architekturbüros/Kanzlei/Praxis ansteht und die Eltern es geschafft haben ihren Nachwuchs dafür zu begeistern oder wenigstens entsprechend einzuschüchtern :-)
    Mir ist wenigstens ein solcher Fall bekannt.

    Die Vorteile liegen glasklar auf der Hand, jederzeit kann man in den praktischen Betrieb schnuppern, kann die hochtrabenden Uni-Themen dadurch viel leichter richtig gewichten, kann sich Tipps direkt vom Experten holen und idR stimmt auch die Finanzierung des Studiums, wenn die Eltern voll dahinter stehen...

  4. Uni ist brutal, wenn die Eltern nicht viel mehr als die Volksschule gesehen haben. Das fängt bei der finanziellen Unterstützung an und hört bei der Tatsache auf, dass man permenent von Leuten umgeben ist, die grundsätzlich einen Schritt voraus sind.
    Das bezieht sich weniger auf die inhaltliche Seite des Studiums, als mehr auf die generelle Organisation, die Einstellung hinsichtlich des Lebens im Uniumfeld und den Umgang mit den Möglichkeiten die man als angehender Akademiker so hat.

    Know-how wird in Familien am Esstisch weitergegeben. Sei es die Organisation des Auslandssemesters, das Ergattern eines guten Praktikumsplatzes (kenne da einige Geschichten von wegen Onkel ist bei der Münchner Rück, Papa ist Großkunde bei der Lufthansa, guter Freund der Familie ist beim heute journal etc) und natürlich auch bei Hausarbeiten, wo mal eben mehr als nur emotionale Unterstützung seitens der Eltern möglich ist, wenn man in der Klemme steckt.

    Letztlich darf man auch nicht die Entfernung zu Dozenten und Professoren und damit Angst/Respekt vor dem Unbekannten unterschätzen. Oft, jedenfalls in meinem Fall, wird dem Kind aufgrund der Ferne der Eltern ein zu großer Respekt gegenüber solchen "natürlichen" Respektspersonen beigebracht.

    Wer dagegen eine solche Person über das elterliche Umfeld kennt, der geht ganz anders an ein Gespräch ran, als jemand der noch nie so jemandem über dem Weg gelaufen ist. Das legt sich natürlich mit der Zeit. Der permanente Schritt hintendran aber bleibt.

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    • chrisi
    • 22.09.2010 um 13:58 Uhr

    Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu.
    Aber vielleicht kommt es auch auf die Hochschulform und den Studiengang an. Als ich studiert habe (Maschinenbau an einer FH) kamen gefühlte 70% aus Arbeiterfamilien und bestimmt die Hälfte hatte vorher eine Ausbildung (Technischer Zeichner, Zerspanener, Werkzeugmechanik)gemacht. Dazu kam, dass der Stundenplan der FH dem einer Schule gleicht. Dies hat unseren Einstieg bestimmt erleichtert. Das "Reinschnuppern" in andere Fachbereiche wie Elektrotechnik haben sehr wenige gemacht und wenn doch waren das nicht unbedingt die Akademiker Kinder.

    Was das BAFÖG betrift kann ich da nicht mitreden, da ich das nie betreten habe. Aber sollten die nicht Erfahrungen haben mit Arbeiterkindern und die Studenten durch den Dschungel leiten? Ich kann mir ehrlich nicht vorstellen das Arbeiterkinder da stranden.

    Ich kann mir aber durchaus Schwierigkeiten vorstellen wenn ein Arbeiterkind an einer Uni eine Geisteswissenschaft studieren will, was Umgang mit Profs oder Zurechtfinden oder nicht zuletzt Vitamin B betrifft.

    Ich, frisch an der Uni, kam während der Mittagszeit in den Raum mit 2 Beamten. Just im Moment meines Betretens haben dann beide "Pause" Schilder aufgestellt und ihre Lunchpakete ausgepackt. Auf die Frage ob ich schnell noch drankommen könnte kam die Antwort, "ne jetzt is Mittagspause" (obwohl keine war..). Ich wurde weggeschickt.
    Bei meinem 2., 3. und 4. Erscheinen habe ich dann jeweils meine Unterlagen vorgelegt, nur um kritisiert zu werden, dass nicht alles vorliegt. Ich bekam eine Liste mit einem Teil des Rests (nein, nicht alles aufs mal) und wurde wieder weggeschickt.
    Eine interessante Zwischenfrage war einmal "sind ihre Eltern eigentlich geschieden?!" (WFT!)

    Das ging dann 6 Wochen so. Als ich alles zusammen hatte gings nochmal 12 Wochen bis die erste Zahlung kam. Die Zeit bis dahin musste ich mit meinen Ersparnissen überbrücken.

    Mein Vater war damals arbeitslos und meine Mutter arbeitete auf 400 Euro Basis. Der geschätzte Bafögsatz lag bei etwa 550 Euro (wurde mir vorläufig auch so bestätigt). Am Ende bekam ich dann aber nur 250 Euro, weil mein Vater 2 Jahre zuvor nicht arbeitslos war und diese Zeit in den Berechnungszeitraum einfliesst, die Hypothek aufs Haus meiner Eltern wirkte zudem steuerverringernd (=Bafögverringernd).
    Ergo: Meine Ersparnisse waren nach einem Semester weg und anstelle von Praktika und Lernen ging ich jobben.
    Mein Fall war sicher extrem, aber nicht wenige fühlen sich auf dem Bafögamt wie schäbige Bittsteller und werden auch so behandelt...

    Ich habe als Arbeiterkind studiert und bin nie auf irgendwelche Probleme gestossen, die man nicht auch allein haette loesen koennen. Alles rund um BAFOEG hat man auch schnell raus, wenn man diverse Quellen zu Rate zieht. Sollte heute mit dem Internet wohl kein Problem mehr sein.
    Das Schluesselwort ist Selbstvertrauen! Alles andere findet sich schon ...

    • chrisi
    • 22.09.2010 um 13:58 Uhr

    Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu.
    Aber vielleicht kommt es auch auf die Hochschulform und den Studiengang an. Als ich studiert habe (Maschinenbau an einer FH) kamen gefühlte 70% aus Arbeiterfamilien und bestimmt die Hälfte hatte vorher eine Ausbildung (Technischer Zeichner, Zerspanener, Werkzeugmechanik)gemacht. Dazu kam, dass der Stundenplan der FH dem einer Schule gleicht. Dies hat unseren Einstieg bestimmt erleichtert. Das "Reinschnuppern" in andere Fachbereiche wie Elektrotechnik haben sehr wenige gemacht und wenn doch waren das nicht unbedingt die Akademiker Kinder.

    Was das BAFÖG betrift kann ich da nicht mitreden, da ich das nie betreten habe. Aber sollten die nicht Erfahrungen haben mit Arbeiterkindern und die Studenten durch den Dschungel leiten? Ich kann mir ehrlich nicht vorstellen das Arbeiterkinder da stranden.

    Ich kann mir aber durchaus Schwierigkeiten vorstellen wenn ein Arbeiterkind an einer Uni eine Geisteswissenschaft studieren will, was Umgang mit Profs oder Zurechtfinden oder nicht zuletzt Vitamin B betrifft.

    Ich, frisch an der Uni, kam während der Mittagszeit in den Raum mit 2 Beamten. Just im Moment meines Betretens haben dann beide "Pause" Schilder aufgestellt und ihre Lunchpakete ausgepackt. Auf die Frage ob ich schnell noch drankommen könnte kam die Antwort, "ne jetzt is Mittagspause" (obwohl keine war..). Ich wurde weggeschickt.
    Bei meinem 2., 3. und 4. Erscheinen habe ich dann jeweils meine Unterlagen vorgelegt, nur um kritisiert zu werden, dass nicht alles vorliegt. Ich bekam eine Liste mit einem Teil des Rests (nein, nicht alles aufs mal) und wurde wieder weggeschickt.
    Eine interessante Zwischenfrage war einmal "sind ihre Eltern eigentlich geschieden?!" (WFT!)

    Das ging dann 6 Wochen so. Als ich alles zusammen hatte gings nochmal 12 Wochen bis die erste Zahlung kam. Die Zeit bis dahin musste ich mit meinen Ersparnissen überbrücken.

    Mein Vater war damals arbeitslos und meine Mutter arbeitete auf 400 Euro Basis. Der geschätzte Bafögsatz lag bei etwa 550 Euro (wurde mir vorläufig auch so bestätigt). Am Ende bekam ich dann aber nur 250 Euro, weil mein Vater 2 Jahre zuvor nicht arbeitslos war und diese Zeit in den Berechnungszeitraum einfliesst, die Hypothek aufs Haus meiner Eltern wirkte zudem steuerverringernd (=Bafögverringernd).
    Ergo: Meine Ersparnisse waren nach einem Semester weg und anstelle von Praktika und Lernen ging ich jobben.
    Mein Fall war sicher extrem, aber nicht wenige fühlen sich auf dem Bafögamt wie schäbige Bittsteller und werden auch so behandelt...

    Ich habe als Arbeiterkind studiert und bin nie auf irgendwelche Probleme gestossen, die man nicht auch allein haette loesen koennen. Alles rund um BAFOEG hat man auch schnell raus, wenn man diverse Quellen zu Rate zieht. Sollte heute mit dem Internet wohl kein Problem mehr sein.
    Das Schluesselwort ist Selbstvertrauen! Alles andere findet sich schon ...

    • chrisi
    • 22.09.2010 um 13:58 Uhr

    Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu.
    Aber vielleicht kommt es auch auf die Hochschulform und den Studiengang an. Als ich studiert habe (Maschinenbau an einer FH) kamen gefühlte 70% aus Arbeiterfamilien und bestimmt die Hälfte hatte vorher eine Ausbildung (Technischer Zeichner, Zerspanener, Werkzeugmechanik)gemacht. Dazu kam, dass der Stundenplan der FH dem einer Schule gleicht. Dies hat unseren Einstieg bestimmt erleichtert. Das "Reinschnuppern" in andere Fachbereiche wie Elektrotechnik haben sehr wenige gemacht und wenn doch waren das nicht unbedingt die Akademiker Kinder.

    Was das BAFÖG betrift kann ich da nicht mitreden, da ich das nie betreten habe. Aber sollten die nicht Erfahrungen haben mit Arbeiterkindern und die Studenten durch den Dschungel leiten? Ich kann mir ehrlich nicht vorstellen das Arbeiterkinder da stranden.

    Ich kann mir aber durchaus Schwierigkeiten vorstellen wenn ein Arbeiterkind an einer Uni eine Geisteswissenschaft studieren will, was Umgang mit Profs oder Zurechtfinden oder nicht zuletzt Vitamin B betrifft.

  5. ... deine Zusammenfassung spricht mir aus der Seele. Die Höhe des Horizonts, die einem von zu Hause mitgegeben wird, bzw. die Möglichkeiten, die die Praktikawelt zu bieten hat und die Netzwerke, die Familienmitglieder zu Verfügung haben, sind wesentlich geringer für Arbeiterkinder. Aus eigener Erfahrung fühlt man sich oft kleiner, als man sich machen sollte.

    Arbeiterkind ist eine super Initiative!

  6. ...auch, dass sie nur in technischen Studienrichtungen heute noch eine Chance auf eine adäquate Beschäftigung nach dem Studienabschluss haben, vor allem wenn man kein Vitamin B hat. Wer diesbezüglich kein Talent oder Interesse hat, sollte die Finger vom Studieren lassen. Ich selbst bin auch ein Arbeiterkind und habe leider nach Interesse Germanistik und Geschichte studiert, sogar auch noch mit dem Lehramt dazu, dass ich mir dummerweise damals als Sicherheit einreden habe lassen. Nachdem ich jetzt ein Jahr lang Gymnasiallehrerin war und sich bestätigt hat, dass ich für den Lehrerberuf überhaupt nicht geeignet bin, was mir schon lange gedämmert war, stehe ich nun ohne wirtschaftlich verwertbaren Abschluss da. Und das schlimmste daran: Ich bin selbst schuld, ich wusste ja, dass es so sein wird. Habe momentan alle Zuversicht verloren und ärgere mich über mich selbst maßlos. Vielleicht haben die Arbeitereltern gar nicht so unrecht, wenn sie vom Studieren abraten?

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    Aber das, was Sie da schildern ist doch ein allgemeines Problem, das für jeden Studenten (und auch für Azubis) zutrifft. Auch das Akademikerkind wird auf der Straße stehen, wenn es Lehramt studiert und dann feststellt, dass es für den Lehrerberuf nicht geeignet ist. Und dem Ärztesohn oder der Anwaltstochter, die von Papi zur Übernahme der Praxis oder Kanzlei überredet werden, geht es ebenso wenn man plötzlich feststellt, dass man an diesem Beruf keinen Spaß hat.

    • cvnde
    • 23.09.2010 um 1:47 Uhr

    Sie haben Geschichte und Germanistik studiert und könnens nicht in der Schule vermitteln.
    So what?
    Geschichte gilt ja auch nicht als das Lieblingsfach in Deutschland.
    Schonmal daran gedacht in den Journalismus zu gehen oder bei einem Verlag als Lektorin anzufangen?
    Lesen und Schreiben werden sie ja können.

    Aber das, was Sie da schildern ist doch ein allgemeines Problem, das für jeden Studenten (und auch für Azubis) zutrifft. Auch das Akademikerkind wird auf der Straße stehen, wenn es Lehramt studiert und dann feststellt, dass es für den Lehrerberuf nicht geeignet ist. Und dem Ärztesohn oder der Anwaltstochter, die von Papi zur Übernahme der Praxis oder Kanzlei überredet werden, geht es ebenso wenn man plötzlich feststellt, dass man an diesem Beruf keinen Spaß hat.

    • cvnde
    • 23.09.2010 um 1:47 Uhr

    Sie haben Geschichte und Germanistik studiert und könnens nicht in der Schule vermitteln.
    So what?
    Geschichte gilt ja auch nicht als das Lieblingsfach in Deutschland.
    Schonmal daran gedacht in den Journalismus zu gehen oder bei einem Verlag als Lektorin anzufangen?
    Lesen und Schreiben werden sie ja können.

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